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[CD] Judas Priest - Painkiller

Verfasst: 26.05.2007, 15:34
von jack warrior
"Painkiller" - Judas Priest

Bild

Band:
Rob Halford - Vocals
Glenn Tioton - Guitars
K.K. Downing- Guitars
Scott Travis - Drums
Ian Hill - Bass

Technische Daten:
Vertrieb: CBS
Tracks: 10 + 2 Bonus
Booklet: 12 Seiten (Original Version)

Trackliste:

1. Painkiller
2. Hell Patrol
3. All Guns Blazing
4. Leather Rebel
5. Metal Meltdown
6. Nightcrawler
7. Between The Hammer And The Anvil
8. A Touch Of Evil
9. Battlehymn (Instrumental)
10. One Shot At Glory
11. Living Bad Dreams (Bonus)
12. Leather Rebel (Live) (Bonus)

Kritik:

Judas Priest haben nach ihrer Gründung 1969 mit zur Entstehung des Heavy Metals beigetragen und ihn in den 70er entscheidend geprägt. In den 80ern gehörten sie mit Iron Maiden zur Speerspitze der "New Wave Of British Heavy Metal". Nach dem Klassiker "Defender Of The Faith" lieferte sie mit "Turbo" und "Ram It Down" Alben ab, die eher durchwachsen waren. Mit "Turbo versuchte man sich an chartträchtigen Hardrock a la Van Halen und "Ram It Down" war selbst für Priest doch ziemlich cheesig ausgefallen, aber musikalisch war die Richtung gar nicht so vergehrt. Allerdings hatte man Judas Priest teilweise schon abgeschrieben und meinte deren glorreichen Tage seinen vorbei. Doch weitgefehlt, denn 1990 erschufen sie sich mit "Painkiller" geradezu neu.

Schon beim Schlagzeug-Auftakt von Scott Travis wird klar, was einen erwartet: ein Brett aller erster Güte. Schnell, hart und melodiös. Halford schraubt auf dem Opener "Painkiller" sein Organ in ungeahnte Höhen aber auch die Gitarrenfraktion um Tipton und Downing gibt sich keine Blöße: Ein Hammersolo jagt das nächste. Auch mit den nächsten Songs geht es ohne Pause weiter. Sei es die geniale Melodie bei "Hell Patrol", den fetten, schnellen Riffs von "Leather Rebel" und "Metal Meltdown", hier stimmt einfach alles. Eines der Highlights ist sicherlich "Nightcrawler", obwohl es bei dieser CD schwer ist ein Highlight rauszupicken da die ganze CD ein solches ist, aber zurück zu Nightcrawler. Relativ ruhig und mit cleanen Gitarren wird der Song eingeleitet und eine recht düstere Atmosphäre herrscht vor. Der Song verwandelt sich schließlich in ein Brecher mit einem Hammer-Riff. Klasse.

Bei "Touch of Evil" zeigt Halford einmal mehr wieso er zu recht zu einem der besten Sänger im Heavy Metal gezählt wird und den Beinamen "Metal God" trägt. Ein mehr als genialer Song. Den Abschluss bildet "One Shot For Glory" welches zwar vom Aufbau weniger schnell und mehr Rifforientiert ist aber dennoch ein super Song. Man gebe sich nur mal die Lyrik:

"Let me hear the battle cry
Calling on the wind
Let me see the banners fly
Before the storm begins

Let me feel the spirits soar
Destroy the enemy
Striking at the evil core
For all the world to see

This day will last forever
Deep in the hearts of men
Courage and victory
Remember, remember
..."

Klar wird hierbei textlich ziemlich viele Klischees bedient, aber seine wir mal ehrlich das wollen wir doch alle oder?! Die CD rockt von vorne bis hinten, kein einziger Ausfall dabei, selten eine so geschlossen wirkendes Album gehabt wo die Songs alle miteinander so überzeugen. Es ist wirklich alles vertreten was das Headbanger-Herz begehrt: schnelle harte Songs, langsamere Groovehammer, Riffmonster etc. Die perfekte Mischung aus Härte, Geschwindigkeit und Melodie. Zu recht ein Klassiker.

Kommen wir nun zum Sound: Absolut einwandfrei produziert. Ok er könnte eventuell ein bisschen druckvoller sein, das war mein erster Eindruck beim aller ersten Hören, aber mittlerweile muss ich sagen besser und passender kann dieses Album eigentlich nicht klinge und der Sound überzeugt auch heute noch nach 16 Jahren. Allerdings kann ich nicht sagen wie die remasterte Version klingt, da ich nur die normale besitze. Die remasterte Version kommt mit 2 Bonus Tracks daher, die einwandfrei sind. "Living Bad Dreams" hat es aus welchen Gründen auch immer nicht auf die normale Veröffentlichung drauf geschafft.

