Vince hat geschrieben:So siehts aus; ist halt hoffnungslos, dem postmodernen Alleschecker aus dem Publikum von heute Filme wie die vom Shyamalan zu verkaufen. Da wird dann auf den Plottwists herumgeritten und sich an sonstigen Nichtigkeiten aufgehangen - liegt irgendwo im Zeitgeist der Jahrtausendwende begraben. In einer anderen Epoche wäre der Mann mit seinen Filmen besser aufgehoben, denke ich mir.
Filmtagebuch: Fäb
Moderator: SFI
lol leute, hauptsache er hat noch Publikum wie euch, denen er jede Spinnerei noch als tolle Fantasie mit ach so schöner Atmo (wo hat der Film denn bitte Atmo?!?! Einfach nur eine Art langweiliges Kammerspiel *gähn*) vorsetzen kann und die das dann mit rosaroter brille trotzdem noch alles goutieren 
Aber halt, ich wollte gar nicht mehr Öl ins Feuer gießen
vermutlich zu spät :twisted:
Die Abenteuer des Baron Münchhausen

Ich liebe Terry Gilliam!! Der Film steht ganz in der Tradition so ulkiger Odysseen wie Gulliver's Reisen oder auch Time Bandits von Gilliam selbst, verbunden mit dem Mythos Lügenbaron Münchhausen. Gilliam schuf eine überbordende fantastische Reise, die dermaßen ausgeschmückt und tollkühn inszeniert ist, dass es mal wieder fast jeder Beschreibung spottet. Trotz einiger weniger Längen insgesamt einfach nur toll und völlig zu Unrecht wohl einer der unbekannteren / unpopuläreren Gilliams.
@Vince: wow, schönes Review! ... französischer Maler Gustave Doré im 19. Jh. und so... ja ne is klar.
Aber halt, ich wollte gar nicht mehr Öl ins Feuer gießen
Die Abenteuer des Baron Münchhausen

Ich liebe Terry Gilliam!! Der Film steht ganz in der Tradition so ulkiger Odysseen wie Gulliver's Reisen oder auch Time Bandits von Gilliam selbst, verbunden mit dem Mythos Lügenbaron Münchhausen. Gilliam schuf eine überbordende fantastische Reise, die dermaßen ausgeschmückt und tollkühn inszeniert ist, dass es mal wieder fast jeder Beschreibung spottet. Trotz einiger weniger Längen insgesamt einfach nur toll und völlig zu Unrecht wohl einer der unbekannteren / unpopuläreren Gilliams.
@Vince: wow, schönes Review! ... französischer Maler Gustave Doré im 19. Jh. und so... ja ne is klar.
Vince hat geschrieben:StS hat geschrieben:Wen nennst Du hier "Mainstreamer"?!?!
![]()
Den versteh ich jetzt nicht...
... ich find "LitW" auch doof - und das Oevre des Shy ebenso nicht gerade begeisternd.Vince hat geschrieben:So siehts aus; ist halt hoffnungslos, dem postmodernen Alleschecker aus dem Publikum von heute Filme wie die vom Shyamalan zu verkaufen.
Ich habs ja auch nicht "böse" aufgefasst - nur halt dass man das nicht auf den Mainstream schieben sollte...schließlich kommt der Mann aus dem Reich des Bollywood-Films. Schwamm drüber.Vince hat geschrieben:@StS: Sorry, ich versteh immer noch nicht, was du meinst. Ich hab da halt ein bissl verallgemeinert - ich weiß natürlich, dass es Leute wie dich gibt, die das etwas differenzierter sehen.
Woas net, hab ihn aber zumindest verbal schon ordentlich gebasht ... An Wertungen erinner ich mich immer net ... Zahlen sind nur Schall und Rauch ;-)Vince hat geschrieben:Abgestraft? Hattest du nicht mindestens 5/10, wenn nicht sogar 6/10 gezückt?
Und ich glaube schon, dass der Shyamalan immer mal heulend in seiner Badewanne hockt und sich selbst dafür verflucht, sich selbst zum Twistman gemacht zu haben ... dass dann nen Film von ihm mit ohne Twist gleich gar nicht läuft, macht die Wanne sicher nur noch voller ;-)
Aber net dass ihr mich falsch versteht: Ich bin nach wie vor Fan vom ollen Inder ...
In diesem Sinne:
freeman

