Stirb Langsam I - V

Der Actionfilm der 80er, der 90er und heute.
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Beitrag von Cinefreak » 25.10.2011, 17:29

Stirb langsam 4.0

gerade nochmal gesehen. Ungefähr dritte oder vierte Sichtung bisher.
Im Kino fand ich den echt töfte, leichte Abnutzungserscheinungen lassen sich nicht verleugnen.

Der Reihe nach - erstmal, Mary E. Winstead in ihrer ersten Rolle im STIRB LANGSAM-Kosmos - eine Wucht. Sie sieht wieder mal unverschämt gut aus und das ohne Künstlichkeit und drei Tonnen makeup. Zudem merkt man in einigen Szenen allzu gut, dass die McClanes Tochter ist, denn ihre Sprüche und ihre Art sind herrlich tough - und ich habe eh ne Schwäche für starke Frauen oder sagen wir lieber Frauen, die bedroht werden und dann über sich hinauswachsen.

Natürlich erfindet SL 4.0 das Rad nicht neu. Vielleicht ist das auch gar nicht mehr möglich, aber im Actioneinerlei des letzten Jahrtausends mit solchen Nullnummern wie KNIGHT AND DAY oder A-TEAM( bei denen man denken könnte, CGI muss in jeder zweiten Szene sein(weil sonst ist es altmodisch (kotz!)), Darsteller sind nur, weil man halt welche braucht und können müssen sie nix und ne Story, unnötiger Luxus ist...), , ist Len Wisemans SL-Nachschlag mehr als nur eine willkommene Abwechslung. Mehr noch, die Story ist gar nicht mal schlecht und anfangs auch nicht sofort offen, auch wenn einem sicher vieles bekannt vorkommen mag.

Statt treffsicherer Effekte gibts auch eher eine riesige Materialschlacht, bei der nicht jeder FX-Shot hundertprozentig sitzt, wobei man aber doch ungeheuer Spaß hat. Und McClanes Sprüche sind natürlich wie immer dabei - vielleicht hätte man teilweise mehr vertragen können, aber es soll ja auch nicht zu absurd wirken.

Zum negativen ist zu sagen, dass wie einige meiner Vorgänger schon anmerkten, die OvertheTop-Action zum TEil einige unschöne CGI-Einstellungen hat. Dass man vieles davon kaum anders machen konnte, wollen wir dabei unbesehen glauben, aber muss es so übertrieben sein? Sicher macht das Spaß, freilich, aber einerseits back to the roots, andererseits Actionszenen, die wirklich sämtlichen Gesetzen der Physik den Stinkefinger zeigen? ;)

Interessant sind die vielen Andeutungen auf die ersten drei Teile, sei es in den Kämpfen oder auch in einzelnen Szenen und das traditionsmäßige Yippieahje Schweinebacke...kommt zwar an einem ungewöhnlichen Punkt, die Szene ist aber doch ziemlich geil.


Also,

:liquid9:

sind drin. Gerade wenn man bedenkt, dass Wiseman kein typischer Actionregisseur ist, hat er das ganze flott und unterhaltsam inszeniert.
Auf jeden Fall deutlich flotter als "16 Blocks" oder einige andere Beinahe-Actionfilme von Willis ;)

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Beitrag von Cinefreak » 14.01.2013, 00:30

STirb langsam II - Nachtrag

Ist euch eigentlich mal aufgefallen, wie viele Miniaturaufnahmen in dem Film zu sehen sind? Selbst Hollys Maschine in der Luft ist nur eine perfekte Illusion. Am bemerkenswerten finde ich allerdings den - drehbuchtechnisch sehr konsequenten - Absturz der Maschine in der Mitte. Man filmte da zuerst den Anflug bzw. die Landung eines Flugzeugs, der Rest sollen Miniaturaufnahmen sein. DEr Cutter - hier offenbar Stuart Baird - hat das ganze dann einfach perfekt zusammenmontiert. Der Grund, warum ich den 90er Jahre Actionfilm einfach unvergesslich finde, ist so liebevolle KLeinarbeit und Liebe zum Detail.
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Beitrag von freeman » 14.02.2013, 08:47

Ich war gestern in der Vorpremiere von "Stirb Langsam - ein schöner Tag zum Sterben" mit anderen Typen und Bier und irgendwie ... nunja, guter Actionfilm, eher schlechter Stirb Langsam Film ...

