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Zwei Supertypen in Miami (Serie)

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John Woo
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Anmeldungsdatum: 22.11.2005
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BeitragVerfasst am: 21.01.2006, 00:12    Titel: Zwei Supertypen in Miami (Serie) Zitieren

Zwei Supertypen in Miami



Originaltitel: Extralarge
Herstellungsland: USA / Italien / Deutschland
Erscheinungsjahr: 1990-1993
Regie: Enzo Castellari (1. Staffel) und Alessandro Capone (2. Staffel)
Darsteller: Bud Spencer, Philip Michael Thomas (1. Staffel), Michael Winslow (2. Staffel), Lou Bedford u.a.

Kurze Einführung:
Jack Costello (Bud Spencer), Privatdetektiv in Miami, der auch gute Kontakte zur dortigen Polizei pflegt, und sein Assistens Dumas (Philip Michael Thomas bzw. Michael Winslow -> Wechsel ab der zweiten Staffel) mischen die Unterwelt Miamis, häufig die Drogenszenen, schlag-kräftig auf.
TV-Actionserie.

Hier kurz der Überblick aller Folgen:

1. Staffel:

1) Die Schöne mit dem Tick (Black And White)
2) Die Formel des Todes (Moving Target)
3) Der Kindermörder (Miami Killer)
4) Der Kleine mit der großen Klappe (Jo-Jo)
5) Tödliches Spiel (Cannonball)
6) Extralarge gegen Tod und Teufel (Black Magic)

2. Staffel:

7) Der Herr der Sonne (Lord of the Sun)
8) Die Rache des Gonzales (Gonzales' Revenge)
9) Heiße Diamanten (Diamonds)
10) Der Schatten des Ninja (Ninja Shadow)
11) Geheimoperation Condor (Condor Mission)
12) Extralarge und die Indianer (Indians)


Inhaltsangaben und Reviews:

Die Schöne mit dem kleinen Tick

Auf einer Dinnerparty des US-Senators Pillinger (Friedrich von Thun) stiehlt die attraktive Diebin Wendy (Lela Rochon) einen geheimen Mikrofilm, den Pillinger für illegale Zwecke einsetzen wollte. Darauf setzt er Killer auf sie an, und diese landet in Jack Costellos Detektivbüro. Zusammen mit seinem neuen Partner Willy Dumas (den er anfangs lieber wieder auf die Strasse gesetzt hätte) möbelt er die Burschen mit schlagkräftigen Argumenten kräftig auf.

Der erste Teil dieser zwölfteiligen Reihe will vor allem eines: Witzig unterhalten. Das Resultat spaltet sich etwas. Sind einige Gags wirklich witzig (was vor allem Bud Spencer, der den vom Partner genervten Brummbär besonders gut abgibt), andere auf ziemlich tiefen Niveau. Besonders Philip Michael Thomas spielt teilweise übertrieben und erinnert an einen wie Jim Carrey und kann dabei manchmal ziemlich nerven. Die schlechteste Figurenzeichnung in dieser Folge ist allerdings die des Bösewichtes: Klischeeüberladen, langweilig. Friedrich von Thun ist völlig unterfordert.
Was dann allerdings sehr überzeugt ist die tolle, überraschend abwechslungsreiche Musikuntermahlung. Die Titelmelodie ist eigentlich noch das einzige, was nicht so gelungen ist. Ansonsten wurde hier wirklich ganze Arbeit geleistet.
Action gibts hier in einigen Variationen, manches ist nett, anderes überzeugt hier dann doch nicht so ganz.
Prügeleien -wie von Bud Spencer gewohnt- gibts natürlich auch, nur sind diese (wohl aufgrund seines schon ziemlich fortgeschrittenen Alters) in relativ kleiner Menge vorhanden.
Im Showdown gibts dann auch noch eine Schiesserei, die kameratechnisch zwar gut inszeniert wurde, aber harmlos (weil unblutig) rüberkommt.
Desweiteren gibts ne Autoverfolgungsjagd dem Strand entlang. Diese ist allerdings ziemlich Höhepunktlos, bis zu dem Zeitpunkt, wo unser Buddy während der Fahrt (!!) hinten auf die Plane des Autos klettert und von dort aus auf die bösen Verfolger schiesst. Schuss - Treffer, das Auto wirbelt durch die Luft. Und weils so schön ist darf Buddy gleichzeitig vom Auto runterfallen, damit der Stuntmen nochmal was seine Brötchen verdient. Total übertriebene Szene, aber cool siehts trotzdem aus.
Die erste Folge ist insgesamt somit zwar unterhaltsam, aber wegen sehr schwankendem Humor und fragwürdigen Actionzenen trotzdem gleich eine der schlechteren.
3 von 10


