
Originaltitel: Counter Measures
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1999
Regie: Fred Olen Ray (als Ed Raymond)
Darsteller: Michael Dudikoff, James Horan, Wendy Schumacher, Scott Marlowe, Lada Boder, Robert Donavan, Rick Cramer u.a.
"Gehen sie untendrunter um sie herum, wir nehmen sie von hinten" ... Dies ist kein Dialogfetzen aus dem neuesten Vividpornofilm, sondern ein Dialogbonmot aus Crash Dive II. Und wer jetzt schon meint, das wäre blöd, dem sei noch folgender Kommentar eines Matrosen ans Herz gelegt: Einschlag in 3 ... 2 ... 0 Na ja, vielleicht hätte der mal im Zählfred unseres Forums vorbeigucken sollen? Egal, worum geht’s?
Jack Fuller und seine Mannen einer Spezialeinheit werden bei einem mehr als nur dilettantisch durchgeführten Einsatz (worum es dabei ging, erfährt man nie) zusammengeschossen. Dabei stirbt auch Jacks Bruder – uuuuh Drama. Und wo gestorben wird, muss auch für Nachwuchs gesorgt werden und so geht’s ziemlich schnell zu ner Pimperszene, bei der nen ordentliches Reh blank ziehen darf. Die Süße gehört zu ner Terroreinheit, die sich mittels ihres Begatters Zugriff auf die Odessa, ein hochmodernes russisches U-Boot mit einer Raketenabschusseinrichtung erhofft.
Und wirklich wird das Boot innerhalb von 2 Minuten übernommen. Eines der Besatzungsmitglieder kann noch ein Funksignal absetzen, dass aber durch die Amis fehlinterpretiert wird. Die Amis? Jau, Amis und Russen führen so eine Art Tag der offenen Luke durch, bei der man schon mal Besatzungsmitglieder untereinander tauscht. Einer der Terroristen (uns Hannes Jaenicke) ist bei der Bootsübernahme schwer verletzt wurden, wird aber dringend gebraucht. Also lassen die Terroristen, die jetzt freilich auch am Funk hocken, den von den Amis angebotenen Arzt aufs Boot. Und es ist ... tadaaaaa: Jack Fuller.
Dieser riecht selbstverfreilich schnell Lunte und macht sich auf, die Terroristen zu bekämpfen, immerhin hat das Boot eine Rakete namens Hellfire an Bord, dass wohl gleichnamiges entfesseln würde, würde man die Rakete zünden. ...
Schauspielerisch ist hier nichts zu holen, storytechnisch gleich gar nicht. Das lustige ist, dass dieser Film trotz gleichen Sujets und gleichem DEUTSCHEM Titel nichts mit Crash Dive zu tun hat. So heißt Dudikoff hier Jack und ist Mitglied einer Spezialeinheit, in Crash Dive war er noch U-Bootbauer und hieß Carter. Ein Blick auf den Originaltitel verrät dann, dass es sich bei dem Film um einen eigenständigen Film handeln soll ... die Betonung liegt auf soll ...
Was der Film mit seinem „Prequel“ gemein hat, ist der massive Einsatz von Stock Footage bei allen Außenaufnahmen und U-Bootactioneinlagen. Desweiteren ist die Story im Grunde genau die gleiche und auch die Action ist sehr ähnlich geraten. Alle paar Minuten trifft Dudikoff auf einen Bäddie und macht ihn kloppertechnisch alle. Langeweile kommt dabei ebenso wenig auf, wie echte Spannung. Leider wirkt die Action ab und an etwas dilettantisch inszeniert. Da sieht man zum Beispiel wie ein Kontrahent nur darauf wartet eine eingeschwenkt zu bekommen, ohne etwas dagegen zu tun. Er linst auch schon in die Richtung von wo der Schlag kommen soll. Hier wäre ein dynamischerer Schnitt angebracht gewesen.
Was wieder etwas lustig ist, ist das Interieur des U-Bootes, dass an seinen engsten Ecken weitläufig wie ne Turnhalle wirkt. Auch die Musik klingt 1:1 nach dem „Prequel“!
U-Bootactionklopper mit null Handlung, keinen Schauspielern und Null Logik, dafür viel Action bei der sich die Vielseitigkeit eines Korkenziehers mehr als einmal bewähren darf, ein Paar schönen Moppen und vielen Aufnahmen aus Klassikern wie Jagd auf Roter Oktober und Crimson Tide.
Die Moppenfrau (Lada Boder), Hannes Jaenicke, Regisseur Fred Olen Ray (der bei Crash Dive II unter einem seiner Pseudonyme (Ed Raymond) arbeitete) und Dudikoff sollten sich im übrigen 2001 in dem „Kracher“ Stranded wieder über den Weg laufen ...
Die DVD zu Crash Dive II von Highlight ist uncut und liegt in halbwegs annehmbarer Bild (4:3) und Tonqualität vor.
In diesem Sinne:
freeman

