Filmtagebuch: Nachtwaechter

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Beitrag von Nachtwaechter » 27.04.2013, 16:14

The Man with the iron fists

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Wirrer Mix, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob es eine Parodie, eine Hommage oder gar ein ernst gemeinter Kung-Fu-Flick sein soll.
Ein Überagebot an angestrengt skurrilen Figuren, bei denen die Spielfreude von Russell Crowe auf der Positiv- und das mangelnde Schauspieltalent von Regie-Debütant RZA auf Negativseite zu Buche schlagen, hangelt sich durch eine simple, für das Charakteraufgebot viel zu dünne Story.

Austattung und Setting wissen zu gefallen, auch die Musik obwohl privat gar nicht mein Fall, wurde passend integriert.

Wohlwollend, weil man trotz aller Unzulänglichkeiten merkt, das da jemand das Genre liebt

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Beitrag von Nachtwaechter » 29.04.2013, 14:52

Oblivion

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Audiovisueller Hochgenuss, der zwar so gut wie keine einzige neue Idee auf die Leinwand bringt, aber die altbekannten unterhaltsam zusammenrührt und so ein rundum gelungenes Kinoerlebnis bescherrt.
Denn vor allem handwerkliche Perfektion im Effektebereich ist, was nach dem Kino hängen bleibt. Denn inhaltlich werfen sich dann doch ein paar Ungereimtheiten auf , nachdem der Abspann verklungen ist.
Macht aber nix, zumindest beim ersten Mal.
Bei einer eventuellen zweitsichtung werden manche Löcher dann doch etwas mehr auffallen.

Daher sehr gute
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Beitrag von Nachtwaechter » 30.04.2013, 18:35

Strike Back - Season 3

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The boys are back... in Africa!
Wurde in Season 2 noch in jeder Doppelfolge ein an derer Krisenherd zum Spielplatz für echte Kerle in Machoposen genutzt, bleiben wir diesmal komplett in Afrika und verfolgen die beiden Testosteronbolzen Phillip Winchester und Sullivan Stapleton dabei, wie echte Soldaten eben tun, was echte Soldaten eben tun müssen.
Und wieder ist das ganze auf einem verflucht hohen Niveau inszeniert, lässt kaum Zeit zum Atem holen und ist politisch des öfteren mehr als fragwürdig.
Der große "Wow"-Effekt der 2 Season bleibt diesmal leider aus, ist das ganze Chose ja nun etabliert, und als einzige echte Neuerung dürfen wir nun Rhona Mitra bewundern, welche mindestens genauso hart agieren darf wie die "Helden" der Section 20.
Insgesamt aber bleibt eine hervorragende Actionserie, welche diesen Namen im Vergleich zu manch anderen auch wirklich verdient, auf deren 4. Staffel ich mich wieder tierisch freue.

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Beitrag von StS » 01.05.2013, 09:09

...ich warte noch immer auf eine BluRay der Season.
In den USA soll wohl eine im August rauskommen.
Freu mich drauf! :D

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Beitrag von Nachtwaechter » 01.05.2013, 21:07

... und das mit Recht! ;-)
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Beitrag von Nachtwaechter » 04.05.2013, 10:09

America's Most Wanted

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"Shooter"-Vorläufer mit Keenan Ivory Wayans, bevor er der "Scary Movie" schenkte und noch in die Actionschiene eingestiegen ist.
Relativ spannungss- und actionarm inszenierter Actionthriller ohne einen klitzekleinen Funken inspiration, wird hier nach Schema F die übliche Verschwörungsstory und Flucht eines unschuldigen Mannes in Szene gesetzt. Die fast schon biedere Inszenierung passt sich dem überraschungsarmen Drehbuch an, und ist handwerklich sauber, aber auch kreuzbrav.
Oldschool ist zwar schön, kann aber auch manchmal langweilig bedeuten.

Der einzige der hier nicht langweilt ist der um sein Leben chargierende Jon Voight. so "over-the-top" hat man ihn davor und danach (nein, nicht mal in "Anaconda") nie wieder gesehen.