Die Formel des Todes

Jack und Dumas werden als Leibweichter für einen Wissenschaftler engagiert. Dieser hat eine Formel für ein tödliches Nervengas entwickelt. Leider geht das Ganze in die Hose und der Wissenschaftler wird bei einem Attentat erschossen und stirbt noch vor Jacks' Augen. Dieser konnte ihm allerdings in letzter Sekunde unbemerkt die tödliche Formel zustecken. Von nun gibts keine ruhige Minute mehr, denn jetzt sind die Terroristen hinter den beiden Ermittlern her.

Eigentlich ne Story die wohl schon 100 mal dagewesen ist, aber dennoch immer wieder nett anzusehen ist. War der Vorgänger in dieser Serie noch ziemlich auf Humor ausgelegt, so ist hier davon fast gar nichts mehr zu spüren. Der Film setzt von Anfang an auf ziemlich gutes Tempo und Spannung. Action gibts einiges mehr. Die Prügeleien sind allerdings nicht mehr wirklich Prügeleien, sondern echte Kämpfe, die -besonders für einen Spencer Fan- ziemlich hart rüberkommen. Auch wenn Spencer erschreckend oft einstecken muss, kann er aber immer noch punkten wenns um "Austeilen" seiner kreisenden Faust geht. Auch wenn wieder mit Doubles gearbeitet wurde, immerhin die Szenen wo er austeilt sind immer noch mit unserm Buddy gemacht worden.
Sonst wirkt die Action dennoch ziemlich einfach gehalten - Trashfans sollten eigentlich ihre helle Freude daran haben, denn man sieht dem Film durchaus an, dass nicht gerade Millionen Budget zur Verfügung standen.
Leider gibts auch hier peinlich unkomische Momente. Philip Michael Thomas als verkleidete Frau ist einfach nicht auszuhalten. Zum Glück kommt das sofort am Anfang, dann hat mans hinter sich.
Was hier nochmals verbessert wurde, ist die Musik, die zur Spannung wesentlich beiträgt.
Insgesamt eine Verbesserung zur ersten Folge aber immer noch knapp unter dem Durchschnitt.
4 von 10


Miami Killer

Alarmstufe Rot: Seit Wochen terrorisiert ein brutaler Killer die Stadt. Seine Opfer: Kleine Kinder. Zusammen mit der Polizei heftet sich Costello an seine Fersen. Auf der Verdachtsliste gibt es viele Namen - doch wer davon ist tatsächlich der Killer?

Defintiv die düsterste und wohl spannendste Folge der Serie. Eigentlich ein normaler Krimi, aber die Atmosphäre ist teilweise sehr beklemmend, (nicht nur für Bud-Spencer-Verhältnisse) und einige Szenen geradezu nervenaufreibend. Die Auflösung ist meiner Meinung zwar nach alles andere als logisch und wirft Fragezeichen auf, aber selten hat mich ein Krimi derart aufgewühlt wie dieser hier. Auf jeden Fall ist das hier nichts für Spencer-Fans, die Prügeleien en masse geboten haben wollen (gabs ja auch in den Vorgängern schon ziemlich wenige). Spencer teilt im ganzen Film vielleicht zwei, drei -mal aus, und das an Stellen wo es andere wohl sofort auch tun würden.
Trotz allem wirkt die Inszenierung auch hier sehr einfach und wieder sieht es nach Trash aus. Aber immerhin: Trash mit ordentlich Thrill.
Summa summarum eine interessante Folge, die von ihrer Machart her in der Serie so ziemlich alleine dasteht, von einer Ausnahme abgesehen. Davon hätt ich gern noch mehr gesehen, vor allem mit besserer Auflösung.
5 von 10


Der Kleine mit der grossen Klappe

Der ehemalige Boxer Burt (Andrew Stevens), auf der Flucht vor skrupellosen Drogenhändlern, bitte Jack Costello um Schutz für ihn und seinen Sohn. Später ist Burt allerdings vom Erdboden verschluckt und Costello und Dumas kümmern sich um dessen Sohn. Leider versagen die beiden und der Sohn wird kurzerhand entführt. Die Drogenhändler (u.a. Lou Ferrignomöchten ihn als Druckmittel gegen seinen Vater einsetzen. Doch Costello und Dumas schlagen zurück...