The Ice Harvest

Nunja, kein Überflieger aber mit allzeit gern gesehenen Darstellern gesegnet und neben einigen wirklich netten Situationen ein insgesamt sehr lässiger Stil. Wenn man aber so Sachen wie "Ein einfacher Plan", "Fargo" oder "Blood Simple" kennt, reißt einen Ice Harvest nicht mehr in Gänze vom Hocker. Da hat mir letztens noch "The Big White", der ja in Machart und Grundtenor ähnlich daherkommt, etwas besser gefallen. Kurzweilige Unterhaltung kann man dem hier aber locker auch noch attestieren.
,5
Schildkröten können fliegen

Faszinierendes und ob seiner Authentizität ein grummelndes Gefühl in der Magengegend bereitendes Kleinod, das es aber gleichzeitig versteht, mit ausgeklügelter Bildsprache zu versuchen die Nöte und daraus resultierenden kleinen Fluchten und Kurzschlussreaktionen der Figuren zu vermitteln. Der Film zeigt die Zustände in einem kleinen kurdischen "Dorf" (eigentich mehr lumpiges Flüchtlingslager) in der Grenzregion Irak-Iran-Türkei, in dem es eigentlich nur noch ganz junge und recht alte Menschen gibt. Die Kinder besorgen hier den spärlichen Lebensunterhalt indem sie Minen einsammeln und in der nächsten Stadt bei dubiosen Händlern eintauschen oder an UNO-Minenräumer verkaufen. Der Tod ist ihr ständiger Begleiter und Unglück ist vorprogrammiert. Der unmittelbar bevorstehende Krieg scheint da fast noch das kleinste Problem.


Nunja, kein Überflieger aber mit allzeit gern gesehenen Darstellern gesegnet und neben einigen wirklich netten Situationen ein insgesamt sehr lässiger Stil. Wenn man aber so Sachen wie "Ein einfacher Plan", "Fargo" oder "Blood Simple" kennt, reißt einen Ice Harvest nicht mehr in Gänze vom Hocker. Da hat mir letztens noch "The Big White", der ja in Machart und Grundtenor ähnlich daherkommt, etwas besser gefallen. Kurzweilige Unterhaltung kann man dem hier aber locker auch noch attestieren.
Schildkröten können fliegen

Faszinierendes und ob seiner Authentizität ein grummelndes Gefühl in der Magengegend bereitendes Kleinod, das es aber gleichzeitig versteht, mit ausgeklügelter Bildsprache zu versuchen die Nöte und daraus resultierenden kleinen Fluchten und Kurzschlussreaktionen der Figuren zu vermitteln. Der Film zeigt die Zustände in einem kleinen kurdischen "Dorf" (eigentich mehr lumpiges Flüchtlingslager) in der Grenzregion Irak-Iran-Türkei, in dem es eigentlich nur noch ganz junge und recht alte Menschen gibt. Die Kinder besorgen hier den spärlichen Lebensunterhalt indem sie Minen einsammeln und in der nächsten Stadt bei dubiosen Händlern eintauschen oder an UNO-Minenräumer verkaufen. Der Tod ist ihr ständiger Begleiter und Unglück ist vorprogrammiert. Der unmittelbar bevorstehende Krieg scheint da fast noch das kleinste Problem.
The Hard Word

Teilweise amüsantes, oft aber auch mit Längen zu kämpfendes und etwas halbgar wirkendes Gaunerdramödchen um eine leidlich symphatisch-kriminelle Brüdersippschaft und den letzten Coup... naja, kann man sich mal anschauen und ist auch ganz nett gemacht. Aber sonderlich lange in Erinnerung wird der wohl nicht bleiben.
meinetwegen noch knappe

Teilweise amüsantes, oft aber auch mit Längen zu kämpfendes und etwas halbgar wirkendes Gaunerdramödchen um eine leidlich symphatisch-kriminelle Brüdersippschaft und den letzten Coup... naja, kann man sich mal anschauen und ist auch ganz nett gemacht. Aber sonderlich lange in Erinnerung wird der wohl nicht bleiben.
meinetwegen noch knappe
Jarhead

Ein etwas anderer Antikriegsfilm. Sam Mendes stellt den modernen Krieg einer überrüsteten Kriegsmaschinerie wie der der USA als das da, was er für einen einfachen Soldaten ist: Pure Warterei und Schinderei für scheinbar nichts und wieder nichts außer für den einzelnen schwerlich greifbarer Floskeln à la Ehre für das Vaterland. Der Film ist clever angelegt, droht aber das ein oder andere mal zu sehr in Längen abzurutschen, was aber durch die Thematik der sinnlosen Warterei irgendwie auch kaum zu verhindern ist. Zwischendurch gibts noch die ein oder andere Reminiszenz an Full Metal Jacket, Apocalypse Now oder Deer Hunter - wobei gerade zweitgenannter natürlich vollkommen aus dem Kontext des "Anti"kriegsfilms gerissen wird und innerhalb der kahlgeschorenen Marines-Gemeinschaft zum Gegenteil umgekehrt wird. Das ist zwar plakativ nach dem Motto "seht her, wie dumpf diese Jungs sind und den Sinn des Films nicht begreifen", aber gerade noch gefällig. Mal ein anderer Antikriegsfilm und dem verlogenen Krieg der USA angemessen dargelegt - und leider trotzdem für meinen Geschmack zu wenig politisch. Insgesamt aber eine mal ganz andere Herangehensweise und dadurch interessant. Dass der Rest, von Darstellern über Musik bis Inszenierung und natürlich der tollen Aufnahmen in der Wüste, über jeden Zweifel erhaben sind, ist auch klar.
,5

Ein etwas anderer Antikriegsfilm. Sam Mendes stellt den modernen Krieg einer überrüsteten Kriegsmaschinerie wie der der USA als das da, was er für einen einfachen Soldaten ist: Pure Warterei und Schinderei für scheinbar nichts und wieder nichts außer für den einzelnen schwerlich greifbarer Floskeln à la Ehre für das Vaterland. Der Film ist clever angelegt, droht aber das ein oder andere mal zu sehr in Längen abzurutschen, was aber durch die Thematik der sinnlosen Warterei irgendwie auch kaum zu verhindern ist. Zwischendurch gibts noch die ein oder andere Reminiszenz an Full Metal Jacket, Apocalypse Now oder Deer Hunter - wobei gerade zweitgenannter natürlich vollkommen aus dem Kontext des "Anti"kriegsfilms gerissen wird und innerhalb der kahlgeschorenen Marines-Gemeinschaft zum Gegenteil umgekehrt wird. Das ist zwar plakativ nach dem Motto "seht her, wie dumpf diese Jungs sind und den Sinn des Films nicht begreifen", aber gerade noch gefällig. Mal ein anderer Antikriegsfilm und dem verlogenen Krieg der USA angemessen dargelegt - und leider trotzdem für meinen Geschmack zu wenig politisch. Insgesamt aber eine mal ganz andere Herangehensweise und dadurch interessant. Dass der Rest, von Darstellern über Musik bis Inszenierung und natürlich der tollen Aufnahmen in der Wüste, über jeden Zweifel erhaben sind, ist auch klar.
,5- Elkjaer-Larsen
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Entgleist