An einem (sehr) verregneten Sonntag

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Beitrag von Nachtwaechter » 09.05.2013, 20:11

Chase-Season 1

Kurzlebige Crime-Action-Serie aus der Jerry-Bruckheimer-Schmiede über einen Einheit der US-Marshalls (unter anderem "Prison Breaker" Amaury Nolasco und Cole "Pitch Black" Hauser), die die gefährlichsten Verbrecher der USA zur Strecke bringt.
Nicht unbedingt langweilig, aber auch nicht sonderlich aufregend wird hier das "Fall der Woche" Sujet abgearbeitet. Manchmal nicht ganz unspektakulär und technisch einwandfrei eine der üblichen US-amerikanischen Krimi-Serien, wie es sie zuhauf gibt. Die in den letzten Folgen eingeworfenen, folgenübergreifenden Handlungsstränge reihen sich in ihrer Beliebigkeit in die Standardfälle ein.

Für manch ein Boardmitglied vielleicht interessant ist der Gastauftritt des Schweizer Kickboxexports Daniel Bernhardt (Bloodsport 2 + 3), welcher in der 16. Folge genauso viel zu sagen hat wie in "Parker" ;-)


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Beitrag von Nachtwaechter » 20.05.2013, 20:14

Killing them softly

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Angesiedelt in der Zeit als Barrack Obama und die Weltwirtschaftskrise auf dem Vormarsch waren, zeigt dieser knochentrockene, dialoglastige Gangsterfilm, das auch im Reich der Verbrecher die Geldknappheit (Feilschen um Honorare und Vergünstigungen, das Verwenden von handelsüblichen, billigen Reiningungshandschuhen) ihren Tribut fordert.
Dank vergeichweise geringer Laufzeit, dem Verzicht auf pseudocoole Dialoge, einiger wirklich hervorragender schauspielerischer Leistungen ("Sopranos" - Star James Gandolfini spielt seine kleine Rolle als abgehalfterter Killer, der selbst für seinen kleinen Auftrag schon zu abgehalftert erscheint grandios), und einer zynischen, extrem harten Gewaltdarstellung fernab jeglicher Schönheit reicht es für einen sehenswerten Genrebeitrag, der zwar nichts neues erzählt, aber das Wesentliche herausarbeitet.

:liquid7:

The Machnist

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Sicher, das Erste was einem zu diesem Streifen einfällt ist Christian Bale's Wandlungs- und Leidensfähigkeit. Sich und seinen Körper für einen Film so zu quälen fordert Respekt, und dann noch die Kraft zu haben, seine Rolle mit so viel Verve zu füllen ebenfalls.
Der Film selber baut geschickt die ganze Zeit geschickt Spannung auf, so dass nie so ganz klar ist, ob die von Bale's Charakter Reznik wahrgenommen Erscheinungen real oder nur seiner angekratzten Psyche zu verdanken sind. Die Auflösung des ganzen kann dann eigentlich nur noch enttäuschen, und so war es leider dann auch hier. Die Hinweise sind zwar vielfältig in den Film eingebaut, doch verindern die vielseitigen Interpretationsmöglichkeiten einen echten "what-the-fuck"-Moment.
Nichtsdestotrotz, die aufgebaute, düstere Stimmung und die schon erwähnte "Tour-de-force" von Bale hinterlassen einen positiven Gesamteindruck.

:liquid7:

True Grit

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Das mal eine Kinderdarstellerin dem großen (von mir sehr geschätzten) Jeff Bridges mal die Show stiehlt, hätte ich in dieser Form nicht erwartet.
Obwohl die Rolle von Hallee Streinfeld doch sehr Vorlaut, nicht zu sagen klugscheißerisch angelegt ist (und ich Kinder in gewichtigen Rollen leider selten etwas positives abgewinnen kann), gelingt es ihr, ihr Verhalten nachvollziehbar und auch sympathisch darzustellen.
Bridges (welcher natürlich wie immer keinen Grund für Kritik lässt) und auch Damon (wie auch Josh Brolin und Barry Pepper, welche Edelsupport abgeben) schauen von der Seite respektvoll zu und überlassen ihr die großen Momente.
Zu den hervorragenden Darstellern gesellen sich noch eine tolle Kameraarbeit in den Landschaftsaufnahmen.
Demgegenüber stehen eine etwas unspannende Umsetzung, dem irgendwie das Besondere früherer Coen-Werke irgendwie abgeht. Alles einen Tacken zu konventionell, aber in edler Verpackung.
Das macht einen guten, aber nicht besonderen Film.