Zum Review

In diesem Sinne.
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Beitrag von StS » 14.02.2013, 09:07

freeman hat geschrieben:... nunja, guter Actionfilm, eher schlechter Stirb Langsam Film ...
Joa, das ist auch irgendwie noch mein "letzter Strohhalm" - galt schließlich auch schon so für den Vorgänger. Wenn da nur nicht dieser verdammte Jet gewesen wäre! :roll:

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Beitrag von kami » 14.02.2013, 09:11

Klingt alles nicht so gut, vor allem wenn man bedenkt, wie groß die Euphorie nach dem ersten Teaser war. Werde aber dennoch ins Kino gehen, die Schauwerte scheinen ja zu stimmen und Ostblockflair stört mich auch nicht.

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Beitrag von McClane » 14.02.2013, 09:45

Ich weiß leider nicht, wo freeman da (abseits der echt geilen Autojagd) da noch einen guten Actionfilm gesehen haben will. Den CGI-Einsatz fand ich wesentlich weniger dezent als freeman das schreibt. Mein Senf zu Stirb langsam - Ein guter Tag zu sterben:

Bereits kurz nach der Veröffentlichung von „Stirb langsam – Jetzt erst recht“ wurde über einen vierten „Die Hard“ spekuliert, nach 12 Jahren war es soweit. Leider ließ man die Serie nach dem gelungenen späten Sequel „Stirb langsam 4.0“ nicht ruhen.
„Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben“, der fünfte Teil der Reihe, beginnt in Moskau, ganz ohne seinen Protagonisten. Stattdessen erfährt man von dem Politiker Komarov (Sebastian Koch), der von seinem Kollegen entmachtet und eingebunkert wurde. Jack McClane (Jai Courtney), der CIA-Agent vor Ort begeht einen Mord, angeblich im Auftrag Komarovs, und lässt sich verhaften, um zeitgleich mit diesem im Gericht zu erscheinen. Über das Opfer erfährt man nichts, vielleicht war er tatsächlich ein schlechter Mensch, vielleicht ist aber auch Jack einfach ein obrigkeitshöriger Typ, der auf Anweisung Leute umlegt, aber das wäre wohl zu viel Charakterisierung.
Auftritt John McClane (Bruce Willis): Der reist nach Moskau um den verlorenen Sohn heimzuholen, wird am Flughafen von Tochter Lucy (Mary Elizabeth Winstead) verabschiedet, und macht sich auf den Weg zum Gericht, wo Jack als angeblicher Kronzeuge gegen Komarov aussagen soll. Mit den russischen Gepflogenheiten kommt John nicht klar, was ihn als falscher Typ am falschen Ort zeigen soll, doch wo dies „Stirb langsam“ amüsant war, da er ja nur innerhalb Amerikas gereist war, da wirkt dies hier bemüht.

