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Vince Crew


Alter: 28 Tierkreiszeichen:  Wohnort: Aachen Anmeldungsdatum: 30.09.2005 Beiträge: 17736 Themen: 355
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Verfasst am: 10.03.2006, 19:19 Titel: die "James Bond" Legacy (Sammelthread) |
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JAMES BOND
Sammelthread
In diesem Sammelcontainer findet ihr alle bisher gereviewten James Bond-Filme. Wer einen der Filme reviewen will, möge einen der vorgefertigten Beiträge benutzen, um sein Review reinzueditieren bzw. mir per PM oder in einem Antwortbeitrag das Review schicken, so dass ich es anschließend an die entsprechende Stelle setzen kann. |
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Vince Crew


Alter: 28 Tierkreiszeichen:  Wohnort: Aachen Anmeldungsdatum: 30.09.2005 Beiträge: 17736 Themen: 355
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Verfasst am: 10.03.2006, 19:19 Titel: |
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| James Bond jagt Dr. No |
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Vince Crew


Alter: 28 Tierkreiszeichen:  Wohnort: Aachen Anmeldungsdatum: 30.09.2005 Beiträge: 17736 Themen: 355
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Verfasst am: 10.03.2006, 19:20 Titel: |
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| Liebesgrüsse aus Moskau |
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Vince Crew


Alter: 28 Tierkreiszeichen:  Wohnort: Aachen Anmeldungsdatum: 30.09.2005 Beiträge: 17736 Themen: 355
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Verfasst am: 10.03.2006, 19:20 Titel: |
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| Goldfinger |
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Vince Crew


Alter: 28 Tierkreiszeichen:  Wohnort: Aachen Anmeldungsdatum: 30.09.2005 Beiträge: 17736 Themen: 355
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Verfasst am: 10.03.2006, 19:21 Titel: |
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| Feuerball |
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Vince Crew


Alter: 28 Tierkreiszeichen:  Wohnort: Aachen Anmeldungsdatum: 30.09.2005 Beiträge: 17736 Themen: 355
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Verfasst am: 10.03.2006, 19:21 Titel: |
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| Man lebt nur zweimal |
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Vince Crew


Alter: 28 Tierkreiszeichen:  Wohnort: Aachen Anmeldungsdatum: 30.09.2005 Beiträge: 17736 Themen: 355
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Verfasst am: 10.03.2006, 19:21 Titel: |
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| Im Geheimdienst ihrer Majestät |
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Vince Crew


Alter: 28 Tierkreiszeichen:  Wohnort: Aachen Anmeldungsdatum: 30.09.2005 Beiträge: 17736 Themen: 355
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Verfasst am: 10.03.2006, 19:22 Titel: |
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| Diamantenfieber |
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Vince Crew


Alter: 28 Tierkreiszeichen:  Wohnort: Aachen Anmeldungsdatum: 30.09.2005 Beiträge: 17736 Themen: 355
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Verfasst am: 10.03.2006, 19:22 Titel: |
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| Leben und sterben lassen |
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Vince Crew


Alter: 28 Tierkreiszeichen:  Wohnort: Aachen Anmeldungsdatum: 30.09.2005 Beiträge: 17736 Themen: 355
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Verfasst am: 10.03.2006, 19:22 Titel: |
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| Der Mann mit dem goldenen Colt |
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Vince Crew


Alter: 28 Tierkreiszeichen:  Wohnort: Aachen Anmeldungsdatum: 30.09.2005 Beiträge: 17736 Themen: 355
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Verfasst am: 10.03.2006, 19:23 Titel: |
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| Der Spion, der mich liebte |
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Vince Crew


Alter: 28 Tierkreiszeichen:  Wohnort: Aachen Anmeldungsdatum: 30.09.2005 Beiträge: 17736 Themen: 355
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Verfasst am: 10.03.2006, 19:23 Titel: |
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| Moonraker - Streng Geheim |
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Vince Crew


Alter: 28 Tierkreiszeichen:  Wohnort: Aachen Anmeldungsdatum: 30.09.2005 Beiträge: 17736 Themen: 355
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Verfasst am: 10.03.2006, 19:23 Titel: |
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In tödlicher Mission
Originaltitel: For Your Eyes Only
Herstellungsland: GB
Erscheinungsjahr: 1981
Regie: John Glen
Darsteller: Roger Moore, Carole Bouquet, Julian Glover, Topol, Lynn-Holly Johnson u.a.
Geschrieben von John Woo
Nach dem –für viele Fans übertriebenen- Weltallausflug „Moonraker“ (der übrigens ursprünglich gar nicht geplant war, sondern wegen der „Star Wars“ – Welle dazwischengequetscht wurde) wollte Produzent Albert R. „Cubby“ Broccoli Agent James Bond 007 wieder zurück auf die gute alte Erde bringen. Dazu verpflichtete Broccoli John Glen für den 12. Bondfilm als Regisseur. Glen war früher bereits als Cutter an den Bondfilmen mitwirkend, und hatte deshalb bereits Bond-Luft geschnuppert und war damit bestens vertraut.
Und in der Tat: „For your eyes only“ bzw. “In tödlicher Mission” (mal wieder ein typisches Beispiel für die Kreativität der deutschen Übersetzer…) war an den Kinokassen ein grosser Erfolg.
Broccoli war von Glens Arbeit derart begeistert, dass er ihn als Regisseur für gleich weitere 4 Bondfilme verpflichtete. Kein Regisseur sollte hinterher jemals so viele Bondfilme gedreht haben wie er.
Wenn man die Story so betrachtet, dann fühlt sich der Filmfreund direkt an alte Zeiten wie „From Russia with love“ erinnert, derart bodenständig präsentiert sich hier das Geschehen. Hier ist nichts derartiges wie „Weltbeherrschung“ oder „Vernichtung der Menschheit“ zu finden. Endlich gibt es mal wieder Agentenfeeling par excellence zu bestaunen.
James Bond ist auf der Jagd nach einem verloren gegangenen Lenkwaffen-Computer, genannt „A.T.A.C.“ –System. Allerdings ist er nicht der einzige, der hinter diesem Gerät her ist. Mit dem zwielichtigen Reeder Kristatos und dem draufgängerischen Schmugglerkönig Columbo hat er zwei beinharte Konkurrenten am Halse, die dicht an seinen Fersen sind.
Begleitet wird Bond dabei von der schönen Melina Havelock, die allerdings aus ganz anderen Gründen mitmischt...
Ausgefallen ist gleich die Anfangssequenz, die unter Bondfans allerdings immer wieder Fragezeichen aufwirft. Denn Bonds Erzfeind Blofeld taucht wieder auf – allerdings nicht gefährlicher denn je. In seinem elektrischen Rollstuhl macht er wohl den kümmerlichsten Eindruck den er jemals abgegeben hat. Der katzenliebende Glatzkopf steuert einen Hubschrauber -in dem natürlich Bond sitzt- fern und möchte ihn damit endgültig ausschalten.
Die Anfangssequenz, die zwar durchaus unterhaltsam gemacht ist, wirft einfach zu viele Fragen auf und ist etwas arg in die Länge gezogen (das Rumgehampel am Hubschrauber und das dämliche Grinsen von Blofeld ist mit der Zeit langweilig und nervig), als dass sie noch als gut durchgehen würde. Man sollte eigentlich meinen, Blofeld wäre in „Diamantenfieber“ gestorben (auch wenn dies nicht offensichtlich war). Offenbar war er es dann doch nicht oder das hier soll einer seiner Doppelgänger gewesen sein, welche Blofeld ebenfalls im selben Bondabenteuer von 1971 erzeugte. Ich für meinen Teil finde es einfach schade, dass ein derart grosser, langjähriger Feind einfach kurz in einer Anfangssequenz nochmals auftaucht und dann gleich wieder beerdigt wird.
Wer das denn nun aber tatsächlich den Schornstein runterfliegen durfte muss dann aber halt doch jeder für sich selber entscheiden...
Nun aber zum eigentlichen Abenteuer, und das wirft dann glücklicherweise keine unnötigen Fragen mehr auf. Zumindest keine ärgerlichen. Denn vorhersehbar ist dieses Abenteuer -als eines der wenigen- kaum: Wer hier denn nun der Bösewicht ist kommt erst sehr spät raus, und auch sonst sind hier mit einigen Überraschungen zu rechnen.
Roger Moore spielt den britischen Spion gewohnt solide und mit seinem üblichen Charme und einer grossen Portion Ironie. Verkamen seine beiden folgenden Filme „Octopussy“ und „Im Angesicht des Todes“ phasenweise zu gigantischen Kaspereien, nimmt man ihm hier die Rolle als Killer noch gut ab. Vermutlich lieferte Gentleman Moore hier sogar seine beste Leistung. Die restlichen Darsteller agieren ebenfalls auf ordentlichem Niveau. Als schauspielerisches Highlight sei hier nebenbei aber mal Chaim Topol in der Rolle des Columbo erwähnt. Blass hingegen bleibt leider Julian Glover als Kristatos.
Im Film spielte übrigens in einer Nebenrolle Cassandra Harris mit, die während den Dreharbeiten heiratete – und zwar Pierce Brosnan! Leider verstarb sie 1991 an Krebsleiden...
In diesem Bondabenteuer muss man allerdings fast gänzlich auf irgendwelche Spielzeuge seitens Q verzichten, welcher hier eigentlich nichts anderes zu tun hat, als das von Bond geschrottete Dienstauto wieder „zusammenzukleben“. Leider kommt das Auto praktisch nie zum Einsatz.
Allerdings sei hier gesagt, dass das in diesem Film kaum stört, denn wer Bond unbedingt mal in einem Citroen 2CV rumfahren sehen will (natürlich während einer Verfolgungsjagd), der kommt hier voll auf seine Kosten (Unbedingt mal auf Bonds „erfreutes“ Gesicht achten, als er das Auto erblickt!).
An Action hat man bei diesem Agentenstreifen gar nicht gespart. Und glücklicherweise ist diese nicht so übertrieben ausgefallen wie im Vorgänger-Film. Dennoch lassen sich die zahlreichen Verfolgungsjagden und Stunts (Auto, Ski, Wasser) sehen. Eigentlich ist fast dauernd was los, man wäre schon fast dazu geneigt, den Film mit den neusten Bondstreifen zu vergleichen.
Besonders die Skisequenzen wurden grandios und angenehm lange gefilmt und bieten einige herrvorragende Stunts.
Da sind wir auch schon bei den Locations: Diese könnten abwechslungs- und kontrastreicher nicht sein: Spanien, Wintersportorte in Norditalien, am Meer in Griechenland. Hier lässt mal wieder gar nichts zu wünschen übrig, zumal die verschiedenen Drehorte bestens eingefangen worden sind.
Der dritte Teil –in Griechenland- ist dann wohl auch der atmosphärischste Teil. Die Unterwasseraufnahmen sind grandios, und die Musikbegleitung tut ihr übriges. Hier sind auch wieder einige äusserst spannende Sequenzen zu bewundern wie zum Beispiel der Kampf zweier U-Boote. Möge der Stärkere gewinnen!
Das Finale ist dann leider so ne Sache...
Als Drehort wurde dafür ein altes Kloster auf den steilsten Hängen gewählt. Bond absolviert hier erst eine Kletterpartie par excellence, die spannender und mitreissender kaum sein dürfte.
Das restliche Geschehen ist leider kaum erwähnenswert – ist man doch von den meisten Bondfilm-Vorgängern bombastische Zerstörungsorgien gewohnt. Hier allerdings gibt es lediglich ein paar Kloppereien hie und da, die immerhin einigermassen passabel inszeniert worden sind. Ansonsten ist hier Langeweile hoch drei – leider. Die ersten ¾ sind einfach grandios temporeich, und dann wird man mit einem so lahmen Abklatsch abserviert...war hier das Budget erschöpft? Ein Trauerspiel. Es hätte der beste Bondfilm werden können ...und dann das...
Zum Glück wurde dann noch ein ironisches Ende angehängt, was den lahmen Showdown aber trotzdem nicht vergessen macht...
Fazit: Spannendes, aufwändiges und überaus temporeiches Bondabenteuer, welches mit guter Musik und abwechslungsreichen Locations glänzt. Ein fast perfekter Bondfilm, welchem die Höchstnote aufgrund des lahmen finalen Showdowns aber leider dennoch verwehrt bleibt...

Zuletzt bearbeitet von Vince am 10.03.2006, 19:40, insgesamt einmal bearbeitet |
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Vince Crew


Alter: 28 Tierkreiszeichen:  Wohnort: Aachen Anmeldungsdatum: 30.09.2005 Beiträge: 17736 Themen: 355
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Verfasst am: 10.03.2006, 19:24 Titel: |
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Octopussy
Originaltitel: Octopussy
Herstellungsland: Großbritannien
Erscheinungsjahr: 1983
Regie: John Glen
Darsteller: Roger Moore, Maud Adams, Louis Jordan, David Meyer, ...
Eine Kritik von Wiesi
Enthält einige Spoiler !!!
Um die Wahrheit einer gigantischen Juwelenschieberei aufzudecken, wird James Bond auf die geheimnisvolle Octopussy angesetzt: Sie ahnt nicht, dass sie von einen Wahnsinnigen hinters Licht geführt wird. Der russische General Orlov benutzt ihren Octopussy - Zirkus lediglich unter Vorwand, um mit ihm den geraubten Kreml - Schatz durch ganz Europa zu schmuggeln. Den tatsächlich dient er ihm nur als eine Art Trojanisches Pferd für einen atomaren Sprengkörper, der auf dem Gelände der US - Airforce în Feldberg detonieren soll ...

Nach Sean Connery wurde George Lazenby die Rolle des James Bond übergeben. In dieser war Lazenby aber nur in einen Film in der Rolle des Geheimagenten mit den Doppelnull - Status zu sehen: "Im Geheimdienst ihrer Majestät". Roger Moore war somit der dritte James Bond Darsteller, seinen Einstand hatte er 1973 mit "Leben und Sterben lassen". Schon da war Moore meiner Meinung nach grundlegend anders als seine vorherigen Darsteller: Zum einen war sein erster Auftritt als Geheimagent in einen eher düstereren Bondstreifen als die vorherigen und zum anderen hatte er schon dort einen Humor, der sich gekonnt an die Situationen anpasste und iihn mit seiner Art für mich zu einen der besten Bond - Darsteller überhaupt machte.
10 Jahre nach seinen Erstlingsbond verschlägt es Moore in "Octopussy" wieder in fremde Gefilde: Und zwar muss er hier in Indien ermitteln. Obwohl man u.a. exotische Kulissen schon von vorherigen Bondfilmen gewohnt war und diese auch gefallen haben, so hat man hier mit Indien wie ich finde vollkommen ins Schwarze getroffen: Neben den Schauplatz ergaben sich somit viele weitere Möglichkeiten, z.B. seitens der Feinde oder auch der Verfolgungsjagden. Unter diesen Gesichtspunkten finden nämlich auch 2 der meiner Meinung nach besten Verfolgungsjagden statt: Auf der Flucht gelangt Bond in den indischen Regenwald, wo er sich neben seiner Feinde (die zudem auf Elefanten regelrecht eine Treibjagd nach ihn veranstalten) auch noch gegen die heimische Flora & Fauna (Tiger, Blutegel, ...) behaupten muss. Auf einer weiteren *Hetzjagd* nimmt Bond den Weg durch die überfüllten Straßen, Gassen und Marktplätze, wie man es aus Indien auch gewohnt ist. Obwohl ein Durchkommen schwierig ist, fährt er auf einen der sogenannten Tuk Tuks durch die hiesigen Mengen, seine Verfolger stellt er sich zwischenzeitlich mithilfe von Kohlegängen und diversen Fakir - Attraktionen (Schwertschlucker, Nadelbett, ...).