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Beitrag von Nachtwaechter » 21.05.2013, 20:18

Cloud Atlas

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Da mir die als "unverfilmbar" geltende Buchvorlage nicht bekannt ist, gehe ich vollkommen unvoreingenommen an diesen Film heran.
Naja, zumindest so unvoreingenommen, wie man einen Film, an dem die Wachowskis beteiligt sind herangehen kann.
Aber diese liefern hier zusammen mit Tom Tykwer einen wunderschön gestalteten, komplexen, aber trotz 6 in verschiedenen Zeitepochen spielenden Geschichtn nie verwirrenden Zyklus, der so ziemlich jedes Genre abdeckt, ohne sich allzu sehr zu verzetteln.
Von Liebesdrama, über Verschwörungsthriller, Sci-Fi, Action bis zur Komödie wird hier alles in ausreichendem Maße etwas geboten, so dass bei mir keine Langeweile aufkam. Ist schon lange her, das ich nach zweieinhalb Stunden das erste Mal auf die Uhr schaute und dann doch traurig war, das wir uns dem Ende nähern.

Zwar wirkt manch Botschaft etwas zu sehr mit dem Holzhammer präsentiert (besonders in der"fünften" Geschichte um "Duplikantin Sonmi"), auch ist nicht jede Maske als gelungen zu betrachten (Hugo Weaving als Koreaner???, dafür war er als "Schwester Noakes" 'ne echte Schau!), doch stört das ein stimmiges Gesamtbild (mit Ausnahme der FSK 12 Freigabe, den aufplatzende Körper und duchschnittene Kehlen sind auch für heutige Kids nichts) nicht wirklich.
Abgerundet durch einen wundervollen Score des Dreigespanns Tykwer/Heil/Klimek bleibt mir da nur zu bemitleiden, den Streifen doch nicht im Kino gesehen zu haben!


PS: Ein Film, in dem Hugh Grant den Häuptling eines Kannibalenstammes mimt, kann so schlecht nicht sein! :-)

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Beitrag von Nachtwaechter » 25.05.2013, 10:03

Hawaii 5-0 - Staffel 2

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Weiterhin rasante Krimiaction vor schöner Kulisse in sauberer Inszenierung und hohem Tempo, die allerdings soetwas wie echte Spannung vermissen lässt.
Die Fälle laufen immer nach dem selben Schema ab: Verbrechen wird begangen, erster Verdächtiger schnell gefunden, der beteuert das er es nicht war, (was ihm dann meist ohne größere Überprüfung geglaubt wird) es wird weiter gesucht und dann mehr durch Zufall der Fall gelöst... Nebenbei noch die große folgenübergreifende Verschwörung um den bösen Wo-Fat und seine Verbindung zur Hauptfigur (Mark Dacascos darf dann auch in dieser Staffel zweimal das zeigen, was er noch drauf hat) und die doch recht amüsanten Diskussionen zwischen McGarret und "Dano".
Hin und wieder treten auch lange verschollene Gesichter (Tom Sizemore, William Baldwin) in wiederkehrenden Nebenrollen auf, andere nur für gaaaaanz wenige Minuten (Peter Fonda kommt nicht mal auf 2 Minuten).

Alles in allem wenig gehaltvolle, aber durchaus kurzweilige Unterhaltung!