Im Auftrag von Komarovs Rivalen sprengt sich eine Söldnertruppe um Alrik (Radivoje Bukvic) den Weg ins Gericht frei und will Komarov entführen, weil dieser belastende Beweise besitzt, doch Jack entkommt mit dem Gefangenen. John, der vor dem Gericht anwesend ist, greift dem Sohnemann unter die Arme bei der Rettungsaktion…
Mit „Stirb langsam“ hat der fünfte Teil kaum noch etwas zu tun, bemüht wirken die Bezüge: McClanes Oneliner wirken oft künstlich in die Szenen eingestreut, der Twist im Finale, der eine Parallele zu den Vorgängern darstellen soll, funktioniert kaum noch und wirkt angestrengt, aber auch das Grundgerüst der Vorgänger wird ignoriert. Wo früher entweder physisch Geiseln genommen wurden (im ersten Teil) oder durch Übernahme der Technik (im zweiten und vierten Teil) oder Bombendrohungen (im dritten Teil) im übertragenen Sinne Geiseln genommen wurden, da ist „Stirb langsam 5“ eine mäßig motivierte Hatz durch Moskau und später Tschernobyl, deren Handlung nur durch die McClane-Figur an die Vorgänger gebunden wird.
Jedoch wird die Entwicklung, die McClane durchgemacht hat, ignoriert: Hatte er sich in „Stirb langsam 4.0“ damit abgefunden, dass er als Held immer im Einsatz sein muss, da versucht man hier künstlich zum „Falscher Typ am falschen Ort zur falschen Zeit“-Konzept zurückzugehen, was durch gewollte Beteuerungen Johns, dass er ja nur Urlaub mache und gar keine Lust auf die ganze Scheiße habe, unterstrichen werden soll. Ähnlich auf out of character ist Johns rücksichtsloses Verhalten: Schon immer improvisierte John und entwendete ein Auto falls nötig, doch hier verhält er sich stellenweise regelrecht asozial. Das Auto wird nicht nur entwendet, sondern der Fahrer grundlos niedergeschlagen (der ist berechtigterweise erzürnt, wenn John ihm vor die Karre rennt), bei einer Verfolgungsjagd rast John über zig Autodächer als würden keine Menschen in den Karren sitzen.

Besagte Verfolgungsjagd, die erste Actionsequenz des Films, ist auch sein klares Highlight: Massig handgemachte Blechschäden und Autostunts sorgen für Begeisterung, ausgiebig wird sich hier durch Moskau gejagt, auch wenn man nach der Logik besser nicht fragt, wenn ein Jeep ein schweres Panzerfahrzeug abdrängt. Mauer sehen die anderen drei Actionszenen aus: Bei einer Ballerei in einem Safe House rennen die Bösewichte McClane vors MG ohne dass dieser sich bewegen muss, die Actionsequenz im Ballsaal mit anschließender Rutschpartie macht immerhin was her und hat hohen Munitionsverbrauch, ehe dann das Finale kommt. Hier erledigen John und Jack ein paar Fieslinge mit bloßen Händen und Schusswaffen, danach wird der Film allerdings zum reinen PC-Spiel, wenn gegen einen Kampfhubschrauber vorgegangen wird, wonach man die Jetszene aus „Stirb langsam 4.0“ gar nicht mehr so schlimm finden möchte.
John Moore drückt meist auf die Tube, doch zu erzählen hat er wenig. „Stirb langsam 5“ rast am teilnahmslosen Zuschauer vorbei und ist bar jeder Momente, die einen mit den Hauptfiguren fühlen lassen: Der Vater-Sohn-Konflikt taugt für ein paar unmotivierte Streitereien und eine genauso unmotivierte Versöhnung, ebenso egal sind die durch und durch blassen Bösewichte, die nie so wirklich bedrohlich wirken – Alrik sogar unfreiwillig komisch, wenn er von seiner Wunschkarriere als Tänzer erzählt.