Schon im ersten Bondstreifen "James Bond jagt Dr. No" mit Sean Connery in der Hauprolle des britischen Agenten kam *es* dazu und tauchte in jeden weiteren James Bond Film auch von neuen wieder auf: Die Rede ist von den hiesigen Bondgirl, den stets gibt es eine oder auch mehrere Frauen an der Seite von Bond, seien es Verehrerinen oder auch nur Verräterinen. Der Name des Bondgirls in "Octopussy" ist titelgebend: Octopussy. Verkörpert wird diese von Maud Adams. Anstelle aber Bond auszunutzen, zu verraten oder ihn als freundlich gesonnen z.b. geheime Informationen zukommen zulassen, ist sie im späteren Verlauf auf seine Hilfe angewiesen um vor Attentaten geschützt zu werden und zudem um die Explosion ihres eigenen Zirkuses aufzuhalten. Von den gern gesehenen Bondgirls geht es zu den Schurken, zu Bonds Gegenspielern. In "Octopussy" bekommt es Bond mit mehr als einen zu tun, aber wie sooft in einer geordneten Reihenfolge: Einen Ober - Schurken welcher der Kopf ist und die Pläne macht, dessen wortkargen aber dafür starken Handlanger und einen zweitrangigen Schurken, welcher die *Drecksarbeiten* erledigt. In diesen Film funktioniert das Prinzip auch gut und die Verhältnisse zum Gegner stimmen, allerdings hat Bond meiner Meinung nach auch schon schlimmere Finger zur Strecke gebracht. Natürlich hat Bond auch hier nicht nur Feinde, sondern auch Freunde, sowohl neue als auch altbekannte wie Q.

Neben Indien ist Bond kaum woanders während des gesamten Filmes unterwegs, dennoch teile ich gerne in 3 Abschnitte: Kurz zum Anfang den Stützpunkt, dann der lange Mittelteil Stichwort Indien, der ja eigentlich auch den Film ausmacht, und zum Schluss noch die *Zugfahrt* mitsamt Zirkus. Egal wer hier alles auftritt bzw. welche Länge solch ein Abschnitt aufweist, ein jeder besticht durch etwas: Am Anfäng wäre das für mich z.b. die Aktion mit den versteckten Flugzeug im Anhänger, im Mittelteil dann die von mir schon angesprochenen *Hetzjagden* und zum Ende die Fahrt, welche Bond mit seinen Wagen auf den Gleisen absolviert um den Zug noch rechtzeitig einzuholen und zu erwischen.

Zum Schluss sei noch gesagt, dass "Octopussy" nicht der beste Bondfilm ist. Viele unerteilen ja gerne in ihre 3 Lieblinge, ich denke, auch da fällt der Film von der gesamten Bondreihe betrachtet aus den Rahmen. Da ich wie schon angesprochen ein Fan von Roger Moore bin und ihn u.a. durch seine trockene Art seitens des Humors als besten Bond ansehe, fällt die Sichtung bei mir natürlich anders aus. Aus der Moore Sparte sticht dieser eben wie ich finde hervor, alleine durch das Einsatzgebiet Indien welches den Film noch viele weitere Aspekte eingebracht hat als die nur von mir genannten. Es wird hier eben ein gewisses Flair vermittelt, schließlich spielte "James Bond jagt Dr. No" auch vor einer exotischen Kulisse. Solche (Palmen, Strand, ...) kennt man allerdings auch aus anderen Bondfilmen zuhauf, und grade weil es in diesen Streifen hier Indien ist, fällt das Wort "exotisch" nicht ganz so *krass* auf und wird gleich mit Sonne, Sand und Meer in Verbindung gebracht. Perfekt ist auch dieser Bond bei weitem nicht, doch ich finde er hat der damaligen Ära einen frischen Wind verpasst. Bei der inwzischen aufgestockten Anzahl von insgesamt 21 Bondfilmen ist es schließlich auch kein leichtes, aus der Masse direkt hervorzustechen.
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Zuletzt bearbeitet von Vince am 28.11.2006, 19:32, insgesamt 3-mal bearbeitet |
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Vince Crew


Alter: 28 Tierkreiszeichen:  Wohnort: Aachen Anmeldungsdatum: 30.09.2005 Beiträge: 17736 Themen: 355
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Verfasst am: 10.03.2006, 19:24 Titel: |
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Im Angesicht des Todes
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Zuletzt bearbeitet von Vince am 10.03.2006, 19:43, insgesamt 2-mal bearbeitet |
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Vince Crew


Alter: 28 Tierkreiszeichen:  Wohnort: Aachen Anmeldungsdatum: 30.09.2005 Beiträge: 17736 Themen: 355
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Verfasst am: 10.03.2006, 19:25 Titel: |
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| Der Hauch des Todes |
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Vince Crew


Alter: 28 Tierkreiszeichen:  Wohnort: Aachen Anmeldungsdatum: 30.09.2005 Beiträge: 17736 Themen: 355
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Verfasst am: 10.03.2006, 19:25 Titel: |
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James Bond 007 - Lizenz zum Töten
Originaltitel: Licence to Kill
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1989
Regie: John Glen
Darsteller: Timothy Dalton, Carey Lowell, Robert Davi, Talisa Soto, Anthony Zerbe, Frank McRae, David Hedison, Wayne Newton, Benicio Del Toro, Anthony Starke, Everett McGill, Desmond Llewelyn, Cary-Hiroyuki Tagawa u.a.
McClane kürt seinen Lieblings-Bond:
„Lizenz zum Töten“ ist die einzige Variation der bekannten Bondformel mit überzeugendem Ergebnis und zudem einer der besten Filme der Reihe.
Schon der Auftakt ist so eng mit dem eigentlichen Plot verknüpft wie sonst selten bei der Reihe: James Bond (Timothy Dalton) und sein Freund Felix Leiter (David Hedison), CIA-Agent, wollen an sich zu Felix’ Hochzeit, doch bekommen Nachricht, dass der Drogenboss Franz Sanchez (Robert Davi) in der Gegend gesehen wurde. Als wird der in einer spektakulären Aktion verhaftet, die vielleicht nicht ganz mit anderen Bondopenern mithalten kann, aber nette Stunts bietet, ehe Bond und Bräutigam via Fallschirm zur Hochzeit kommen (nette Idee, wenn die Brautjungfern auch die Fallschirme wie Schleppen nehmen).
Doch Sanchez hat seine Leute überall, zahlt reichlich Bestechungsgelder und ist ruckzuck wieder auf freiem Fuße. In seiner Ehre gekränkt heißt es erstmal Rache nehmen: Felix’ Frau wird ermordet, der CIA-Agent selbst einem Hai vorgeworfen, der ihn schwer verletzt. Als Sanchez sich absetzt. Da ihm legal nicht beizukommen ist, will Bond ihm privat nachsetzen – Krach mit M (Robert Brown) und Verlust der Lizenz zum Töten sind die Folge. Das sind ganz neue Wege: Bond mal im Alleingang ohne zig Verbündete und Unmengen von Equipment, auch wenn sich gegen Ende beides in geringer Zahl einfindet.
Also heftet sich Bond an die Fersen des Drogenbarons, der gerade neue Geschäftspartner zwecks Expansion aufgetan hat. Zwar ist dem stark gesicherten Sanchez schwer beizukommen, doch Bond macht sich langsam daran an ihn heranzukommen…
„Lizenz zum Töten“ ist ein erfrischend anderer Bondfilm, der gerade dadurch unterhält. Ein kleines Häufchen Puristen mag ja jetzt nach der x-ten Geheimbasis im Vulkan oder achso originellen Motiven wie der Weltherrschaft schreien, doch es ist schön, dass in diesem Bondfilm sowohl Held als auch Fiesling down to earth sind. Sanchez hat keine größeren Ambitionen, sondern will nur sein Imperium sichern, ähnlich wie z.B. Ramon Cota in „Delta Force 2“. Sanchez ist mit seiner skrupellosen Art ist einer der stärksten Fieslinge der Reihe, der eiskalt mordet, aber gleichzeitig nicht so unvorsichtig wie andere Bösewichte vorgeht.
Zwar geht die Story eher in Richtung von „The Punisher“ oder Seagalfilm, doch trotzdem ist „Lizenz zum Töten“ nicht allzu simpel. Stattdessen muss Bond alles Geschick aufbieten, die Fieslinge teilweise gegeneinander ausspielen und auch die übliche Tarnung als reicher Geschäftsmann darf nicht fehlen. Zwar gibt es komplexere Bonds, doch ein paar nette Wendungen hat die Story schon und Langeweile kommt zu keiner Sekunde auf.
Ebenfalls sehr gelungen ist die Gratwanderung zwischen traditionellen Elementen und Neuerungen. So dürfen Casinobesuch und Wodka Martini natürlich nicht fehlen und Bond ist auch auf Rachefeldzug noch etwas eleganter als andere Vertreter des 80er Jahre Actionfilms. Dafür haben wir mit Pam Bouvier (Carey Lowell) ein Bondgirl, das mal besser bewaffnet und besser ausgerüstet als Bond daherkommt und alles andere als wehrlos ist. Auch die darf prügeln, schießen und Flugzeuge fliegen – wenngleich sie James natürlich trotzdem verfällt. Girl Nummero zwo ist da schon klassischer: Lupe Lamora (Talisa Soto), Sanchez’ unfreiwillige Freundin. Da muss James sie nicht lange zwecks Hilfeleistung überreden und hat dann noch eine etwas damenhaftere Frau an seiner Seite, in Ergänzung zu Pam.
Auch im Bereich Action ist „Lizenz zum Töten“ etwas bodenständiger als andere Bonds, sodass er etwas spektakulärer sein könnte, doch fetzig ist die Action schon. Bond hat hier einige Schießereien und Nahkämpfe zu überstehen, die auch mit erfrischender Härte inszeniert (z.B. wenn ein Wachmann in ein Becken mit Zitteraalen geworfen wird). Die Stunts sind auch toll (u.a. fällt ein brennender Jeep in eine Schlucht und verfehlt nur haarscharf ein Flugzeug), wobei vor allem das Finale noch mal richtig aufdreht: Hier wird eine LKW-Jagd mit reichlich Blechschaden und Pyrotechnik geboten, in deren Verlauf Bond Sanchez und seine Anhänger nach und nach ausschaltet.
Timothy Dalton lässt hier den härteren Agenten raushängen, doch sein vorheriger Auftritt in „Der Hauch des Todes“ hatte zugegeben etwas mehr Bondcharme. Gut spielt er aber trotzdem, ebenso wie Carey Lowell und Talisa Soto als weibliche Unterstützung. Wahres Highlight ist jedoch Robert Davi als Fiesling. Außerdem hat Desmond Llewelyn als Q hier mal mehr zu tun als Gadgets zu präsentieren, während David Hedison als Felix Leiter eher wenig Screentime bekommt. In frühen Rollen mischen zudem noch Everett McGill, Benicio del Toro und Cary-Hiroyuki Tagawa als Nebendarsteller mit.
So bleibt unterm Strich ein ungewöhnlicher, aber erfrischend realistischer Bondstreifen mit geradliniger Handlung und coolen Actionszenen. Gerade wegen seiner Ausnahmestellung einer der besten Bondfilme, wenngleich die Action stellenweise spektakulärer sein könnte.

Zuletzt bearbeitet von Vince am 27.11.2007, 12:11, insgesamt einmal bearbeitet |
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Vince Crew


Alter: 28 Tierkreiszeichen:  Wohnort: Aachen Anmeldungsdatum: 30.09.2005 Beiträge: 17736 Themen: 355
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Verfasst am: 10.03.2006, 19:25 Titel: |
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GoldenEye
Originaltitel: Goldeneye
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1995
Regie: Martin Campbell
Darsteller: Pierce Brosnan, Sean Bean, Izabella Scorupco, Famke Janssen, Joe Don Baker, Judi Dench, Gottfried John, Robbie Coltrane, Alan Cumming, Tchéky Karyo, Desmond Llewelyn, Samantha Bond, Michael Kitchen, Serena Gordon, Simon Kunz
Geschrieben von Wiesi
Verrat in den eigenen Reihen: James Bonds für Tod befundener Kollege 006, Alec Trevelyan, ist anscheinend noch am leben und hat sich der russischen Mafia - Gruppe Janus angeschlossen. Zusammen mit dieser kriminellen Bande ist es ihm gelungen "Goldeneye", zwei lebensgefährliche Satelliten, zu stehlen. Diese beiden Satelliten wären mit ihren elektromagnetischen Strahlen dazu in der Lage, dass leben auf der Erde zu zerstören. Zusammen mit der Computerspezialistin Natalya Simonova, die nur knapp einen Anschlag der Janus Gruppe beim stehlen von "Goldeneye" entkommen konnte, nimmt Bond die Verfolgung auf seinen ehemaligen Freund und Partner auf .....
Nachdem er zuerst in "Der Hauch des Todes" und anschließend noch in der "Lizenz zum töten" den Bond mimen durfte, räumte Timothy Dalton den Platz und ließ den Schauspieler Pierce Brosnan für den 1995 gedrehten "Goldeneye" in die Titelrolle des britischen Geheimagenten schlüpfen. Viele Fans des 007 Agenten waren sofort von Brosnans Auftreten begeistert, andere wiederum waren unzufrieden und wünschten sich die guten alten Zeiten wieder, indem zum Beispiel Sean Connery oder auch Roger Moore die klassische Agenten - Arbeit erledigten. Neben den Wechsel in der Hauptrolle erfolgte auch ein Wechsel auf den Regiestuhl: Der Regisseur John Glen, der u.a. bei den Bondfilmen "Der Hauch des Todes", "Lizenz zum töten", "Im Angesicht des Todes" oder auch bei "Octopussy" Regie führte, machte Platz für Martin Campbell. Von ihm waren die Produzenten davon überzeugt das er es verstehen würde, den nächsten Bondfilm zu einen Augenschmaus zu inszenieren. Bewiesen hatte sich Campbell mit dem Film "Flucht aus Absolom": Hier war für die Produzenten deutlich zu erkennen, dass er auch Action-Genre Akzente setzen konnte.
War schon der vorherige Bond "Lizenz zum töten" gleichermaßen spannend und vorallem actionreich inszeniert, so legt Goldeneye noch einen drauf: Gleich zu Beginn des Filmes merkt man schon, dass das Hauptaugenmerk bei diesen Film auf der Action liegt. Hinsichtlich dessen leidet natürlich auch manchmal die Story, was sich unverkennbar an sich in die Länge ziehenden und zusammenhanglosen Szenen bemerkbar macht. Entschädigung findet der Zuschauer dann in den zahlreichen Actionszenen: Schießereien, der Einsatz von Qs Spielzeug, Faustkämpfe und auch unerwartete Verfolgungsjagden sind im Film zuhauf vertreten. Einige von diesen Szenen sind in meinen Augen wirklich gut umgesetzt und zu einen Fest geworden:
[spoiler]Der Genera Ourumovl nimmt Natalya als Geisel und entkommt mit ihr nach einer Schießerei mit Bond mithilfe eines Fluchtautos. Als das Auto dann an einer Mauer vorbeifährt, bricht plötzlich aus dieser ein Panzer hindurch ---> mit Bond am Steuer und perfekt untermalter Musik[/spoiler]
Die Zeiten in denen Bond klassisch und auf seine Weise auf der Suche nach Informationen diverse Gebäude durchsuchte gehören spätestens seit diesen Film der Vergangenheit an. Mit den stetigen Wechsel von Schauspielern und auch Regisseuren etwickelte jeder bei der Inszenierung seinen eigenen Stil, weshalb ein Anbruch einer neuen James Bond Ära unausweichlich war. Seine Freude an den Film kann man aber trotzdem haben: Man muss sich einfach nur darauf einstellen, meiner Meinung nach kann man seine Erwartungen sogar herunterschrauben und einfach einen "No - Brainer" erwarten ...... umso überraschter und auch zufriedener wird man dann auch beim Ende des Filmes sein.
Neben Pierce Brosnan alias James Bond glänzt noch ein weiterer Schauspieler in der Hauptrolle: Sean Bean der James Bonds ehrgeizigen Gegenspieler Alec Trevelyan mimt. In Sachen Schauspieler ist hier eine weitere Veränderung auszumachen: Wurden die "Bondgirls" in den damaligen Filmen meist völlig unsinnig nach den gleichen Schema in den Mittelpunkt gedrängt, so finde ich das hinsichtlich dessen die Struktur bei "Goldeneye" anders verläuft. Die Schauspielerin Izabella Scorupko welche die Computerspezialistin Natalya Simonova spielt bekommt an der Seite von Bond selbstverständlich einen gelungenen Part, doch sehe ich sie eher als eine Nebenrolle an, da noch genug Spielraum für weitere, eher nebensächliche Charaktere wie z.B. den Techniker Boris bleibt.
Standardmäßig gibt es auch in "Goldeneye" genügend und vorallem sehenswerte Locations zu bestaunen: Ob auf einen Damm, einer Yacht, in Moskau oder auch auf Kuba ...... die Vorgehensweise in gewohnt beliebter Bond - Manier ist vorprogrammiert, vorausgesetzt man klammert sich nicht mehr an die alten Filme, nimmt noch die passend erwähnte Einstellung an ung gibt Brosnans Einstand zum MI6 Agenten eine faire Chance.
Fazit: Andere erfreuen sich am Beginn der neuen Bond Ära und meiner Meinung nach Brosnans gelungenen Einstieg als James Bond und wieder andere werden sich nach diesen Film sehnlichst die alten Zeiten wieder herbeiwünschen. Wenn man mich fragt, so antworte auch ich das die alten Bondfilme u.a. mit Sean Connery oder Roger Moore unangefochten bleiben, stellt sich nur noch eine Frage: Möchte "Goldeneye" die Klassiker überhaupt überbieten? Ganz gewiss nicht. Man sollte wie schon beschrieben seine Einstellung ändern und den Film mit gänzlich anderen Erwartungen ein Chance geben.
Die DVD kommt von MGM, wurde technisch wie vom Bonusmaterial her gut umgesetzt und kann wahlweise auch in der James Bond Monsterbox mit den anderen Filmen der Reihe erstanden werden.
Screenshots:

Zuletzt bearbeitet von Vince am 27.03.2006, 18:33, insgesamt einmal bearbeitet |
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Alter: 28 Tierkreiszeichen:  Wohnort: Aachen Anmeldungsdatum: 30.09.2005 Beiträge: 17736 Themen: 355
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Verfasst am: 10.03.2006, 19:26 Titel: |
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Der Morgen stirbt nie
Originaltitel: Tomorrow Never Dies
Produktionsjahr: 1997
Herstellungsland: Großbritannien, USA
Regie: Roger Spottiswoode
Darsteller: Pierce Brosnan, Michelle Yeoh, Jonathan Pryce, Götz Otto, Teri Hatcher, Judi Dench, Samantha Bond, Desmond Llewelyn, Ricky Jay, Joe Don Baker
Ed Hunter ist euphorisch:
Nach 6-jähriger Zwangspause hatte der berühmteste 00-Agent Ihrer Majestät 1995 ein furioses Comeback gefeiert: „Remington Steel“-Held Pierce Brosnan führte die Reihe wie die Figur James Bond in eine neue Ära und verlieh ihr nach Spaß-007 Roger Moore und Brutalo-Bond Timothy Dalton glatte Eleganz, die ihn zur besten Verkörperung der Rolle neben Urstar Sean Connery machte. Der Comeback-Kracher „GoldenEye“ bot alles, was ein Bondfilm braucht, und drehte darüber hinaus kräftig an der Krawallschraube, um als 90er-Jahre-Actionkracher bestehen zu können – das wahre Actionfeuerwerk sollte allerdings erst mit Brosnans zweitem Einsatz als 007 folgen: Unter der Regie von Roger Spottiswoode („Air America“, „The 6th Day“) und mit Hongkong-Amazone Michelle Yeoh als schlagkräftigem Martial-Arts-Bondgirl geriet der 18. Film der Reihe zum reinen Actionoverkill. Was für das klassische Bondkonzept atypisch sein mag, kommt dem Genrefan nur gelegen – selten hat ein Bond soviel Spaß gemacht wie „Tomorrow Never Dies“.
Medienmogul Elliot Carver (Jonathan Pryce; „Fluch der Karibik“) provoziert einen Krieg zwischen China und England, um die Weltöffentlichkeit mit Exlkusivreports seiner Zeitung „Tomorrow“ und seiner TV-Sender zu versorgen. Der MI6 schickt seinen besten Mann James Bond (Pierce Brosnan) ins Rennen, um Carver aufzuhalten und einen Atomkrieg abzuwenden – Hilfe bekommt er von der chinesischen Agentin Wai Lin (Michelle Yeoh). Gemeinsam müssen sie verhindenr, dass ihre Länder sich gegenseitig angreifen und einen dritten Weltkrieg ins Rollen bringen…
Die Story von „Der Morgen stirbt nie“ entbehrt nicht einer gewissen Überspitztheit, um ihre Medienkritik zu transportieren, doch frühere Welteroberungspläne einschlägiger Bond-Schurken trugen ja auch nicht gerade den Anspruch auf Realismus und Glaubwürdigkeit in sich. So erfüllt die Handlung ihren Zweck, Bond rund um den Erdball reisen und den Schurken das Handwerk legen zu lassen – die Locations erreichen dabei mit Hamburg, London und China zwar nicht ganz die variantenreiche Exotik anderer 007-Abenteuer, halten aber dennoch eine ausreichende Abwechslung attraktiver Schauplätze parat.
Wenn sich nun eine im weitesten Sinne actionorientierte Filmreihe in chinesische Gefilde wagt, sind Martial-Arts-Einlagen kaum vermeidbar. Bislang ging es (abgesehen vom tollen Connery-Klassiker „Man lebt nur zweimal“) selten gut, 007 mit asiatischem Kampfsport in Verbindung zu bringen, hier garantiert aber nicht zuletzt die Präsenz von HK-Star Michelle Yeoh überzeugende Kampfkunstelemente – einen groß angelegten Fight bekommt sie daher auch ganz für sich allein spendiert.
Doch auch darüber hinaus verfügt „Tomorrow Never Dies“ über das genaue Gegenteil dessen, was man Actionarmut nennt: Gleich zu Anfang darf 007 einen geheimen Flughafen zerlegen und in Hamburg die vielleicht rasanteste Autoverfolgungsjagd der gesamten Reihe durch ein Parkhaus meistern – mit allen Gimmicks, die Bonds Hightech-getunte Vehikel von Q gemeinhin eingebaut bekommen: Nagelbatterien, Nebelmaschinen und Raketenwerfer sorgen bei der spektakulären Hatz für Abwechslung und auch die Verfolger greifen zu schwerem Kaliber bis hin zur Bazooka. Die wahre Actionorgie kredenzt Spottiswoode allerdings erst angekommen in China: Nachdem Michelle Yeoh nach allen Regeln der Martial-Arts-Kunst einige Gegner in ihrer getarnten Operationszentrale ausgeschaltet hat, schließt sich eine wundervolle Motorrad-Verfolgungsjagd über die Dächer der Stadt an, ehe der Showdown auf einem Stealth-Boot Carvers vor allem als Shootout-Orgie zu überzeugen weiß, bei der einmal mehr Michelle Yeoh für dezente HK-Kino-Assoziationen sorgt.
In Sachen Action ist „Der Morgen stirbt nie“ zweifellos der sowohl quantitativ wie auch qualitativ überzeugendste Teil der langlebigen Reihe, doch auch daneben vereint er alle bewährten Bond-Ingredienzien: Die Schurken sind mit Jonathan Pryce und unserem deutschen Landsmann Götz Otto perfekt besetzt, von Q über M bis Miss Monneypenny alle liebgewonnenen Figuren des Bond-Universums an Bord, Joe Don Baker hat einen Kurzauftritt in seiner im Vorgängerfilm eingeführten Figur des Wade und auch die Bondgirls machen diesmal mehr her als in „GoldenEye“: Bislang waren starke Kämpferrollen stets den bösen Mädchen wie 2 Jahre zuvor Famke Janssen als Xenia Onatopp vorbehalten, hier steht 007 mit Michelle Yeoh erstmals eine gleichberechtigte Partnerin zur Seite, die über die bloße Betthäschen-Funktion hinausgeht – ein Trend, der sich mit Sophie Marceau in „Die Welt ist nicht genug“ und Halle Berry in „Stirb an einem anderen Tag“ fortsetzen sollte. Eher der alten Tradtion verpflichtet ist dagegen die Rolle der späteren „Desperate Housewife“ Teri Hatcher als Bondgirl Nummer 2, die kaum mehr zu tun hat als James anzuschmachten, mit Informationen zu versorgen und dann über den Jordan zu wandern.
Fazit: Mit „GoldenEye“ hatte Pierce Brosnan 1995 seinen famosen Einstand als neuer 007 gegeben, „Der Morgen stirbt nie“ markierte zwei Jahre später das Highlight seiner Bond-Ära: Zwar tritt das bewährte Feeling diesmal gegenüber ungewohnt hohem Actionanteil zurück, gerade der macht den Film aber zu einem Fest für Genrefans: Spektakuläre Auto- und Motorradjagden, Shootouts, Explosionen sowie Referenzen ans Hongkong-Kino machen „Tomorrow Never Dies“ zu einem Krawallfest, das Charme und Leichtigkeit der Reihe dennoch nicht einbüßt. Hervorragend!
An DVD-Versionen herrscht wahrlich kein Mangel: "Der Morgen stirbt nie" liegt von MGM als Single-Disc, Special Edition, Ultimate Edition oder freilich innerhalb des chicen Ultimate-Edition-James-Bond-Koffers vor, ungekürzt sind alle Fassungen.
Zuletzt bearbeitet von Vince am 25.11.2007, 15:38, insgesamt 2-mal bearbeitet |
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Vince Crew


Alter: 28 Tierkreiszeichen:  Wohnort: Aachen Anmeldungsdatum: 30.09.2005 Beiträge: 17736 Themen: 355
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Verfasst am: 10.03.2006, 19:26 Titel: |
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Vince Crew


