L.A. Nights

Filme abseits des Actiongenres mit Actionhelden (irgendwie so in der Art).
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freeman
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L.A. Nights

Beitrag von freeman » 20.03.2007, 00:13

L.A. Nights

Originaltitel: The Thief & the Stripper
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1998
Regie: L.P. Brown III / John Sjorgen
Darsteller: Michael Madsen, L.P. Brown III, Martin Kove, Brion James, Roxana Zal, Adam S. Bristol, Stoney Jackson, Todd Bridges u.a.

Jack O'Dell ist Privatdetektiv. Und was für einer: Rotzbremse deluxe, Vokuhila, graue Haare und Studienratäußeres, sprich: Blue Jeans, weißes Hemd und Sakko. Dieser Prototyp des Detektivs läuft eines Tages lustig durch die Straße, als hinter ihm ein Typ mit Schusswunde seinen Wagen an einem Laternenpfahl parkt. Der Typ überlässt Jack einen Koffer und damit gleich diverse Gruppierungen, die unbedingt an den Koffer wollen. Immerhin befindet sich in selbigen eine Diskette mit allen Bankverbindungsdaten für ein Konto des größten Verbrecherkönigs aus L.A. - sein Name: der Scheich ...

Ihr habt euch schon immer gefragt, wie ein Film aussehen könnte, wenn euch der örtliche Puff eine Drehgenehmigung gibt und ihr obendrein ca. 1000 Euro zuviel in der Geldbörse habt, die ihr in technisches Equipment, ein Drehbuch und das Catering pumpen könnt? Tja dann solltet ihr euch mal L.A. Nights anschauen! Denn hier wird euch vorgemacht, wie man ein derartiges Unternehmen aussehen könnte. Witzigerweise scheint vor allem die Drehgenehmigung im Puff in Hollywoodkreisen sehr beliebt zu sein. Wie sonst ist zu erklären, dass ein Projekt mit soeben beschriebenen Dimensionen einen B-Stars Auflauf sondergleichen bieten kann? Charles Napier (Hard Attack), James Brolin (Blade Runner), Martin Kove (Shootfighter/Karate Kid) und Michael Madsen erklärten sich bereit für n' Appel und n' Ei - vermutlich inklusive diverser Lapdances und Nummern mit dem weiblichen Inventar - durch die miesen Kulissen zu stolpern und den filmischen Dünnpfiff L.A. Nights zumindest durch ihre Gegenwart zu "adeln". Die Dreharbeiten dürften dann vor allem aus folgenden Regieanweisungen bestanden haben: "Holt mal den James aus dem Puff, wir haben hier einen neuen grenzdebilen Dialog für ihn, der mir heute morgen beim Kacken eingefallen ist!" Michael Madsen macht dabei das einzig Richtige: Er spielt einfach nicht mit und sitzt immer irgendwo in einer Puffecke, von wo er sich die nackten Ischen anschaut und hier und da mal die Lippen bewegt ... Dabei geht ihm ganz offensichtlich die Geschichte von L.A. Nights genauso am Arsch vorbei wie dem Zuschauer. Zumal L.A. Nights Begriffe wie Spannung oder Dramaturgie ebenso komplett abgehen wie halbwegs vernünftige Dialoge oder so etwas wie eine Charakterzeichnung. Dazu gesellt sich eine dilettantische, vor Anschlussfehlern nur so strotzende Inszenierung auf niederstem TV Niveau. Schon die ungelenk inszenierten Actionszenen a la Mann schießt, anderer Mann kippt um, sind eine einzige Armutserklärung. Das die Settings in dieselbe Kerbe hauen und einfach nach miesestem Hinterhofporno aussehen, muss ich hoffentlich nicht noch extra erwähnen. Zumindest sieht der Puff ordentlich aus ... die Frauen darin weniger :lol: . Wenn das Ganze doch wenigstens unfreiwillig komisch oder sonst wie komisch wäre ... ist es aber nicht ... Ich selber hatte dann einen halbwegs interessanten Zeitvertreib gefunden: Mitzählen, wie oft der Film in den Puff schneidet: Insgesamt grandiose acht Mal.

Um es mal zu einem versöhnlichen Ende zu bringen: L.A. Night ist eine filmische Totalkatastrophe schlimmster Couleur. Also wenn ihr mal ne Drehgenehmigung im Puff bekommen solltet, filmt die Girls beim Strippen oder whatever ... aber lasst euch von mir ja nicht dabei erwischen einen Film wie diesen hier zu drehen ...
:liquid0:

Eine FSK 18 DVD kommt von EMS und ist trotz vollkommen unbegreiflicher FSK 18 Freigabe cut. Warum auch immer. Andere Fassungen sind mir net bekannt.