Nachdem der Film langsam seine Personen einführt, was nicht per se schlecht ist, schafft er es, nach jeder halbwegs gelungenen Wendung noch eine absolut nervig-unnötige hinterherzuschieben. Da wollte jemand zuviel des Guten und konnte sich zudem nicht so recht zwischen Thriller und Drama entscheiden. Letztendlich ist mal wieder ein Familienvatereinzelkämpferstreifen in Variation draus geworden, die ja leider recht häufiges Gähnen hervorrufen. Siehe zuletzt die unausgegorene one-man-show "Firewall" mit Harrison Ford. Verschiedene Filme, aber irgendwie absolut austauschbar und von den Zutaten her nahezu identisch, Harrison Ford ist halt hier Clive Owen. Diese Filme von der Stange ernten, auch wenn sie für die breite Masse sicherlich noch "okay" sind, nur noch Gähnen bei jedem der schonmal zweieinhalb derartige Thriller in seinem Leben gesehen hat.
La Mala educación

Almodóvar scheint ja stets eigene Komplexe und Obsessionen zum Stoff seiner Werke zu machen, so auch in "La Mala Educación". Bei dieser Melange aus Schwulendrama und Selbstfindungstrip lässt er neben der aufdringlichen Vergangenheitsbewältigung (die wohl stellvertretend für die seine steht) noch eine Spur von Krimi miteinfließen. Das Ganze wird wieder einmal vertrackt mit verschiedenen Zeit- und Erzählebenen aufgetischt, sodass sich dem Zuschauer nach und nach das puzzle ergibt. Wobei jedoch stets die Figuren mit ihren Ängsten und Nöten im Mittelpunkt stehen und Almodóvar eher weniger auf den großen Paukenschlag oder Clou aus ist. Mit einer gewissen Schwermütigkeit sicher nicht unbedingt jedermanns Fall, doch Almodóvar gehört wohl trotzdem mit zum Besten was aus Spanien anzutreffen ist.
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Nachdem der Film langsam seine Personen einführt, was nicht per se schlecht ist, schafft er es, nach jeder halbwegs gelungenen Wendung noch eine absolut nervig-unnötige hinterherzuschieben. Da wollte jemand zuviel des Guten und konnte sich zudem nicht so recht zwischen Thriller und Drama entscheiden. Letztendlich ist mal wieder ein Familienvatereinzelkämpferstreifen in Variation draus geworden, die ja leider recht häufiges Gähnen hervorrufen. Siehe zuletzt die unausgegorene one-man-show "Firewall" mit Harrison Ford. Verschiedene Filme, aber irgendwie absolut austauschbar und von den Zutaten her nahezu identisch, Harrison Ford ist halt hier Clive Owen. Diese Filme von der Stange ernten, auch wenn sie für die breite Masse sicherlich noch "okay" sind, nur noch Gähnen bei jedem der schonmal zweieinhalb derartige Thriller in seinem Leben gesehen hat.
La Mala educación

Almodóvar scheint ja stets eigene Komplexe und Obsessionen zum Stoff seiner Werke zu machen, so auch in "La Mala Educación". Bei dieser Melange aus Schwulendrama und Selbstfindungstrip lässt er neben der aufdringlichen Vergangenheitsbewältigung (die wohl stellvertretend für die seine steht) noch eine Spur von Krimi miteinfließen. Das Ganze wird wieder einmal vertrackt mit verschiedenen Zeit- und Erzählebenen aufgetischt, sodass sich dem Zuschauer nach und nach das puzzle ergibt. Wobei jedoch stets die Figuren mit ihren Ängsten und Nöten im Mittelpunkt stehen und Almodóvar eher weniger auf den großen Paukenschlag oder Clou aus ist. Mit einer gewissen Schwermütigkeit sicher nicht unbedingt jedermanns Fall, doch Almodóvar gehört wohl trotzdem mit zum Besten was aus Spanien anzutreffen ist.
Mein erster Mord