Von der Story her eindeutig untere Schublade, präsentiert sich hier nach einem Thriller-ähnlichen Vorgänger wieder eine typische Actionkomödie, die wiedermal alle Klischees, die dazugehören, auffährt. Diesmal ist die Action allerdings westentlich besser ausgefallen als in den Vorgängern. Neben Prügeleien, die diesmal etwas häufiger als üblich anzutreffen sind gibts Schiessereien, die, teilweise mit Einsatz von Zeitlupe, durchaus nett anzusehen sind. Verfolgsungsjagden gehören natürlich auch dazu und diesmal gibts sogar zwei davon. Die erste, zu Land mit herkömmlichen Autos überzeugt mit einigen überraschenden Stunts und Explosionen. Einzig die Innenaufnahmen aus den Autos sind teilweise total in die Hose. Die Kamera wackelt manchmal doch unerträglich stark und man sieht mehr vom Amateurenbrett als von der Strasse - dem Kameramann scheints selber schlecht geworden zu sein. Vielleicht ist er auch eingeschlafen, anders lasse ich mir so was nicht erklären.
Die zweite Verfolgungsjagd per Boot ist eigentlich viel zu lange, weil sie wenig Höhepunkte biete und alles stets etwa gleich abläuft.
Wiedermal ist die Musik klasse, und für den Filmfan gibts dann auch noch einige ironische Seitenhiebe, wobei sich die Hauptdarsteller teilweise gleich selbst vorzüglich parodieren.
Der Humor ist wieder mal zwiespältig. Nerven einige Charaktere -darunter Dumas- doch auffällig stark, sind andere Szenen durchaus witzig und unterhalten vorzüglich.
Fazit: Würde der Humor nicht so oft ins übertriebene und peinliche abdriften, wären mehr Punkte möglich gewesen, zumal hier wenigstens die Action stimmt.
3 von 10


Tödliches Spiel

Ein bekannter Quaterback der Miami Lions wird in einem Hotel ermordet aufgefunden. Den vorliegenden Beweisen nach zu urteilen scheint der scheinbar drogensüchtige Sportler von Dealern ermordet worden zu sein. Da seine Mutter nicht an diese Drogengeschichten glaubt, bittet diese Jack Costello, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Schon bald heftet er sich an einen bekannten Millionär, dessen widersprüchliche und abweisende Aussagen dem Detektiv ein Dorn im Auge sind.

Der fünfte Teil der Reihe riecht nach typischem Krimi. Richtig gerochen! Waren die Ermittlungen in den Vorgängern (ausser Miami Killer) mehr Mittel zum Zweck, entwickelt sich unser Brummbär hier beinahe zu einem zweiten Columbo. Auch Philip Michael Thomas agiert endlich mal wieder einigermassen erträglich und zeigt, dass er doch noch mehr kann als nur rumblödeln.
Hier kommt zu keiner Zeit die Spannung oder das Tempo anderer Folgen auf, aber Krimi-Fans können hier ungeniert mal einen Blick reinwerfen. Aber ein bisschen Action gibts dann auch noch: Buddys Auto (falls man dieses Schlachtschiff eines Cadillacs überhaupt Auto nennen kann) wird fachgerecht in die Luft geflogen, und am Ende gibts dann auch noch eine zwar unlogische, aber überraschend gut und flüssig inszenierte Schiesserei wo kräftig Munition verpulvert werden darf. Auch hier gibt es wieder kurze Zeitlupenszenen, die durchaus passend eingefügt wurden.
Insgesamt einer der Teile der Serie, der unterhält, aber irgendwie aus der Masse der 12 Folgen kaum herausragt. Weder positiv noch negativ. Deshalb Durchschitt.
3 von 10


Gegen Tod und Teufel

Diesmal wird Costello mit einem Haufen Voodoo-Zauber konfrontiert. Wahnvorstellungen und fürchterliche Schmerzen treiben eine junge Frau in einen grausamen Selbstmord. Zunächst wird deren Freund als Hauptverdächtiger in Haft genommen, in Verdacht auf Mord. Doch die beiden Ermittler sind misstrauisch und begegen sich auf eine andere Spur. Schon bald befinden sie sich zwischen Ritualen und Mythen einer brutalen Schlangensekte, die als vergessen galt.

Von der ersten Staffel definitiv die interessanteste Folge, die sich auch diejenigen mal angucken können, die mit der Reihe sonst nichts anfangen wollen. Die Spannung erinnert an "Miami Killer", das Drehbuch überzeugt und die Schauspieler sind bis in die Nebenrollen gut gewählt. Auch hier gibt es keinen Platz für Humor, alles ist sehr ernst und extrem düster gehalten. Die Inszenierung ist wieder mal Trash-artig, passt aber ausgezeichnet zu dieser Folge.
Empfehlenswerte, aber auch gewöhnungsbedürftige Folge mit dem gewissen etwas, was anderen Folgen fehlt.
5 von 10

Durschnitt der Folgen der ersten Staffel: 3.83


Screenshots:






Zuletzt bearbeitet von John Woo am 21.10.2007, 21:42, insgesamt 3-mal bearbeitet
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John Woo
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BeitragVerfasst am: 05.08.2006, 20:01    Titel: Zitieren

Staffel 2 Regie: Alessandro Capone


Der Herr der Sonne
Der Start in die zweite Staffel, die 1993, also zwei Jahre später als die erste Staffel rauskam, bedeutete gleich einen zweifachen Staffelwechsel. Philip Michael Thomas (Miami Vice) verlässt die Serie (im Film wird davon gesprochen dass "Dumas", so sein Rollenname, sich nun "in Paris wichtig macht") und macht Platz für Michael Winslow (Police Academy), der ein Sohn eines verstorbenen Freundes von "Extralarge" Jack Costello (Bud Spencer) spielt und sogleich als Partner einsteigen darf. Passenderweise wird er von Extralarge auch "Dumas" genannt. Mit den Augen rollen.
Der zweite Wechsel betrifft den Regisseur. Enzo G. Castellari (Leg ihn um, Diango) macht auf dem Regiestuhl Platz für Alessandro Capone (Primetime Murder). Die Stilmittel der beiden Regisseure sind recht gut auseinanderzuhalten. So benutzte Castellari gerne mal Zeitlupeneinstellungen, bei Capone ist so was seltener zu sehen. Beide begingen aber den selben Fehler, und zwar Bud Spencer in allen erdenklichen Szenen doubeln zu lassen. Das ist aber auch auf die Drehbücher zurückzuführen, die Spencer, der da ja nun wirklich nicht mehr der jüngste war, übertriebene Stunt-Szenen ins Drehbuch schrieben. In der zweiten Staffel hat man zumindest teilweise versucht, aus diesen Fehlern zu lernen, aber immer noch kann man sehr oft ein Double ausmachen.
Auch neu ist übrigens die Einleitung mit neuen Bildern und Musik, welche von Harold Faltermeyer, der u.a. für die grandiose Musik aus Beverly Hills Cop verantwortlich ist, gemacht wurde.

Im vorliegenden ersten Fall der zweiten Staffel, geht es um einen chinesischen Wissenschaftler Fu, der eine neue unerschöpfliche Energiequelle entdeckt hat. Um seine Entdeckung vor Terroristen zu schützen, wird er von Unbekannten entführt und durch einen Doppelgänger ersetzt, der schon kurz darauf bei einem Attentat ermordet wird. Die Nichte des Chinesen bittet Jack Costello, ihren Onkel wiederzufinden. Im Laufe der Ermittlungen schalten sich auch die CIA und die Terroristen in den Fall ein.

Die Story ist nicht gerade ein Ausbund an frischen Ideen, bietet aber wenigstens genug Platz für Action und Spannung. Während die erste Hälfte durchaus zu unterhalten vermag, fällt der Film spätestens in den letzten 20 Minuten in ein Langweile-Loch, aus dem er nicht mehr herauskommt. Die Auflösung ist vorhersehbar wie uninteressant, und mehr als langweiliges Geschwätz ist leider nicht auszumachen.
Davor allerdings punktet der Film mit einer lockeren Atmosphäre, netten Action-Einlagen (Auto-Verfolgungsjagd, Auto kracht im obersten Stoch eines Parkhauses durch die Aussenwand und fliegt runter, um danach in einem Feuerball aufzugehen).
Ebenfalls positiv ist Michael Winslow als Partner. Wesentlich lustiger und weniger nervig als sein Vorgänger. Ausserdem gibt er einige seiner lustigen Akustikspässe, die man schon aus den "Police Academy"-Filmen kennt, zum besten.
Bud Spencer spielt seinen Part gewohnt solide, die restlichen Darsteller sind allesamt zwar nicht schlecht, aber austauschbar.