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Vince Crew


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Verfasst am: 10.03.2006, 19:27 Titel: |
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John Woo meint vollkommen gerührt:
Casino Royale
Originaltitel: Casino Royale
Herstellungsland: GB/USA/CZ
Erscheinungsjahr: 2006
Regie: Martin Campbell
Darsteller: Daniel Craig, Mads Mikkelsen, Eva Green, Judi Dench u.a.
Endlich. 4 Jahre lang (nämlich seit dem Abspann von „Die another Day“) wartete ich auf diesen Film.
Damals vor 4 Jahren ging ich mit einem Gefühl von „jaja, ganz nett“ aus dem Kino. Und das ist bei mir eigentlich nie ein gutes Zeichen. Spätestens seit Erscheinen der DVD musste ich zugeben, dass dies wohl der schlechteste Bondfilm aller Zeiten gewesen sein musste. Ausser Pierce Brosnan und den Stammdarstellern gabs nur jämmerliche Schauspieler (Halle Berry ist total unsexy, vor allem mit den kurzen Haaren), eine schwache Story und ein peinliches Action-Taram mit megamiesen Logiklöchern und schlechten CGI-Effekten zum davonlaufen.
Ich hoffte auf eine Besserung. Nein, ehrlich gesagt war ich sicher, dass der nächste Film wieder besser werden musste. Vor allem wenn man wieder einen besseren Regisseur verpflichten sollte. Denn schlechter ging es eigentlich gar nicht.
Als man nun vor einem Jahr mit Daniel Craig einen neuen Schauspieler präsentierte, war ich zuerst etwas geschockt, dann skeptisch und irgendwann einmal plötzlich doch guter Dinge.
Mit Verpflichtung von Martin Campbell als Regisseur dachte ich, könnte man eigentlich auch gar nichts falsch machen. Zumindest hatte dieser „GoldenEye“ schon recht gut inszeniert.
Erstmal aber zur Story: Hier entschieden sich die Verantwortlichen, sich mal wieder eine Vorlage von Ian Fleming vorzunehmen. Und dies ist sogar die erste, die der Erfinder von 007 geschrieben hat. Ich selber habe die Vorlage zwar nicht gelesen, aber die Kenner sagen, es wurde im Gegensatz zu anderen Filmen recht nah an der Vorlage gearbeitet, was sich besonders an den Dialogen zeigen sollte.
Wir sehen ja hier den Anfang von James Bond. Im schwarz-weiss gedrehten Pre-Titel dürfen wir miterleben, wie James Bond zu seiner Doppel-Null gekommen ist.
Bonds erster Aufrag ist es, den Terroristen Mollaka auszuspionieren. Nach einigen Ermittlungen findet er heraus, dass ein gewisser Le Chiffre, ein Bankier einer weltweiten Terrororganisation, mit diesem unter einer Decke steht.
Im ersten Teil meiner Kritik widme ich mich gleich dem neuen Hauptdarsteller: Daniel Craig. Seine Performance erinnert nicht von ungefähr an jene vom Charme eines Sean Connery, ist aber keine plumpe Kopie. Nein, er vermischt jenes eindrucksvoll mit der Härte von Timothy Dalton und ist nie überheblich, sondern auch mal verletzlich und gefühlvoll.
Die Dialoge mit der (optisch wie schauspielerisch ansprechenden) Vesper Lynd (Eva Green) sind grandios. Herrlich wie ironisch sich diese beiden gegenseitig die Bälle zuspielen. Und wie es so schön heisst: „Was sich neckt, das liebt sich“. Und als das den beiden Hauptfiguren klar wird, beginnt ein neuer Abschnitt in der Story. Bond wird plötzlich enorm gefühlvoll und nachdenklich, und die Chemie zwischen den beiden funktioniert nach wie vor hervorragend. Es wird also mal wieder alles auf den Kopf gestellt wie man es sich eigentlich von Bondfilmen gewohnt ist und ich kann das nur begrüssen. Sämtliche Szenen zwischen Bond und Vesper sind schlicht und einfach hin- und mitreissend.
Mads Mikkelsen macht seine Sache als Bösewicht ziemlich gut, hat aber nicht so viel Screentime. Insgesamt reiht er sich unter den Bösewichten der 21 Bondfilme irgendwo in der Mitte ein. Weder herausragend noch schlecht.
Die Casino-Szenen haben sehr viel Stil. Obwohl ich mit Pokern nicht viel anfangen kann wurde ich von den Szenen sofort in den Bann gezogen. Erfreulich auch, dass solche Szenen, die an alte Bondfilme erinnern, nicht sofort durch minutenlange Schiessereien (ich verweise auf die oberflächlichen Brosnan-Bonds) unterbrochen werden.
Auch sonst geht es im Mittelteil überraschend ruhig zu. Man kann sich also auch mal genüsslich auf die exotischen Schauplätze, den Humor und die gute Musik konzentrieren.
Auffallend auch das fantasievolle und doch nicht abgehobene Setting. Die Ausstattung ist im allgemeinen gelungen und jetzt Szene ist optisch ein Augenschmaus, woran einerseits Ausstatter Peter Lamont (seit Ewigkeiten dabei) und Regisseur Martin Campbell sicherlich einen Bärenanteil zu verzeichnen haben.
Natürlich fehlt es nicht an Action. Diese gehört natürlich zu einem Bondfilm wie die Frauen und der Vodka Martini. Erfreulich ist für mich persönlich, dass man weitgehendst auf dämliche CGI-Einlagen verzichtete und alle Stunts echt sind.
Zu erwähnen ist gleich nach dem Pre-Title die minutenlange, top gefilmte Verfolgungssequenz zwischen Bond und Mollaka, bei der wirklich alles komplett echt ist und garantiert nicht mit WireWork gearbeitet wurde.
Die nächste Actionsequenz auf dem Flughafen von Miami ist nahezu von derselben Qualität und bestens inszeniert worden. Die Stunts die hier präsentiert werden sind vom allerfeinsten und lassen selbst sowieso überschätze Filme wie Mission: Impossible 3 alt aussehen. Mit einem Tanklaster werden Verfolger abgehängt, Autos zerquetscht oder gar Gelenkbusse auseinandergerissen.
Für einen Autostunt, wo sich ein Auto schätzungsweise über 7 mal aneinander überschlägt, gabs gleich den Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde. Genial.
Und alles ist -ganz im Gegensatz zu den Brosnan-Bonds- trotz all der Action immer spannend und mit guten Wendungen durchsetzt, so dass einem garantiert nie langweilig wird. Obwohl einem klar ist, dass Bond eigentlich immer gewinnt, kommt man hier oftmals ins zittern. Und das ist eigentlich das beste Kompliment das man machen kann.
Was gibt es noch zu sagen? Die Locations wurden perfekt und atmosphärisch aufgenommen und die Bilder sind schlichtweg eine Wucht. Desweiteren muss ich erwähnen dass trotz aller Ernsthaftigkeit der Story ausreichend Platz für Humor eingeräumt wurde. Ich war da vorher etwas spektisch, da ich "Angst" hatte, dem Film würde jeglicher Witz fehlen, wurde aber auch hier positiv überrascht.
Desweiteren ist das neuste Modell der Marke Aston Martin zu sehen und fügt sich perfekt in die Bondatmosphäre ein. Und das funktioniert doch bestens ohne Unsichtbarkeitsgadgets oder weiss ich was.
Desweiteren gibts noch in einer witzigen Nebenrolle einen Schweizer Bankier, der gerade für mich als Schweizer ein paar witzige Einlagen zu bieten hat.
Fazit: Ich hatte viel erwartet. Und alles bekommen. Und noch mehr. Daniel Craig überzeugt, die Inszenierung setzt nicht nur auf Dauergeballer wie in den letzten Filmen, sondern lässt sich auch viel Zeit für viele tiefgehende oder spannungszerfetzende Sequenzen, hat aber freilich auch schweisstreibende Action zu bieten. Die Optik sowie die Locations sind der reinste Augenschmaus und das Bondfeeling war schon da wie schon lange nicht mehr. Super. Mega. Genial.
und damit einer der 3 besten Bondfilme für mich
das meint der Samir:
Als verkündet wurde, dass ein gewisser Daniel Craig, die nachfolge von Pierce Brosnan als James Bond übernehmen werde, ging ein Raunen durch die Fangemeinde. Ein blonder James Bond? Hier zu Lande als der Ex Freund von Heike Makatsch vorgestellt wurden. Da erinnere ich mich gut als damals bei RTL das verkündet wurde. Nein, keine Bilder aus Tomb Raider oder Road to Perdition, nur Aufnahmen von ihm und Heike Makatsch.
Für seine Vorstellung auf der Themse, wo er mit einer Rettungsweste ausgestattet ankam, wurde er belächelt und als Weichei abgetan. Einige weitere Vorfälle, die von Presse und erklärten Craig Hassern hochgespielt wurden, waren dann schon fast Tagesordnung.
Ich gib es zu, als ich zum ersten mal gehört habe das Daniel Craig 007 spielen soll, war ich skeptisch. Ich hielt Clive Owen auch für die bessere Lösung, doch die ganze unbegründete Anfeidung, führte mich dazu Daniel Craig den Erfolg zu wünschen, damit die Deppen, die glauben alles besser zu wissen verstummen. Und heute bin ich froh sagen zu können das meine Wunsch in dem Bezug, mehr als erfüllt wurde. Daniel Craig macht seinen Vorgängern, mehr als alle Ehre, er überzeugt in allen Lagen. Seien es die toll inszenierten und knallharten Actionszenen die an die Dalton Filme erinnern, oder die Szenen in den James Bond vor Charme überkocht, wo er sich vor Sean Connery und Pierce Brosnan nicht verstecken muss. Craig zeigt in allen Situationen, dass er sich zu recht James Bond Darsteller nennen darf und schon verstummen die Deppen.
Schon der beginn ist ungewöhnlich und zeigt visuell von Anfang an das es sich hier noch nicht um den Doppelnull Agenten handelt sondern um den Anwärter. Die den Film gesehen haben wissen vermutlich was ich mit ungewöhnlich meine. Nach dem starken beginn, der wirklich düstere Bilder zeigt und James bei nem tollen Fight in der Toilette ala True Lies, kommt leider ein kleiner Negativpunkt. Zwar mein ich, dass total unpassende Theme, welches so gar nicht in nen James Bond Film reinpasst. Na gut, das ist schnell vergessen und die Action beginnt schon furios. Ort Madagaskar. 007 bei seinem ersten Auftritt, der in einer wilden und wirklich sehr geil inszenierten Verfolgungsjagd endet. Toll der Wechsel zwischen Halsbrecherischen Stunts die der Verfolgte hinlegt und den nüchternen und unkomplizierten Handlungen von James Bond dabei.
Das macht Lust auf mehr und wird in der Folge mit ner weiteren tollen Actionsequenz am Flughafen von Miami belohnt. Wieder großartig inszeniert und Daniel Craig zeigt was er kann. Bis hier hin kann man ruhig sagen, dass Martin Campbell großen Wert auf gut inszenierte Actionsequenzen legt. Er verhalf schon Brosnan bei seinem Debüt Golden Eye und nichts anderes tut er für Daniel Craig. Bis hier hin verläuft sich de Story im Rahmen und stellt eher James Bond vor, einen James Bond der noch nicht so ist wie man ihn kennt, aber auf nem guten Weg ist. Insider Anspielungen, erfreuen des Weiteren den Bond Fan. Hier natürlich der Aston Martin aus Goldfinger, den James bei nem Pokerspiel gewinnt.
Nach dem Zwischenfall am Flughafen von Miami, macht die Action erstmal Pause. Eva Greens Charakter wird eingeführt und James Bond kriegt den Auftrag, den ersten Bondbösewicht zu bekämpfen. Le Chiffre (Mads Mikkelsen) veranstaltet im Casino Royale in Montenegro ein exklusives Pokerspiel. Die Gelegenheit für James seinem ersten Bäddie gegenüber zu treten. Und Le Chiffre ist für mich der einzige negative Punkt in Casino Royale. Mads Mikkelsen ist ein toller Schauspieler, in Open Hearts fand ich ihn wirklich erstklassig und hier macht er auch seine Sache gut. Doch er wird ganz klar unterm Wert verkauft, durch die geringe Screen Time. Da kommt dann auch kein Gefühl von möglichem Endkampf zwischen Bond und dem Oberbäddie. Wie jeder Bondbösewicht hat natürlich auch er ein ungewöhnliches körperliches Merkmal. Bei ihm ist es das linke Auge. Aber wie gesagt, er wirkt weder großartig Gefährlich und schon gar nicht als große Gefahr für 007. Die wenigen Duelle die, die beiden haben finden eher am Pokertisch statt als physischer Natur. Ja natürlich die bekannte, da geschnittene, Folterszene. Wie des Öfteren im Film ist diese auch, ungewöhnlich witzig ausgefallen. Wie gesagt es kommt oft vor, dass in Szenen wo man eher nen Ernst Umgang erwarten würde, hier und da mit witzigen Szenen gelockert werden. Gott sei dank wurde dabei auf die, meiner Meinung nach, unpassenden Komik von John Cleese verzichtet und auf Moneypenny wurde auch verzichtet. Dafür zeigt man das erste Treffen von James Bond und CIA Agenten Felix Leiter, auch wenn die sich ja schon in Dr. No zum ersten mal treffen.
Die Pokerszene ist ungewöhnlich lang ausgefallen. Hätte ich persönlich nicht erwartet, da ich dann eher davon ausgehen würde, dass es sich in Langeweile ausufern könnte. Doch weit gefehlt, mit Interessanten Zwischenplots und spannendem Spiel hält man den Zuschauer, mich, bei Laune. Interessant ist das anscheinend in dem eigentlich recht Armen Montenegro, alle fetten Limousinen und edel Karren fahren. Aber naja wer will schon auf solchen Kleinigkeiten rum reiten, ist nur witzig zu sehen, da man sich stark daran hält alles nach Montenegro aussehen zulassen. Schilder und die Leute im Hintergrund sind bzw. sprechen in der Landessprache (da freut sich einer wie ich der das auch versteht).
Bis zum ende verwandelt sich dann der verwundbare Bond der sich sogar mal wieder verlieben darf, in den Gefühlsmäßigen Kühlschrank, den wir alle kennen. Immer mal zwischendurch untermalt mit gelungenen Insiderjokes, die ich hier mit Sicherheit niemanden verderben will.
Mads Mikkelsen wird also eher verbraten in der Rolle. Und Daniel Craig behauptet sich und eigentlich mehr als das. Aber was machen die anderen? Judi Dench, gibt wieder mal ne starke selbstsichere M. Eva Green harmoniert nahezu perfekt mit Daniel Craig und den Rest der Cast kann man eher verschweigen, da tut sich keiner besonders hervorheben. Sei es nun in positiver oder negativer Sicht.
Fazit: Mehr als gelungener Einstand von Daniel Craig als James Bond, optisch toll inszeniert von Martin Cambell, inhaltlich ebenfalls. Nach dem eher mäßigen Stirb an einem anderen Tag, muss man sagen das, dass abspalten von Brosnan nötig war und das, dass Vakuum welches er natürlich hinterlassen hat von Daniel Craig wundervoll gestopft wurde. Dabei schaffte man es endlich wieder zu der Inszenierung der Dalton Filme zurück zu kehren, die ich sehr schätze. Knallharte und ungeschönte Action. Trotzdem wurde nicht am typischen Bond Charme gespart. Total unpassendes und der unterm Wert verkaufte Mads Mikkelsen verhindern es, sich in meine James Bond Top 3 einzuschleusen, doch weit entfernt ist er davon nicht.
,5
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Eher geschüttelt meint der freeman
James Bond ist ein sehr englischer, sehr spleeniger, sehr puritanischer Lord von untadeliger Moral und gesegnet mit einem geistigen Keuchheitsgürtel. Er lebt auf einem herrschaftlichen Anwesen mit lauter Löwen, sitzt am liebsten auf einem Blasebalg und stottert munter vor sich hin. Moment? Ist das DER James Bond? Ja! Denn der Bond, den wir kennen - also den Frauenbegatter und Bäddieplattmacher - ist nur ein Ersatz/Double für den einzig wahren James Bond. Ein Ersatz, der dem echten Bond gar nicht gefällt. Dieser überkandidelte, waffen- und gadgetverliebte Vollidiot ist eine Schande fürs Spiongewerbe. Findet zumindest James Bond. Doch glücklicherweise wurde der Ersatzmann gemeuchelt (bzw. zu einer Karriere im TV überredet). Genau wie eine Vielzahl an anderen Agenten auch. Beseitigt wurden alle von SMERSH, einer Organisation, die nichts Geringeres anstrebt als die Weltherrschaft. Wobei ... SMERSH strebt doch etwas Geringeres an, denn man will eigentlich nur erreichen, dass alle Frauen superschön aussehen und dass alle Männer über 1,52m Körpergröße aussterben! Gemeinsam mit der Superspionin Vesper Lynd macht sich Bond auf, den Bäddies von SMERSH in die Suppe zu spucken. Man wirbt unter anderem den Superspieler Evelyn Tremble an, damit dieser einen Mann namens Le Chiffre in einem Kartenspiel, namens Bakkarat, schlagen möge. Le Chiffre will nämlich bei dem Kartenspiel genug Geld gewinnen, um SMERSH auszahlen zu können, steht er doch bei dieser Organisation ordentlich in der Kreide. Dieses Geld darf SMERSH allerdings nie erreichen ...
Casino Royale bürstete 1967 das James Bond Franchise zugunsten eines überdrehten Ensemblestückes ordentlich gegen den Strich. Der Bond aus diesem Film ist ganz anders, als wir ihn kennen. Und genau das wollte man nun auch in dem "Remake" von Casino Royale erreichen. Die Installation eines neuen Bondtypus. Die Interpretation von Casino Royale aus dem Jahr 1967 schien dann allerdings offensichtlich zu radikal und man wählte einen etwas anderen Ansatz. Menschlicher sollte der neue Bond werden, direkter, härter, rauer, brutaler und dennoch sollte er einen weichen Kern unter der harten Schale haben! Auch sonst hat die Neuauflage von Casino Royale nicht mehr viel mit dem Klassiker gemein, dafür aber mit der literarischen Vorlage. Und so gibt es hier kein SMERSH, keine Löwen, keinen vor Frauen Angst habenden Bond, keinen Woody Allen , keine Welteroberungspläne, keine Gadgets und leider auch keinen echten Gegner, stattdessen folgende Geschichte ....
Le Chiffre ist eine Art Bankier der Terroristen. Er nimmt ihr Geld, legt es an und manipuliert die Aktienkurse mittels Bombenanschlägen und dergleichen mehr derart, dass für die Terroristen unglaubliche Summen "legalen" Geldes herausspringen. Dummerweise wird die neueste Aktiendumpingaktion von einem Störenfried namens James Bond behindert und Le Chiffre sieht sich plötzlich in der Pflicht eine stolze Geldsumme von 150 Millionen für seine Anleger aufzutreiben, ansonsten ist er wohl seines Lebens nicht mehr sicher. Darum richtet er ein auf 150 Millionen dotiertes Pokerspiel aus, das er zu gewinnen gedenkt. Der MI6 will die Gelegenheit beim Schopfe packen und schickt seinen besten Pokerspieler zu diesem Event. Würde dieser Agent Le Chiffre abzocken - so die Überlegung von MI6 Chefin M - würde der dann schutzlos dastehende Le Chiffre garantiert die Hilfe von MI6 in Anspruch nehmen und dafür mit intimsten Details aus der Welt des Verbrechens bezahlen müssen. Leider ist der beste Pokerspieler des MI6 ein ungestümer junger Kerl, der sich gerade erst die Lizenz zum Töten erarbeitet hat und dessen unbeherrschte und rohe Art nicht mit einem besonnen und berechnenden Meisterbluffer zusammenzugehen scheint. Obendrein würde der MI6, würde Bond verlieren, indirekt den Terrorismus mitfinanzieren. Doch was bleibt dem MI6 schon übrig? Zumindest stellt man Bond als eine Art Absicherung die entzückende Schatzamtmitarbeiterin Vesper Lynd zur Seite, die Bond jederzeit die finanziellen Mittel streichen kann ... Die Karten sind gemischt und die Blinds sind utopisch hoch ... Mögen die Spiele beginnen ...
Soviel zu der Geschichte von James Bond - Casino Royale. Leider sind wir damit auch schon bei den negativen Aspekten des neuen Streifens angelangt. Da ist zum einen Le Chiffre. Er ist als Oberschurke ein einziges Trauerspiel. Zwar wird er von Mads Mikkelsen gespielt, den ich dank Dänische Delikatessen oder Flickering Lights wirklich sehr schätze, doch der sonst so souveräne Däne wird hier als AUSSCHLIESSLICH böse guckender und wie verrückt schwitzender Le Chiffre komplett verheizt. Dass man Bond allgemein menschlicher machen wollte, ist ja schön und gut, dass sich dies aber auch in einem menschlicheren Schurken niederschlägt, wirft dem neuen Bond ordentlich Knüppel zwischen die Beine. Le Chiffre und Bond verbindet nichts! Keine intime Vendetta, kein Hass, kein gar nichts. Es sind zwei sich zufällig begegnende Menschen, der eine angeblich gut, der andere angeblich böse. Ob zum Beispiel Le Chiffre wirklich mehr ist, als ein Bankier für das Lumpenpack dieser Welt, erfährt man zum Beispiel gar nicht, da er nicht einen einzigen Menschen angreifen oder umbringen darf. Nichts dergleichen. So kommt dann bei dem "Duell" Bond vs. Le Chiffre auch nicht wirklich Spannung auf, was sich freilich negativ auf die Pace des Filmes auswirkt. Obendrein kegelt Casino Royale seinen Oberbösewicht 30 Minuten vor Schluss recht konsequent aus dem Film. Elegant ist etwas ganz Anderes. Da war der 67er Casino Royale auf seine überspannte Art deutlich besser, denn hier wusste man, dass hinter dem herrlich überdrehten Schweinehund Le Chiffre (verkörpert von Orson Welles) mehr steckt, und dass hinter ihm eben eine noch deutlich größere Bedrohung steht, die Bond über das Ausscheiden Le Chiffres hinaus noch ziemlich beschäftigen wird. In der Neuauflage sieht es dahingehend ganz anders aus. Warum?
Nun, weil im 06er Bond nach Le Chiffres Abschied der wahre Feind des neuen Bondstreifens massiv zuschlägt: Die Zeit. Denn wenn der neue Bond eines garantiert ist, dann viel zu lang! Die letzte halbe Stunde gerät förmlich zu filmgewordenem, sich ewig ziehenden Kaugummi, unterlegt mit der megaschwülstigen Musik von David Arnold (der sich auch während des Restes vom Film häufiger im Ton vergreift) und präsentiert dem immer desinteressierter werdenden Auge des Zuschauers Bilder von Sandstränden, Venedig und den ewig vor sich hin turtelnden Bond und seiner Angebeteten Vesper Lynd. Hier kommt man sich dann auch ein wenig veralbert vor, denn es ist absolut klar, worauf dieser bemühte Abschnitt hinaus will. Oder kann sich einer der Leser vorstellen, dass ein Prequel zu einer Serie mit einem der größten Womanizer der Filmgeschichte damit endet, dass bei Sonnenuntergang eine Hochzeit abgehalten wird und Bond domestiziert wurde? Ich denke nicht ... Und so wartet man 30 Minuten auf das Unvermeidliche, bekommt dann noch einen Twist serviert, um das eben Gesehene noch einmal abzufedern, dann noch eine Vendetta und und und. Kurzum, Bond kommt einfach nicht zum Schu(l)uss ...