Gute :liquid6:
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Beitrag von Nachtwaechter » 27.05.2013, 09:49

Killer Joe

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Unsympathische Menschen machen unmoralische Sachen, wie zum Beispiel ihre Mutter/Ex-Frau wegen der Lebensversicherubg umbringen lassen, ihrer Stiefmutter auf den unrasierten Pelz glotzen, ihre traumatisierte Schwester/Tochter als Pfand an einen (den von Matthew McConaughey superb gepielten) Killer abtreten, einen Chickenwing für Fellatio mißbrauchen...

Die charaktergetriebene, rabenschwarze Thrillergroteske von William Friedkin geizt nicht mit Stereotypen aus dem White-Trash- Universum (stilecht spielt ein großteil desFilms in einem Trailerpark), verzichtet auf einen Sympathieträger oder gar Mitgefühl für eine der handelnden Gestalten (selbst die von Juno Temple recht freizügig gespielte geistig etwas derangierte Schwester hat ein solches nicht wirklich verdient), und lässt das alles einem schönen, aber doch ein paar Fragen offen lassenden Finale kulminieren.

Neben McConaughey überzeugt vor allem Thomas Haden Church als einfältiges, alles abnickendes, dann aber doch unglaubwürdig dreinblickendes Familienoberhaupt, der offenbar nie lange braucht, um sich mit den neuen Katastrophen um ihn herum zu arrangieren..

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Beitrag von Nachtwaechter » 06.06.2013, 15:49

Castle - Staffel 1

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Nette, süffisante Krimishow mit sympathischen Hauptdarstellerduo.
Die Fälle sind "Business-as-ususal", der Reiz besteht im Zusammmenspiel der beidenm wie immer gegensätzlichen und grundverschiedenen Protagonisten, die doch natürlich im Laufe der Zeit immer mehr füreinander empfinden.
Da ist noch viel Luft nach oben, aber das die erste Staffel gerade mal 10 Folgen zum reinschnuppern enthält, macht man erstmal nix falsch.

Nur muss ich mir ein anderes Schema für solche Serien einfallen lassen. Normalerweise schau ich Serien immer in einem Rutsch, aber bei den doch recht konventionellen Krimiserein tu ich mich da immer schwerer, denn wenn, ich dann drei, vier Wochen die Folge schaue, stehe ich oft vor der Aufgabe, obwohl mich das Gebotene doch durchaus unterhalten kann!


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Beitrag von Nachtwaechter » 09.06.2013, 19:22

Snitch

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Ruhiges, etwas überlanges Thrillerdrama das die lebende Comicfigur Dwayne Johnson mal zur Abwechslung als ganz normalen Menschen präsentiert.
Dieser schlägt sich als Geschäftsmann und Vater gar nicht schlecht.
Atmosphärisch und inhaltlich nicht das komplette herausgeholt (mich hätten noch ein paar Infos zu den amerikanischen Drogengesetzen interessiert), einge Unglaubwürdigkeiten (z. B. der "rambomäßige" Auftritt Jon Bernthal's im Haus des Drogendealers) schmälern den gelungenen Gesamteindruck ein wenig, da man sich auf emotionaler Seite wohl vorhatte, dieses Vorhaben dadurch aber ein wenig untergraben wird.

Sehr gute
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Beitrag von StS » 10.06.2013, 06:06

...schreibs doch ruhig auch in den entsprechenden Thread. :wink:

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Beitrag von Nachtwaechter » 10.06.2013, 09:42

Soeben geschehen! :wink:
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Beitrag von The Punisher » 10.06.2013, 15:26

Hat Johnson eigentlich die Synchro von Statham wie im Trailer? Ich fand im Trailer das Leon Boden eine schlechte Wahl für Johnsons Synchro ist :roll:
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"And shepherds we shall be, for Thee, my Lord, for Thee. Power hath descended forth from
Thy hand.That our feet may swiftly carry out Thy command. So we shall flow a river forth
to Thee, and teeming with souls shall it ever be. In nomine Patri Et Filii.Spiritus Sancti"

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Beitrag von Nachtwaechter » 10.06.2013, 21:15

Jepp, es war die Leon Boden... etwas gewöhnungsbedürftig, aber kein kompletter Reinfall!
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Beitrag von Nachtwaechter » 13.06.2013, 10:15