Fazit: Wären die Action besser verteilt und die zweite Hälfte unterhaltsamer, hätte man die Folge vielleicht über den Durchschnitt heben können. So aber leider nur:
5 von 10


Die Rache des Gonzales
In dieser Folge gibt es ein Wiedersehen mit Erik Estrada aus der Folge "Tödliches Spiel", der aus dem Gefängnis ausbricht und sich an Jack Costello rächen will. Er heuert einen Handlanger an, der Jack Costello sehr ähnlich sieht und lässt von diesem einen hoch angesehenen Politiker ermorden. Kurze Zeit später landet Jack Costello im Gefängnis.

Zugegeben, ich fand die Story bei erstmaligem Anschauen durchaus gelungen. Nimmt man aber die rosa Brille ab sind deutliche Schwächen auszumachen.
Den Plot kann man kaum vorhersehbarer gestalten, der Gefängnisausbruch ist komplett an den Haaren vorbeigezogen. So was geht nun mal nicht so einfach. Die Story funktionert zwar als solches im Grundgerüst, doch die Klischees stapeln sich meterhoch. Dazu gibts reihenweise Darsteller, die enomers Over-Acting betreiben.
Diesmal ist die Action etwas besser verteilt und die Fights sind auch nicht übel (zum Beispiel der Fight von Jack gegen seinen Doppelgänger). Auch der Showdown ist diesmal durchaus als unterhaltsam zu bezeichnen.

Fazit: Bud Spencer und Michael Winslow spielen gewohnt solide, aber die vielen Klischees, die komplett vorhersehbare 08/15-Story und die schwachen weiteren Darsteller beweisen, dass man es nur mit einem von vielen herzlosen TV-Filmchen zu tun hat.
4 von 10


Heisse Diamanten
Der Diamantenschmuggler Edward Pestor will aus dem schmutzigen Geschäft mit der kolumbianischen Mafia aussteigen. Er sucht Hilfe bei Privatdetetiv Jack "Extralarge" Costello. Die Diamanten, die er als Lebensversicherung für sich und seine Tochter bei Seite gebrachthatte, werden jedoch bei einem Banküberfall gestohlen.

Im Gegensatz zu vielen übertrieben ernsten Filmchen aus der ersten Staffel, schaffen es die Verantwortlichen, die zweite Staffel meist mit etwas lockerer Atmosphäre zu gestalten (was ich durchaus begrüsse, sofern dann die Comedy-Seite auch funktioniert). Dies ist auch in dieser Folge mehr als deutlich bemerkbar. Schlussendlich haben wir hier nicht mehr als ein leichtes TV-Filmchen mit einer Mischung aus harmloser Action und einigen komödiantischen Einlagen. Dank der guten Chemie zwischen Bud Spencer und Michael Winslow, sowie einem witzig-tollpatschigen Gangster-Trio kann man, trotz einigen billigen Szenen, mit dem komödiantischen Teil durchaus zufrieden sein. Besonders witzig fand ich, dass Jack Costello und Dumas sich während der Ermittlungen verkrachen und Dumas sich ein eigenes Privatdetektiv-Studio aufmacht und dadurch natürlich eine Konkurrenz-Situation entsteht, was für einige nette Momente sorgt.
Die Story und deren Verlauf ist allerdings ziemlich Banane und nicht gerade realistisch. Und Bud Spencer lässt die Faust noch weniger kreisen als gewohnt, hat aber immerhin einige nette Sprüche auf Lager. In einer Nebenrolle ist übrigens der leider schon verstorbene Ulrich Mühe als Priester zu sehen.
Fazit: Stellenweise dummes und oberflächliches, aber weitgehendst unterhaltsames TV-Filmchen, für einen Sonntagnachmittag geeignet.
6 von 10


Der Schatten des Ninja
Angst und Panik in Miami: Ein Serienkiller in Form eines Ninjas geht um. Nach und nach werden die Mitglieder einer ehemaligen US-Eliteeinheit eliminiert. Privatdetektiv Jack Costello und sein Partner Dumas heften sich an seine Fersen und geraten in ein mörderisches Katz- und Mausspiel.