Dafür hat der neue Bond ein riesiges Plus zu verzeichnen und das ist Daniel Craig als noch unerfahrener 007. Was wurde nicht auf den armen Mann im Vorfeld eingehackt. Letztendlich macht er aber einen hervorragenden Job und macht aus der Comicfigur James Bond einen echten Menschen. Schauspielerisch ist dies nämlich der absolut stärkste Bond, den es je gab. Die Verwandlung vom unbeherrschten, rauen und brutalen Eisklotz über den empfindsamen und verletzlichen Menschen hin zu dem souveränen und unnahbaren, dafür charmant verschmitzten Agenten ihrer Majestät vollzieht Craig mit der Leichtigkeit eines Wimpernschlages, womit er die Rolle geradezu neu zu erfinden scheint. Und diese neue 007 Figur könnte dem Franchise absolut neue Impulse geben. Sowohl eben schauspielerisch als auch actiontechnisch, denn auch hier geht der neue Bond andere Wege. Zum einen verlässt er sich auf den sehr jungen und physisch ungemein beeindruckenden neuen Darsteller (man vergleiche Craig mal in Layer Cake und in Casino Royale, da sind bestimmt Unterschiede von knapp 20 Kilo Muskelmasse zu sehen!) und zum anderen schraubt er den gewohnten Bombast der Bond Streifen etwas herunter. Die physische Präsenz Daniel Craigs nutzte man vor allem für die geniale Einstiegsactionszene, die mit ihren Parkour Einlagen sogar Banlieue 13 (Ghettogangz) mühelos in den Schatten stellt und immer wieder mit rabiaten, ungeschliffenen und harten Fights aufwartet. Hier wird allerdings auch eines offensichtlich: Craig ist kein Actiondarsteller ... noch nicht. Der Anzug des Actionbonds steht ihm noch nicht so richtig und er wirkt genau wie Keanu Reeves in Matrix I und Kate Beckinsale in Underworld I noch ein wenig steif und nicht hundertprozentig locker und gelöst in den Bewegungsabläufen. Hier steckt noch einiges an Potential in dem neuen Bonddarsteller. Die zweite Actionszene ist dann eigentlich Bond pur: Zersplitternde Autos, zerberstende Busse, dicke Explosionen und Gekloppe in allen Lebenslagen. Dies ist eigentlich die einzige wirklich bondlike Actioneinlage. Danach ist dann erst einmal ordentlich Ruhe geblasen und ein echter Showdown in Bondmanier kommt gleich gar nicht vor. Es gibt noch eine ordentliche Abschlussactionszene, die allerdings hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt. Dieser etwas sparsame Einsatz von Bondactionbuhei beschert dem Film nicht nur am Ende ein Tempoloch, auch bei dem eigentlichen Höhepunkt des Filmes, nämlich dem Pokerspiel, beginnt man nervös in Richtung Uhr zu schielen. Denn seltsamerweise ist das Pokerduell arg langweilig und uninspiriert ausgefallen. Alleine das sich bestätigt ändernde, vor Bond aufgetürmte Guthaben macht schon offensichtlich, dass man die besten Bluffs und Winkelzüge allesamt verpasst hat. Zudem wird das Spiel alleine auf die Konkurrenten Bond und Le Chiffre heruntergebrochen und der Rest am Tisch mutiert zur absolut sinnlosen Staffage. Einzig das ein oder andere Handgemenge abseits des Pokerspiels bringt etwas Spannung in diesen Abschnitt hinein. Ansonsten lebt dieser Abschnitt allein von dem Zusammenspiel von Daniel Craig und Eva Green.
Eva Green ist nämlich so ziemlich das ungewöhnlichste Bondgirl des gesamten Franchises. Sie begegnet Bond auf Augenhöhe. Nicht wie Jinx als Frau der Tat, sondern als Frau des Intellekts, die Bond ironisch auflaufen lässt, mit Sarkasmen um sich schmeißt und dabei nie ihre weibliche Seite verliert oder zu einer Kampfmaschine oder dergleichen mutiert. Sie bleibt - dem Konzept des Filmes entsprechend - immer Mensch. Sie ist geschockt, als sie ihre erste Leiche sieht, sie verkraftet es kaum, beim Sterben eines Bäddies anwesend zu sein usw. Leider wird ihre Figur zum Ende hin nach Belieben des Filmes in alle Himmelsrichtungen verbogen und fast wird der Zauber, der Vesper umgibt, zerstört. Aber nur fast . Der Rest des Castes agiert absolut solide. Wirklich herausragen kann keiner, es ist aber schön, zumindest mit Judi Dench einer Darstellerin aus den letzten Teilen des Franchises wieder zu begegnen. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich bezüglich der absolut heißen Caterina Murino als eine der ersten Bondgespielinnen im Film: Ihre deutsche Synchro ist absolut daneben! Und wo wir gerade bei der deutschen Fassung des Filmes sind: Es gibt in dem Film mindestens zwei Stellen, wo mitten in Gesprächen Sätze fallen, die absolut keinen Sinn machen. Beispielsweise spult sich Eva Green bei dem Gespräch mit Bond während der Zugfahrt auf einmal in einem Satz extrem auf. Und man weiß aus dem Gespräch heraus nicht warum! Danach geht das Gespräch ganz normal weiter, so als hätte es diesen Satz nie gegeben! Touretsyndrom? Da scheint bei der Synchronisation etwas ordentlich schief gelaufen zu sein. Des weiteren ist Bond laut diversen Gerüchten im Internet in der Folterszene geschnitten. Es soll fehlen, wie Bond in die Kronjuwelen getreten wird. Warum schneidet man das? Vor allem, wenn die Folterszene AUSSCHLIESSLICH daraus besteht, dass man James Bond massiv die Weichteile traktiert? Sinn? Verstand? FSK? Warum hat man stattdessen nicht einfach die ganzen Product Placement Einlagen geschnitten? Alleine die peinliche Ford Mondeo Einlage lässt einen schier verzweifeln. Und wenn der tadellos ausgeleuchtete Ford auch noch an tadellos ausgeleuchteten Range Rovern und KIAs vorbeifährt, fragt man sich schon, ob denn gleich der Eismann noch einmal kommt .
Nunja, optisch kommt der Film dafür absolut sauber daher. Als Regisseur wurde Martin Campbell verpflichtet. Einer der zuverlässigsten Auftragsregisseure Hollywoods, der keine eigene echte Handschrift zu haben scheint und daher wie geschaffen für ein Franchise wie Bond ist. Denn hier ist Bond der Star. Alleine die Meldung, ein Quentin Tarantino hätte hier Regie führen wollen, hat mich schon in Panik versetzt. Denn Quentins Verve im Geschichtenerzählen hin und seine genialen Dialoge her, Bond rockt nur, wenn sich der Regisseur dem Franchise unterordnet und nicht andersherum. Wie schief der andere Ansatz gehen kann, zeigte ja schon die letzte Folge von Lee Tamahori, der das Franchise ja schon ordentlich gegen den Strich bügeln wollte (Bond aufbrechen, andere Helden neben ihm, CGI Einlagen usw.) und damit bei den Zuschauern ordentlich auf Ablehnung stieß. Und so macht Martin Campbell eigentlich alles richtig, drückt in der Action gewaltig auf die Tube (ist dabei aber einige Male zu nah dran!) und bebildert den Rest stilvoll und absolut gelungen. Der Score von David Arnold ist nur in den treibenden Einlagen dank massiven Bläsereinsatzes eine Wucht, ansonsten ist sein Beitrag zu dem Film gering einzuschätzen. Auch sein Titelthema, das er gemeinsam mit Audioslave Frontmann Chris Cornell einspielte, bleibt nicht wirklich in den Gehörgängen haften. Da kann vor allem Cornell viel mehr! Dafür ist die Titlesequenz erneut ein kleines Meisterwerk geworden. Sehr stilisiert animiert zwar, aber das Thema des Pokerspielens wird absolut cool umgesetzt.
So überwiegt nach Casino Royale im Grunde vor allem erst einmal die Ernüchterung, denn ich hatte mir einfach mehr von dem neuen Bond erhofft. Natürlich kann/muss man bestätigen, dass sowohl Daniel Craig als auch das menschelnde Element eine echte Bereicherung für das James Bond Franchise sind, dass der Film technisch absolut sauber und professionell umgesetzt wurde und dass Casino Royale dank der Vielzahl an internationalen Schauplätzen auch viel Flair ausstrahlt. Dennoch will dieser Bond einfach noch nicht richtig zünden. Vielleicht wäre für den nächsten Teil eine bondtypischere Over the Top Handlung (unter Beibehaltung des menschelnden Bonds!) ein erster Schritt in die richtige Richtung, zumindest braucht es aber einen echten und richtig fiesen Bösewicht von übergroßem Format!
In diesem Sinne:
freeman
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The Punisher konstatiert folgendes:
Als ich hörte das Daniel Craig den neuen James Bond spielen soll war ich zuerst skeptisch da ich mir Clive Owen oder Michael Madsen gewünscht hätte und als dann ständig neue berichte vom Dreh in den Medien kamen in denen Craig als weichei hingestellt wurde dachte ich das wars dann wohl. Dann kam der erste Teaser raus und der sah schonmal sehr gut aus, der Trailer war dann noch geiler und ich wurde wieder Optimistischer was die Wahl von Daniel anging.
Der Anfang des Films ist in Schwarz Weiß gehalten und zeigt uns Bonds erste Morde die ihm den Status 00 Agent einbringen, hier sehen wir schon einen harten Bond der kompromisslos Mordet um eine Beförderung und damit seine „Lizenz zum Toten“ zu bekommen, sogar einen Vorgesetzten der Geheimnisse des MI6 verkauft ist vor ihm nicht sicher.
Das die typische Gunbarreleinleitung nach dieser Szene einsetzte war sehr gut gemacht, mit direkter Verbindung des Vorspanns der mal ganz anderst ist, keine Schemen von Frauen sondern gezeichnete Figuren die von einem gezeichneten Bond mit Spielkarten Farben (Pik, Karo, Herz, Kreuz) abgeschossen werden und sich dann auflösen. Passend zum Titel des Films lässt der Vorspann eine Kasinoatmosphäre aufkommen und auch das Titellied von Chris Cornell welches mir zuerst gar nicht gefallen hat finde ich inzwischen sehr geil und es passt hervorragend.
Nach dem Vorspann lernen wir Le Chiffre (Mads Mikkelsen ) kennen den Oberbösewicht, er holt bei einem Afrikanischem Terrorist Geld ab, der dem Handel mit Le Chiffre zuerst skeptisch gegenübersteht, zurecht wie sich später rausstellt. Dann gibt Bond seinen einstand als 00 Agent als er einen Bombenleger verhaften will - dessen gesicht von Brandnarben verunstaltet ist - dieser aber durch Bonds Kollegen unabsichtlich gewarnt wird und flieht. Die Verfolgungszene ist einfch atemberaubend und begibt sich in schwindelerregende Höhe nachdem „Scarface“ zuerst durch das Dorf, auf zwei Baukräne und durch einen Rohbau flüchtet um in seiner Botschaft zufluicht zu finden.Sean Connery´s und Roger Moore´s Bond hätten sich wohl in die Botschaft eingeschlichen mit einer ausrede „Werde verfolgt, brauche Unterschlupf..“ oder ähnlichem um „Scarface“ dann betäubt rauszuschaffen aber nicht Daniel Craig, er geht mit einer kompromisslosen härte vor und nimmt gleich die ganze Botschaft auseinander, was Bonds vorgesetzte M sauer aufstoßen lässt da ein Bild der Überwachungskamera von Bonds Mord an „Scarface“ in der Presse landet.
Nachdem er abends noch in ihre Wohnung einbricht ist sie beinahe soweit ihn zu kündigen hat man das gefühl.
Doch Bond wäre nicht Bond wenn er nicht weiterschnüffeln würde und so findet er heraus das „Scarface“ eine SMS von einem gewissen Dimitrios auf den Bahamas bekommen hat und schleicht sich in den Exclusiven Club ein in dem dieser wohnt um an ihm drann zu bleiben. Bei einem Pokerspiel gewinnt er dessen Aston Martin und verführt hinterher seine Frau Solonge (Caterina Murino) um an Informationen zu kommen. Die anschliesende verfolgung auf dem Flughafen von Miami wo der Prototyp eines neuen Flugzeugs (das angeblich gröste der Welt, was jedoch ziemlich klein aussieht) in die Luft gesprengt werden soll ist ebenfals klasse gemacht, und Bond greift in die Trickkiste indem er die Bombe an dem Bombenleger anbringt und er sich somit selbst in die Luft sprengt. Anschliesend bekommt Bond von M den Autrag den Hintermann Le Chiffre bei einem Pokerspiel im Casino Royale in Montenegro zu schlagen um so das Geld (welches Le Chiffre durch den vereitelten Anschlag verlor) zu bekommen um den Terroristen einen schlag zu versetzen. Hier bekommt Bond einen Minisender in den Unterarm implantiert „Um mich zu überwachen?“ , das ist auch das einzige „Gadget“ das er in diesem Film hat, von einer Uhr mit Laser oder einem Auto mit allen moglichen Spielereien fehlt jede Spur, was auch Q nicht in erscheinung treten lässt (ebensowenig ist Moneypenny zu sehen) und einen bruch mit der Bondserie eingeht. Das der Chip Bond noch das leben retten wird vermutet zu diesem Zeitpunkt noch niemand. Im Zug nach Montenegro trifft James auf Vesper Lynd (Eva Green) eine Mitarbeiterin des Schatzamtes die das Geld das für das Spiel gegen Le Chiffre verwaltet und er spielt sogleich Katz und Maus mit ihr, in dieser Szene wird sofort klar das die beiden früher oder später im Bett landen. Als James Vesper sagt das sie nicht sein Typ sei meint sie „Zu intelligent?“ und er antwortet nur ganz trocken „Nein, Single“ was für einen lacher sorgt weil Solonge vorher andeutete das Bond wohl auf verheiratete Frauen steht und er ihr sagte „Da kommt es nicht zu komplikationen“.
Bei dem Spiel im Casino Royale ist auch Felix Leiter (mit Jeffrey Wright zum ersten mal als Farbiger dargestellt) James späterer bester Freund vom CIA dabei und James lernt seinen Kontaktmann Mathis (Giancarlo Giannini) kennen. Das Spiel ist teilweiße etwas langatmig geworden aber durch Ereignisse die in den Spielpausen auftreten wird es nicht langweilig, da Bond den Afrikaner dem Le Chiffre am Anfang die Kohle abgeluchst hat bei einem Kampf im Treppenhaus umbringen muß oder als er von Le Chiffre mit Digitalis vergiftet wird und mit einer Spritze das Implantat aktiviert und das MI6 sofort seinen Gesundheitszustand übermittelt bekommt. Da macht sich M dann doch sorgen um 007 und der Einbruch in ihre Wohnung sowie die Sache in der Botschaft scheint nie passiert zu sein. Am ende ist es dann Vesper die ihn im letzten Moment rettet da er ohnmächtig wird. Am ende gewinnt James doch gegen Le Chiffre das Pokerspiel worauf dieser Vesper Lynd kidnappt.
Bei der anschließenden Verfolgungsjagd kommt es zu einem Unfall mit James Wagen, der sich 7 mal überschlägt und auch James wird von Le Chiffre gefangen genommen und gefoltert. Im lauf dieser Folter gab es einen Satz von James der alle im Kino zum lachen brachte. Er sitzt nackt auf einem Stuhl dessen Sitzfläche teilweiße entfernt wurde und Le Chiffre schlägt ihm mit einem dicken Seil von unten gegen die Klöten, worauf Bond – anstatt das Passwort für das Konto wo das Geld ist – sagt „Da unten juckt es ein wenig, machen sie witer“ , nach einem weiteren schlag erwidert er „Weiter rechts“, da hat jeder gelacht. Im letzten Moment stürmt einer von Le Chiffres abgezockten Opfern rein um diesen umzubringen und damit James rettet. Man denkt nun das der Film eigentlich nicht mehr so lange gehen kann doch bis zum Ende dauert es doch noch etwas (ca. 15 - 25 Minuten) da jetzt die Liebesgeschichte zwischen Bond und Vesper erst in gang kommt und einige Szenen aus dem Trailer erst da kommen, Bond macht nach seiner genesung mit Vesper Urlaub auf den Bahamas und in Venedig, wo sich herausstellt das sie nicht ganz die ist, die sie vorgibt zu sein.
Bond 21 er konnte ja nur besser werden als der zwanzigste mit seinen unsichtbaren Autos und seinen 7 Meter CGI Wellen . Und das hat er geschafft wer Daniel Craig im vorfeld mies gemacht hat soll sich jedenfals selbst ein Bild machen und sich den Film angucken. Am anfang bei der verfolgung von „Scarface“ stellt er sich zwar etwas tollpatschig an aber was soll man auch anderes erwarten als das er bei einem Sprung aus 3 – 4 Metern Höhe nicht gerade eine Meisterlandung auf einer Kiste hin bekommt? Meiner Meinung macht Daniel seine Sache hervorragend und gibt einen sehr guten Bond ab, wenn nicht sogar der beste Bond aller Zeiten. Bond trägt hier auch lieber normale Kleidung als einen Smoking den er in den vorherigen Filmen fast ausschließlich trug, es ist ihm sogar richtig unangenehm sich für das Pokerspiel da rein zu zwängen. Eva Green sieht in ihren Kleidern mit dem Megaausschnitt einfach nur heiß aus und spielt ihre Rolle auch sehr gut. Der Blut weinende Le Chiffre bleibt ziemlich blass und kommt an die klassischen Bösewichte wie Auric Goldfinger, Dr. No, oder Bonds Erzfeind Blofeld nicht heran. Schade ist das man Q und Miss Moneypenny weggelassen hat, obwohl man den Typ der Bond das Implantat verabreichte noch als nicht namentlich genannter Q ansehen könnte, obwohl er wohl nur ein normaler Angestellter des MI6 ist. Casino Royale ist für mich mit Lizenz zum Töten und Im geheimdienst ihrer Majestät der beste Bond Film aller Zeiten.
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Vince hat sich die DVD einverleibt und will nun folgendes nachreichen:
Ein perfekt dosierter und zwischen Action, Humor und Spannung ausbalancierter Neustart einer von vielen Cineasten vergötterten Serie, die uns schon seit Jahrzehnten begleitet. Doch der Eintritt in den dritten 007-Zehnerpack schafft es, was das Jubiläum nicht vermochte: sich gegen all die festgefahrene Konservativität sträuben und ohne Rücksicht auf Verluste einen beeindruckenden 180-Grad-Schlenker zu vollführen, der (fast) alle Schnodderer und Schnatterer im Vorfeld komplett entwaffnet.
Und derer gab es ja bekanntlich viele. "Casino Royale" lehrt mit Nachdruck, dass es ein großer Fehler sein kann, sich auf ungelegte Eier zu stürzen, denn aus dem Ei könnte unverhofft ein Drachen schlüpfen und dir in die Hand beißen.
Daniel Craig ist ein Drachen mit riesigen Zähnen. Wenn man schablonenhaft nach der optimalen Passform für eine Silhouette sucht, die einst von einem Connery, einem Moore, einem Dalton, einem Brosnan ausgefüllt wurde, kann man in Gefahr laufen, sich unwissentlich der immergleichen Norm zu verschreiben. Im Vorfeld deklarierte "Idealbesetzungen" wie Clive Owen wären nach 44 Jahren Bond schlußendlich vielleicht zu ideal gewesen, mit anderen Worten: langweilig. Craig ist davon nichts. Craig ist ein Tier, ein Killer, ein ironischer. Ein böser Mann mit einem gigantischen Ego und fast jungenhafter Naivität. Eva Green stellt es in ihrer Liason heraus: Warum verfallen Bondgirls nur immer dem Bad Guy-Typus? Craig gibt darauf eine schlagfertige Antwort, derer ein klassischer Bond vielleicht keine auf Lager gehabt hätte.
Zu einem starken Mann gehört freilich auch eine starke Frau und Eva Green ist als Vesper Lynd eine der besten Bondgirls aller Zeiten, weil sie einen idealen Mittelweg zwischen Objekt der Begierde und emanzipatorischem Selbstbewusstsein zeigt. Sie ist wunderschön, schlagfertig, intelligent, aber auch verletzlich und manipulierbar. Das verleiht ihr eine Vielschichtigkeit, die einen angenehmen Kontrast zur eindimensionalen Halle Berry darstellt, die es vielmehr darauf anlegte, in einen Konkurrenzkampf mit Bond zu treten.
Das Drehbuch holt aus der minimalistischen Story einfach alles heraus und vermag es, mit unvorhergesehenen Handlungsabläufen nur so um sich zu werfen, was soweit geht, dass man nicht einmal abschätzen kann, wo sich nun eine Actionszene, ein Thrillerelement oder lockerer Dialog manifestieren. Das geht ein wenig zu Lasten der Dramaturgie, die auch wegen dem von Mads Mikkelsen grundsätzlich recht solide gespielten Le Chiffre etwas humpelt, der von Regisseur Campbell etwas unscheinbar eingesetzt wird; andererseits verweigert sich "Casino Royale" dadurch eben dem gängigen Aufbau und garantiert so erst den unvorhersehbaren Verlauf.
Rückwirkend ist die Struktur mit seinen drei größeren Actionszenen, einer ausgedehnten (und sehr guten) Pokerszene und etwas Liebelei gerade im letzten Drittel leicht bröckelig. Sie stellt aber zufrieden, zumal dem Film durchgehend ein trockener, aber würdevoller Look anhaftet, der gerade den bodenständigen Actionszenen eine begehrenswerte Attraktivität verleiht - auch wenn die Jagd über das Baugelände nah an der Grenze zum Comichaft-Überzogenen steht.
Insgesamt bleibt genau der Relaunch, den sich alle Welt gewünscht, aber den nur wenige wirklich erwartet haben. Craig lehrt die geschwätzige Welt eine gehörige Lektion, die sie voll und ganz verdient hat und "Casino Royale" ist ein herrlich alternativer Bond, der sich nicht einmal wie befürchtet zu stark dem Erfolgsrezept der "neuen Bonds" wie Jason Bourne verschreibt, sondern ein eigenes Bondflair durchaus für sich verbuchen kann.
(knapp) 
Zuletzt bearbeitet von Vince am 24.03.2007, 00:26, insgesamt 2-mal bearbeitet |
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Vince Crew


