Filmtagebuch: Fäb
Moderator: SFI
Des Fäbs Äußerungen zum "Freitag, der 13te"-Remake muss man quasi nix mehr hinterhersetzen... würde vielleicht noch 2,5 Points statt 2 vergeben aber das war's dann auch

Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]
Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]
Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]
Pump up the Volume

Trotz des bescheuerten deutschen Titels "Hart auf Sendung" ein feiner coming of age-Film der prä-Internet-Zeit.
Misery

Endlich mal jeluurt. Klasse!
The International

Tom Tykwer hat es endgültig ins Konzert der Großen geschafft. Ganz guter, auf Hochglanz gestylter Krimithriller mit sympathischem lumpigen wadenbeißerischen Clive Owen als Cop. Die Schießerei im Guggenheim ist extra-Sahne und der Schlussgag als solcher ganz nett. Und dass Armin Müller-Stahl mit dabei war hat mich als Fan von ihm wieder ganz besonders gefreut :)
Heaven

Auch wenn das visuelle Bibelzitat am Ende für meinen Geschmack eine Spur zu kitschversessen rüberkam überzeugen die beiden Darsteller und bleibt eine schöne kleine Flucht- und Liebesgeschichte der tragischen Art.


Trotz des bescheuerten deutschen Titels "Hart auf Sendung" ein feiner coming of age-Film der prä-Internet-Zeit.
Misery

Endlich mal jeluurt. Klasse!
The International

Tom Tykwer hat es endgültig ins Konzert der Großen geschafft. Ganz guter, auf Hochglanz gestylter Krimithriller mit sympathischem lumpigen wadenbeißerischen Clive Owen als Cop. Die Schießerei im Guggenheim ist extra-Sahne und der Schlussgag als solcher ganz nett. Und dass Armin Müller-Stahl mit dabei war hat mich als Fan von ihm wieder ganz besonders gefreut :)
Heaven

Auch wenn das visuelle Bibelzitat am Ende für meinen Geschmack eine Spur zu kitschversessen rüberkam überzeugen die beiden Darsteller und bleibt eine schöne kleine Flucht- und Liebesgeschichte der tragischen Art.
Die neunschwänzige Katze

Ganz nette Kriminalgeschichte, aber ich kann mir vorstellen, dass eine etwas gestraffte Version als die "Originalfassung" (etwa die kürzere dt. Kinofassung?) besser weil zackiger wirken würde. So fallen nämlich doch einige Längen und unnötigen Dopplungen negativ auf. Trotzdem recht gelungen und mit schönem Finale.

Aura - Trauma

Nochmal Dario Argento, wieder mit einigen Schönheitsfehlern und nicht zackig genug, dafür etwas blutiger und spannender als beispielsweise oben genannter. Gefiel insgesamt ganz gut, ohne jetzt Bäume auszureißen.

Vier Fliegen auf grauem Samt

Argento, die Dritte: Diesmal doch schwächer, weil teilweise gehörig nervig. Dazu gesellt sich wissenschaftlicher Schwachfug (Abbild des letzten Bildes auf der Netzhaut im Moment des Todes), den man aber ob der hübschen visuellen Aufbereitung noch gelassen hinnehmen kann. Bud Spencer spielt eine ziemlich sinnlose Nebenrolle und hat selbst darin mehr Ausstrahlung als alle anderen Protagonisten zusammen.
,5 bis 
Das wandelnde Schloss

Bin ja eigentlich nicht so sehr Animefan, aber der hier hat schon echt starke Szenen. Die Geschichte, irgendwo angelegt zwischen Alice im Almdudlerland mit Steampunkanleihen und sozialkritischem Kriegsbackground in einem eurasischen Fantasialand, mag etwas wirr sein - aber jedes einzelne Bild ist so verspielt und prächtig, dass man da gern drüberwegsieht.

Westworld

Endlich mal diesen längst überfälligen Klassiker nachgeholt! Saustark! Sehr reduziert aber effizient, nach wie vor aktuell und vielfältig in seinen Botschaften. Dazu super Effekte! Anfang April erscheint scheinbar der Nachfolger "Futureworld" auf DVD und ist dann auch sofort fällig :)
,5
Einer gegen das Imperium

Apokalypse meets Uga-Uga meets StaWars meets Urzeitdinos meets Trashklischees meets Schwachsinn! Ziemlich lollig das ganze!
Der Mann, der niemals lebte

Ridley Scott ist einfach the man! Zwar mit etwas gutmenschelndem Ende aber zwischendurch doch reichlich düster. DiCaprio darf weiter an seinem Image als rauer Sölderinsider und Handlanger des Systems feilen und Russel Crowes Rolle ist einfach nur göttlich-genial und abstoßend zugleich. Die (selbst)kritischen Töne aus US-Perspektive, ohne dass irgendeine andere Seite des schmutzigen Dauerkrieges irgendwie "besser" dargestellt würde, stehen dem Film sehr gut zu Gesicht. Insgesamt besser als der etwas zu wirre "Syriana", differenzierter und komplexer als der zu pathetische "Operation: Kingdom" und ähnlich gut, wenn auch thematisch anders gelagert , wie der starke "Blood Diamond".

Matalo!

Sicherlich nicht jedermanns Sache, da inhaltlich ziemlich dünne. Dafür aber formal eine wahre Explosion an tollen Bildern, auch wenn das Bumerang-Ende ziemlich Panne ist! Insgesamt aber wohl nur was für den ausgesprochenen Genre-Fan den zudem eine Extra-Ladung artifiziellen Rumgesumpfes nicht schreckt.