Damit geht dem Film mehr oder wenig alles ab, was einen „Die Hard“-Film auszeichnet – selbst „Stirb langsam 4.0“ hatte in der PG-13-Fassung mehr Originalflair. Hier darf zwar von „motherfuckers“/“Schweinebacken“ gesprochen werden, aber nicht mit dem Wahlspruch „Yippi-ka-yeh, motherfucker!“/“Yippi-ay-eh, Schweinebacke!“. Da mag der Score von Marco Beltrami noch so oft den Soundtrack des originalen „Stirb langsam“ aufgreifen, das täuscht nicht darüber hinweg, dass dies ein x-beliebiger Actionfilm ist und noch nicht einmal ein besonders guter. Denn wenn Vater und Sohn mal eben so nach Tschernobyl rein rennen, ohne Schutzkleidung, während die Bösewichte alle welche tragen und die Strahlen mit einem Gimmick vom Drehbuchgott neutralisieren (was die McClanes aber gar nicht wissen), dann ist das nur einer von saudummen Logikfehlern, die nicht mehr im verzeihbaren Bereich liegen.
Bruce Willis in seiner Paraderolle ist natürlich irgendwie cool, hat den McClane aber schon überzeugender und elanvoller gegeben, denn über die Inkonsistenzen in seinem Charakter (im Vergleich zu den Vorgängern) kann er nicht hinweg spielen. Jai Courtney als Sohn ist eher blass, der Cameo von Mary Elizabeth Winstead ganz gut gelungen. Sebastian Koch überzeugt von den Nebendarstellern noch am meisten, aber bei so uncharismatischen Pappkameraden wie Radivoje Bukvic und dem Ex-Model Yuliya Snigir ist das auch keine Kunst. Ganz besonders verschenkt: Cole Hauser als CIA-Kollege Jacks, der nach einer Szene schon wieder abtreten darf. Ähnlich geht es „Prison Break“-Star Amaury Nolasco, der einen besseren Cameo-Auftritt absolviert.

Bruce Willis, die starke Autojagd und die okaye Actionsequenz im Ballsaal sorgen für helle Momente in „Stirb langsam 5“, aber das täuscht kaum darüber hinweg, dass der Film eine Megaenttäuschung ist – und das nicht nur, weil er mit den Vorgängern kaum noch etwas gemein hat. Er baut keine Spannung auf, die Actionszenen sind kurz und am Ende CGI-überlastet, die Oneliner sind gewollt und vernünftige Figuren sehen leider auch anders aus. Ein unrühmliches Sequel.

Knappe :liquid4:
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Beitrag von Cinefreak » 14.02.2013, 10:49

oha....so ne üble Bewertung??? :(

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Beitrag von SchizoPhlegmaticMarmot » 14.02.2013, 13:26

McClane Du machst mir Angst :D Glaube die Meinungen dazu sind recht zwiespältig...Gut den 4ten Teil fand ich eigentlich rech uninteressant,aber auf teil 5 freute ich mich eigentlich seit langem...Hoffe ich sehe ihn bald und kann mir meine eigene Meinung dazu bilden ....
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Beitrag von SFI » 14.02.2013, 14:49

Naja Teil 4 habe ich ja nur 4/10 gegeben, von daher erwarte ich hier nix. :lol:
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Beitrag von kami » 14.02.2013, 14:53

SFI hat geschrieben:Naja Teil 4 habe ich ja nur 4/10 gegeben
What?! :shock:

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Beitrag von SFI » 14.02.2013, 18:43

Da war ich nach dem Kino richtig wütend, so eine Grütze. Hauptsächlich lag das aber an der Lumpenlusche.
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Beitrag von Sir Jay » 14.02.2013, 22:38

Ich schließe mich freeman an. Ich fands kurzweilig und unterhaltsam, aber madig hat mir das grausige Drehbuch das Gesamterlebnis schon gemacht.
Ich war echt überrascht in den Opening Credits den Namen "Skip Woods" zu lesen, den ich sofort mit "Thursday" assoziere (einer meiner Lieblingsfilme) und der steht ja nicht gerade für schlechtes Scripting.

Aber was wurde mir hier vorgesetzt? Eine ganz schlecht erzwungene Verfolgungsjagd, ein nervig geschriebener Sohn (mit der obligatorischen "unbemerkt den Vater bei einer spontanen Selbstreflextion belauschen"-Szene) und hirnrisse Selbstrettungsaktion, bei denen eindeutig mehr Glück als Verstand dabei war.

