
Originaltitel: Blue Tiger
Herstellungsland: Japan, USA
Erscheinungsjahr: 1994
Regie: Norberto Barba
Darsteller: Virginia Madsen, Tôru Nakamura, Ryo Ishibashi, Harry Dean Stanton, Michael Madsen u.a.
Es geht um einen Bandenkrieg zwischen Amerikanern und der Yakuza. Als die Yakuza bei einem Anschlag den Kopf der amerikanischen Gang erledigen will, geht einiges schief. Der Obermotz überlebt und ein Kind wird getötet. Die Mutter des Kindes muss dabei zusehen. Das einzige, was sie von dem maskierten Killer erkennen kann ist ein Tattoo, das einen blauen Tiger darstellt. Die Polizei will oder kann ihr bei ihrem Problem nicht helfen, also geht sie zu einem Tätowierer, der ihr die Legende von dem blauen und dem roten Tiger erzählt. Laut seiner Geschichte werden sich roter Tiger und blauer Tiger immer gegenseitig anziehen. Also lässt sich die verzweifelte Mutter einen roten Tiger eintätowieren und taucht in die Unterwelt ab, immer auf der Sucher nach ihrem Gegenstück, dem blauen Tiger. Unterdessen tobt der Krieg zwischen der amerikanischen und der japanischen Gang munter weiter und fordert diverse Opfer ...
Der Film Blue Tiger ist in einer Phase entstanden, in der es schick war, japanisches Flair und japanische Kulturelemente in amerikanische Produktionen einfließen zu lassen. In dieser Zeit entstanden Streifen wie American Yakuza mit Viggo Mortensen, Black Rain mit Michael Douglas, Back 2 Back (Michael Rooker und hammergeil), Das Yakuza Kartell mit Russel Crowe oder Crying Freeman mit Mark Dacascos. Und wie diese Filme ist auch Blue Tiger ungemein gelungen, bietet doch die Story ein zwei nette Storytwists, rockt die Action schön blutig und überrascht der Film mit einem mehr als eindrucksvollen Cast.
Die Hauptrolle spielt Virginia Madsen, uns allen aus dem Candyman bekannt und unlängst für Sideways für den Oscar nominiert. Ihr Bruder Michael Madsen (Reservoir Dogs, Kill Bill) gibt ein kurzes Cameo. Harry Dean Stanton aus der Klapperschlange darf als Tätowierer an Mrs. Madsen rumfummeln (der Glückliche). Auch die Japaner sind eindrucksvoll besetzt. Hier geben sich Tôru Nakamura (2009 Lost Memories), Ryo Ishibashi (Brother, American Yakuza und der megageile Back 2 Back (den will ich endlich auf DVD!!!)) und Yuji Okumoto (Karate Kid 2, American Yakuza, Pearl Harbor) die Ehre. Überhaupt kann man so gut wie alle japanischen Darsteller ausmachen, die in dieser Filmära durch die amerikanischen Filme wuselten: Wer American Fighter, Showdown in little Tokyo und wie sie alle heißen kennt, wird hier alle Gesichter wiedererkennen ...
Von dem Regisseur kennen die Eingeschworenen Fans eventuell noch den ebenfalls schön blöd rockenden Solo, ansonsten ist er mittlerweile in der TV Landschaft versumpft. Der Soundtrack weiß ebenfalls zu gefallen und bedient sich beim Hauptthema bei einem Track aus Cyborg!!!
Kurzum. Geiler Film, den ich jetzt endlich mal uncut gesehen habe. Und nachdem ich bereits die geschnittene Fassung vor allem wegen dem meines Erachtens tollen Ende (das mal nicht 08/15 mäßig geraten ist und daher nicht in Friede Freude Eierkuchen endet) so gelungen fand, finde ich den Film jetzert so richtig dufte ...
Empfohlen sei die britische DVD, die den Film in Vollbild (open matte) in annehmbarer Bild und Tonqualität präsentiert ...
In diesem Sinne:
freeman




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