Irgendwo zwischen "Wild Things" meets "Eiskalte Engel" meets "perfekter Mord"-Schema angesiedelter möchtegern-schwarzhumoriger Film, der trotz kurzer Laufzeit über große Strecken leider etwas zu sehr langweilt, auch wenn er mit guten Darstellern gesegnet ist (Carrie-Anne Moss, Alec Baldwin, Jeff Goldblum... ). Unverhohlen vorhersehbar, aber wegen seiner selbstironischen Art und halbwegs nett zurecht gebasteltem Szenario meinetwegen noch knaaapper Durchschnitt. Der Originaltitel "Mini's First Time" ist übrigens mal wieder wesentlich passender, referiert die Hauptperson und Ich-Erzählerin doch die ganze Zeit von stets neuen Erfahrungen und der Suche nach immer neuen "Ersten Malen" und verrät der Titel doch nicht schon vor Beginn worauf es hinausläuft (auch wenn dies im Film selbst recht schnell klar wird).


Irgendwo zwischen "Wild Things" meets "Eiskalte Engel" meets "perfekter Mord"-Schema angesiedelter möchtegern-schwarzhumoriger Film, der trotz kurzer Laufzeit über große Strecken leider etwas zu sehr langweilt, auch wenn er mit guten Darstellern gesegnet ist (Carrie-Anne Moss, Alec Baldwin, Jeff Goldblum... ). Unverhohlen vorhersehbar, aber wegen seiner selbstironischen Art und halbwegs nett zurecht gebasteltem Szenario meinetwegen noch knaaapper Durchschnitt. Der Originaltitel "Mini's First Time" ist übrigens mal wieder wesentlich passender, referiert die Hauptperson und Ich-Erzählerin doch die ganze Zeit von stets neuen Erfahrungen und der Suche nach immer neuen "Ersten Malen" und verrät der Titel doch nicht schon vor Beginn worauf es hinausläuft (auch wenn dies im Film selbst recht schnell klar wird).
Dark Horse

Hab mit diesem schrulligen Kleinod aus dem Norden mal wieder meine Liebe zum Dänischen Film aufleben lassen. Ein wirklich sehenswertes komisches Drama um zwei Außenseiter der Gesellschaft, ihre Suche nach Liebe oder Anerkennung oder schlicht nach dem Ast nach dem sie greifen können um ihr Leben zu meistern. Weitere ausgebrannte Figuren säumen ihren Weg und das ganze ist verpackt in einer herrlich lakonischen Art die gleichzeitig bizarr und zum schwärmen komisch ist. Nicolas Bro, einer der üblichen Verdächtigen aus Dänemark und natürlich auch einer meiner Lieblingsmimen aus diesem kleinen aber feinen Filmland (u.a. bekannt aus "Adams Äpfel" oder "Dänische Delikatessen", sowie absolut grandios in "Stealing Rembrandt"), ist auch wieder mit von der Partie und so ergeben sich wirklich überaus amüsante Szenen...


Hab mit diesem schrulligen Kleinod aus dem Norden mal wieder meine Liebe zum Dänischen Film aufleben lassen. Ein wirklich sehenswertes komisches Drama um zwei Außenseiter der Gesellschaft, ihre Suche nach Liebe oder Anerkennung oder schlicht nach dem Ast nach dem sie greifen können um ihr Leben zu meistern. Weitere ausgebrannte Figuren säumen ihren Weg und das ganze ist verpackt in einer herrlich lakonischen Art die gleichzeitig bizarr und zum schwärmen komisch ist. Nicolas Bro, einer der üblichen Verdächtigen aus Dänemark und natürlich auch einer meiner Lieblingsmimen aus diesem kleinen aber feinen Filmland (u.a. bekannt aus "Adams Äpfel" oder "Dänische Delikatessen", sowie absolut grandios in "Stealing Rembrandt"), ist auch wieder mit von der Partie und so ergeben sich wirklich überaus amüsante Szenen...