The Wire - Staffel 2

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Ich kann irgendwie jeden verstehen, der die Serie als zu trocken, zu unüberschaubar oder gar zu langweilig einstuft.
Aber gerade dieses unaufgeregte, das aber doch auf einen emotionalen Höhepunkt zusteuert entwickelt bei mir eine ungemeine Sogwirkung (die letzten 5 Folgen an einem Abend an einem Stück! Das gabs noch nie bei mir.)
Wie schon in Staffel 1 wird ein riesiger Haufen an fast gleichgestellten Personen in den Mittelpunkt gestellt und bei ihrem Schalten und Walten beobachtet. Das ist für mich wieder ungemein interessant, auch wenn die Handlungsfortschritte an sich in manchmal minimal bleiben. Dafür wird den Charakteren und ihrem Verhalten, ihren Ermittlungen oder ihren Versuchen ihrer kriminellen Verstrickungen zu vertuschen jede Menge Raum gegeben. Ach wenn gerade zum Ende hin, das eine oder andere Klischee nicht ausbleibt (Besonders bei der Figur des ständig irgendwie verarschten Ziggy!)
Der weiterhin, bereits in Staffel 1 etablierte dokumentarisch angehauchte Touch bleibt erhalten, und die diesmal wird die Tür zu Staffel 3 weit aufgestossen.

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Beitrag von Nachtwaechter » 16.06.2013, 22:03

The Purge - Die Säuberung

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(Fast schon zu) Kurzer, knackiger spannnender, aber trotz gelungener Grundidee nicht gänzlich ausgereifter Terrorthriller, der seine vorhandene gesellschaftskritische Botschaft in erster Linie dem klassischen Spannungskino unterwirft.
Das ist aber beileibe nicht schlecht, im Gegenteil, doch lies die Grundidee einfach auf mehr hoffen.

Das gebotene ist aber angemessen nervenkitzelnd und hart, die Logik bleibt des öftern auf der Strecke (das offensichtlich "ewig-lange-versteckt- bleiben" in einem Haus dieser Größe!), der nette Twist im Finale nicht gänzlich unvorhersehbar, aber trotzdem gelungen!
Eine Fortsetzung wird gerne konsumiert...

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Beitrag von Nachtwaechter » 24.06.2013, 10:21

Olympus has fallen

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Millenium Films und ihre CGI-Fluggeräte. Wie meist in deren Produktionen werden ihre Flugzeuge, Hubschrauber usw. aus dem Rechenknecht erzeugt (wie z. Bsp. "Expendables 2)", was dem ansonsten recht handgemachten Streifen ein wenig die Kantigeit raubt und mir den Spass an der knüppelharten Erstürmung des "Weißen Hauses" ein (klitzeklein) wenig geraubt hat. (ich hab da jetzt richtig Angst vor der HD-Auflösung auf der Blue-Ray).

Doch abgesehen davon hatte ich eine Menge Spaß an der kompromisslosen Action, dargereicht von endlich mal wieder im diesem Fach überzeugenden Gerard Butler.
Ohne zuviel Schnörkel, einem ausreichenden Maß an Background der Figuren (Ausnahme Bösewicht Rick Yune, dessen Motivation über "Nordkoreaner" ja nicht wirklich hinausgeht) wird hier die "Stirb-Langsam-Routine" auf unterhaltsame, harte Weise präsentiert, so dass keine Langeweile aufkommt.
Nur übertriebenen amerikanischen Patriotismus sollte man vertragen können, aber da sollte man sich bei einem Film mit eben solch einem Titel aber auch vorher im klaren sein!

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Beitrag von Nachtwaechter » 27.06.2013, 20:16

Gangster No. 1

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Unterkühlter Brit-Thriller mit gelungenem Zeitkolorit und einem hervorrangenden Paul Bettany in der Hauptrolle als Gangsterpsycho.
Leider geht dem Werk zum Schluss ein wenig die Puste aus, und das ganze endet etwas platt und unspektakulär. (inhaltlich, nicht im Sinne von Schauwerten, auf die der Film nicht aus ist)

Auch ist Malcolm McDowell als alte Ausgabe des namenlosen Gangster etwas zu schwach, vor allem im direkten Vergleich mit seinem jungen Alter Ego Bettany, der zunächst nur einen brodelnden, später ausbrechenden Vulkan darstellt.