Ganz nette Kriminalgeschichte, aber ich kann mir vorstellen, dass eine etwas gestraffte Version als die "Originalfassung" (etwa die kürzere dt. Kinofassung?) besser weil zackiger wirken würde. So fallen nämlich doch einige Längen und unnötigen Dopplungen negativ auf. Trotzdem recht gelungen und mit schönem Finale.
Aura - Trauma

Nochmal Dario Argento, wieder mit einigen Schönheitsfehlern und nicht zackig genug, dafür etwas blutiger und spannender als beispielsweise oben genannter. Gefiel insgesamt ganz gut, ohne jetzt Bäume auszureißen.
Vier Fliegen auf grauem Samt

Argento, die Dritte: Diesmal doch schwächer, weil teilweise gehörig nervig. Dazu gesellt sich wissenschaftlicher Schwachfug (Abbild des letzten Bildes auf der Netzhaut im Moment des Todes), den man aber ob der hübschen visuellen Aufbereitung noch gelassen hinnehmen kann. Bud Spencer spielt eine ziemlich sinnlose Nebenrolle und hat selbst darin mehr Ausstrahlung als alle anderen Protagonisten zusammen.
Das wandelnde Schloss

Bin ja eigentlich nicht so sehr Animefan, aber der hier hat schon echt starke Szenen. Die Geschichte, irgendwo angelegt zwischen Alice im Almdudlerland mit Steampunkanleihen und sozialkritischem Kriegsbackground in einem eurasischen Fantasialand, mag etwas wirr sein - aber jedes einzelne Bild ist so verspielt und prächtig, dass man da gern drüberwegsieht.

Westworld

Endlich mal diesen längst überfälligen Klassiker nachgeholt! Saustark! Sehr reduziert aber effizient, nach wie vor aktuell und vielfältig in seinen Botschaften. Dazu super Effekte! Anfang April erscheint scheinbar der Nachfolger "Futureworld" auf DVD und ist dann auch sofort fällig :)
Einer gegen das Imperium

Apokalypse meets Uga-Uga meets StaWars meets Urzeitdinos meets Trashklischees meets Schwachsinn! Ziemlich lollig das ganze!
Der Mann, der niemals lebte

Ridley Scott ist einfach the man! Zwar mit etwas gutmenschelndem Ende aber zwischendurch doch reichlich düster. DiCaprio darf weiter an seinem Image als rauer Sölderinsider und Handlanger des Systems feilen und Russel Crowes Rolle ist einfach nur göttlich-genial und abstoßend zugleich. Die (selbst)kritischen Töne aus US-Perspektive, ohne dass irgendeine andere Seite des schmutzigen Dauerkrieges irgendwie "besser" dargestellt würde, stehen dem Film sehr gut zu Gesicht. Insgesamt besser als der etwas zu wirre "Syriana", differenzierter und komplexer als der zu pathetische "Operation: Kingdom" und ähnlich gut, wenn auch thematisch anders gelagert , wie der starke "Blood Diamond".
Matalo!

Sicherlich nicht jedermanns Sache, da inhaltlich ziemlich dünne. Dafür aber formal eine wahre Explosion an tollen Bildern, auch wenn das Bumerang-Ende ziemlich Panne ist! Insgesamt aber wohl nur was für den ausgesprochenen Genre-Fan den zudem eine Extra-Ladung artifiziellen Rumgesumpfes nicht schreckt.

Naja aber ich guck ja auch wirklich immer nur die absoluten Sahnestücke und das langt mir auch vollkommen ;) Keine Sorge, ich sperre mich nicht gegen Animes, finde die aber wohl nur gut, wenn es wirklich Sinn macht, das als Anime zu realisieren, wie eben zuletzt "Paprika" oder oben genannten. Ebenso "Ghost in the Shell", "Akira" etc. - eben so ausufernde Sachen, die als Realfilm wirklich schwer oder nur mit krassem Budget machbar wären.Sir Jay hat geschrieben:Das sagst du immer wieder, aber aber gibst immer gute WertungenFäb hat geschrieben:
Bin ja eigentlich nicht so sehr Animefan, aber ...
The Wrestler

Der menschliche Scherbenhaufen Randy "the Ram" als vergangener Wrestlingheld der 80er verdingt sich in eben jenem Metier in trostlosen Regionalligen und steuert damit, unfähig abseits dieses Sport-Zirkus ein Leben auf die Reihe zu kriegen, unaufhaltsam ins gesundheitliche Verderben. Mickey Rourke gebührt der Oscar, schade dass es aus politischen Gründen Sean Penn für "Milk" wurde: Wenn auch nett gemeint, aber der Oscar für Sean Penn ist nicht mehr als ein Statement von Hollywood à la "seht her, wir tunw as für die Gleichberechtigung von Homosexuellen. Schauspielerisch hat ihn Rourke verdient. Er rückt sein eigenes Ich als bittere Teil-Analogie zum traurigen Ex-Idol "The Ram" ins Rampenlicht. Testscreenings vor Wrestlern ließen diesen dem Vernehmen nach die Tränen kommen, kein Wunder, bekommen diese zweitklassigen Show-Monster doch einen Spiegel vorgehalten. Selbstzerstörung als Job. So ähnlich wie die Stripperin Cassidy (Marisa Tomei), die aber wohl den Absprung schafft. Leider geht ihr in puncto Randy zu spät das Licht auf. Und so bleibt Randy statt dem Absprung nur der Sprung. Ins Verderben.

10.000 dollari per un massacro (Django - 10.000 blutige Dollar)

Kopfgeldjäger-/Rachewestern der schmutzig-düsteren Art mit einem differenzierten Antihelden, verkörpert durch Gianni Garko ("Sartana") sowie einiger echter Gelgenvögel auf der Gegenseite. Für Genrefans unbedingt zu empfehlen, alle anderen dürften sich aber nach Sichtung von Leone, Corbucci & Co. auch alsbald diesem Streifen widmen.

Ein Wort zur Koch-DVD: DANKE! Der Film war ja schon in der (leider stets überteuerten) Django-Box erhältlich, nun aber auch einzeln erschienen. Und was soll ich sagen, genau so muss eine solche VÖ aussehen: Gutes Bild, Deutsch / OmU, dazu ein aufschlussreiches Interview mit Gianni Garko (24:09). Damit entspricht die DVD also exakt der Scheibe aus der Box. Exakt? Ha, bei Koch Media unter angenehmer Anleitung des Italowestern-Gurus U. P. Bruckner lässt man sich nicht lumpen und produziert ein schickes Wendecover, um dem geneigten Fan diese hässlichen neuen "FSK"-Logos zu ersparen. Ach und der Preis? 5,99 €! Es bleiben keine Wünsche offen. Welch Freude, mit Koch Media auf deutschem Terrain ein so engagiertes kleines Nischenlabel zu haben!