Die Halbstarken (Remake)

Ohje, also das war in meinen Sugen ziemlicher Humbug. Muss mir da wohl mal das Original geben. Til Schweiger und ich werden in diesem Leben auch keine Freunde mehr. Der Film bewegt sich leider wirklich eher auf TV-Niveau und ist über weite Strecken grotesk hölzern - inszenatorisch wie darstellerisch.
Leg ihn um, Django

Würde nicht der in Genrekreisen große Name "Enzo G. Castellari" hinter diesem Werk stehen und mit George Hilton ein alter Genre-Haudegen und bekannt und beliebt für seine "Halleluja"-Rollen in vorderster Front mitmischen wäre dieser Film nur ein weiterer "The Good, the bad and the ugly"-Klon unter vielen. Ist er eigentlich auch so, hat aber immerhin die ein oder andere nette Eigenart an Bord und man merkt, dass kein Dilettant auf dem Regiestuhl saß. Trotzdem für meinen Geschmack noch bei weitem kein "guter" Italo-Western, sondern lediglich leidlich annehmbar. Wie so oft allerdings leider nicht ungeschnitten gesehen, scheint auch kaum möglich bei diesem Streifen.
Poseidon

Und nochmal Humbug! Und zwar ganz gewaltiger. Sicher, ich wusste was auf mich zukommt, aber hier ist ja wirklich alles langweilig und nach festem Grundschema abgehandelt. Urks. Da guck ich doch sogar eher noch diesen dingsda mit den monstern an Bord, da ist wenigstens was los und es suppt ordentlich rum... ;)
demnächst mal wieder besser 'n guten Film gucken...

Ohje, also das war in meinen Sugen ziemlicher Humbug. Muss mir da wohl mal das Original geben. Til Schweiger und ich werden in diesem Leben auch keine Freunde mehr. Der Film bewegt sich leider wirklich eher auf TV-Niveau und ist über weite Strecken grotesk hölzern - inszenatorisch wie darstellerisch.
Leg ihn um, Django

Würde nicht der in Genrekreisen große Name "Enzo G. Castellari" hinter diesem Werk stehen und mit George Hilton ein alter Genre-Haudegen und bekannt und beliebt für seine "Halleluja"-Rollen in vorderster Front mitmischen wäre dieser Film nur ein weiterer "The Good, the bad and the ugly"-Klon unter vielen. Ist er eigentlich auch so, hat aber immerhin die ein oder andere nette Eigenart an Bord und man merkt, dass kein Dilettant auf dem Regiestuhl saß. Trotzdem für meinen Geschmack noch bei weitem kein "guter" Italo-Western, sondern lediglich leidlich annehmbar. Wie so oft allerdings leider nicht ungeschnitten gesehen, scheint auch kaum möglich bei diesem Streifen.
Poseidon

Und nochmal Humbug! Und zwar ganz gewaltiger. Sicher, ich wusste was auf mich zukommt, aber hier ist ja wirklich alles langweilig und nach festem Grundschema abgehandelt. Urks. Da guck ich doch sogar eher noch diesen dingsda mit den monstern an Bord, da ist wenigstens was los und es suppt ordentlich rum... ;)
demnächst mal wieder besser 'n guten Film gucken...
Vince hat geschrieben:Ja, Octalus, der geht zehnmal besser ab als die auf links gedrehte Titanic hier...dingsda mit den monstern an Bord
Gestern von 12 Uhr mittags an ca. 11 Stunden Stunden mit der Politik-Lerngruppe hier verbracht. Da es heute weiterging und die Leute kurzerhand hier übernachtet haben, suchte ich gestern also zur Entspannung noch einen Film für unsere Gruppe vorm zu-Bett-gehen. Es handelte sich um KEINE ausgemachten Filmfreaks. Demnach lauteten die geäußerten Wünsche: "was cooles, lustig oder was mit action". hm ok, tja tausend filme im Haus aber wenig Komödien... aber 50 Western? dazu noch Italienische? Ok, ich war endgültig der "freak" :twisted:
- Running Scared
- Very Bad Things
- Out of Time
allesamt massenkompatibel und trotzdem nicht ganz 0815, naja ok letzterer schon - und der wurde dann auch geguckt!
Out of Time