Regisseur McGuigan zeigt in seinem Debüt schon einiges von seinem visuellen Talent, welches er mit "Lucky Number Slevin" und "Sherlock" dann später perfektionieren sollte.

Alles in allem bleibt der Film hinter seinen Möglichkeiten, vor allem gegen Ende hin!
Und warum der Gangster als einziger in den beiden Zeitebenen (Vergangenheit und Gegenwart) von zwei Schauspielern verkörpert wurde, während alle anderen (Thewlis, Burrows, Marsan) in den Gegenwartsszenen einfach auf alt geschminkt wurden, kann mir wohl auch keiner beantworten.

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Beitrag von Nachtwaechter » 09.07.2013, 11:52

Get the Gringo

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Irgendwie war ich nach der Sichtung doch recht ernüchtert, hatte ich nach dem gelungenen Trailer und den doch meist sehr guten Kritiken einen doch etwas temporeicheren Film erwartet.
Neben einem wie meist grandiosen Mel Gibson (seine privaten Eskapaden stören mich beim Filmschauen nicht die Bohne), der hier endlich mal wieder seinen Killerlausbubencharme in voller Blüte ausreizen darf, und ein paar recht kompetent, vor allem übersichtlich in Szene gesetzten Actionszenen ist da dann leider nicht allzuviel was mich zu Begeisterungsstürmen hinreißen lässt.
Vielleicht liegt es am Mangel an echten Gegnern, den trotz des Szenarios eines mexikanischen Knastes, in dem sich "Mad Mel" erstmal zurecht finden muss, ist er doch irgendwie zu spitzbübisch überlegen als das echte Spannug bei mir aufkam. Das liegt aber auch an den nicht ideal gecasteten No-Names auf der (mexikanischen) Bösewichtseite (Peter Stormare lass ich hier mal raus, der hat aber auch zu wenig Chance sich zu präsentieren). Da gab es einfach niemanden, der Mel da irgendwie Paroli bieten könnte.
Daher steht von Anfang an fest, das Mel die ganze Chose zu aller, will sagen, zu sagen, zu seiner eigenen Zufriedenheit erledigt.
So bleibt letzten Endes ein netter Streifen. Nicht mehr, nicht weniger!

:liquid6:


Bloodfist

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Keine Ahnung welcher Affe mich da laust, aber irgendwie hab ich gerade Lust, zumindest einen Teil meiner Lücken bezüglich Don "The Dragon" Wilson zu stopfen. Und da ich bisher nur "The last Sentinel" und "Black Belt" von ihm kenne, hab ich da wohl einiges vor! :shock:
Angefangen mit diesem auf den Philippinen heruntergenudelten "Bloodsport"-Rip-Off, offenbart der Drache durchaus kompetentes, wenn auch auf filmischer Sicht eher unspektakuläreres Kickerhandwerk.
Und da dieses über die komplette Laufzeit relativ angenehm verteilt ist (auch wenn/weil manche Kamera etwas ungünstg positioniert ist, so dass ein echter Treffer nur zu erahnen ist), kommt keine echte Langeweile auf.
Spannung oder dramaturgische Finnesse sucht man natürlich vergeblich, Schema F hat das Ruder fest in der Hand.

Da der Rest vom Fest sich auch kaum beim Schauspielern erwischen lassen wollte, könnte man sogar auf die Idee kommen, Wilson stellt hier darstellerisch das Glanzlicht dar. Womit er sich der handwerklichen Kompetenz der kompletten Crew.

Insgesamt leicht unterdurchschnittlicher Turnierreißer!