Der menschliche Scherbenhaufen Randy "the Ram" als vergangener Wrestlingheld der 80er verdingt sich in eben jenem Metier in trostlosen Regionalligen und steuert damit, unfähig abseits dieses Sport-Zirkus ein Leben auf die Reihe zu kriegen, unaufhaltsam ins gesundheitliche Verderben. Mickey Rourke gebührt der Oscar, schade dass es aus politischen Gründen Sean Penn für "Milk" wurde: Wenn auch nett gemeint, aber der Oscar für Sean Penn ist nicht mehr als ein Statement von Hollywood à la "seht her, wir tunw as für die Gleichberechtigung von Homosexuellen. Schauspielerisch hat ihn Rourke verdient. Er rückt sein eigenes Ich als bittere Teil-Analogie zum traurigen Ex-Idol "The Ram" ins Rampenlicht. Testscreenings vor Wrestlern ließen diesen dem Vernehmen nach die Tränen kommen, kein Wunder, bekommen diese zweitklassigen Show-Monster doch einen Spiegel vorgehalten. Selbstzerstörung als Job. So ähnlich wie die Stripperin Cassidy (Marisa Tomei), die aber wohl den Absprung schafft. Leider geht ihr in puncto Randy zu spät das Licht auf. Und so bleibt Randy statt dem Absprung nur der Sprung. Ins Verderben.
10.000 dollari per un massacro (Django - 10.000 blutige Dollar)

Kopfgeldjäger-/Rachewestern der schmutzig-düsteren Art mit einem differenzierten Antihelden, verkörpert durch Gianni Garko ("Sartana") sowie einiger echter Gelgenvögel auf der Gegenseite. Für Genrefans unbedingt zu empfehlen, alle anderen dürften sich aber nach Sichtung von Leone, Corbucci & Co. auch alsbald diesem Streifen widmen.

Ein Wort zur Koch-DVD: DANKE! Der Film war ja schon in der (leider stets überteuerten) Django-Box erhältlich, nun aber auch einzeln erschienen. Und was soll ich sagen, genau so muss eine solche VÖ aussehen: Gutes Bild, Deutsch / OmU, dazu ein aufschlussreiches Interview mit Gianni Garko (24:09). Damit entspricht die DVD also exakt der Scheibe aus der Box. Exakt? Ha, bei Koch Media unter angenehmer Anleitung des Italowestern-Gurus U. P. Bruckner lässt man sich nicht lumpen und produziert ein schickes Wendecover, um dem geneigten Fan diese hässlichen neuen "FSK"-Logos zu ersparen. Ach und der Preis? 5,99 €! Es bleiben keine Wünsche offen. Welch Freude, mit Koch Media auf deutschem Terrain ein so engagiertes kleines Nischenlabel zu haben!
Der Android

Auf einer entfernten Forschungsstation irgendwo am Rande des erschlossenen Weltalls lebt der Forscher Dr. Daniels (Klaus Kinski), der Androiden baut und nach seinen Vorstellungen programmiert. Sein derzeitiger Gehilfe, seines Zeichens Android von Kinskis Gnaden, entwickelt jedoch menschliche Züge und Bedürfnisse. Als sich drei flüchtige Verbrecher in die Station verirren, sieht der Android seine Chance zur Erde zu reisen und dort mit den Menschen zu leben. Als Dr. Daniels jedoch den zunehmend widerspenstigen Gehilfen durch ein neueres (weibliches) Modell ersetzen will, probt dieser den Aufstand... Genau genommen hat Kinski nur den Nebenpart, denn die Geschichte dreht sich in erster Linie um das Innenleben des Androiden und dessen gefühlsmäßige Menschwerdung. Und Kinski spielt eigentlich nur sich selbst: Stets mies gelaunt kommandiert er alle Leute herrisch herum und hat Allmachtsfantasien. Nebenbei bietet der Film illustre Parallelitäten zu Klassikern wie Metropolis: Der Android gleicht fassungslos anhand des Klassikers ab was Dr. Daniels vorhat. Insgesamt ein kurzweiliges, recht trashiges Kleinod mit 80er Charme. Die Story ist nett-naiv und als Bonbon gibts einen nicht besonders inspirierten, aber durch seine bloße Präsens allzeit genialen Kinski in einer auf den Leib geschneiderten tyrannischen Rolle ;)


Auf einer entfernten Forschungsstation irgendwo am Rande des erschlossenen Weltalls lebt der Forscher Dr. Daniels (Klaus Kinski), der Androiden baut und nach seinen Vorstellungen programmiert. Sein derzeitiger Gehilfe, seines Zeichens Android von Kinskis Gnaden, entwickelt jedoch menschliche Züge und Bedürfnisse. Als sich drei flüchtige Verbrecher in die Station verirren, sieht der Android seine Chance zur Erde zu reisen und dort mit den Menschen zu leben. Als Dr. Daniels jedoch den zunehmend widerspenstigen Gehilfen durch ein neueres (weibliches) Modell ersetzen will, probt dieser den Aufstand... Genau genommen hat Kinski nur den Nebenpart, denn die Geschichte dreht sich in erster Linie um das Innenleben des Androiden und dessen gefühlsmäßige Menschwerdung. Und Kinski spielt eigentlich nur sich selbst: Stets mies gelaunt kommandiert er alle Leute herrisch herum und hat Allmachtsfantasien. Nebenbei bietet der Film illustre Parallelitäten zu Klassikern wie Metropolis: Der Android gleicht fassungslos anhand des Klassikers ab was Dr. Daniels vorhat. Insgesamt ein kurzweiliges, recht trashiges Kleinod mit 80er Charme. Die Story ist nett-naiv und als Bonbon gibts einen nicht besonders inspirierten, aber durch seine bloße Präsens allzeit genialen Kinski in einer auf den Leib geschneiderten tyrannischen Rolle ;)
Cleaner