was soll ich sagen...
... ja, er ist etwas vorhersehbar.
... ja, die Figuren sind leicht schablonenhaft und...
... ja, es ist einfach ein nur auf mainstreampublikum zugeschnittenes Maß an Spannung und immer schön ausbalanciert mit dem schönen Wörtchen "Unterhaltung".
Aber verdammt ich mag den Film trotzdem :) und für gestern Abend war wirklich perfekt ;) auch nach der zweiten Sichtung immer noch:
,5Bei mir ist es so: Während ich den Film gucke - was bisher zweimal geschehen ist - hab ich durchaus meinen Spaß und ja, irgendwie entspannt er wirklich. In der Zeit, in der ich ihn nicht gucke (also mein komplettes Leben seit der Filmpremiere minus die 180 Minuten des zweimaligen Guckens), ist der Film in meiner Erinnerung irgendwie dröge und bieder und unstylish und inhaltsleer. Ganz komisch irgendwie... auf
bringt er's aber doch noch. Wie gesagt, während des Ansehens hab ich nie sehr viel dran auszusetzen.
Déjà Vu

* Spoilerwarnung *
Nungut, als Bruckheimer-Produktion mit Tony Scott aufm Regiestuhl wusste man vorher was da auf einen zukommt und auch beim Thema hab ich mich auf potentiellen murks eingestellt. Dabei ist aber noch nichtmal diese ganze Zeitreise/"Zeit zusammenklappen"-Thematik das, was mich am meisten stört. Dass jene teilweise hahnebüchen ist, macht mir nicht viel aus - man muss dies einfach als gegeben ansehen. Die ganze Sache fällt erst am Ende (mal wieder) in sich zusammen als sich die Zeitstränge überlappen. Apropos Ende, hier stört noch viel mehr die widerlichen Konzessionen an ein Massenpublikum. Schlimm genug, die pikanten Zitate des Terroristen postwendend umzukehren und - nachdem man sie ihm selbst um die ohren gehauen hat - auf sich selbst anzuwenden und einen Heldentod zu sterben um alle anderen (bis auf einige unwichtige statisten) und u.a selbstredend alle frauen und kinder zu retten - nein, da muss auch noch zwingend ein love-happy-end reingepresst werden, damit das geneigte Bruckheimerpublikum mit einem seligen lächeln in der fettbacke den saal verlassen kann und bereit ist über den ganzen nonsens der sich zuvor abgespielt hat, nicht weiter auszulassen. Wie gesagt, logische Zeitreiseprobleme hatte fast jeder Film der dieses Thema angegangen ist, da kann man meinetwegen gar den grandiosen "12 Monkeys" aufführen. Aber es geht immer darum, wie man das präsentiert, "Déjà Vu" schafft es leider nur halbwegs auf Linie zu bleiben, versagt aber bei der eigentlichen Geschichte auf ganzer Linie, sodass auf der Habenseite leider nicht viel mehr als gute Action und ein Denzel Washington (der selbst wenn er nur sich spielt immer noch besser als 90% seiner vergleichbaren Kollegen ist) zu verbuchen sind... auf triefenden patriotismus und dergleichen wollen wir übrigens mal gar nicht erst groß zu sprechen kommen, den blende ich fast schon reflexartig aus um nicht von anfang an in "anti"-Stimmung zu verfallen.