Ich stimme Nils-McClane zu, dass John-McClane ein echter Assi im Film ist und Collateral Schaden verursacht, dass einem unwohl beim Zuschauen wird.
Bleiben nur die wirklich schick inszenierten Actionszenen und das flotte Tempo, dass mich einigermaßen gleichgültig aus dem Kino gehen lässt.
:liquid6:
Und ich freue mich auf jeden Fall auf den sechsten Teil, wo John McClane zum Radioactive Man wird... :lol:

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Beitrag von Joker6686 » 14.02.2013, 23:17

Vielen Dank für die ausführlichen Kritiken von euch :)

Klingt fast so als könnte man dem im Kino ( auch wenn es ein paar Bombastszenen gibt ) links liegen lassen. Schade eigentlich, denn das R Rating und die ersten Trailer haben Lust auf Mehr gemacht, scheint ja doch deutlich weniger unterhaltsam und ausgearbeitet zu sein, als im Vorfeld erwartet.

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Beitrag von freeman » 15.02.2013, 08:24

Also das R kam garantiert nur wegen dem Finisher und vielleicht einem Fuck zuviel zustande (zu hören gibts im Deutschen zumindest keines, aber im Original tönt freilich EINMAL Motherfucker). Es gibt ansonsten eigentlich - wie bei Max Payne - kaum Blut oder so zu sehen (außer Bruce schwitzt gerade wieder welches aus :lol: ) ... allgemein ist der Bodycount in den Shootouts recht niedrig. Wirklich "erwischen" tuts Unmengen von Menschen "nur" bei den Explosionen.

In diesem Sinne:
freeman, mal für die Blutbastel die Fakten auf den Tisch bringend ;-)

PS.: @ McClane und Sir Jay: Was habt ihr euch so wegen den Strahlen? 1. hatten beide Lederjacken an :lol: und zweitens können Bruce keine Haare mehr ausfallen. Alles im Lot also!
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Beitrag von freeman » 15.02.2013, 08:37

PS.: Falls ihr es noch nicht bemerkt habt, Actionfreunde.de steht diese Woche voll im Zeichen von McClane und es wird bis Anfang nächster Woche weitergehen! Also schaut doch mal vorbei!

Ganz aktuell:
Gewinnspiel zu Stirb Langsam 5

In diesem Sinne:
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Beitrag von Joker6686 » 15.02.2013, 22:33

freeman hat geschrieben:Also das R kam garantiert nur wegen dem Finisher und vielleicht einem Fuck zuviel zustande (zu hören gibts im Deutschen zumindest keines, aber im Original tönt freilich EINMAL Motherfucker). Es gibt ansonsten eigentlich - wie bei Max Payne - kaum Blut oder so zu sehen (außer Bruce schwitzt gerade wieder welches aus :lol: ) ... allgemein ist der Bodycount in den Shootouts recht niedrig. Wirklich "erwischen" tuts Unmengen von Menschen "nur" bei den Explosionen.

In diesem Sinne:
freeman, mal für die Blutbastel die Fakten auf den Tisch bringend ;-)

PS.: @ McClane und Sir Jay: Was habt ihr euch so wegen den Strahlen? 1. hatten beide Lederjacken an :lol: und zweitens können Bruce keine Haare mehr ausfallen. Alles im Lot also!
Ggf. wird es ja dann ähnlich wie bei Max Payne dann wieder eingefärbte CGI Blutwolken für den Heimkino Markt geben.

Wobei ich ganz ehrlich sagen muss, Die Hard 4.0 hat auch in der PG 13 Fassung im Endeffekt gut unterhalten. Aber wenn man schon nen R-Rating anstrebt, dann kann man auch ruhig aus den vollen Schöpfen. Muss ja nicht gleich ein Gore Gewitter geben, für Die Hard ja sowieso untypisch, aber ein paar old schoolige explodierende Blutbeutel wären schon drin gewesen.