Samuel L. Jackson als Tatort-Reinemacher, der in eine Cop-Verschwörung gerät und diese (als Ex-Cop) aufklären will. Der Film beginnt eigentlich als Drama eines Mannes, der seine Frau verloren hat und nun zurückgezogen mit und für seine Tochter lebt. Daran schließt sich nach einem seiner Jobs der thrillerplot an und ab dann verläuft der Film leider etwas zu sehr nach Schema-F. Der prominente Cast (Ed Harris, Eva Mendes, Luis Guzman) kann nicht ganz über die unausgegorene Mischung von halbherzigem Thriller und formelhaftem an der Oberfläche bleibendem Drama hinwegtäuschen, kommt aber mit dem unspektakulären Ende immerhin schnörkellos zum Abschluss. Wenn der Regisseur Renny Harlin heißt, erwarte ich mehr (bzw. überhaupt etwas) Action. Wenn da jemand anderes verantwortlich gezeichnet hätte, wäre es vielleicht ein brauchbarer "stiller" Film geworden. So ist es ein ganz passables Thriller-Zwischending geworden, dessen stärksten Momente noch im ersten Drittel liegen.


Samuel L. Jackson als Tatort-Reinemacher, der in eine Cop-Verschwörung gerät und diese (als Ex-Cop) aufklären will. Der Film beginnt eigentlich als Drama eines Mannes, der seine Frau verloren hat und nun zurückgezogen mit und für seine Tochter lebt. Daran schließt sich nach einem seiner Jobs der thrillerplot an und ab dann verläuft der Film leider etwas zu sehr nach Schema-F. Der prominente Cast (Ed Harris, Eva Mendes, Luis Guzman) kann nicht ganz über die unausgegorene Mischung von halbherzigem Thriller und formelhaftem an der Oberfläche bleibendem Drama hinwegtäuschen, kommt aber mit dem unspektakulären Ende immerhin schnörkellos zum Abschluss. Wenn der Regisseur Renny Harlin heißt, erwarte ich mehr (bzw. überhaupt etwas) Action. Wenn da jemand anderes verantwortlich gezeichnet hätte, wäre es vielleicht ein brauchbarer "stiller" Film geworden. So ist es ein ganz passables Thriller-Zwischending geworden, dessen stärksten Momente noch im ersten Drittel liegen.
Dakota Harris (Sky Pirates)
Ein nach dem zweiten Indiana Jones mit augenscheinlich gar nicht mal so üblen finanziellen Möglichkeiten ausgerüstetes Abenteuer als quasi-Plagiatstreifen. Der Held ist Soldat, genauer gesagt Pilot, und nicht etwa Archäologe, womit ein gewisses Übermaß an der fliegenden Fortbewegung besteht (selbstverfreilich inklusive einer kurzen Einblendung der Landkarte während des Fluges), aber ansonsten sind eigentlich alle Zutaten vorhanden: Häufiger Ortswechsel rund um die Welt, 'ne Frau als Sidekick, zeitlich Einordnung während bzw. kurz nach Ende des 2. Weltkriegs, pöse Schurken vom Militär -wenn auch ausnahmsweise mal keine Nazis- als Widersacher, ein mystisches unerklärliches Phänomen und Rätsel in Verbindung mit alten Relikten, markige oneliner, ein Darsteller der als billiger Harrison Ford passabel durchgeht und zu guter letzt ein soundtrack der wirklich nur äußerst mühsam nicht vollends in das bekannte "dädädätääää-dätädäää" umschlägt ;)
Das ganze hat mitunter halbwegs gelungenes Tempo und fast so etwas wie gelungenen Witz, scheitert aber letztendlich etwas an einigen groben Schnitzern in der Regie (@McClane: Die Hai/Wasserflugzeugszene ist wahrlich phänomenal beknackt! so kann man es sich einfach machen
) und der puren Dreistigkeit des ganzen Unterfangens. Kurzweilige Unterhaltung ist aber dennoch gegeben und für eine 12er Freigabe gehts zwischendurch sogar mal gehörig rund. Punktemäßig drin sind dann auch von meiner Seite gutgemeinte...
...
Achja: Könnte es evtl. sein, dass die Macher von Indy4 wiederum dieses Werk geschaut haben und sich davon haben inspirieren lassen?! Ein gewisser ähnlicher touch im plot ist doch durchaus vorhanden...
*das indy-thema pfeifend von dannen macht*
Ein nach dem zweiten Indiana Jones mit augenscheinlich gar nicht mal so üblen finanziellen Möglichkeiten ausgerüstetes Abenteuer als quasi-Plagiatstreifen. Der Held ist Soldat, genauer gesagt Pilot, und nicht etwa Archäologe, womit ein gewisses Übermaß an der fliegenden Fortbewegung besteht (selbstverfreilich inklusive einer kurzen Einblendung der Landkarte während des Fluges), aber ansonsten sind eigentlich alle Zutaten vorhanden: Häufiger Ortswechsel rund um die Welt, 'ne Frau als Sidekick, zeitlich Einordnung während bzw. kurz nach Ende des 2. Weltkriegs, pöse Schurken vom Militär -wenn auch ausnahmsweise mal keine Nazis- als Widersacher, ein mystisches unerklärliches Phänomen und Rätsel in Verbindung mit alten Relikten, markige oneliner, ein Darsteller der als billiger Harrison Ford passabel durchgeht und zu guter letzt ein soundtrack der wirklich nur äußerst mühsam nicht vollends in das bekannte "dädädätääää-dätädäää" umschlägt ;)
Das ganze hat mitunter halbwegs gelungenes Tempo und fast so etwas wie gelungenen Witz, scheitert aber letztendlich etwas an einigen groben Schnitzern in der Regie (@McClane: Die Hai/Wasserflugzeugszene ist wahrlich phänomenal beknackt! so kann man es sich einfach machen
...
Achja: Könnte es evtl. sein, dass die Macher von Indy4 wiederum dieses Werk geschaut haben und sich davon haben inspirieren lassen?! Ein gewisser ähnlicher touch im plot ist doch durchaus vorhanden...
*das indy-thema pfeifend von dannen macht*
Hehe, wir sind ja gerade voll im Formationsflug, was die Noten angeht. Und die Meinungen auch wie mir auffällt... voll die Konsens-Brut 
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]
Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]
Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]
Achso, ja beim Trailer am Sonntag hab ich mir ja auch gedacht "ohmann, nochmal das gleiche in grün", ins Kino geh ich dafür auch ganz bestimmt nicht.Vince hat geschrieben:Okay, das konnteste nu net kapieren.Fäb hat geschrieben:hö, wie meinen? :)Vince hat geschrieben:Was lernen wir daraus? Spar dir Crank 2, Fäb!Wollte nur sagen, dass ich gelesen hab, dass der McClane wohl gar nix mit Crank 2 anfangen konnte...
Bomb the System

Sprayercrew-Film mit authentischen Einblicken in die Szene und fatalistischer Aussage. Von den - teilweise offensichtlich Laiendarstellern - hervorragend gespielt, mit interessanten Kameraeffekten und verworrenen visuellen Ebenen die den Rausch der Protagonisten ganz gut entsprechen und einer Regie die trotz dieser teils surrealen Ausflüge noch einigermaßen alle Fäden in der Hand behält und zum Abschluss bringt. Der Film ist eine Anklage an die Polizei und Mahnung an die Kids, aber durchaus nicht platt und sich dem Dilemma der Beteiligten bewusst.
,5 (Jetzt muss ich mir noch endlich mal den deutschen "Wholetrain" anschauen.)
Warum musste Staatsanwalt Traini sterben?

"Warum müssen Damiani-Filme oft so lange Titel haben?"
Einmal davon abgesehen serviert der Regisseur, der sich mittlerweile - mal von Größenordnungen wie Sergio Leone abgesehen - zu meinem Lieblingsvertreter seiner Zunft aus Italien mausert wieder einmal ein großartiges, recht verzwicktes Krimidrama. Mit dabei ist wieder Franco Nero, diesmal als Filmschaffender und Journalist und ständig auf des Messers Schneide zwischen investigativer Arbeit und eigener Verstrickung in den titelgebenden Mord. Der Film kommt mit wenig bis gar keiner Action aus und auch die Mafia hält letztlich nur als eine Art MacGuffin her - doch das bitterböse Finale macht alle kleineren Hänger zwischendurch wieder wett!


Sprayercrew-Film mit authentischen Einblicken in die Szene und fatalistischer Aussage. Von den - teilweise offensichtlich Laiendarstellern - hervorragend gespielt, mit interessanten Kameraeffekten und verworrenen visuellen Ebenen die den Rausch der Protagonisten ganz gut entsprechen und einer Regie die trotz dieser teils surrealen Ausflüge noch einigermaßen alle Fäden in der Hand behält und zum Abschluss bringt. Der Film ist eine Anklage an die Polizei und Mahnung an die Kids, aber durchaus nicht platt und sich dem Dilemma der Beteiligten bewusst.
Warum musste Staatsanwalt Traini sterben?

"Warum müssen Damiani-Filme oft so lange Titel haben?"
Otis

Sehr nette Horrorterror-Satire, die sich leider für den abgeschwächten Schluss entschieden hat. Das ursprüngliche Ende ist aber mit auf der DVD und würde dem Film noch ein halbes Pünktchen mehr bescheren, es ist einfach 'logischer' und rundet die Sache in bitterböser und schwarzhumoriger Art besser ab als es das etwas krampfige, mit Konzessionen an wen auch immer (etwa den Zuschauer? Prüfungsbehörden wohl kaum...) behaftete, abgeänderte Ende ist. Trotzdem ein netter kleiner Happen für Zwischendurch. Achja, krass wie ich bin (
) musste es natürlich die GB-Scheibe sein, da die dt. wohl um 7 Sekunden gekürzt ist, lol. Jedenfalls bisher der beste Streifen aus der RawFeed-Reihe, nachdem bisher nur "Sublime" (6/10) halbwegs überzeugte und "Believers" (4,5-5/10) sowie "Rest Stop" (5/10) etwas mäßiger ausfielen.
,5
Der Clan der Sizilianer

Mafiafilm mit Alain Delon als draufgängerischen Jungspund, in dem der alte Mafiapate noch ein letztes großes Ding drehen und sich dann zur Ruhe setzen will. Hier steht etwas weniger die Struktur der Mafia ansich (wie im Paten und zig anderen bekannten Filmen) im Mittelpunkt sondern dieser große Clou, der Schmuckraub. Der Film bietet somit ordentliche, sehr gewissenhaft inszenierte Action und hat mit Ausbruchsequenz, Einbruchs(planungs)szene sowie Flugzeugkaperung klassische Motive des Heist-Movies an Bord. Den ganzen Film über spielt die Mafia mit der Polizei Katz und Maus und hat scheinbar stets die Situation, so brisant sie auch ist, bis zum Ende im Griff. Wäre da nicht ein kleiner Junge...
,5

Sehr nette Horrorterror-Satire, die sich leider für den abgeschwächten Schluss entschieden hat. Das ursprüngliche Ende ist aber mit auf der DVD und würde dem Film noch ein halbes Pünktchen mehr bescheren, es ist einfach 'logischer' und rundet die Sache in bitterböser und schwarzhumoriger Art besser ab als es das etwas krampfige, mit Konzessionen an wen auch immer (etwa den Zuschauer? Prüfungsbehörden wohl kaum...) behaftete, abgeänderte Ende ist. Trotzdem ein netter kleiner Happen für Zwischendurch. Achja, krass wie ich bin (
Der Clan der Sizilianer

Mafiafilm mit Alain Delon als draufgängerischen Jungspund, in dem der alte Mafiapate noch ein letztes großes Ding drehen und sich dann zur Ruhe setzen will. Hier steht etwas weniger die Struktur der Mafia ansich (wie im Paten und zig anderen bekannten Filmen) im Mittelpunkt sondern dieser große Clou, der Schmuckraub. Der Film bietet somit ordentliche, sehr gewissenhaft inszenierte Action und hat mit Ausbruchsequenz, Einbruchs(planungs)szene sowie Flugzeugkaperung klassische Motive des Heist-Movies an Bord. Den ganzen Film über spielt die Mafia mit der Polizei Katz und Maus und hat scheinbar stets die Situation, so brisant sie auch ist, bis zum Ende im Griff. Wäre da nicht ein kleiner Junge...
,5Zwei Minuten Warnung