Alter: 28 Tierkreiszeichen:  Wohnort: Aachen Anmeldungsdatum: 30.09.2005 Beiträge: 17736 Themen: 355
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Verfasst am: 10.03.2006, 19:27 Titel: |
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Ein Quantum Trost
Originaltitel: Quantum of Solace
Herstellungsland: Großbritannien, USA
Erscheinungsjahr: 2008
Regie: Marc Forster
Produktion: Barbara Broccoli, Michael G. Wilson
Darsteller: Daniel Craig, Mathieu Amalric, Judi Dench, Gemma Arterton, Olga Kurylenko, Jeffrey Wright
Ed Hunter berichtet als Erster:
Mit dem auf Ian Flemings erstem 007-Roman basierenden Franchise-Relaunch „Casino Royale“ hatte Martin Campbell 2006 nicht nur nach „GoldenEye“ ein zweites Mal erfolgreich einen neuen Bond-Darsteller in die wohl langlebigste und beliebteste Genrereihe der Kinogeschichte eingeführt, sondern selbige auch durch eine extreme stilistische Neuorientierung gegenüber der grandios in den Sand gesetzten, lächerlichen und CGI-überladenenen Totalkatastrophe „Stirb an einem anderen Tag“ in eine dringend notwendige neue Richtung geführt, die noch weit über das geflügelte Wort „back to the roots“ hinausreicht. Vorbei die Ära des glatten Superheldenbond, seit der Amtseinführung des im Vorfeld vielgescholtenen und im Nachhinein bejubelten Daniel Craig geht es bei 007 hart, rau, dreckig und down to earth zu, was aufgrund des Relaunch-Charakters zwar die Einbuße des liebgewonnen Stammpersonals Q und Miss Monneypenny zur Folge hat, man dieses Opfer ob der 180°-Notbremse nach dem over-the-top-Hightechfirlefanz des Brosnan-Ausstands aber verkraften kann.
„Ein Quantum Trost“, das Followup zum Craig-Einstieg, für das man den im Actiongenre denkbar unerfahrenen Deutsch-Schweizer Marc Forster („Monster’s Ball“, „Stranger than Ficiton“) als Regisseur engagierte, kontinuiert nun nicht nur die eingeschlagene stilistische Linie, sondern schließt auch auf Storyebene fast nahtlos an den Vorgänger an und präsentiert sich damit als die erste direkte Fortsetzung eines Bond-Abenteuers: Je nachdem, wen man fragt, setzt das Geschehen zwischen einer halben und einer Stunde nach dem Ende von „Casino Royale“ ein – Bond, schwer getroffen vom Tod seiner großen Liebe Vesper Lynd (Eva Green), jagt seinen Aston Martin in einer wilden Hatz durch Italien und liefert schließlich den eine führende Position in der geheimnisvollen Verbrecherorganisation Quantum bekleidenden Schurken Mr. White bei M (Judi Dench) ab. Durch einen Maulwurf im Security-Personal des MI6 ist er aber schnell wieder auf freiem Fuß und Bond auf einer neuerlichen wilden Hatz über den Erdball: Auf der einen Seite getrieben von Rachemotiven für Vesper und auf der anderen auf der Spur des Verbrechers Dominic Greene (Matthieu Amalric), der unter dem Deckmantel von Umweltschutzaktivitäten mit einem bolivischen Diktator paktiert und sich selbst herbeigeführten Wassermangel im Lande finanziell zu Nutzen machen will…
 
