
Originaltitel: Delta Force Commando
Produktionsjahr: 1987
Herstellungsland: Italien
Regie: Frank Valenti
Darsteller: Brett Clark, Fred Williamson, Bo Svenson, Mark Gregory
Aus einem amerikanischen Militärstützpunkt auf Puerto Rico wird eine Atombombe von Terroristen gestohlen. Dabei wird auch die schwangere Frau eines Elitesoldaten (Brett Clark) der Delta Force erschossen. Er versucht, die Terroristen zu verfolgen, doch sie können entkommen. Getrieben von Rache für seine ermordete Frau macht sich der Soldat eigenmächtig auf, die Terroristen in Mittelamerika aufzuspüren. Er zwingt einen Army-Piloten (Fred Williamson), ihn dort hin zu fliegen. Obwohl Wlliamson nichts mit dem Elitekämpfer der Delta Force zu tun haben möchte, raufen sie sich doch noch zusammen, um die verschwundene Atombombe wieder zu finden und die Terroristen unschädlich zu machen.
Delta Force Commando ist einer dieser, ich will nicht sagen unzähligen, aber doch in den 80ern sehr gehäuft vorzufindenden billigen italienischen Actionfilme. Diese Filme sind meist eine billige Imitation ähnlicher, aber von der Qualität her immer noch besserer US-Filme. Man sieht an der Inhaltsangabe, dass die Themen dieser Filme oft sehr ähnlich sind, meist geht es um ein, zwei oder auch eine Gruppe von Männern, die eine unlösbare Aufgabe bewältigen müssen. Nicht selten spielen diese Filme im Dschungel und die Hauptpersonen sind irgendwelche Söldner oder Elitekämpfer. Bei Delta Force Commando würde es mich nicht wundern, wenn ein Teil der Szenen, die uns als Mittel- und Südamerika vorgegaukelt werden, tatsächlich irgendwo in Europa gedreht wurden. Ist natürlich nur eine Vermutung, wäre aber aufgrund des geringen Budgets durchaus denkbar.
Bei Charakterentwicklung, logischer und glaubwürdiger Story herrscht hier totale Fehlanzeige. Der Film wird ausschließlich von der Action vorangetrieben, dazu später noch mehr. Die Dialoge sind selten dumm und dämlich, zwar wird auch hier nur das Nötigste gesagt (wie es sich für einen Actionfilm gehört), aber das, was dann gesagt wird, ist an Dummheit schon eine Klasse für sich.
Kernstück des Films soll natürlich die Action sein. Doch was sieht man da? Man traut seinen Augen nicht, wenn man bislang von guten US- oder auch guten Hong-Kong-Filmen verwöhnt wurde. Allein schon der Anfang des Films, der Klau der Bombe, ist dermaßen grob und holperig inszeniert, dass es schon unfreiwillig komisch und trashig anmutet. Ca. ab Minute 30, als der völlig uncharismatische Brett Clark und Fred Williamson sich hinter feindlichen Linien befinden, gibt’s zwar Dauer-Action bis zum Schluß, die ist jedoch absolut undynamisch, billig und unspektakulär ausgefallen. Masse geht hier eindeutig vor Klasse. Angefangen bei der Befreiung Fred Williamsons aus den Händen dubioser Militärs, dann eine endlos in die Länge gezogene Verfolgung eines Busses durch einen Hubschrauber, dann die Szene auf der Staumauer und schließlich der Showdown in einem riesigen Abrisshaus, es sieht jedes Mal billig aus. Ob es die Explosionen sind, eindimensionale Schusswechsel ohne irgendwelche Höhepunkte, die Verfolgungsjagd oder auch die unheimlich langweilige Klopperei Brett Clark vs. Mark Gregory, von alldem kann man sich eigentlich nur berieseln lassen, als dass man davon gefesselt wird.
Aber genug negative Kritik geäußert. Gewissen Spaß kann der Film schon machen, weil durch die Billigkeit echtes Trash-Feeling garantiert ist. Man darf eben keinen hochwertigen Actionfilm erwarten.
Zu empfehlen ist der Film also für Trash-Fans, Allesgucker und Action-Komplettisten.
Qualität des Films:
Unterhaltungswert:
Von dem Film gibt es eine deutsche DVD von Marketing Film, ungeschnitten, im richtigen Bildformat und mit recht guter Bild- und Tonqualität.