Terroristen- bzw. Amoklauffilm im alten Stil. Ein irrer Scharfschütze, dem im ganzen Film gar nicht erst ein Gesicht, geschweige denn ein Motiv gegeben wird, vergreift sich erst an einem Fahrradfahrer um dann ins Stadion einzudringen und vom höchsten Punkt aus die Zuschauer des Superbowls aufs Korn zu nehmen. Thematisch dieser Tage hochaktuell, dramaturgisch aber dermaßen altbacken und nervig unlogisch macht sich der Film das schöne Szenario eines vollbesetzten Football-Stadions selbst zunichte. Beispiel: Die Scharfschützen des angerückten SWAT-Teams haben den Kerl mehrmals im Visier, aber erst als dieser abgetaucht ist holen sie sich die Feuererlaubnis. Das vorgeschobene "wir wollen keine Panik" auslösen kann hier nicht dauerhaft herhalten und auch Charlton Heston als stereotypischer Einsatzleiter der später zum Frontschwein mutiert kann nur blasse Akzente setzen. Damit einem die Zuschauer nicht völlig am Allerwertesten vorbeigehen, werden etwa ein halbes Dutzend von ihnen mehr oder weniger ausführlich eingeführt, das Spiel über beobachtet und ab und zu ins Fadenkreuz genommen. Pluspunkte kann der Film lediglich in der schicken und sehr aufwändigen Panikausbruchs-Inszenierung sammeln aber alles andere ist oft ziemlicher Käse. Da empfehle ich schon eher "Bewegliche Ziele"! (mit Boris Karloff ;) )

Gangster No. 1

Flott erzählter Gauneraufstieg mit sehr stylischer Montage und einer herrlich bösen skrupellosen Hauptfigur. Die Jetzt-Zeit des Erzählers fällt dabei deutlich schwächer aus als die Erzählung der Vergangenheit und hätte vielleicht etwas weniger holprig gelöst werden können.
,5 mit Hang zur "7"

Terroristen- bzw. Amoklauffilm im alten Stil. Ein irrer Scharfschütze, dem im ganzen Film gar nicht erst ein Gesicht, geschweige denn ein Motiv gegeben wird, vergreift sich erst an einem Fahrradfahrer um dann ins Stadion einzudringen und vom höchsten Punkt aus die Zuschauer des Superbowls aufs Korn zu nehmen. Thematisch dieser Tage hochaktuell, dramaturgisch aber dermaßen altbacken und nervig unlogisch macht sich der Film das schöne Szenario eines vollbesetzten Football-Stadions selbst zunichte. Beispiel: Die Scharfschützen des angerückten SWAT-Teams haben den Kerl mehrmals im Visier, aber erst als dieser abgetaucht ist holen sie sich die Feuererlaubnis. Das vorgeschobene "wir wollen keine Panik" auslösen kann hier nicht dauerhaft herhalten und auch Charlton Heston als stereotypischer Einsatzleiter der später zum Frontschwein mutiert kann nur blasse Akzente setzen. Damit einem die Zuschauer nicht völlig am Allerwertesten vorbeigehen, werden etwa ein halbes Dutzend von ihnen mehr oder weniger ausführlich eingeführt, das Spiel über beobachtet und ab und zu ins Fadenkreuz genommen. Pluspunkte kann der Film lediglich in der schicken und sehr aufwändigen Panikausbruchs-Inszenierung sammeln aber alles andere ist oft ziemlicher Käse. Da empfehle ich schon eher "Bewegliche Ziele"! (mit Boris Karloff ;) )
Gangster No. 1

Flott erzählter Gauneraufstieg mit sehr stylischer Montage und einer herrlich bösen skrupellosen Hauptfigur. Die Jetzt-Zeit des Erzählers fällt dabei deutlich schwächer aus als die Erzählung der Vergangenheit und hätte vielleicht etwas weniger holprig gelöst werden können.
Das jüngste Gewitter

Ein Film mit gefühlten 50 Schnitten - jede einzelne Szene gleicht einem Gemälde (Hopper?), in dem sich in Schneckentempo bizarre und aberwitzige Kleinigkeiten, Dialoge oder Traumgeschichten entfalten. Dazu passt eine Farbgebung irgendwo zwischen Pastell und Ausgewaschenheit, aber mit sehr überlegter Beleuchtung. Als Werbeaufhänger zieht der Spruch "...als würde Ingmar Bergman The Big Lebowski verfilmen", aber genauso ließen sich neben Berman und den Coens stilistische Anleihen bei Loriot hinsichtlich des sich wiederholenden und auf der Stelle tretenden Dialogs, bei Aki Kauresmäki in der selbstbemitleidenden Trotslosigkeit oder bei Lars von Trier in der theatralen Rede zum Publikum oder dem Gesang finden. Thematisch handeln die kleinen lose zusammenhängenden, assoziativ montierten oder auch überhaupt nix miteinander zu schaffenden Episoden vom Witz und Aberwitz der alltäglichen menschlichen Begegnungen und gesellschaftlichen Konventionen. Und vom reinigenden Gewitter...
Ohne Zooms und bis auf ein-zwei Szenen am Ende komplett ohne Kameraschwenk inszeniert Regisseur Roy Andersson jede Episode statisch, akribisch perfektionistisch in Studiokulissen, die zunächst nicht als solche zu erkennen sind. "Das jüngste Gewitter" ist ein bizarres Filmerlebnis, das allerdings auf die Leinwand gehört. Denn am heimischen TV kommt die Tiefenschärfe mit der geringen Auflösung nicht ganz zur Geltung und so drohen kleinere Details unbeachtet zu bleiben. Endlich mal ein Film, bei dem ich glaube, Bluray und Heimkinoleinwand wären ein Gewinn - und das obwohl keinerlei Action oder überhaupt nur großartige Bewegungen stattfinden!
,5
Glut der Sonne