Bonds persönlicher Rachefeldzug wie das neuerliche Auftauchen diverser „Casino Royale“-Charaktere machen die Kenntnis des Vorgängers zum völligen Verständnis des neuen 007-Abenteuers für den Zuschauer vonnöten, während die Drehbuchschreiber sich als zweites Standbein der Handlung einen nach recht klassischem Franchise-Konzept gestrickten und mit dem Inhalt der titelgebenden Fleming-Shortstory „Ein Quantum Trost“ keinerlei Kohärenz aufweisenden Schurkenplot ersannen, der mit Quantum eine neue Filmübergreifende Badguy-Organisation in Erinnerung an Blofelds kultigen SPECTRE-Verein etabliert und alles in allem kaum Neues bietet: Ein Schurke führt eine Notsituation herbei, um sich selbst als Retter finanziell bereichern zu können – kaum Originalität unter der 007-Sonne also. Allerdings integrierte man geschickterweise gleich die aktuelle Umweltproblematik ins bewährte Schema, um den Streifen möglichst up to date zu präsentieren.
Auch abseits der Story geht es in „Ein Quantum Trost“ wieder recht klassisch zu, jedenfalls so klassisch das neugewonnene stilistische Korsett eine Rückkehr zu alter Manier erlaubt: Von exotischen Schauplätzen, die 007 von Italien über England, Österreich und Bolivien bis nach Russland führen über rasante Action und humoristische Zwischentöne bis zu einem hübschen Bondgirl ist alles an Bord, was der Franchise-Fan erwartet, nichtsdestotrotz integriert Forster die Standardingredienzien gekonnt ins Postulat des rauen, brutalen und realitätsverbundenen sowie einen Hauch Tiefgang aufweisenden Neo-Charakters der Reihe. Craig spielt Bond mit enormer physischer Präsenz und brodelndem Inneren, sein Verhältnis zu M wird diesmal besonders ausführlich in den Fokus gerückt und einmal mehr wird er getrieben von Rachegedanken, äußerlich erbarmungslos und gefühlskalt, vom eigenen Geheimdienst für amoklaufend erklärt und auf die Fahndungsliste gesetzt.
Leider trägt Forster dem New-Age-Bondprinzip auch inszenatorisch Rechnung, indem er seine Actionszenen mit den typisch neumodischen Unsitten verhackstückt, für die bereits die „Bourne“-Franchise zweifelhaftes Lob erfuhr: Es wird fleißig gewackelt und mit der Handkamera herumgefuhrwerkt, Schnitte prasseln im Sekundentakt auf den Zuschauer ein und von manch tollem Actionmoment wie der Auftakt-Autohatz bleibt nurmehr undefinierbares Gewusel übrig. Gönnt man es der Kamera hin und wieder wie beispielsweise bei einem sensationell rohen Messer-Zweikampf in einer engen Wohnung, etwas weniger hektisch komplette Bewegungsabläufe statt nur deren Bruchteile einzufangen, sieht das Ergebnis auch gleich um Welten besser aus. Zumindest bezüglich der Quantität kann man sich bei „Ein Quantum Trost“ aber nicht beschweren, brennt man doch ein Actionfeuerwerk ab, das „Casino Royale“ schon nach der ersten Viertelstunde die Rücklichter zeigt: Verfolgungsjagden zu Wasser, zu Lande und in der Luft und ein explosiver Showdown machen Laune, hätten nur eben von einer altmodischeren Inszenierung noch enorm profitiert. Humoristisch gibt es ebenfalls eine gewisse Steigerung gegenüber dem Vorgänger zu verzeichnen, darf Craig doch einige wirklich coole Auftritte und nette Sprüche aufs Parkett legen.
Schauspielerisch schlägt er sich so souverän wie bereits in „Casino Royale“ und verleiht seinem neudefinierten Bondtypus eine charismatische Präsenz, während Jeffrey Wright erneut als Felix Leiter an Bord ist, Judi Dench als M gewohnt erhaben und Ex-Model Olga Kurylenko nach ihrem freizügigem Auftritt im letztjährigen Videogame-Kracher „Hitman“ erneut als Blickfang glänzen darf, auch wenn sie an 007s Seite angezogen bleibt. Mathieu Amalrics Badguyperformance atmet teils eine sonderbare Form von Klasse, obwohl er insgesamt recht blass bleibt und nicht auch nur eine Sekunde eine Aura der Bösartigkeit oder Bedrohung etablieren kann. Mit den eher schwachen Schurkendarstellern der vorangeganenen Bond-Abenteuer befindet er sich da aber immerhin in guter Gesellschaft.
Was bei „Ein Quantum Trost“ gerade ob der dezenten Wiederannäherung an klassischere Bond-Bahnen umso schmerzlicher zur Geltung kommt, ist jedoch der erneute Verzicht auf über die Jahrzehnte liebgewonnene Standards: Q vermisst man gleichermaßen wie Miss Monneypenny und nachdem man in „Casino Royale“ das Intro in Schwarz/Weiß gehalten hatte, gilt es auch diesmal eine diesbezügliche Variation hinzunehmen, indem die kultige rot anlaufende Schussszene in den Kreisen statt am Anfang am Ende steht – was man mit dem Charakter des unmittelbaren Sequels aber immerhin überzeugend rechtfertigen kann. Zudem wurde mit dem Tod des zweiten Bondgirls Gemma Arterton eine Referenz an den Überklassiker „Goldfinger“ eingeflochten, was zwar allzu kalkuliert wirkt, letztlich angesichts so vieler Neuerungen seit „Casino Royale“ aber dennoch recht nett ist.
Eine Premiere gibt es in Bezug auf den Titelsong zu verzeichnen: Erstmals in der Bondhistorie wird der von einem Duett bestritten. Anstatt der lange im Gespräch befindlichen Amy Winehouse, deren Ankündigung, ihren geplanten Bond-Song parallel zum tatsächlichen zu veröffentlichen, sich nicht bewahrheitet hat, tun sich für „Another Way To Die“ R’n’B-Queen Alicia Keys und „White Stripes“-Fronter Jack White zusammen und setzen mit ihrem interessanten Stilmix die Tradition gelungener Bond-Titellieder der letzten Filme fort.
Fazit: Daniel Craigs zweiter Einsatz im Geheimdienst Ihrer Majestät erweist sich als grundsolides 007-Entertainment, das gekonnt den Spagat zwischen bewährten Ingredienzien und der Fortführung der stilistischen Neuorientierung von „Casino Royale“ bewältigt. Der bedingt originelle Plot und die teils nach neumodischer Manier kaputtinszenierten Actionszenen werden von Tempo, guten Hauptdarstellern und unterhaltsamem Gesamteindruck recht souverän ausgeglichen. Bond-Fans dürfen beruhigt ihr Kinoticket kaufen.
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freeman wird wohl nie Bondfan werden:
Bond, James Bond will Rache. Rache für seine Vesper, die in dem letzten Einsatz des Superagenten das Zeitliche segnete. Bei seinen Nachforschungen stößt Bond auf ein Geflecht aus Lügen und Intrigen und er kreuzt den Weg des in allerlei krumme Machenschaften verwickelten Dominic Greene, der sich vor allem darin übt, Regierungen zu destabilisieren und Regenten nach seinem Gusto einzusetzen. Dieses Mal hat er sich das Land Bolivien für seine Untaten auserwählt, doch Bond steht bereit, ihm und der Superverbrecherorganisation Quantum auf die Gaunerfingerchen zu klopfen.
Nachdem Pierce Brosnan mit „Goldeneye“ das James Bond Franchise aus dem Dreck gezogen hatte und mit den beiden Fortsetzungen „The World is not enough“ und „Tomorrow never Dies“ respektable Folgefilme nachgelegt wurden, geriet das Bondfranchise wieder ins Schlingern. Die Macher orientierten sich vermehrt an den damals salonfähiger werdenden Actionspektakeln a la „Tripple xXx“, die das Genre des Actionfilms eher in den Dreck zogen, als es standesgemäß zu befeuern. Die Folge waren noch deutlich unrealistischere Actioneinlagen und ein überbordender Einsatz von zwecklosen Special Effects (das negative Highlight bildete der unsichtbare Bondwagen in „Die Another Day“). Ein Umdenken wurde nötig. Und es geschah!
Allerdings außerhalb des Bond Franchises! Genau, richtig gehört! Franchises wie die „Bourne Trilogie“ oder die TV Serie „24“ lancierten mit ihren Figuren des Jason Bourne und Jack Bauer eindeutig an James Bond orientierte, deutlich modernisierte Superagenten, die in der Realität verankert einem deutlich weniger glamourösen Agentenleben nachgingen. Die Zuschauer dankten beiden Reihen ihre Neuinterpretationen der Agentenmär und die James Bond Verantwortlichen gingen den einzig konsequenten Schritt. Sie zogen nach ... und lieferten schon mit „Casino Royale“ einen mehr oder weniger deutlichen Abklatsch der neuen Regeln im Agentengenre. James Bond hatte sich quasi selbst überlebt und orientierte sich fortan an Reihen, die er selbst einst inspirierte.
Die Spitze dieser Bemühungen ist nun mit „Ein Quantum Trost“ erreicht, der auch „Ein Quantum Bourne“ heißen könnte, imitiert er doch sowohl Jason Bourne in seiner brutalen Realität ebenso wie die besten Actionszenen dieser Reihe. Genannt sei hier die Eröffnungsautoverfolgungsjagd, die Bourne schon in der „Bourne Verschwörung“ ebenso druckvoll abgefeuert hat, die Verfolgungsjagd über die Dächer einer italienischen Stadt, die Bourne bereits im „Bourne Ultimatum“ durchmachte und letztendlich ALLE Hand to Hand Scharmützel, die mit den Faustkämpfen des normalen Bond Franchises in ihrer Wucht und Brutalität wirklich gar nichts mehr gemein haben.
Zieht man dann noch in Betracht, dass Bond im Quantum Trost fast schon asexuell zu sein scheint, er keinen Martini mehr mag, er sich nicht einmal mit seinem typischen „Bond, James Bond“ vorstellt, die Treibjagd über aller Herren Länder hinweg jegliches Lokalkolorit der betreffenden besuchten Gegenden ausblendet, keinerlei Bondgimmicks zum Einsatz kommen und die Bösewichter, die sonst immer die schillerndsten Punkte im Franchise setzten, zu zweidimensionalen Megapussies verkommen, dann muss man sich einfach eingestehen, dass dieser Film mit dem Bond Franchise wirklich überhaupt nichts mehr zu tun hat.
Und was man sich unweigerlich zu fragen beginnt, ist: Schadet „Ein Quantum Trost“ nun eigentlich dem Bond-Franchise, weil er den Hauptcharakter so extrem verbiegt, dass man ihn gar nicht mehr wieder erkennt, oder schadet das Bond-Franchise dem Film „Ein Quantum Trost“, weil es Erwartungen weckt, die der Film nicht erfüllen kann oder will? Sehr schwer zu sagen, zumindest ist aber klar, dass der Film als Bestandteil des Franchises ein schlechter Witz ist.
Doch blendet man das Franchise aus, erhält man einen richtig guten Actioner, der vor allem zu Beginn mit hohem Tempo voranprescht und den Rachefeldzug Bonds eindrucksvoll bebildert. Alleine die erste Autoverfolgungsjagd rockt so dermaßen genial, dass einem beim Abreißen eines Hauses mittels einer Mittelklasselimousine schon mal gewaltig der Atem stockt. Dazu verzichtet man in dieser Actionszene auch noch komplett auf Musik, was die Szene so dermaßen druckvoll geraten lässt, dass sich jeder Actionfan im siebten Himmel wähnt. Obendrein ist diese Szene gar nicht einmal so übel geschnitten, wie es sich überall ankündigte.
Viel mehr gelingt es Marc Forster gerade in den Actionszenen, bei denen er sich noch in die Luft und aufs Wasser begibt und eigentlich in allen Elementen ein Actioninferno nach dem anderen zündet, immer wieder, absolut geniale Kamerawinkel und Kameraeinstellungen zu präsentieren, die vom Auge eines Könners zeugen. Vom leider zu kurzen, aber sehr spektakulären Showdown ganz zu schweigen. Somit gelingt dem eher untypischen Bondregisseur die Actionpflicht hervorragend, aber bei der Handlungskür gibt es massive Abzüge! Denn erstaunlicherweise bekommt Forster weder seine Charaktere noch die Geschichte in den Griff.
Gerade im Mittelteil versucht er über ein immer dichter werdendes Personengeflecht Komplexität und Tiefe vorzuzeugen, die zum einen gar nicht da ist und zum anderen nur in Verwirrung des Zuschauers mündet. Denn wer da nun gerade wem an den Hals will, erschließt sich irgendwann gar nicht mehr. Und wenn die Figuren zu rührseligen Klängen vom Score David Arnolds zu ihren tränenschwangeren Backgroundgeschichten anheben, verliert sich der Film sogar in den Gefilden unfreiwilliger Komik. Da verwundert es auch wenig, dass der Film bei seinem Hinschlingern zum Showdown ab und an sogar extrem zäh gerät und trotz extrem geringer Laufzeit sogar zu langweilen versteht. Erstaunlich.
Aus Darstellersicht herrscht ein ähnliches Spiel aus Licht und Schatten vor. Daniel Craig mag dabei noch am Meisten zu überzeugen und die Plakette „bester Schauspieler, der jemals Bond spielen durfte“ kann er sich auch anhängen. Aber letztendlich ist auch er schuld daran, dass dieser Film eben mit Bond nicht mehr viel zu tun hat. Zu widerspruchslos gehen wichtige Eigenschaften und Manierismen des Agenten flöten und wenn Craig die ganzen letzten 45 Minuten nur noch mit angepisster Fresse durch die Wüste latscht, ohne mal eines dieser genialen Bond Bonmots zu zünden, die bisher immer selbst die schlimmste Lage aufzuheitern vermochten, wird irgendwie offensichtlich, dass sich die Figur in eine falsche Richtung entwickelt.
Sehr arm fand ich auch die installierten Bondgirls. Olga Kurylenko sah genial aus wie immer und durfte sogar richtig spielen, aber die 15 Minuten Nettolaufzeit, die sie letztendlich zu sehen ist, reichen für den wahren Olga Fan (also mich!) niemals aus! Vom zweiten Girl – Gemma Arterton – ganz zu schweigen. Ihr fünf Minuten Auftritt grenzte ja schon an eine sarkastische Veralberung des eigenen Franchises. Zumindest ist ihre letzte Szene im Film der EINZIG WAHRE Bondmoment im Streifen und erinnert an den tollen Goldfinger.
Und wo wir bei Goldfinger sind, sind wir bei den Bösewichtern im Streifen und lachen einmal herzlich laut auf. Was war denn das bitte? War das eine Verarsche auf „Clever und Smart“? Oder auf „Lang und Doof“? Ich begreife es nicht. Was ist so schwer daran, einen wirklichen Bösewicht zu installieren? Einen mit echten Zielen! Weltherrschaft, Diktatur im Weltall oder George Bush meucheln? Und was macht Mathieu Amalric als Dominic Greene? Er killt keine einzige Figur, lächelt wie ein Schmierlappen und ist eine solche Pussie, dass er beim Schwingen einer Axt schreit wie eine Frau und sich selbst in den Fuß haut. Ganz großes Kino. Ein Sean Connery, Roger Moore oder Pierce Brosnan wären für dieses Weichei nicht einmal aus ihrem Liebesnest aufgestanden. Und was macht man, wenn man einen Weicheioberbösen hat? Klar, man stellt ihm einen echten Brocken an die Seite, bei dem schon der Anblick reicht, damit die Gegner freiwillig in die Kiste springen. Und was liefert uns Marc Forster? Einen Handlanger, der scheiße aussehend in der Gegend rumsteht, süffisant lächelt, irgendwann eine Treppe runterkracht und dann zu heißer Luft mutiert, was er den ganzen Film über schon war. Das war wirklich die peinlichste Gagparade aller Zeiten.
Zumindest gefällt, dass Dame Judi Dench ihre Rolle deutlich mehr ausbauen durfte und damit den Film mit einem Mehr ihrer Gegenwart zu adeln versteht. So ist ihre M dann auch einer der wenigen Punkte am neuen Bondfilm, der auch wirklich noch an Bond erinnert. Dazu kommt noch der Score von David Arnold, der das Bondthema immer wieder einmal geschickt aufgreift, ohne dabei sonderlich zu glänzen. Der eigentliche Bondsong des aktuellen Streifens gefiel mir persönlich deutlich mehr als das Gewimmere in Casino Royale, auch wenn man sich in das Duett von Alicia Keys und Jack White erst einmal hineinhören muss. Allerdings muss ich konstatieren, dass mir die Bildspielereien unter dem Song diesmal nicht sonderlich zugesagt haben. Da bildet für mich der letzte Brosnan Streifen „Die Another Day“ noch immer die Creme de la Creme, da dieser unter dem Madonnasong seine Geschichte weitererzählte ...
Was bleibt nun zu „Ein Quantum Trost“ zu sagen? Als Bondfilm funktioniert er gar nicht. Und ich weiß nicht so recht, ob man das wirklich abtun kann mit einem: „Diese Entwicklung war in Casino Royale doch abzusehen“. Denn nehmen wir beispielsweise das „Terminator“ Franchise und nehmen an, die sind so mutig, das Franchise so zu modernisieren und neu zu interpretieren, dass sie die Terminatoren einfach weglassen. Was ist dann das Ergebnis? Ein Terminator Film? Na Holla ... Und warum sollte man dies beim Bondfranchise durchgehen lassen? Warum ist man nicht konsequent, macht den Laden dicht und verkauft seine 08/15 Actionfilme ohne das Bondlabel? Weil’s weniger Geld bringen würde, klar. Aber mit Ehrlichkeit sich selbst und den Fans gegenüber hat das nichts mehr zu tun.