Der Anfang des Streifens ist einigermassen gelungen. Ein erstes Opfer kommt um, darf sich aber vorhin noch in einer düsteren Garage gegen den Ninja zur Wehr setzen. Ohne Erfolg.
Die Geschichte trieft leider wieder nur so vor Klischees und Zufällen, und leider fehlt es hier auch an Actioneinlagen. Da es hier um einen Ninja geht, könnte man gut choreographierte Fights erwarten, aber nada. Es gibt zwar einen Fight des Ninjas gegen einige Gegner in einem Dojo, doch das Anschauen dieser Szene ermüdet den Zuschauer. Lahme Choreografie und unfassbar peinliche Musik. Aber wir habens ja auch mit einem TV-Film zu tun. Trotzdem, so was könnte man auch unter diesem Umständen besser machen.
Die Darsteller sind alle schlecht bis gelangweilt, auch Bud Spencer hat kaum was zu tun. Einen (!) Faustschlag gibts, sonst fast gar nichts. Wenigstens Michael Winslow kann 1, 2 halbwegs amüsante Szenen aufbringen. In einer Nebenrolle ist immerhin der nicht ganz unbekannte Pat Morita zu sehen.
Der "Showdown" ist mindestens genauso unaufgeregt wie das Geschehen zuvor.
Fazit: Lahm und unoriginell, und damit ist dem Streifen fast noch geschmeichelt. Es gibt einfach nichts was das Sehen dieses absolut uninteressanten Machwerks rechtfertigt. Naja vielleicht Michael Winslow, aber der war auch schon wesentlich witziger.
2 von 10


Geheimoperation Condor
Die US-Regierung bietet Jack "Extralarge" Costello eine Million Doller, wenn er wieder als Undercoveragent arbeitet - gegen die kolumbianische Drogenmafia. Da Extralarge mit dem Drogenkartell aus einem früheren Einsatz noch eine Rechnung offen hat, sagt er zu. Gemeinsam mit seinem Team von damals macht Costello sich auf, dem Kartell ein letztes Mal den Krieg zu erklären.

Diese "Extralarge" -Folge hebt sich in so mancher Hinsicht von den anderen Fällen ab. Extralarge arbeitet nun mal nicht als Privatdetektiv sondern als Undercover-Agent mischt eine Drogenorganisation so richtig auf. Ausserdem spielt die Folge für einmal im kolumbianischen Dschungel in nicht in der Stadt Miami, was auch mal nette Abwechslung bietet.
Die Geschichte haut niemanden um, funktioniert aber insgesamt einigermassen.
Im Gegensatz zum Vorgänger darf Bud Spencer hier auch mal wieder seine Fäuste kreisen lassen. Vorwiegend wird aber von Schusswaffen Gebrauch gemacht und damit kommen wir auch zum grössten Pluspunkt dieser Folge: Der Action. Für einen gewiss mit sehr sehr niedrigem Budget ausgestatten TV-Film lässt es Alessandro Capone vor allem in Showdown ganz nett krachen. Zwar ist das alles ziemlich unblutig gehalten, doch darf in der finalen Bestürmung der Bösewichts-Festung so manches in die Luft fliegen, unter anderem müssen ein Hubschrauber und diverse andere Fahrzeuge dran glauben. Neben herkömmlichen Pistolen kommen auch Maschinenpistolen, Bazooka und Flammenwerfer zum Einsatz. Schon klar, dass das nie so gut aussieht wie in einem High-Budget Blockbuster, aber für einen TV-Film ist das ganze schon sehr nett und vor allem unterhaltsam. Zwar geht es erst im Showdown richtig zur Sache, aber langweilig wie in anderen Extralarge-Folgen wirds zum Glück nicht. Schade, dass in dieser Folge der Humor etwas zurückhaltender ist als gewohnt.
In Nebenrollen sind u.a. Klaus Peter Thiele und Sonny Landham, der 2002 für das Amt des Gouverneurs von Kentucky kandidierte, zu sehen.
Fazit: Durch die nette Story, dem passablen Sound und dem (für TV-Verhältnisse) krachigen Showdown ist "Geheimoperation Condor" eine der besseren Episoden der TV-Reihe geworden.
6 von 10


Extralarge und die Indianer
Der letzte Fall der 12-teiligen TV-Reihe: Ein alter Freund von Privatdetektiv Jack "Extralarge" Costello wird auf mysteriöse Weise ermordet. Der schlagkräftige Detektiv geht zusammen mit seinem Partner auf die Suche nach den Hintergründen. Er entdeckt, dass die Mafia mit Hilfe korrupter Politiker in einem Indianderreservat eine neue Glücksspiel-Metropole errichten will.

