Deepwater Horizon

Der Actionfilm der 80er, der 90er und heute.
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Deepwater Horizon

Beitrag von freeman » 24.11.2016, 15:24

Deepwater Horizon

Bild

Originaltitel: Deepwater Horizon
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2016
Regie: Peter Berg
Darsteller: Mark Wahlberg, Kate Hudson, Kurt Russell, John Malkovich, Dylan O’Brien, Gina Rodriguez, Ethan Suplee, Joe Chrest, Robert Walker Branchaud, Sue-Lynn Ansari u.a.

Peter Berg macht aus der Katastrophe auf der Ölbohrplattform “Deepwater Horizon” ein enorm mitreißendes Survival-Spektakel, in dem Mark Wahlberg und Kurt Russell als Cheftechniker brillieren und durch eine perfekt in Szene gesetzte Flammenhölle gehen müssen.
:liquid8:

Zur "Deepwater Horizon" Kritik

In diesem Sinne:
freeman

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Beitrag von SFI » 24.11.2016, 17:25

Da freue ich mich auf die BD. Mister Bergantisch hat es aber auch einfach drauf. :lol:
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Beitrag von MarS » 25.11.2016, 10:18

Klingt wirklich gut.

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Beitrag von McClane » 18.05.2017, 08:17

Beim Sichten von "Deepwater Horizon" (und späteren Fakten-Recherchieren) ergeben sich zwei Überraschungen. Zum einen sieht es fast so aus als wolle sich Peter Berg so langsam einen eigenen Stil leisten, denn im Gegensatz zu seinen vorigen Arbeiten stechen nicht direkt bekannte Inszenierungsvorbilder heraus. Zum anderen scheinen die Katastrophenfilme der 1970er realistischer gewesen zu sein als man landläufig annimmt, denn "Deepwater Horizon" funktioniert nach sattsam bekannten Genremustern, für welche die Realität nur zum kleinen Teil umgebogen werden musste. Schlurigkeit und Sparzwänge bzw. -wünsche verschuldeten die Katastrophe, auch wenn der Film dies in erster Linie auf die Malkovich-Figur verdichtet, während in der Realität diverse Akteure Schuld waren. Selbst den dicken Megasprung (aus einer Höhe von etwa zehn Stockwerken ins Meer voll brennendem Öl) gab es, auch wenn damals nur einer sprang und nicht noch eine Kollegin dabei rettete. Insofern wirkt "Deepwater Horizon" bei relativ akkurater Wiedergabe der Ereignisse immer noch wie "Flammendes Inferno" auf hoher See mit Kurt Russell in der Newman-Rolle des Planers und Warners, während Mark Wahlberg einen auf McQueen in der Rolle des Anpackerheldens macht. Nach einer sauberen Einführung läuft Berg zu starker Form im Mittendrin-statt-nur-dabei-Katastrophenteil auf, der recht realistische Action inmitten eines furiosen Feuer- und Explosionsspektakels liefert, auch wenn der Ablauf sattsam bekannt ist (egal ob man sich mit der realen Geschichte auskennt oder einfach nur die Regeln des Katastrophenfilms verinnerlicht hat). Störend ist das bisweilen peinliche Pathos, was meine Erwartungen bezüglich "Patriot's Day" sinken lässt: Die wehende US-Flagge vor der brennenden Bohrinsel, das gemeinsame Gebet der frisch Geretteten und derartige Sperenzchen tragen schon sehr dick auf und beißen sich mit dem sonst eher realistischen Stil des Films.

Knappe :liquid7:
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Beitrag von SFI » 18.05.2017, 17:00

Aus technischer Sicht zuerst spannendes, im weiteren Verlauf intensives Inferno, welches zwar durchaus zwischen Faktenlage und Actionkino balanciert, aber im Prinzip doch eher nach Standard-Drama im Gewand eines bergantischen Katastrophenfilms anmutet und dabei seine amerikanischen Patrioten huldigt. Musikalisch indes klasse!

:liquid7:
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Beitrag von Vince » 08.10.2017, 06:22

Es dürfte am Ende die pyrotechnische Meisterleistung sein, die zum Kinoerfolg von „Deepwater Horizon“ am meisten beigetragen hat, weniger die Aufbereitung der wahren Geschichte hinter der Ölkatastrophe. Den Weg zu deren Ausbruch bahnt sich Peter Berg wenig überraschend mit klassischen Bay-Manierismen: Er inszeniert eine heile Welt daheim, ein Frühstück, eine Ehefrau und ein aufgewecktes Kind als sicherer Hafen für einen Mann, der in seinem Job sein Leben aufs Spiel setzt. An der Arbeitsstelle lernt man dann die andere Seite des Mannes kennen: Schlagfertig, knallhart und idealistisch stellt er sich gegen (nicht weiter charakterisierte) BP-Manager, die fragwürdige Entscheidungen treffen, auch wenn sie es nicht aus Boshaftigkeit tun, sondern weil das System sie zu ökonomischer Entscheidungsfindung erzogen hat.

Die fast schon cowboyartige Riding-The-Bullet-Zeichnung der Arbeitergruppe erinnert nicht umsonst an Bays „Armageddon“-Truppe, die ebenfalls voller schillernder Figuren war, welche im Angesicht des nahenden Todes immer noch einen flapsigen Spruch auf den Lippen hatten. Rechtzeitig tritt Berg in Sachen Bay-Manierismus allerdings auf die Bremse und überrollt die Fiktion mit der Wirklichkeit. Gemessen an den wirbelnden Metallteilen, ausströmenden Erdflüssigkeiten und orangeroten Feuerpilzen kommt Berg am Ende mit erstaunlich wenig Pathos aus. Wenn die Heldenbildung auch nicht ganz ausbleibt, so wird sie zumindest mit sehr bitteren Nebeneffekten versehen: Tote, Verletzte und ein zerstörter Frieden, keine Genugtuung, sondern vielmehr Schuldbewusstsein für jene, die den Horror durchstanden haben und sich doch irgendwie für ihn verantworten müssen.

Das weckt im Abgang glücklicherweise mehr Erinnerungen an „Flammendes Inferno“ als an den gestelzten Katastrophenfilm der 90er Jahre, auch wenn der vollmundige Raumklang der Surround-Tonspur längst wichtiger zu sein scheint als der Grund für die Explosion.
:liquid6: ,5

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Beitrag von SFI » 08.10.2017, 14:25

Kinoerfolg? War das nicht ein bergantischer Flop? :lol:
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Beitrag von StS » 08.10.2017, 14:30

Jip, lief nicht so gut für den.

Production Budget: $110 million
Worldwide: $121,790,373

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Beitrag von Vince » 08.10.2017, 14:52

Nanu, hab den irgendwie als Erfolg abgespeichert gehabt... wie man sich täuschen kann.

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Beitrag von freeman » 09.10.2017, 18:16

Jau, der war vielen leider zu heiß. :lol:

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