Blendet man diese Bedenken aus, wird man von „Ein Quantum Trost“ durchaus angenehm unterhalten! Die Action ist druckvoll und fetzig, die Unübersichtlichkeit bei Weitem nicht so extrem wie im derzeitigen Genreprimus Eagle Eye und die optischen Schauwerte stimmen. Dabei gerät der Film unter der Regie des sonst so versierten Drama Regisseurs Marc Forster handlungstechnisch zu einem ziemlichen Kniefall vor den Regeln des Actiongenres, das auf stimmige Charaktere ebenso pfeift, wie auf eine schlüssige Dramaturgie. Tempo, Tempo, Tempo heißt die Devise und diese funktioniert erstaunlicherweise vor allem gegen Ende gar nicht mehr so toll wie in der ersten Stunde. Das Ergebnis bekommt als Bondfilm von mir und als reinrassiger Actionfilm, losgelöst vom Franchise, solide ...
In diesem Sinne:
freeman
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Vince unterbietet noch:
In einer Sekunde denkt man noch, die Autoverfolgungsjagd, die da ohne Ankündigung plötzlich ins Nichts bricht, gehöre möglicherweise zu einem Werbeclip von Aston Martin. Vielleicht wollen die britischen Sportwagenhersteller da ja filmbegleitend schicke Sportwagen verkaufen. Das wäre naheliegend. Und es wäre ja nichts Neues, Daniel Craig zu Promotionzwecken in Anzug und Fliege abzulichten. Aber die Szene läuft weiter und weiter, wird immer professioneller. Zu viel Aufwand für einen Werbeclip. Das ist der einzige Hinweis darauf, dass man bereits mitten drin ist, in “Quantum of Solace”, der als erstes richtiges “Sequel” im lexikalischen Sinne in die nunmehr 22-teilige Bond-Franchise eingehen wird.
Marc Forster, der inzwischen als Edelregisseur mit Hang zum Mainstream gilt, bemüht sich nach Leibeskräften, die direkte Fortsetzung zum James-Bond-Reboot homogen wirken zu lassen und nicht gleich noch einen weiteren Stilbruch zu provozieren. Für das Drehbuch waren dann auch noch die “Casino Royale”-Autoren um Paul Haggis verantwortlich, und die stricken einen schönen Epilog um ihr Baby herum. Deswegen wohl auch die historisch kurze Laufzeit von kaum mehr als 100 Minuten - für einen Agenten, der mal wieder um die ganze Welt reist, ganz schön wenig. Für einen Epilog fast schon ein wenig viel.
Kurz und knapp auf den Punkt gebracht: “A Quantum of Solace” ist Gefangener seines Spagats zwischen Modernisierungspfad und Traditionsbewusstsein. Bonds Reisestationen werden in schicker Reisebüro-Typographie auf dem Bild angekündigt; man möchte glatt hinterherreisen. Craig besucht ausgetrocknete Flussbetten, chilenische Dünenlandschaften, Luxushotels, toskanische Landhäuser und die Seebühne in Bregenz. Das ist traditionell; alle Bonds zusammengenommen ist die Welt in keiner Franchise in einem derartigen Facettenreichtum beleuchtet worden. Ein wenig dreckig, roh und kraftvoll bleibt es dabei diesmal, eben so wie sein Hauptdarsteller. Die bunte Gadget-Ära der Brosnan-Filme scheint ein für allemal vorbei, und fern des Glamours um das Glücksspielambiente von Nr. 21 erinnert Nr. 22 nur noch mehr an die Zeit des Timothy Dalton.
Die Modernisierung steht und fällt mit dem Protagonisten - und der hat sich schon jetzt etabliert. Das ist beinahe langweilig. Aber nur beinahe. Noch fasziniert der Verbund von Verletzlichkeit und Härte. Judi Dench treibt den inneren Gewissenskonflikt des Agenten inhaltlich immer wieder an, als sie das Schicksal der Vesper Lynd geradezu provokant ständig zum Thema macht. Tatsächlich erfährt man über Craigs Bond aber viel mehr in den Momenten, als sein Adrenalin in die Höhe schnellt. Als er beim (ganz ausgezeichnet choreografierten) Fall die Kirchturmspitze herab nach seiner Waffe greift und in einem Spiel von Sekunden gerade noch seinen Gegner erwischt, bevor es ihn selbst erwischt, muss man nur in das blaue Stahl seiner Augen blicken, um alles über die neue Reinkarnation des britischen Geheimagenten zu erfahren. Der Überraschungseffekt von 2006 ist dahin, das Spiel durchschaut, aber es ist noch interessant.
Nur so ganz möchte das Narrative, Kontinuierliche der modernen Ausrichtung nicht mit dem Traditionalismus der Franchise kooperieren. Was im Vorgänger zu großen Teilen noch funktionierte, ist nun dahin: Ist das noch James Bond? Oder besser: Wenn das kein James Bond mehr ist, was ist es dann? Bourne? Stilistisch, ja, möglicherweise... aber auch nur dort. “A Quantum of Solace” fühlt sich im Grunde keiner der beiden Richtungen verschrieben, was den Geist, die Idee betrifft, und ist deswegen herrenlos. Nicht nur Bond selbst trägt diesmal bestimmte Züge eines Ronin, der Film selbst tut’s auch - nur um am Ende mit Nachdruck zu betonen “Zurückkehren? Ich war nie weg.”
Na klar, die Lippenbekenntnisse zur Agentenserie sind da, die Frage ist nur, für wie voll man sie nehmen kann. “A Quantum of Solace” ist alles und nichts; alles im Grunde, was man hatte erwarten können, nämlich zeitgemäße, schnellschnittige Action, ein ambivalenter, kalter Hund, der die Süffisanz seiner Vorgänger in bitteren Zynismus umwandelt und viele Autos, Sehenswürdigkeiten und Waffen ohne das übertriebene Overtopping von Q. Es ist aber auch nichts, nämlich keine Eigenständigkeit (als erster Film der Reihe überhaupt), keine Identität, keine Neuorientierung, kein Nichts. “A Quantum of Solace” ist bei all seinen schönen Momenten seltsam leer, und als am Ende der Lauf der Pistole auftaucht, Craig in seinem Fokus erscheint und die Leinwand rot färbt, schreckt man auf und murmelt verwirrt: “Ach, Bond? Ich bin überrascht.”
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John Clark geht mit:
QUANTUM OF SOLACE
Die lange ersehnte Fortsetzung zu "Casino Royale" wurde nach nur 2 Jahren Realität. Ein vielversprechender Trailer und eine wie immer riesige Werbekampagne halfen zudem mit, die Vorfreude auf "Quantum of Solace" auf das Maximum zu steigern.
Inhalt:
Mr. White flieht, nachdem er brav über eine Geheimorganisation ausgesagt hat, welche diverse Geheimdienste schon unterwandert hat, mithilfe eines Komplizen aus dem Verhör vor Bond und M. Bond macht sich natürlich umgehend auf die Jagd. Er stösst debei auf Dominic Green, Boss einer Umweltschutzorganisation, welche jedoch andere Ziele verfolgt. Von Siena nach Haiti, über Österreich, nach Bolivien jagt Bond der Organisation Quantum nach - vom MI6 mehr oder weniger im Stich gelassen.
Marc Forster ist ja nicht gerade bekannt für die Regie an harten Actionfilmen. Er ist ein mehr als ordentlicher Independent-Regisseur, dessen Werke stets etwas verzaubernd-verstörendes ausstrahlen. War er der richtige für dieses Big Budget-Unternehmen namens "Quantum of Solace"?
Die Story setzt gleich nach dem Ende von "Casino Royale" ein. Bond, unterwegs in seinem Aston Martin, wird durch die Pampa gejagt. Geböller, Explosionen, Unfälle, leider total verwackelt und verhackt gedreht, erkennt der Zuschauer teilweise nur spärlich, was da gerade passiert. Und in diesem Sinne gehts eigentlich auch weiter. Fast jede anständige bondesque Szene wird plötzlich von einem Anfall von Action abgelöst. War die Parkour-Idee anfangs von Casino Royale noch eine geniale Idee, welche auch exzellent umgesetzt wurde, wird hier jedes Actiongetümmel ganz grässlich dargstellt. Klar inspiriert durch die Jason Bourne-Filme (die ich ja eigentlich mag), ist der Zuschauer ein Opfer der Wackelkamera. Diese Szenen wurden zudem extrem schlecht zusammengebastelt. Und die Idee, in welcher Bond sich zu Beginn des MI6-Angreifers an den Seilen entledigt, wurde sogar in "Half Past Dead" zumindest Epileptikerfreundlicher dargestellt. Die baldige Bootsjagd in Haiti war ein wenig besser umgesetzt. Jedoch auch hier kann das Bild nicht genossen werden - es wackelt noch und nöcher. Passen solche Stilmittel perfekt zur Jason Bourne-Franchise, finde ich diese bei einem Bondfilm sehr unangebracht. Bond will genossen werden. Die Flugzeugjagd im Mittelteil war jedoch einiges besser.
Überzeugend und bondgerecht war die Szene in Bregenz. Die ganze Szene rund um die Aufführung war perfekt gelungen - da kam Bondfeeling auf. Ein seltenes Gefühl für mich in diesem Film. Denn, ansonsten wirkt Bond nur gestresst, hetzt von Szene zu Szene. Früher liess sich Bond auch mal Zeit, genoss einen Wodka Martini, ein Hotelzimmer und eine Frau. Heute gibts fast keine Zeit mehr für solche "Nebensächlichkeiten", welche hier im Kurzdurchlauf abgespult werden. Bond ist im Jason Bourne-Modus. Schade, denn ich mag mich erinnern, dass vorallem Bonds extravaganter Lebensstil immer ein grosser Grund war, die Bondfilme zu mögen. Bond hatte stets immer alles im Griff, Hauptsache der Anzug sitzt und der Aston Martin steht vor der Hütte. Schade, ist man von den Werten der Serie mittlerweile so weit entfernt wie Pluto von der Sonne.
Was jedoch gut harmonierte waren Daniel Craig und Judi Dench. Judi Dench, seit 13 Jahren als "M" im Amt, passte schon zu Brosnan wie die Faust aufs Auge. Auch Craig ergänzt sie als MI6-Boss sehr gut. Schön, haben die beiden hier ein wenig mehr Szenen miteinander. Daniel Craig als Bond muss man nicht in Frage stellen. Sein explosiv-bedrohliches Wesen passt perfekt auf die Roman-Vorlage des James Bond und sein Engagement für diese Rolle scheint keine Grenzen zu kennen. Hut ab. Die beiden Bondgirls Olga Kurylenko und Gemma Arterton kann man als gelungen Bezeichnen. Hier muss die wirklich gelungene Goldfinger-Hommage noch erwähnt werden. Netter Einfall. Schön auch, dass Jeffrey Wright als Felix Leiter wieder seinen Auftritt hat, ebenso Giancarlo Giannini als Mathis. Grosses Minus bekommt Dominic Green-Darsteller Mathieu Amalric. Durften früher Bondgegner noch extravagante Gentleman in fetten Villen sein, haben wir mit Green einen Typen, der mehr den durchgeknallten Informatiker darstellt, als den richtig bösen Bad Guy. Dementsprechend unspektakulär entledigt sich Bond dieser Person (die Idee mit dem Motor-Öl hatte aber was). Und sein Helfershelfer Elvis, gespielt von Anatole Taubmann, hätte auch Averell Dalton heissen können. Kein Vergleich zu anderen Helfershelfern der Bondgeschichte - auch nicht der jüngeren Bondgeschichte. "Ja Mami, s isch heiss da..." Super.... Ich mag ich noch erinnern, wie die Schweizer Presse Taubmann als neuen Bond-Bösewicht hochgejubelt hat. Nichts gegen Taubmann. Aber das war ja wohl mehr eine kleine nette Nebenrolle mit etwa 6 Sätzen, welche absolut nichtssagend waren. Eine der überflüssigsten aller Bond-Figuren.
Fazit: Die Enttäuschung sitzt tief. Stets habe ich die neuen Bond-Filme trotz der steigernden Anzahl an Action, als Bond-Filme akzeptieren können - doch alles hat ein Ende. "Quantum of Solace" hätte auch der vierte Teil der Jason Bourne-Reihe sein können. Und als Action-Film mag das ganze Geschehen ja sogar sehr gut funktionieren. Jedoch ist dies hier definitiv kein Bond-Film. Und spätestens, nachdem Bond die Leiche seines Kollegen und engsten Vertrauten auf den Müll geworfen hat, fragt man sich, warum man ein herrliches Gerne so brutal in den Dreck fahren darf. Die Enttäuschung sitzt wirklich tief.
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LivingDead ist nicht annähernd so emotional wie Bond:
Fotsetzung folgt…
Nicht einmal fünf Minuten nach den Ereignissen aus „Casino Royale“: Ein Aston Martin, verfolgt von einigen Alfa Romeos, flitzt an der Küste entlang, haarscharf am steilen Abgrund. Schüsse, und schon folgt der erste Crash. Nach nicht einmal weiteren fünf Minuten sind schon mehrere Sportwagen geschrottet, ein halbes Dutzend Menschenleben ausgelöscht und der Vorspann über die Leinwand geflimmert. Straight On heißt es für den gebürtigen Deutschen Marc Forster (,Monster’s Ball“; „Wenn Träume fliegen lernen“) welcher sich üblicherweise im Erzählkino heimisch fühlt, hier aber einmal einen puren Entertainer abliefert – und zwar ohne Kompromisse. Orson Welles habe es bereut, nie einen kommerziellen Film gedreht zu haben, selbigen Fehler wollte Forster in seiner Filmografie nicht begehen und nahm nach kurzem Zögern das Angebot, einen Bond-Film zu drehen, an. Und der Film wird kommerziell erfolgreich sein – so viel steht fest.
Mehr Action, ist mehr Action, ist mehr Action
Auffallend in den ersten Minuten ist die recht unübersichtliche Kameraführung und der schnelle Schnitt; damit nimmt sich Actionneuling Forster den gängigen Paradigmen des Actionkinos an und erinnert bisweilen mehr denn je an die „Bourne“-Filme, welche einmal mehr für das Actionkino der Gegenwart stehen. Überhaupt ist „Quantum“ geradezu zerberstend angereichert mit Aktion. Problem ist dabei, dass sich schon recht schnell kleine Ermüdungserscheinungen seitens des Zuschauers einstellen. War in „Casino Royale“ der Actionanteil noch verhältnismäßig gering und nur in der Anfangsphase (die auch die schwächere Hälfte darstellte) konstant vorhanden, so löst Forster hier die Handbremse und lässt den Wagen unaufhörlich den steilen Abgrund hinunterjagen; bis zur finalen Explosion.
Der Mensch Bond
Doch Forster fühlt sich in diesen Gefilden nicht heimisch. Dies ließ er auch in diversen Interviews verlauten. Man erkennt ihn kaum wieder, wenn Explosionen, Blut und zerstörte Autos die Sicht versperren. Nur selten blitzt der Geschichtenerzähler Forster durch, wenn er James Bond als eiskalten Killer darstellt, ihn dann aber plötzlich bricht, sich verlieben, leiden und wüten lässt. Bonds Charakterstudie wird zwar nicht auf die Spitze getrieben, doch mit feinen Gesten lässt Forster weitere Einblicke in das Seelenleben Bonds zu. Craig ist dabei mehr denn je der Bond, welcher nötig war, um die Figur Bond adäquat in die Neuzeit zu befördern. Daniel Craig zeigt die perfekte Mischung aus Unsympath und einem desillusionierten, verbitterten Mann, welcher tötet, weil er es kann.
Und dennoch ist er zerbrechlich, leidet, wenn ein Freund stirbt, schaltet aber genau so schnell die Gefühle wieder ab, um seine Arbeit zu beenden.
Der Bösewicht mit der Maskierung
Neben der Idee „Quantum“ direkt mit „Casino Royale“ zu verknüpfen, gibt es ein weiteres – wenn auch wesentlich subtileres – Novum im Bond-Universum: Der Bösewicht wird diesmal nicht von einem vernarbten, offensichtlich bösen Buben verkörpert, sondern von Mathieu Amalric, welcher mit seinen wenig markanten Gesichtszügen kaum als der typische Bond-Bösewicht bezeichnet werden kann. Seine Motive sind deutlich an die wirtschaftlich-politischen Interessen der Neuzeit angepasst. Öl, Wasser, Geld und Macht sind klassische, wie auch aktuelle Themen. Und danach orientierten sich auch die Drehbuchautoren Paul Haggis und Neal Purvis, welche versuchten, das klassische Muster der Bond-Filme in die Gegenwart zu transferieren. So werden die Damen nicht mehr „Goldfinger“-alike mit Gold überzogen, sondern mit dem Gold der Gegenwart: Öl. Bezahlt wird auch nicht mehr mit dem schwachen Dollar, sondern der Euro ist die Währung, mit dem Geschäfte getätigt werden.
Auftrag
Forster wird vielleicht nie wieder einen Actioner drehen. Und vielleicht ist das auch ganz gut so – denn mehr als eine reine Auftragsarbeit ist „Quantum“ nicht geworden. Zu wenig Eigenständigkeit, zu wenig Innovationen und zu wenig von dem, was wir uns nach „Casino Royale“ und dem Namen Marc Forster versprochen hatten, dafür aber massenhaft Action wird geboten. Sicherlich blitzt immer wieder durch, dass die Franchise noch viel mehr bieten kann, doch „Quantum“ zeigt davon nur einen Bruchteil, und das ist für einen wirklich guten Film zu wenig.

Zuletzt bearbeitet von Vince am 19.11.2008, 09:38, insgesamt 5-mal bearbeitet |
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Vince Crew


Alter: 28 Tierkreiszeichen:  Wohnort: Aachen Anmeldungsdatum: 30.09.2005 Beiträge: 17736 Themen: 355
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Verfasst am: 10.03.2006, 19:28 Titel: |
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Casino Royale (1967)
Zuletzt bearbeitet von Vince am 07.11.2008, 10:41, insgesamt einmal bearbeitet |
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Vince Crew


Alter: 28 Tierkreiszeichen:  Wohnort: Aachen Anmeldungsdatum: 30.09.2005 Beiträge: 17736 Themen: 355
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Verfasst am: 10.03.2006, 19:34 Titel: |
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Sag niemals nie
Zuletzt bearbeitet von Vince am 07.11.2008, 10:41, insgesamt einmal bearbeitet |
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