In diesem Sinne:
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Beitrag von Sir Jay » 20.03.2007, 15:12

noch nie von dem film gehört, doch wenn der freeman ne 0 vergibt, muss da review schonmal gelesen werden.

kurz und knackig erklärt und der freeman das der film kacke is xD

bravo!!

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Beitrag von SFI » 20.03.2007, 15:55

GEIL

:clubborn:
Die affektive Struktur der Klimakrise

„Fate: Protects fools, little children and ships named Enterprise.“

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Beitrag von freeman » 21.03.2007, 00:36

Danke Männers und haltet euch von dem Film hier fern ... nichtmal die Stripperinnen sehen geil genug aus, um das hier zu ertragen :lol:

In diesem Sinne:
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Beitrag von John_Clark » 27.11.2016, 15:57

Shit, den schau ich mir gerade an :lol:

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Beitrag von John_Clark » 27.11.2016, 18:08

Flohmärkte sind super. Die echten jedenfalls. Nicht Online Flohmärkte auf Facebook. Nein, richtige Flohmärkte, auf denen Menschen aus Fleisch und Blut dir alten Scheiss andrehen wollen. Auch in Zeiten von Netflix durchsuche ich noch Kisten nach filmischen Perlen, die ich noch nicht kenne - und so auch nie auf Netflix oder sonst wo anschauen würde. L.A. Nights ist so ein Erzeugnis.

Inhalt:
Bandenkrieg in Los Angeles. Mittendrin ist Privatdetektiv Jack O'Dell (L.P. Brown III). Jack hat einen Aktenkoffer voller Geld und eine Diskette mit wichtigen Daten - Daten, die dem Unterwelt-Geschäftsmann "The Sheik" das Genick brechen können. Die Jagd auf Jack ist eröffnet, denn auch das Geld ist für viele Gangster von Interesse. Nur die hübsche Stripperin June (Roxana Zal) kann ihm noch helfen...

Gekauft und gleich in den Player geschoben. Herrliches 90ies Feeling kam auf. Alle waren sie da, Michael Madsen, Martin Kove (kennt ihr doch noch, Sensei John Kreese aus Karate Kid!), Brion James, Charles Napier, alles Gesichter aus den guten Zeiten. Alles war damals besser. Mit dem Personal kannst du nichts versauen. Dachte ich mir. Tja, falsch gedacht.

Schon beim Betrachten der ersten Szene war ich mir nicht sicher, ob ich es hier jetzt mit Making Of-Material zu tun habe oder ob dies wirklich schon der Film L.A. Nights sein soll. Ein Dialog zwischen Michael Madsen und einer x-beliebigen Figur, gefilmt wie ein richtig schlechter Amateurporno. Es folgten Cuts, die einfach nur unter aller sau waren. Der Unfall mit dem Mercedes zum Beispiel war so eine Szene, die lässt du lieber einfach weg, als ein Hintergrundgeräusch eines Unfalles zu erzeugen und dann ein kaputtes Auto hinter einen Mast zu platzieren. Sorry, geht gar nicht.

Der Film zeigte auch danach weiterhin alle Qualitäten eines billigen Hinterhofpornos. Die Dialoge waren so dermassen daneben, dass du echt bei jeder Szene das Gefühl hattest, dass es hier gleich horizontal zur Sache gehen muss, denn ernst gemeint konnte dies alles nicht sein, oder? Oder? Doch, den Filmemachern war es ernst. Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller L.P. Brown III (who??), der hier mit perfektem Magnum-Gedächtnis-Schnauzer zu Werke geht, hat sich dieses Filmvehikel selbst auf den haarigen Leib geschrieben und foltert die unschuldigen Zuschauer mit 82 Minuten Filmschrott.

Nein echt, schlechter geht gar nicht mehr. Aber, trotz allem Schwachsinn, der Film liess mich immer wieder auflachen. Zum Beispiel als Brion James' Figur erklärt, warum er "The Shoe" genannt wird. "Because... I hit somebody once... with a Shoe..." oder so ähnlich. Grossartig schlecht! Made my day!

Witzig fand ich, dass sich die Akteure immer wieder im Zehn-Minuten-Takt im Stripclub wiederfanden, wo stets wieder irgendwas passierte. Gut, vorwiegend, dass eine anonyme Stripperin getanzt hat (auch hier, sehr nervendes und schlechtes Editing). Spielt eigentlich überhaupt eine Szene bei Nacht oder macht der "deutsche" Titel L.A. Nights (orig. The Thief and the Stripper) so gar keinen Sinn? Keine Ahnung, denn etwa nach einer Filmstunde hab ich den Player ausgeschaltet.

Fazit: Endlich mal wieder einen schlechten Film gesehen. Verschwende ich mein Leben?
:liquid1:

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