So, beide scheiben heute morgen angekommen, und die hab ich dann auch gleich beide jeweils einmal durchgehört, während ich nebenbei Löcher in in Brett bohrte, und nen Schrank zusammen gebaut hab...ob das der Atmosphäre der beiden Scheiben geschadet hat?
A Perfect Circle - Thirteenth Step
Was mich nicht überrascht, es ist insgesamt Musik, die gut in meine Ohren geht; wo jedoch meine Erwartungen zu hoch waren ist, dass die Musik auch insgesamt nicht wirklich außergewöhnlich ist, aber diesen Anspruch sollte ich glaube nicht ständig an jede neue Scheibe setzen
Also der erste Track "the package" hat mich schonmal gar nicht umgehauen, da ist das Problem (wie bei einigen anderen Tracks auch), dass Gesang und Musik nicht in Einklang kommen...irgendwie ist da keine richtige Harmonie...hatte irgendwie das gefühl, als würde Keenan für sich allein eingeschlossen in seiner eigenen kleinen Kammer, etwa in der Größe von Benders Apartment (:lol:) singen, während die Band draußen ihre Musik macht; anschließend wurden beide Tonspuren miteinander synchronisiert...hmm nicht so toll

aber "Weak and powerless" findet sich dann schon weitaus besser zu Recht, und langsam macht die Musik auch Spaß..
Insgesamt recht ruhig, der Gesang meistens eher schläfrig, aber ab und zu gibt es kleine Höhepunkte, wenn sich Stimme etwas erhebt und die Melodien an Geschwindigkeit zunehmen.
Hier und da gibt es Passagen, die episch anmuten und sowas wie Atmosphäre aufkommen lassen, einige gelungene Refrains gibt es, und ansonsten sind die Zupferl an der Gitarre immer wieder Gold wert.
Trotzdem bleibt es insgesamt wenig abwechslungsreich, und ich befürchte ich werde auch nach dem dritten Durchhören die Tracks kaum auseinander halten können.
Damit bietet sich die Scheibe wunderbar als Hintergrundmusik für nebenbei an; Musik zum richtig hineintauchen und auf jede einzelne gesungene Silbe achten, hört sich in meinen Ohren jedoch anders an...
Riverside - Out of Myself
Der Vince hat untertrieben...diese von mir gemochten Gitarrensolos nehmen hier derart überhand, und ziehen sich durch jeden einzelnen Track, dass ich irgendwann übersättigt bin.
Zwar immer wieder schön zum Anhören, aber so bleiben die Höhepunkte doch leider etwas aus.
Dadurch ist die Scheibe jedenfalls aber auch insgesamt etwas melancholischer und kann durchaus auch fesselnde Momente schaffen.
Doch dann ist da noch der Gesang von Herrn Duda, der mich etwas an HIM erinnert (ich glaub den vergleich hab ich schonmal gezogen, aber was soll ich machen, das ist die erste assoziation, die mir in den sinn kam

) und die Wörter gerne etwas umständlich ausspricht, und irgendwie etwas bemüht klingt.
Richtig schlimm aber wirds in "Loose Heart".
Mensch zunächst herrscht die ganze Zeit erst noch ein angenehmer Gesang und ein gewohnt majestätisches rocken an der E-Gitarre, doch dann muss das Ende durch dieses widerliche, metallische Grunzen (ich weiß nicht ist das der richtige Begriff, oder wird das in Fachkreisen anders genannt, bzw unterschieden?) ruiniert werden.
An dieser Stelle mal eine generelle Kritik an dieses vermeintlich Angst einflößende und "aggresive geladene Emotionen zu übertragen versuchende" Gesangs-Stilmittel:
ES SUCKT!!!!
Mal ehrlich, wer da so ins Mikro gröllt und versucht wie ein Ungeheuer zu klingen, über den kann ich einfach nur den Kopf schütteln.
Das kann weder mitreißen, noch irgendwie Angst machen, gewschweige denn eine Gänsehaut erzeugen.
Dabei gehöre ich sicherlich nicht zu den Leuten, die nur seichten Gesang mögen.
Zum Vergleich: So wie Trent Reznor am Ende von "Somewhat Damaged" wie ein verrückt gewordener Psychopath außer Kontrolle zu geraten scheint, und damit seinem Gesang tatsächlichen angsteinflößenden Ausdruck verleiht, verschafft mir jedesmal aufs neue eine Gänsehaut; ich kann seine roten Augen förmlich "sehen" und kaufe ihm jede einzelne Silbe ab, die er sich da aus dem Leibe schreit...aber dieses metallische Gegrunze...also neee...einfach nur peinlich dagegen...da lache ich nur

*kopfschüttel*
Ok zurück zum Rest der Scheibe.
Überwiegend gelangen auch Riverside's Klänge auf eine sympathisch angenehme Art in meine Ohren, und entfalten sich mehr oder weniger vielseitig, so dass von Langeweile keine Rede sein kann.
Aber auch hier wird es wohl einige Zeit dauern, biss ich die Tracks unterscheiden kann.
Bevor mir jetzt jemand vorwirft "beim erstnmal hören, vor allem wenn man nebenbei noch einen Schrank zusammenbaut, kann man nie im Leben die Tracks auseinander halten", dem sage ich, dass ich das bei Porcupine Trees "In Absentia" sehr wohl konnte ;)
:Liquid7: