[CD] Stabbing Westward - Wither, Blister, Burn + Peel
Verfasst: 23.05.2007, 23:58
Stabbing Westward - Wither, Blister, Burn + Peel


Technische Daten:
Vertrieb: Columbia Records
Erscheinungsjahr: 1996
Laufzeit: 46:36
Anzahl Tracks: 10
Verpackung: Jewel Case
Trackliste:
01. I don't belive
02. Shame
03. What do I have to do?
04. Why
05. Inside you
06. Falls apart
07. So wrong
08. Crushing me
09. Sleep
10. Slipping Away
Nach dem überaus düsteren Ungod, sollte es mit dem zweiten Album der Industrial Rocker in eine etwas andere Richtung gehen.
Texte über Hilflosigkeit und Enttäuschung sollten zwar auch hier wieder Verwendung finden, doch die Musik sollte insgesamt nicht ganz solch tiefe Abgründe durchstreifen, und so bietet sich Wither Blister Burn and Peel nun auch wesentlich massenfreundlicher an, was nicht zuletzt an den grandiosen Hit Singles "Shame" und "What do I have to do?" liegt, die SW einen Platin Award abstauben lies, und darüberhinaus in die Top 10 der amerikanischen Rock Charts katapultierte.
Nur beim Auftakt sollte man zunächst aufpassen, denn "I don't belive" bietet den so ziemlich am hässlichsten gesungenen Song, der mir je zu Ohren gekommen ist.
Chris Hall krächzt so dermaßen hemmungsloß ins Mikrophon, dass Rammstein erblassen würde.
Kraftvoll und eindringlich ist es gesungen ja, aber auf eine nicht gerade ohrenfreundliche Art. Der Übergang zum dritten Refrain dagegen weiß zu gefallen, da hier Hall's Stimme überraschend auf "softie" schaltet, und somit auch richtig angenehm klingen kann.
An dieser Stelle gebührt Christopher Hall ein kleines Lob, der mit seinem facettenreichen Gesang sowohl wie ein Verrückter aber auch wie ein Backstreet boy klingen kann.
Nun denn, wems nicht gefallen hat dürfte mit den zwei nachfolgenden Tracks überaus zufrieden sein, denn wie schon erwähnt handelt es sich bei "Shame" und "What do I have to do?" um die beiden Hit Singles des Albums, und die haben es wirklich in sich.
Shame weiß in seinem flotten Refrain sehr zu gefallen, und What do I have to do rockt einfach die Bude, mit den harten, abgedrehten Industrial Riffs.
"Why" schlägt dann eine ganz andere Richtung ein, und bietet eine sehr ruhige, bedrückende, atmosphärisch voll und ganz erhabene Ballade, die mit ihrem Refrain "Why can't you see..." jedesmal zum nachdenken anregt.
"Inside you" dann kann weniger überzeugen, da es die ersten 2 - 3 minuten eher lustlos vor sich hinplätschert, um schließlich einen vermeintlichen Höhepunkt zu erreichen.
"Falls Apart" ist ganz nett, hat einige gute Stellen, muss sich aber mit ähnlichen Problemen rumschlagen wie bereits "I don't belive" wenn auch nicht ganz solch gravierenden.
"So Wrong" ist wieder einer dieser Songs mit recht eigenwilligen Refrain, der aber, wenn man sich drauf einlässt, zu gefallen weiß. Recht abgedreht flott, aber auch SW-typisch streckenweise sehr ruhig. Auch zu hören in "Chuck und seine Braut"
"Crushing Me" ist eine recht angenehme Rockballade, die ganz gemütlich, und ohne groß die Stimmung anzuschlagen abgespielt wird. Die langsamen Gitarrenriffs klingen jedenfalls cool.
"Sleep" ist ähnlich wie "Why" wieder einer dieser atmosphärisch dichten Tracks, die mit einer gehörigen Portion Melancholie daherkommen.
Die teils orientalischen Klänge im Gitarrensolo haben schon eine fast hypnotische Wirkung, und so zieht das Lied in seinen Bann und lässt den Zuhörer Teil der Atmosphäre werden.
Der Abschluss des Albums "Slipping Away" ist dagegen mal wieder ein sehr zweispältiges Vergnügen. Es bieten sich stellenweise einige echt gute Gitarren solos an, und rocken so unheimlich, dass diese speziellen Stellen ewig gehen könnten.
Doch Leider konnte sich SW nicht so recht entscheiden was sie mit dem Song wollen, und schlagen im Laufe der Laufzeit von 6:15 unterschiedlichste Töne an, und schalten mal von Rock auf, Ansätze von Techno und dann wieder zu etwas ganz anderem mir undefinierbarem.
Vllt fehlen mir auch nur die ganzen musikalischen Begriffe um diesen Salat im Einzelnen definieren zu können, aber so oder so plätschert der letzte Song etwas unentschlossen vor sich hin, um mal zu gefallen, und dann wieder etwas seltsam zu klingen, wobei man hier nun auch gar nicht mehr so richtig auf den Text achtet.
Zusammenfassend lässt sich kurz und knapp sagen, dass Wither Blister Burn & Peel zwei sehr herausragende Highlights zu bieten hat "Shame" und "What do I have to do", die jedem Rock Fan gefallen sollten, auch denen die eher freundlichere Sachen bevorzugen.
Und diese zwei Tracks sind es auch, die das Album zum großen Erfolg führten. "Why" und "Sleep" sind ebenfalls gute Tracks, gehören aber in eine andere Schublade; der Rest siedelt sich im Mittelfeld an, und ist nur für ganz spezielle Geschmäcker zu empfehlen.