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Beitrag von Taran-tino » 16.02.2013, 10:45

Da hat man ja immer mehr Lust nicht rein zu gehen. Eigentlich war gestern angedacht, nun auf Montag verschoben. Freude stellt sich aber leider nicht mehr ein. :(

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Beitrag von SFI » 16.02.2013, 15:59

Werde definitiv passen!
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Beitrag von Vince » 16.02.2013, 16:28

Machen wir uns nichts vor - die fetten Zeiten dieser Reihe sind längst vorbei. Dass allerdings erst jetzt das große Erwachen kommt und nicht schon vor sechs Jahren, als bereits Len Wiseman jegliches Flair herausgequetscht hatte, befremdet mich ein wenig. Was John Moore mit John McClane macht - und nach Katastrophen wie "Das Omen" und "Max Payne" lässt ihn das immer noch nicht besser dastehen - ist kaum nennenswert besser oder schlechter als der Vorgänger, wenn überhaupt, dann immerhin ehrlicher. Wer nur mal einen Blick auf die reine Laufzeit wirft, bemerkt schon, dass Moore immerhin mit offenen Karten spielt, indes Wiseman einen Alibi-Plot um einen alten Haudegen in einer Neo-Tech-Welt umsetzte. Moore wirft McClane in einen abgeriegelten Mikrokosmos ohne Peripherie; unbeteiligte Menschenmassen und die Bebilderung einer über ihnen schwebenden Gefahr bleiben aus, prügeln dürfen sich Vater und Sohn mit den Gegnern weitestgehend abseits von allem.
Für einen "Stirb Langsam" ist das die denkbar schlechteste Entscheidung, aber wie konnte man hier auch mehr erwarten. Immerhin wird in punkto Action mörderisch auf die Kacke gehauen, und ist man dazu in der Lage, diesen Film als namenloses Bruce-Willis-Actionvehikel zu begreifen - was schon angesichts der immergleichen Kahlheit auf dem Schädel nicht so schwer fallen sollte - kann man eine Menge Spaß haben, denn in dieser Kategorie immerhin wird Wiseman unbedingt geschlagen, alleine schon durch die Bay-eske Straßenkarambolage.
Die Vater-Sohn-Konstruktion zündet nicht? Justin Long jedenfalls hat auch nicht mehr entgegenzusetzen gehabt, wenn, dann muss man hier mit Samuel Jackson argumentieren. Jai Courtney per se schlägt sich immerhin solide, denn nachdem er anfänglich im humorlosen Jack-Reacher-Modus steckenzubleiben scheint, taut er immer weiter auf. Leider kann er nichts dagegen tun, dass die Dialogschreiber den uralten Konflikt zwischen einem Mann und seinem Erzeuger aufgesetzt erscheinen lassen (ein sofortiges Verständnis der McClane-Männer, gerne auch in Abgrenzung gegen die biestigen McClane-Frauen, hätte organischer gewirkt).
Sebastian Koch war blass? Was war dann Timothy Olyphant? Wiederum lässt sich nur mit Alan Rickman, Jeremy Irons und mit Abstrichen William Sadler argumentieren.
So bleibt im Tenor festzuhalten, dass "Ein guter Tag zum Sterben" in der Tat ein ordentlicher Actionfilm und ein schwacher "Stirb Langsam" ist, nur ist diese Erkenntnis leider keine neue. Die Reihe war 1995 endgültig abgeschlossen und alles, was danach kam und vielleicht noch kommen mag, werden Anhängsel sein.
:liquid5: ,5

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Beitrag von McClane » 17.02.2013, 00:41

