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Fist of God
Verfasst: 08.12.2015, 08:56
von freeman
Fist of God (aka Redeemer)
Originaltitel: Redeemer
Herstellungsland: Chile
Erscheinungsjahr: 2014
Regie: Ernesto Díaz Espinoza
Darsteller: Marko Zaror, Noah Segan, Loreto Aravena, Mauricio Diocares, Nuñez Nelson, Otilio Castro, José Luís Mósca, Smirnow Boris, Mauricio Raab Sanz u.a.
Der Redeemer ist ein schweigsamer Fremder, der all jenen hilft, denen göttlicher Beistand versagt zu bleiben scheint. Dieses Mal hilft er einem Mann, der einem Drogenkartell einen ganzen Batzen Geld gestohlen hat. Der Grund dafür ist allerdings nur zu menschlich. Als der Redeemer ihm beispringt, wird es brachial und blutig… Martial-Arts-Wunderwaffe Marko Zaror macht den ohnehin sehr gelungenen Actionstreifen aus Chile zum Erlebnis.
Zur "Fist of God" Kritik
In diesem Sinne:
freeman
Verfasst: 08.12.2015, 09:16
von Nachtwaechter
Freu mich drauf!
Da ja besonders auch auf handwerklicher Ebene von "Kiltro" über "Mirageman" zu "Mandrill" immer mehr eine Steigerung zu erkennen war, kann ich es sogar kaum noch erwarten...
Und auch inhaltlich sind die meiner Ansicht nach (zumindest im Martial-Arts-Bereich) vielen anderen Werken weit überlegen....
Verfasst: 10.12.2015, 13:30
von MarS
Von dem hatte ich auch schon in der DVD Spezial gelesen und gleich mal nach dem Trailer gelinst. Die gute Kritik in der Zeitschrift und die Wahnsinns-Kicks im Trailer machen den Film eigentlich schon zum Pflichtkauf für mich. Die Kritik von freeman macht mich nun ganz wuschig. Nur der Hinweis auf die Schnittfestigkeit bremst ein wenig. Freu mich aber tierisch auf das Teil.
Verfasst: 10.12.2015, 19:51
von kami
Na, hier habe ich nach der enthusiastischen Kritik des freemans aber deutlich mehr erwartet.
REDEEMER ist nicht unambitioniert und erscheint eher wie ein actionlastiger Independentfilm als einfache, preiswerte Actiongülle. Reicht das?
In meinen Augen nicht. Die Geschichte vom einsamen Rächer ist alt und nicht übermäßig spannend angerichtet. Eine Handvoll durchwachsener Gags lockert die Handlung zwar auf, dennoch bleibt die Atmosphäre freudlos und kalt. Kann man allerdings verzeihen, ein Actionfest kann, das wissen wir nicht erst seit ONG BAK, auch mit der dämlichsten aller Geschichten viel Spaß machen. Von der knochensplitternden Härte der besten Thai-Kracher ist REDEEMER jedoch ein ganzes Stück entfernt. Die ersten drei Fights, bei denen der schweigsame Held jeweils ein Rudel Schergen plattmacht, können noch begeistern. Zwar nerven die ständigen Zeitlupen, doch erfreut man sich gerne an der Wucht und Konseqenz der brutalen Moves, der Leichtigkeit, mit der sie angewendet werden, den gorigen Folgen des Kampfes. Die späteren Zweikämpfe mögen realistischer sein, allerdings sind sie vor allem langweiliger. Die immer gleichen Moves, die immer gleichen verhaltenen Sound-FX und die mangelhafte dramaturgische Inszenierung senken den Schauwert dieser Auseinandersetzungen gewaltig.
Da wissen die seltenen Schusswechsel schon eher zu gefallen, stimmen doch sowohl Choreographie wie auch Montage und Treffereffekte.
Und auch optisch gibt sich der Film recht gediegen, leidet aber ein wenig unter den schmucklosen Locations. Das eine oder andere richtig schöne Bild gibt es aber zu bestaunen. Durchweg gelungen ist hingegen der Soundtrack, der zwischen Synthieklängen und Westernmotiven eine sehr eigenständige und passende Linie fährt.