Fazit: Viele Leute haben es damals Judas Priest nicht zugetraut ein solches Album abzuliefern das zurecht das wohl beste Album der Band darstellt. Nie war der Spruch "No Fillers- All Killers" treffender. Mit "Painkiller" haben Judas Priest den Powermetal der 90er entscheidend geprägt man höre sich z.b. nur mal Primal Fear an. Leider trennte man sich 1993 von Halford nach Streitigkeiten unter anderem wegen von Halford geplanter Soloprojekte, fand mit "Ripper" Owens aber einen würdigen Ersatz. Danach nahm man mit dem 2 Alben auf die recht modern ausfielen und worauf man gar nicht so sehr versuchte nach den klassichen Priest zu klingen. 2003 kam die Reunion mit Halford plus neue gemeinsame CD. Auf noch etliche weitere Jahre Heavy Metal vom feinsten. Zurecht einer der ganz großen Klassiker.

:liquid10:

Noch ein kleiner Nachtrag zum Thema Härte: mir ist klar das z.b. Bands wie "Kataklysem" oder "Six Feet Under", nur mal einige aus dem Bereich des Death Metals zu nennen, schneller und härter sind, aber hierbei geht es um Powermetal und klassischen Heavy Metal.

Verfasst: 26.05.2007, 16:00
von EatenAlive
Sehr schönes Review. Aber mit Power Metal kann man mich ehrlich gesagt jagen, ich muss da nur an eben "Painkiller" oder "Let the Hammer Fall" von Hammerfall denken und ich ergreif die Flucht. :lol: Ich mag die teilweise strunzdummen Texte nicht und noch weniger den Gesang, bei dem ich Gänsehaut bekomme. Aber ich kann auch verstehen, wieso man die Musik mag. Ich hab Hammerfall mal Live auf einem Festival gesehen und es war schon ne dicke Show. :wink:

Verfasst: 26.05.2007, 18:48
von urgh
Steh eher auf die älteren Priest Sachen (British Steel).
Aber meine Schiene is Old School Punk (Pistols, Sham 69, Chelsea etc.etc). Hab zwar was von Van Halen und Quiet Riot aber wie gesagt...

miche

Verfasst: 27.05.2007, 02:30
von Hannibal
Yeah, geil, endlich mal auch Old School-Reviews :-D
Bei Judas Priest hab ich mich noch nie so wirklich reingehört, hab mir deshalb letzte Woche mal die Greatest Hits geordert, um mir ein besseres Bild von denen zu machen.

MFG
Hannibal

Verfasst: 27.05.2007, 09:50
von jack warrior
@eaten alive: tja gib dir mal priest live das rockt die bolle wie nichts *g
@urgh: ja british steel ist auch gut aber würde sagen nicht die killer scheibe wie immer behauptet also meine jetzt im sinne von überhammer.
wobei ich fast das gefühl hier bekomme was die musik angeht bin ich im falschen forum.

@hannibal: tu das so hat es auch bei mir angefangen... welche greatest hits den? die von sony compiliert und eine cd oder die von der band mit 2 cds? by the way wo die old school review herkommt gibt es noch viele mehr!

Verfasst: 27.05.2007, 10:21
von EatenAlive
jack warrior hat geschrieben:@eaten alive: tja gib dir mal priest live das rockt die bolle wie nichts *g
In diesem Leben wohl nicht mehr, ich bleib doch lieber in meinen Metalgefilden.

Verfasst: 27.05.2007, 10:24
von jack warrior
what hörste den tu? las mich raten wenn ich nach dem avatar gehe würd ich sagen irgendwas richtung gothic eventeull death un black metal...

Verfasst: 27.05.2007, 10:36
von EatenAlive
Na ja, ich hör eigentlich verdammt viele Musikrichtungen. Aber favorisieren tue ich momentan Progressive-Death Metal aller Opeth oder Progressive Black Metal. Hab ja schon paar Reviews zu Platten geschrieben. :wink:

Verfasst: 27.05.2007, 10:45
von Carcass77
Klasse Review, jack! :D

Obwohl das auch nicht meine Baustelle ist: Für mich ist Painkiller schlichtweg das Heavy-Metal-Album überhaupt. Vor allem, da nicht aus jeder Ecke die Klischees heraustriefen, wie es inzwischen bei den Power-Metal-Kapellen der Gegenwart der Fall ist.

Getrennt hat sich Judas Priest 1993 nur von Rob Halford. Mit Ripper Owens - der imo stimmlich locker mit Halford mithalten kann (ich habe mich da selbst bei zwei Konzerten damals auf der Jugulator-Tour (zusammen mit Gorefest) überzeugen können) haben sie zwei Studioscheiben aufgenommen, von denen "Jugulator" richtig klasse ist. Das Album ist noch härter als Painkiller und überzeugt durch richtig modernes Songwriting.

Verfasst: 27.05.2007, 11:09
von jack warrior
hey carcass: das weis ich doch alles... iich meinte ja trennung des klassischen lineups ok hät ich bischen genauer schreiben sollte ... die ripper scheiben hab ich auch hab eigentlich die komplette discografie von priest.
und die ripper scheiben sind auch net schlecht mag beide ripper platten.

@eaten: na lag ich ja gar nicht so verkehrt.

Verfasst: 27.05.2007, 11:30
von EatenAlive
jack warrior hat geschrieben:.
@eaten: na lag ich ja gar nicht so verkehrt.
Na ja somit werden wir uns sehr warscheinlich nicht ins prügeln kriegen, weil wir ne Review über die selbe CD schreiben wollen. :lol: Demnächst mach ich
paar Reviews zu EBM Industrial Mukke, da wirds noch unwarscheinlicher. :D

Verfasst: 27.05.2007, 11:34
von daemonicus
EBM :26

Ich hoffe, das geht etwas Retro Richtung Front 242 und Nitzer Ebb? :D

Verfasst: 27.05.2007, 11:39
von jack warrior
na wird unwahrscheinlich eaten, aber man weis ja nie ich bin recht vielseitig angelegt, aber stimmt schon werd wohl nie ne review zu ebm etc machen. also hau rein

Verfasst: 27.05.2007, 11:44
von EatenAlive
daemonicus hat geschrieben:EBM :26

Ich hoffe, das geht etwas Retro Richtung Front 242 und Nitzer Ebb? :D
Also von Front 242 kommt entweder "Official Version" oder "Front by Front", bin noch unentschieden. :wink:

Verfasst: 27.05.2007, 12:08
von daemonicus
:eclipsee_gold_cup

Verfasst: 27.05.2007, 15:54
von Vince
Buh, Oldschool Reviews. :wink:
Nein, freut mich, dass auch der Hannibal mal wieder was zum lesen hat hier, und es ist ja auch ein dolles Ding geworden, ehrlich.
Leider bin ich da so ähnlich eingestellt wie Eaten Alive - net mein Revier.

Verfasst: 27.05.2007, 16:02
von Hannibal
jack warrior hat geschrieben: @hannibal: tu das so hat es auch bei mir angefangen... welche greatest hits den? die von sony compiliert und eine cd oder die von der band mit 2 cds? by the way wo die old school review herkommt gibt es noch viele mehr!
Die hier!

MFG
Hannibal

Verfasst: 27.05.2007, 16:22
von jack warrior
sind viele gute songs drauf allerdings auch 2 oder 3 die ich nicht umbedingt als hit einordnen würde und leider nur einer von der painkiller mit drauf. aber ansonsten ne recht gute compilation... wobei ich gerade sehe das diese best of es in mehreren versionen mit leicht anderer trackliste gibt
also lass dich überraschen aber würd sagen hast nix falsch gemacht für den einstieg

Verfasst: 27.05.2007, 16:24
von Hannibal
Jo, will mich halt nur mal reinhören. Wenn's mir zusagt, war es sicher nich die letzte Platte von Judas Priest...:-)

MFG
Hannibal

Verfasst: 31.10.2007, 16:21
von Ed Hunter
Muss das mal kurz ausgraben :wink: :

Ein in der Tat sehr sehr geiles Album, das ich mir heute zugelegt habe und absolut top finde! Hatte von der Priestern bis jetzt nur die "British Steel", die ich zwar ganz nett ("Breaking the law", "Living after Midnight"), aber ihrem Ruf nicht gerecht werdend fand, außerdem kannte ich das exzellente "Freewheel Burning", aber "Painkiller" toppt in der Tat alles, da kann ich mich dem hervorragenden Review voll und ganz anschließen.

Power Metal at its best :!: :twisted: :D 8-)

Verfasst: 31.10.2007, 22:11
von jack warrior
joh man , britsh steel ist echt ganz gut aber kein killer wie painkiller. sehr gut find ich sad wings of destiny ... sozusagen eine der urscheiben des metals von 78 , oder aber auch defenders of the faith mit besagtem freewheel burning.
so demnächst kommt endlich die lange vorbereitete halford review

Verfasst: 31.10.2007, 22:21
von daemonicus
Stimmt, die Sad Wings ist ja schon fast noch Hippie Sound. :D Aber British Steel mag ich auch sehr gern, vor allem Breaking the Law. Mein Highlight (einfach aus Nostalgie Gründen) ist immer noch Defenders of the Faith. Für mich ein weiteres Bonbon: Halfords spätes Nebenprojekt "Two".

Verfasst: 31.10.2007, 22:56
von jack warrior
jep two hab ich ne cd von :) wobei man sagen muss das priest die sad wings of destiny (mit dem einem der geilsten metal cover ever) songs live ja um einiges schneller gespielt ham als auf studio... wenn man sich das mal vorstellt war das schon nen großer schritt richtung metal damals.

vergass screaming for vengance ist auch ne geniale scheibe

Verfasst: 17.05.2008, 12:58
von Frances TM
Keiner Wunder, dass mir die Scheibe gefällt. Der JP-Drummer auf "Painkiller" hat ja früher bei Racer X gespielt... genau wie der Bassist von The Mars Volta ;)

Verfasst: 17.05.2008, 19:53
von jack warrior
der hat net nur bei racer x gespielt der scott sondert tut es heute immer noch ...