Freeze Frame

Ein hochinteressanter Film, der sich leider nur manchmal etwas selbst im wege steht und somit zwar weiterhin als Tipp gehandelt werden sollte aber wohl nicht ganz den sprung zur ultimativen Perle schafft.
Stilistisch gut bis toll, darstellerisch eindrucksvoll bis holprig und inszenatorisch leider am ende weit weniger einfallsreich als erhofft bleibt unterm strich dennoch immerhin ein film, den man so nicht alle tage sieht und der eine ganz besondere, wunderbar beklemmende Atmosphäre und in jedem fall skurrile Thematik vor dem Hintergrund solcher Themen wie "Überwachungsstaat vs. Individuum vs. Eigenschutz vs. Justiz vs. Korruption" bietet. Anschauen! In Punkten schwer auszudrücken, ich pendel mich mal ein bei...
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* Spoilerwarnung *
Nungut, als Bruckheimer-Produktion mit Tony Scott aufm Regiestuhl wusste man vorher was da auf einen zukommt und auch beim Thema hab ich mich auf potentiellen murks eingestellt. Dabei ist aber noch nichtmal diese ganze Zeitreise/"Zeit zusammenklappen"-Thematik das, was mich am meisten stört. Dass jene teilweise hahnebüchen ist, macht mir nicht viel aus - man muss dies einfach als gegeben ansehen. Die ganze Sache fällt erst am Ende (mal wieder) in sich zusammen als sich die Zeitstränge überlappen. Apropos Ende, hier stört noch viel mehr die widerlichen Konzessionen an ein Massenpublikum. Schlimm genug, die pikanten Zitate des Terroristen postwendend umzukehren und - nachdem man sie ihm selbst um die ohren gehauen hat - auf sich selbst anzuwenden und einen Heldentod zu sterben um alle anderen (bis auf einige unwichtige statisten) und u.a selbstredend alle frauen und kinder zu retten - nein, da muss auch noch zwingend ein love-happy-end reingepresst werden, damit das geneigte Bruckheimerpublikum mit einem seligen lächeln in der fettbacke den saal verlassen kann und bereit ist über den ganzen nonsens der sich zuvor abgespielt hat, nicht weiter auszulassen. Wie gesagt, logische Zeitreiseprobleme hatte fast jeder Film der dieses Thema angegangen ist, da kann man meinetwegen gar den grandiosen "12 Monkeys" aufführen. Aber es geht immer darum, wie man das präsentiert, "Déjà Vu" schafft es leider nur halbwegs auf Linie zu bleiben, versagt aber bei der eigentlichen Geschichte auf ganzer Linie, sodass auf der Habenseite leider nicht viel mehr als gute Action und ein Denzel Washington (der selbst wenn er nur sich spielt immer noch besser als 90% seiner vergleichbaren Kollegen ist) zu verbuchen sind... auf triefenden patriotismus und dergleichen wollen wir übrigens mal gar nicht erst groß zu sprechen kommen, den blende ich fast schon reflexartig aus um nicht von anfang an in "anti"-Stimmung zu verfallen.
Freeze Frame

Ein hochinteressanter Film, der sich leider nur manchmal etwas selbst im wege steht und somit zwar weiterhin als Tipp gehandelt werden sollte aber wohl nicht ganz den sprung zur ultimativen Perle schafft.
Stilistisch gut bis toll, darstellerisch eindrucksvoll bis holprig und inszenatorisch leider am ende weit weniger einfallsreich als erhofft bleibt unterm strich dennoch immerhin ein film, den man so nicht alle tage sieht und der eine ganz besondere, wunderbar beklemmende Atmosphäre und in jedem fall skurrile Thematik vor dem Hintergrund solcher Themen wie "Überwachungsstaat vs. Individuum vs. Eigenschutz vs. Justiz vs. Korruption" bietet. Anschauen! In Punkten schwer auszudrücken, ich pendel mich mal ein bei...
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