Vince hat geschrieben:Machen wir uns nichts vor - die fetten Zeiten dieser Reihe sind längst vorbei. Dass allerdings erst jetzt das große Erwachen kommt und nicht schon vor sechs Jahren, als bereits Len Wiseman jegliches Flair herausgequetscht hatte, befremdet mich ein wenig. Was John Moore mit John McClane macht - und nach Katastrophen wie "Das Omen" und "Max Payne" lässt ihn das immer noch nicht besser dastehen - ist kaum nennenswert besser oder schlechter als der Vorgänger, wenn überhaupt, dann immerhin ehrlicher.
Ganz ehrlich: Ich kann nicht verstehen, wie man die eklatanten Qualitätsunterschiede zwischen 4 und 5 nicht sehen kann. Jaja, die Autojagd ist echt fett, ansonsten ist da aber nix von Wert. Olyphant war ne coole Sau, Koch ist ebenfalls gut, hat aber das Problem, dass er lange Zeit nicht als Bad Guy enthüllt wird und bis kurz vor Schluss murmelnd mitstolpert. Statt Actionikone Maggie Q gibt es eine unbekannte Model-Trulla ohne viel Ausstrahlung, der lange Zeit als Hauptbösewicht auftretende Alrik hat die unfreiwillig komische Tänzerszene, die kein Pendant in der 4 hat.
Actionmäßig hat die 4 unterm Strich auch mehr zu bieten: Die Jetszene ist nicht schön, aber harmlos gegen das Animationsfilmfinale der 5, die Ballerei zu Beginn der vier rockt amtlich, während die 5 sonst noch die recht gute, aber keine Begeisterungsstürme hervorrufende Ballsaalszene hat und die Safe House Ballerei, bei der Willis sich weniger bewegt als Schwarzenegger in "Commando", einfach das MG auf einen Türrahmen richtet, in den die Fieslinge reinrennen wie die Metallenten in der Schießbude auf der Kirmes. Und darstellerisch hauen Long und Winstead den blaßen Jai Courtney einfach weg, der mit der Nummer als Henchman in "Jack Reacher" funktionierte, aber nicht hier als zweite Hauptfigur.
Und noch dazu hat die 4 die Intelligenz nicht beleidigt, so wie die fünf es tut: Wenn die Helden ohne Schutzkleidung nach Tschernobyl reinrennen, obwohl sie kurz vorher sehen, dass die Baddies dort welche tragen, wenn John fünfzig Mal betont, dass er ja im Urlaub sei, obwohl er es de facto nicht ist (er will ja Sohnemann zurückholen), wenn die Explosion im Gerichtssaal alles wegblastert, Courtney und Koch aber einfach so wieder aufstehen (im Gegensatz zu Personen, die viel weiter von der Explosion weg waren) und und und, dann muss man nicht nur sein Gehirn an der Kinokasse abgeben, sondern sich gleich zweimal lobotomieren lassen und sicherheitshalber noch jedes Buch verbrennen, was man jemals auch nur angefasst hat.
Mal ganz abgesehen davon, dass die 4 die McClane-Figur weiterentwickelt, die 5 auf all diese Ansätze scheißt.
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Beitrag von Vince » 17.02.2013, 08:08

Tja, da scheiden sich wohl die Geister. Mir hat der Storyansatz in der 4 überhaupt nicht gefallen und deswegen fühlte ich mich wohl irgendwie erleichtert, dass der fünfte es mit einer Story dann nicht so genau nimmt und man das Ganze wenigstens als hirnlosen Kawumms konsumieren kann. Das macht es dann wohl auch aus, dass ich mit der Weiterentwicklung McClanes nicht wirklich was anfangen konnte (und wieso eigentlich überhaupt Weiterentwicklung bei einem Archetypen wie diesem?) Was an den Ballereien des Vierten so viel besser sein soll, erschließt sich mir nicht; hab den sicher viermal gesehen und so richtig einbrennen will sich irgendwie nur der Heli, der mit einem Auto abgeschossen wird. Der Rest (und ganz besonders die erste Actionsequenz) war reines Trendkino, zum gleichen Zeitpunkt kamen etliche andere Filme heraus, die sich eines ähnlichen Stils bedienten.
Ist für mich also nicht nachvollziehbar, wie man auf so eine qualitative Differenz zwischen Teil 4 und 5 kommen kann; wenn man konsequent sein will, muss man Wisemans Film ähnlich stark abstrafen.