Alles in allem also ein Album mit etwas zu wenig Highlights. Paar mehr Nummern wie die beiden genannten Singles wären nicht schlecht gewesen, aber so behalten Shame und What do I have to do wenigstens ihre Einzigartigkeit ;)



Technische Daten:
Vertrieb: Columbia Records
Erscheinungsjahr: 1996
Laufzeit: 46:36
Anzahl Tracks: 10
Verpackung: Jewel Case
Trackliste:
01. I don't belive
02. Shame
03. What do I have to do?
04. Why
05. Inside you
06. Falls apart
07. So wrong
08. Crushing me
09. Sleep
10. Slipping Away
Nach dem überaus düsteren Ungod, sollte es mit dem zweiten Album der Industrial Rocker in eine etwas andere Richtung gehen.
Texte über Hilflosigkeit und Enttäuschung sollten zwar auch hier wieder Verwendung finden, doch die Musik sollte insgesamt nicht ganz solch tiefe Abgründe durchstreifen, und so bietet sich Wither Blister Burn and Peel nun auch wesentlich massenfreundlicher an, was nicht zuletzt an den grandiosen Hit Singles "Shame" und "What do I have to do?" liegt, die SW einen Platin Award abstauben lies, und darüberhinaus in die Top 10 der amerikanischen Rock Charts katapultierte.
Nur beim Auftakt sollte man zunächst aufpassen, denn "I don't belive" bietet den so ziemlich am hässlichsten gesungenen Song, der mir je zu Ohren gekommen ist.
Chris Hall krächzt so dermaßen hemmungsloß ins Mikrophon, dass Rammstein erblassen würde.
Kraftvoll und eindringlich ist es gesungen ja, aber auf eine nicht gerade ohrenfreundliche Art. Der Übergang zum dritten Refrain dagegen weiß zu gefallen, da hier Hall's Stimme überraschend auf "softie" schaltet, und somit auch richtig angenehm klingen kann.
An dieser Stelle gebührt Christopher Hall ein kleines Lob, der mit seinem facettenreichen Gesang sowohl wie ein Verrückter aber auch wie ein Backstreet boy klingen kann.
Nun denn, wems nicht gefallen hat dürfte mit den zwei nachfolgenden Tracks überaus zufrieden sein, denn wie schon erwähnt handelt es sich bei "Shame" und "What do I have to do?" um die beiden Hit Singles des Albums, und die haben es wirklich in sich.
Shame weiß in seinem flotten Refrain sehr zu gefallen, und What do I have to do rockt einfach die Bude, mit den harten, abgedrehten Industrial Riffs.
"Why" schlägt dann eine ganz andere Richtung ein, und bietet eine sehr ruhige, bedrückende, atmosphärisch voll und ganz erhabene Ballade, die mit ihrem Refrain "Why can't you see..." jedesmal zum nachdenken anregt.
"Inside you" dann kann weniger überzeugen, da es die ersten 2 - 3 minuten eher lustlos vor sich hinplätschert, um schließlich einen vermeintlichen Höhepunkt zu erreichen.
"Falls Apart" ist ganz nett, hat einige gute Stellen, muss sich aber mit ähnlichen Problemen rumschlagen wie bereits "I don't belive" wenn auch nicht ganz solch gravierenden.
"So Wrong" ist wieder einer dieser Songs mit recht eigenwilligen Refrain, der aber, wenn man sich drauf einlässt, zu gefallen weiß. Recht abgedreht flott, aber auch SW-typisch streckenweise sehr ruhig. Auch zu hören in "Chuck und seine Braut"
"Crushing Me" ist eine recht angenehme Rockballade, die ganz gemütlich, und ohne groß die Stimmung anzuschlagen abgespielt wird. Die langsamen Gitarrenriffs klingen jedenfalls cool.
"Sleep" ist ähnlich wie "Why" wieder einer dieser atmosphärisch dichten Tracks, die mit einer gehörigen Portion Melancholie daherkommen.
Die teils orientalischen Klänge im Gitarrensolo haben schon eine fast hypnotische Wirkung, und so zieht das Lied in seinen Bann und lässt den Zuhörer Teil der Atmosphäre werden.
Der Abschluss des Albums "Slipping Away" ist dagegen mal wieder ein sehr zweispältiges Vergnügen. Es bieten sich stellenweise einige echt gute Gitarren solos an, und rocken so unheimlich, dass diese speziellen Stellen ewig gehen könnten.
Doch Leider konnte sich SW nicht so recht entscheiden was sie mit dem Song wollen, und schlagen im Laufe der Laufzeit von 6:15 unterschiedlichste Töne an, und schalten mal von Rock auf, Ansätze von Techno und dann wieder zu etwas ganz anderem mir undefinierbarem.
Vllt fehlen mir auch nur die ganzen musikalischen Begriffe um diesen Salat im Einzelnen definieren zu können, aber so oder so plätschert der letzte Song etwas unentschlossen vor sich hin, um mal zu gefallen, und dann wieder etwas seltsam zu klingen, wobei man hier nun auch gar nicht mehr so richtig auf den Text achtet.
Zusammenfassend lässt sich kurz und knapp sagen, dass Wither Blister Burn & Peel zwei sehr herausragende Highlights zu bieten hat "Shame" und "What do I have to do", die jedem Rock Fan gefallen sollten, auch denen die eher freundlichere Sachen bevorzugen.
Und diese zwei Tracks sind es auch, die das Album zum großen Erfolg führten. "Why" und "Sleep" sind ebenfalls gute Tracks, gehören aber in eine andere Schublade; der Rest siedelt sich im Mittelfeld an, und ist nur für ganz spezielle Geschmäcker zu empfehlen.
Alles in allem also ein Album mit etwas zu wenig Highlights. Paar mehr Nummern wie die beiden genannten Singles wären nicht schlecht gewesen, aber so behalten Shame und What do I have to do wenigstens ihre Einzigartigkeit ;)