Die Geschichte dieses Falles erinnert etwas ein dem Konzept der "Columbo"-Reihe, denn der Mörder ist von Anfang an schon bekannt. So ist es interessant zu sehen, wie Costello dem Mörder auf die Schliche kommt. Grossartige Actionszenen sind in dieser Folge nicht mehr vorhanden, doch Spencer lässt noch ein paar Mal seine Faust kreisen, u.a. in einer Bar, was an frühere, bessere Zeiten des Hauptdarstellers erinnert. Denn in einigen Einstellungen wurde Spencer wieder gedoubelt. Dabei wäre so etwas gar nicht nötig gewesen. Trotzdem fühlt man sich recht symphatisch unterhalten, denn man hat das Gefühl, dass sich die Herren Drehbuchautoren diesmal mit etwas mehr Herz und Seele bei der Sache waren, zumindest gibts hier mehr Story als gewohnt, auch wenn alles in geregelten Bahnen abläuft und grossartige Überraschungen ausbleiben. Allerdings wirkt hier alles etwas "trauriger" und melancholischer, sodass man recht schnell merkt, dass hier offensichtlich die letzte Folge vorliegt.
Es gibt aber auch zig ungünstige Szenen, zum Beispiel massig belanglose Einstellungen wie Spencer mit seinem riesen Wagen vor irgendwelchen Gebäuden vorfährt, aussteigt, sich umschaut und reingeht. Einige Musikeinsätze wirken eigenartig abgehackt, was auf unnötig abrupte Szenenwechsel zurückzuführen ist. Schade, da mir die Musikuntermahlung ansonsten wie in der ganzen Serie recht gut gefiel.
Die Darsteller sind für einmal allesamt recht solide, da hab ich in der TV-Reihe schon wesentlich schlechteres gesehen.
Fazit: Durchschnittlich gelungener, einigermassen symphatischer Abschluss mit netter Story, aber auch zig belanglosen Sequenzen und mässiger Spannung. Alles in allem ein mässiger Abschluss einer mässiger Serie.
5 von 10

Durchschnitt der Folgen der zweiten Staffel: 4.66


Screenshots:



Bilder: wickedvision.com


Zuletzt bearbeitet von John Woo am 21.10.2007, 21:49, insgesamt einmal bearbeitet
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John Woo
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BeitragVerfasst am: 21.10.2007, 21:44    Titel: Zitieren

Die zweite Staffel ist nun auch online. Dazu kommt noch eine Durchschnittsberechung der Bewertungen jeder Staffel.
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BeitragVerfasst am: 21.10.2007, 22:17    Titel: Zitieren

Hä? die ist doch schon seit August 2006 online. Geschockt

Wie auch immer, habe iirc 1 oder 2 Folgen gesehen...deine Bewertungen decken sich weitgehend mit meinem Eindruck. Einzig für Bud Spencer Fans empfehlenswert
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John Woo
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BeitragVerfasst am: 21.10.2007, 22:20    Titel: Zitieren

Heute ging die zweite Staffel online, hatte bisher nur die erste gemacht. Winken

Der zweite Post war ein Platzhalter den ich August 06 mal gemacht hatte.
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BeitragVerfasst am: 22.10.2007, 12:59    Titel: Zitieren

Danke John, da haste dich ja wieder mächtig ins Zeug gelegt! Wenn wir jetzt selbst eine komplette Reviewreihe zur Zwei Supertypen in Miami-Serie haben, ist unsere Datenbank aber mal echt ne Bank von ner Datenbank! Winken
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BeitragVerfasst am: 22.10.2007, 16:36    Titel: Zitieren

John Woo hat folgendes geschrieben:
Heute ging die zweite Staffel online, hatte bisher nur die erste gemacht. Winken

Der zweite Post war ein Platzhalter den ich August 06 mal gemacht hatte.


lol... alles klar. Lachen War gestern wohl ein Bier zuviel. Winken
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