Eine Art Romeo und Julia im staubigen Italowestern-Chic. Einige Durchhänger und dramaturgische Holperer (irgendwo schien auch mit der Montage was nicht so ganz stimmig zu sein, oder ich war einfach zu müde) werden durch die gelungenen blutigen shootouts und das allgemein fatale, unversöhnliche und bitterschwarze Finale wieder etwas aufgefangen - theaterhaft und überaus stylisch ist der Schluss: Der Tod persönlich schreitet das Schlachtfeld ab und gibt den noch zuckenden und um Luft ringenden Angeschossenen die letzte Kugel! Ein guter Schluss macht noch keinen guten Film, aber aus bis dato purem Mittelmaß immerhin einen Genretipp der in Erinnerung bleibt.
,5

Ein Film mit gefühlten 50 Schnitten - jede einzelne Szene gleicht einem Gemälde (Hopper?), in dem sich in Schneckentempo bizarre und aberwitzige Kleinigkeiten, Dialoge oder Traumgeschichten entfalten. Dazu passt eine Farbgebung irgendwo zwischen Pastell und Ausgewaschenheit, aber mit sehr überlegter Beleuchtung. Als Werbeaufhänger zieht der Spruch "...als würde Ingmar Bergman The Big Lebowski verfilmen", aber genauso ließen sich neben Berman und den Coens stilistische Anleihen bei Loriot hinsichtlich des sich wiederholenden und auf der Stelle tretenden Dialogs, bei Aki Kauresmäki in der selbstbemitleidenden Trotslosigkeit oder bei Lars von Trier in der theatralen Rede zum Publikum oder dem Gesang finden. Thematisch handeln die kleinen lose zusammenhängenden, assoziativ montierten oder auch überhaupt nix miteinander zu schaffenden Episoden vom Witz und Aberwitz der alltäglichen menschlichen Begegnungen und gesellschaftlichen Konventionen. Und vom reinigenden Gewitter...
Ohne Zooms und bis auf ein-zwei Szenen am Ende komplett ohne Kameraschwenk inszeniert Regisseur Roy Andersson jede Episode statisch, akribisch perfektionistisch in Studiokulissen, die zunächst nicht als solche zu erkennen sind. "Das jüngste Gewitter" ist ein bizarres Filmerlebnis, das allerdings auf die Leinwand gehört. Denn am heimischen TV kommt die Tiefenschärfe mit der geringen Auflösung nicht ganz zur Geltung und so drohen kleinere Details unbeachtet zu bleiben. Endlich mal ein Film, bei dem ich glaube, Bluray und Heimkinoleinwand wären ein Gewinn - und das obwohl keinerlei Action oder überhaupt nur großartige Bewegungen stattfinden!
Glut der Sonne

Eine Art Romeo und Julia im staubigen Italowestern-Chic. Einige Durchhänger und dramaturgische Holperer (irgendwo schien auch mit der Montage was nicht so ganz stimmig zu sein, oder ich war einfach zu müde) werden durch die gelungenen blutigen shootouts und das allgemein fatale, unversöhnliche und bitterschwarze Finale wieder etwas aufgefangen - theaterhaft und überaus stylisch ist der Schluss: Der Tod persönlich schreitet das Schlachtfeld ab und gibt den noch zuckenden und um Luft ringenden Angeschossenen die letzte Kugel! Ein guter Schluss macht noch keinen guten Film, aber aus bis dato purem Mittelmaß immerhin einen Genretipp der in Erinnerung bleibt.
The Last Man on Earth (1964)

Auch wenn es um diese erste Verfilmung einigen Zank mit dem Autor der Romanvorlage gab, der sich schließlich namentlich von dieser Produktion distanzierte da ihm das Projekt zu billig erschien, ist dies wohl trotzdem immer noch die beste Verfilmung. Vincent Price trägt den Film mühelos im Alleingang und auch wenn der Rest etwas -dem billigeren italienischen Set geschuldet- weniger pompös ausschaut, überzeugt diese Verfilmung durch das recht originalgetreue Ende sowie die schön-trostlosen Aufnahmen der toten Stadt in schwarz-weiß. "Der Omega Mann" mit Charlton Heston und auch die neueste Verfilmung "I Am Legend" (die außer dem Originaltitel des Romans nichts anders macht als das Heston-Vehikel) entfernen sich ja im Finale von der ehemals noch düsteren Version und verabschiedeten sich zudem komplett vom "Vampir"-Thema.
The Hills Have Eyes (1977)

Wes Cravens frühes Werk überzeugt streckenweise in seiner wilden Art, jedoch weniger in seiner etwas "vom Stöckchen aufs Hölzchen" wirkenden Dramaturgie. Er ist weniger straight als das auch hinsichtlich des Terroraspekts noch drastischere 2006er Remake von Aja. Im Rückblick mal ein Beispiel für ein gelungenes und "sinnvolles" Remake heutzutage, das einen schmal budgetierten und etwas unausgereift wirkenden 70er backwood(bzw. -desert ;))slasher auffrischt und noch mehr auf den Aspekt der atomaren Verseuchung eingeht.
Wes Craven aber drehte im Rahmen seiner Möglichkeiten einen einfachen, gut gefilmten und mit seinen 16mm schön grobkörnig rau wirkenden Film und inszenierte den Kampf Wildnis vs. Zivilisation so, dass sich die beiden Frontlinien in der letzten Szene vermischen und sich das Bild plakativ blut färbt. Vielleicht hat ihn diesbzgl. auch der einige Jahre zuvor entstandene "Straw Dogs" von Sam Peckinpah inspiriert, der zwar nicht in der Wildnis spielt, aber doch ein Mitglied der wohlbehüteten Zivilisation stück für stück in eine ihm eigentlich fremde Brutalität zwingt.