Verfasst: 11.12.2015, 09:08
von freeman
Na, hier habe ich nach der enthusiastischen Kritik des freemans aber deutlich mehr erwartet.
Zumindest hat sie ihren Zweck erfüllt

, nein, schade. Hätte gedacht, dass der bei dir mehr funzen würde. Zumal ich die langen Fights nun alles andere als langweilig fand. Zumal da ja auch mal deutlich wurde, dass eben richtige Strategien gefahren und gefunden werden mussten. Fand das alleine deshalb schon sehr reizvoll. Auch sehe ich da ein großes Plus bei der "dramaturgischen Inszenierung", denn hier verliert der Redeemer ja seine Unantastbarkeit, die er vorher inne hatte. Gerade dadurch wurden die Fights für mich deutlich spannender. Schon erstaunlich, wie die Wahrnehmung da variiert...
In diesem Sinne:
freeman
Verfasst: 11.12.2015, 11:40
von kami
Zu einer semi-mythischen Figur wie dem Redeemer passt die Überlegenheit aber deutlich besser als zähes (zu zähes, imo) Ringen. Ich meine, der eine Oberbüttel erzählt seinem Gringo-Boss mit vor Angst und Ehrfurcht beinahe bebender Stimme von ihm, setzt sich im Kampf dann aber erstaunlich gut gegen ihn zur Wehr. Passt irgendwie nicht und schadet der Stimmung. Selbst die ansonsten so coole Musik ist in diesen Momenten ganz schön lahm.
Gewinnspiel
Verfasst: 13.01.2016, 08:45
von freeman
Verfasst: 03.02.2016, 21:49
von Orco
War ganz ok, aber mehr als 6 Punkte kann man da nicht geben. Irgendwie war auch der Kampf gegen den kleinen Typen zu etwa der Mitte des Films am längsten...warum

Verfasst: 04.02.2016, 08:48
von freeman
Weil er ein guter Gegner war und Zaror ihn nicht schneller schaffte? Vielleicht wollte er auch nur mit seinem Opfer spielen. Wie ne Katze. ;-)
In diesem Sinne:
freeman
Verfasst: 04.02.2016, 11:12
von Nachtwaechter
Wurden eigentlich die Gewinner der Verlosung schon kontaktiert?
Verfasst: 04.02.2016, 14:56
von Orco
Nee, freeman hat sich die heimlich selbst eingesackt und dachte is Gras drüber gewachsen und wir merken das nicht 8-)
Aber der Mittelgegner war trotzdem unglaubhaft und passte irgendwie nicht
:(
Verfasst: 08.02.2016, 09:12
von freeman
Sollte dieses WE vom Tisch sein! Wenns am Sonntag noch keine Mail gab, siehts wohl schlecht aus ;-)
In diesem Sinne:
freeman
Verfasst: 23.05.2016, 15:35
von MarS
Ich bin bei
Fist of God irgendwo zwischen kami und freeman. So finde ich schon mal die Definition als actionlastiger Independentfilm von kami recht treffend. Ich stimme ihm auch bezüglich des "Mittelgegners" zu, dass der Kampf ein wenig entmystifizierend war. Auf der anderen Seite fand ich wie freeman die Kämpfe teilweise angenehm taktisch.
Der größte Kritikpunkt ist für mich aber das Fehlen bzw. die späte Präsentation eines echten Antagonisten. Warum man dem Drogenboss nicht mehr Schneid verpasst hat ist mir vollkommen unklar. Statt dessen verpulvert man den als absolute Lachnummer. Dabei hätte man den Skorpion so richtig cool als Endgegener nach dem Endgegner platzieren können. Ich finde auch, dass man die dramatische Note ruhig ein wenig hätte zurück schrauben können, da die so richtig wirkungsvoll für mich nicht rüber kam.
Auf der anderen Seite ist Marko Zaror einfach eine coole Socke und mit seinen 1,92 m auch eine absolute Präsenz auf dem Bildschirm (natura wahrscheinlich auch). Die Kicks von Zaror sind immer wieder der Hammer und hier darf er auch härtemäßig mal ordentlich zulangen. Teilweise ist der Streifen doch mächtig heftig.
"Fist of God" ist schon ein cooler Streifen. Irgendwo sind das die meisten oder gar alle Filme mit Zaror in der Hauptrolle. Auch wenn man meine folgende Aussage jetzt nicht zu negativ aufnehmen darf, wünsche ich mir aber, dass Zaror endlich mal den Sprung aus dem Independent-Filmgeschäft schafft. Ich habe ja wahrlich nichts gegen solch kleine Filme, ich würde den Kerl aber gerne mal in einem größeren Film in der Hauptrolle sehen, welchen man auch mal Leuten zeigen kann die eher dem Mainstream angetan sind. Auch wenn man seinen Filmen durchaus eine Steigerung ansieht, wird es so aber halt schwierig dem Geheimtipp-Status irgendwann mal zu entschweben.
Mir hat "Fist of God" aber auf jeden Fall gefallen.

(also doch ein wenig näher bei freeman)