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Beitrag von Sir Jay » 17.02.2013, 11:30

ich kann mich gerade auch kaum noch an irgend etwas aus dem 4. erinnern (nur einmal gesehen), habe ihn aber auch in besserer Erinnerung, als den frisch geguckten Fünften.

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Beitrag von Cinefreak » 17.02.2013, 20:03

Stirb langsam 5 - Ein guter Tag zum Sterben

ich wünschte, ich könnte euch widersprechen, aber das ist wohl mit Abstand der enttäuschendste Teil der Reihe - und er ist eigentlich noch weniger DIE HARD als CASINO ROYALE ein echter Bond, und das will was heißen!

Ich war damals schon skeptisch, als ich hörte, die Story soll in Russland spielen. Und genau das, was ich befürchtete, bestätigte sich jetzt auch: Es gibt im Vergleich zu den Vorgängerfilmen kein greifbares Bedrohungsszenario, Jack McClane ist so unsympathisch, dass man sich gelegentlich fragt, warum John sich für ihn überhaupt den Arsch aufreißt...merkwürdig auch die wenigen Szenen mit Mary E. Winstead, die sich darauf beschränken, dass sie ihren Vater zum Bahnhof bringt, ihn darum bittet, kein Chaos anzurichten und ihren eher missratenen Bruder in die Arme zu schließen...

Und was das DIE HARD-Feeling angeht, hat mir irgendwie völlig gefehlt - im Gegenteil, die Oneliner haben keine Langzeitwirkung und sind genau wie das restliche Szenario extrem schnell vergessen.

Und die Verweise auf die alten Filme sind fast schon aufdringlich und wirken letztlich mehr wie eine herzlose Parodie als wie eine wirkliche Verbeugung vor dem Original, mit dem McTiernan einst Filmgeschichte schrieb.

Hinzu kommt, dass das Finale vor schlechten und überstylten CGI-Szenen - im Gegensatz zum Rest des Filmes - nur so strotzt und dass das der erste DIE HARD ist, bei dem ich mich zwischendurch fast ein wenig gelangweilt habe, weil er sich eigentlich nur, ohne besondere Szenen und wirklich guten Sarkasmus wie aus den alten Filmen bekannt, von einer Krawumm-Szene zur nächsten zu hangeln scheint.

Ich verstehe hier nur nicht, warum alle J. Moore kreuzigen wollen...die Actioninszenierung ist doch ok, die Autojagd rockt recht ordentlich, schade nur, dass alles was danach kommt, nicht mal annähernd mitstinken kann.

Überhaupt, der Film hat eigentlich nur eine handvoll enorm gigantische Actionszenen zu bieten...und genau das ist fast zuviel des Guten...es wird nur noch mit Großkalibern geballert, bis der Arzt kommt...wo sind die Zeiten, wo McClane noch mit einer normalen Waffe gefeuert hat...?!


Lange Rede kurzer Sinn...als Actionfilm ganz passabel, aber definitiv kein würdiger Jubiläumsfilm zu 25 Jahren STIRB LANGSAM. DIE HARD als Politthriller in einem fremden Lande funktioniert einfach nicht...Und was der Drehbuchschreiber genommen hat, möchte ich besser nicht wissen...strahlendes Uran mit ner Substanz besprühen und sie dann ungefährlich machen...wie dämlich sind die Wissenschaftler eigentlich, dass die das nicht schon längst in Wirklichkeit beim Tschernobyl-Reaktor angewandt haben??!

:lol:


:liquid6: so etwa - hätte nicht gedacht, dass ich mal so schlecht einen DIE HARD bewerte...

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Beitrag von StS » 17.02.2013, 22:07

Auch hier einfach mal (bzw. schonmal) der Trailer für "Die Hard 12": :wink:
http://www.youtube.com/watch?feature=pl ... gSCp__lU-I
Ist auf jeden Fall "old school". 8-)

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