Auch wenn es um diese erste Verfilmung einigen Zank mit dem Autor der Romanvorlage gab, der sich schließlich namentlich von dieser Produktion distanzierte da ihm das Projekt zu billig erschien, ist dies wohl trotzdem immer noch die beste Verfilmung. Vincent Price trägt den Film mühelos im Alleingang und auch wenn der Rest etwas -dem billigeren italienischen Set geschuldet- weniger pompös ausschaut, überzeugt diese Verfilmung durch das recht originalgetreue Ende sowie die schön-trostlosen Aufnahmen der toten Stadt in schwarz-weiß. "Der Omega Mann" mit Charlton Heston und auch die neueste Verfilmung "I Am Legend" (die außer dem Originaltitel des Romans nichts anders macht als das Heston-Vehikel) entfernen sich ja im Finale von der ehemals noch düsteren Version und verabschiedeten sich zudem komplett vom "Vampir"-Thema.
The Hills Have Eyes (1977)

Wes Cravens frühes Werk überzeugt streckenweise in seiner wilden Art, jedoch weniger in seiner etwas "vom Stöckchen aufs Hölzchen" wirkenden Dramaturgie. Er ist weniger straight als das auch hinsichtlich des Terroraspekts noch drastischere 2006er Remake von Aja. Im Rückblick mal ein Beispiel für ein gelungenes und "sinnvolles" Remake heutzutage, das einen schmal budgetierten und etwas unausgereift wirkenden 70er backwood(bzw. -desert ;))slasher auffrischt und noch mehr auf den Aspekt der atomaren Verseuchung eingeht.
Wes Craven aber drehte im Rahmen seiner Möglichkeiten einen einfachen, gut gefilmten und mit seinen 16mm schön grobkörnig rau wirkenden Film und inszenierte den Kampf Wildnis vs. Zivilisation so, dass sich die beiden Frontlinien in der letzten Szene vermischen und sich das Bild plakativ blut färbt. Vielleicht hat ihn diesbzgl. auch der einige Jahre zuvor entstandene "Straw Dogs" von Sam Peckinpah inspiriert, der zwar nicht in der Wildnis spielt, aber doch ein Mitglied der wohlbehüteten Zivilisation stück für stück in eine ihm eigentlich fremde Brutalität zwingt.

Als das Meer verschwand

Geheimes Leben ohne Worte. Grandioses Drama ohne gefühlsduselig zu sein, dazu eine raffinierte Montage und ein paar tiefschürfende Wendungen, die schlüssig miteinander verwoben sind. Die beiden Hauptdarsteller legen eine ungekünstelte Intensität an den Tag und die Aufnahmen Neuseelands runden das ganze visuell ab. Wer auf Sachen wie "Das Geheime Leben der Worte", "Haus aus Sand und Nebel" oder "Half Nelson" steht, sei der hier wärmstens empfohlen!
Elizabeth: The Golden Age

Das Innenleben des Hofes und der Queen. Opulent gefilmt, aber irgendwie weder in geschichtlicher Hinsicht ambitioniert (die Bedrohung durch die Spanier dienen nur als Anlass für Spannungen am Hof), noch in innerhöfischer Sicht besonders spannend. Steigt aber vielleicht in meiner Gunst noch etwas wenn ich den Vorgänger nachhole.
,5
Death Sentence

Gut gefilmter Schwachsinn im Quadrat. Die Aneinanderreihung von "Höhepunkten" in immer neu auflammender Raserei von Kevin Bacons Figur nervt irgendwann und ist dramaturgisch irgendwann nur noch einfallslos. Achja, und die Moral von der Geschicht' kommt am Ende natürlich auch noch mit dem Riesenholzhammer daher. Ganz ganz schwach.
Das Millionenspiel

Ein bitterböses Ding aus deutschen Landen! Kandidaten einer TV-Show müssen eine Woche lang vor einer schießwütigen Meute (Didi Hallervorden als Anführer dieser "Köhler"-Bande!!) flüchten und lebend in der finalen Abendshow erscheinen um eine Millione Mark zu kassieren! Vergesst "Running Man" mit Arnie...
Clevere und sehr hintergründige Mediensatire, dazu gespickt mit Kultfiguren der TV-Landschaft: Dieter Thomas Heck, Didi Hallervorden und - als Fussballfan ein ganz besonderes Schmankerl - Heribert Fassbender in einer Nebenrolle als Außenreporter! lol, den hat man in seinen jungen Jahren fast nicht erkannt ;)


Geheimes Leben ohne Worte. Grandioses Drama ohne gefühlsduselig zu sein, dazu eine raffinierte Montage und ein paar tiefschürfende Wendungen, die schlüssig miteinander verwoben sind. Die beiden Hauptdarsteller legen eine ungekünstelte Intensität an den Tag und die Aufnahmen Neuseelands runden das ganze visuell ab. Wer auf Sachen wie "Das Geheime Leben der Worte", "Haus aus Sand und Nebel" oder "Half Nelson" steht, sei der hier wärmstens empfohlen!
Elizabeth: The Golden Age

Das Innenleben des Hofes und der Queen. Opulent gefilmt, aber irgendwie weder in geschichtlicher Hinsicht ambitioniert (die Bedrohung durch die Spanier dienen nur als Anlass für Spannungen am Hof), noch in innerhöfischer Sicht besonders spannend. Steigt aber vielleicht in meiner Gunst noch etwas wenn ich den Vorgänger nachhole.
Death Sentence

Gut gefilmter Schwachsinn im Quadrat. Die Aneinanderreihung von "Höhepunkten" in immer neu auflammender Raserei von Kevin Bacons Figur nervt irgendwann und ist dramaturgisch irgendwann nur noch einfallslos. Achja, und die Moral von der Geschicht' kommt am Ende natürlich auch noch mit dem Riesenholzhammer daher. Ganz ganz schwach.
Das Millionenspiel

Ein bitterböses Ding aus deutschen Landen! Kandidaten einer TV-Show müssen eine Woche lang vor einer schießwütigen Meute (Didi Hallervorden als Anführer dieser "Köhler"-Bande!!) flüchten und lebend in der finalen Abendshow erscheinen um eine Millione Mark zu kassieren! Vergesst "Running Man" mit Arnie...
Clevere und sehr hintergründige Mediensatire, dazu gespickt mit Kultfiguren der TV-Landschaft: Dieter Thomas Heck, Didi Hallervorden und - als Fussballfan ein ganz besonderes Schmankerl - Heribert Fassbender in einer Nebenrolle als Außenreporter! lol, den hat man in seinen jungen Jahren fast nicht erkannt ;)
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