:liquid4:


Bloodfist 3 - Forced to fight

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Zwei Jahre später hat der Drache zumindest gelernt, seinen miesepetrigen Gesichtsausdruck passender einzusetzen. So ist auf "darstellerischer" Ebene schonmal sowas wie ein Fortschritt zu erkennen.
Auch inhaltlich wurde der Turnierfilm verlassen, und man suchte den Knastfilm auf (Zufall das kurz davor "Mit stählerner Faust" und "Lock-Up" im Kino zu sehen waren?)
Und was soll ich sagen, dies tat der Chose doch recht gut. Auch wenn so ziemlich jedes Knastfilmklischee ausgepackt wird, bleibt das ganze dank einer für B-Film-Verhältnisse kompetenten Inszenierung eine recht erfreuliche Angelegenheit.
Natürlich knarrt und knackt es dramturgisch in jeder Ecke, wenn jeder Furz als Anlass für eine kurze oder auch längere Prügelszene gebraucht wird, doch wird dem ganzen eine gewisse Ernsthaftigkeit zugestanden, die nicht billig, plump oder aufgesetzt wirkt (wenn auch natürlich nur oberflächlich). Auch wenn ich doch irgendwo ein Problem dait habe, das ein Kinderschänder, der sein Problem offenkudig noch nicht überwunden hat, hier doch zur sympathischen, ja gar tragischen Figur erhoben wird.

Aufgrund gewisser Steigerungen im handwerklichen

:liquid5:


Snow White and the Huntsman

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Also, wäre ich der Spiegel, der Film wäre nach 10 Minuten vorbei gewesen, denn als echte Konkurrenz zur Königin hab ich in dem Film niemanden erblicken können. (Stehe aber halt auch auf Frauen, nicht auf Mädchen ;-))
Hat man diese (unbestreitbar subjektive) Sicht erstmal akzeptiert, wird man, auch hier subjektiv, recht gut unterhalten. Im Wust der ganzen "Post-Herr-der-Ringe-Fantasyfilme" (da pack ich das Werk jetzt einfach mal rein) gehört er dann doch aufgrund sich größerer Peinlichkeiten verkneifenden Aufbereitung des Märchens so wie der gelungene visuellen Düsternis zum oberen Drittel.
Streckenweise recht rasant, alle Eckpunkte von Schneewittchen abklappernd überzeugte mich vor allem Charlize Theron als böse Königin, der man sogar einen Grund (wenn auch nur gaaaaaaaanz oberflächlich) für ihr böses tun zuschrieb.
Hemsworth war noch im Thor-Modus und bewirbt sich damit für eine "Expandables"-Reboot in zwanzig Jahren, wenn unsere Recken wirklich zu alt für den Scheiss sind!
Stewart war am überzeugendsten, als sie die vergiftete Prinzessin gab und die Zwerge waren zwar namhaft besetzt, verfügten aber über insgesamt zu wenig screentime, um irgendwie eine echte, wichtige Rolle zu spielen.

Trotzdem, manchmal dürstet es einfach nach simpler, großbudgetierter Blockbusterunterhaltung, und im Rahmen dessen macht das Werk, auf dessen Zweitsichtung ich trotzdem erstmal verzichte, durchaus Laune!

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Beitrag von Wallnuss » 09.07.2013, 12:13

Habe den Film auch gesichtet (FTB-Beitrag folgt) und zumindest kann man sagen, dass die Zwerge angenehmer besetzt sind als in den Hobbit-Teilen. :lol:

Ansonsten würde ich dir zustimmen, was den Vergleich zwischen den Stewart und der Theron angeht, nicht nur optisch, auch von der darstellerischen Seite aus liegen da Welten zwischen!

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Beitrag von StS » 09.07.2013, 13:20

Wallnuss hat geschrieben:Ansonsten würde ich dir zustimmen, was den Vergleich zwischen den Stewart und der Theron angeht, nicht nur optisch, auch von der darstellerischen Seite aus liegen da Welten zwischen!
Naja, Theron´s Overacting war jetzt auch nicht gerade große Schauspielkunst... :wink:

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Beitrag von Nachtwaechter » 09.07.2013, 13:59

Dem Underacting von Stewart aber weit überlgen ;-)
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