[Konzert] Rock am Ring 2008

Liquids kulturelles Sammelsurium.

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Hannibal
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[Konzert] Rock am Ring 2008

Beitrag von Hannibal » 21.06.2008, 21:19

Rock am Ring
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Der Freitag
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Polizisten, SWR-Moderatoren und texanischer Akzent...


Viel Spaß auf'm Ring!
...meint der Polizist und drückt mir meinen klatschnassen Führerschein und die Fahrzeugpapiere in die Hand. Wir bedanken uns artig und schließen schnell das Seitenfenster, denn es gießt wie in Strömen. Perfekte Voraussetzungen für ein gelungenes Wochenende....Regen & Polizeikontrolle schon bei der Anfahrt.

Der Stau vor dem Festivalgelände bleibt aber zum Glück aus, sind doch schon so gut wie alle Ringrocker angereist. Wir gehören zu den letzten, der Großteil kommt schon am Mittwoch an, um quasi schon 2 Tage vorzuglühen. Uns liegt die Sauferei im Matsch nicht so...zur Strafe haben wir Probleme noch einen Stellplatz für unser Auto zu finden, weil schon so gut wie alle Camping-Plätze belegt sind. Nach einer halben Stunde Suche findet sich doch noch ein netter Security, der uns mit unserem Familienvan noch auf einen eigentlich schon vollen Platz lässt. Beim anschließenden Einparken auf dem abschüssigen matschigen Gelände ist schließlich pure Muskelkraft gefragt...

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Wir packen nur das Nötigste ein und bewegen uns zügig Richtung Festivalgelände, schließlich spielen „Opeth“ in einer knappen Stunde, die ich erst vor kurzem liebgewonnen habe ;-)
Die neue Ring-Planung sorgt dafür, dass wir nicht mehr allzuweit bis zum Haupteingang laufen müssen. Aufgrund einer riesigen Baustelle, wo die Nürburgring-GmbH eine der größten Achterbahnen Europas errichtet, werden die Massen durch einen anderen Eingang auf's Gelände geleitet. Die Crowd verhält sich noch sehr kultiviert und man kommt zügig und ohne größere Probleme durch die Kontrollen.

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Rockerschmuck...

Nach einem kurzen Rundgang über das Festivalgelände fühlen wir uns wieder wie zuhause und machen uns auf zur „Alterna Stage“, wo „Opeth“ in wenigen Minuten anfangen werden. Es ist noch recht früh und absolut kein Problem weit nach vorne zu kommen. Wir stehen schließlich entspannt in der geschätzten 15. Reihe vor dem Wellenbrecher, als ein vollkommen fehlplatzierter SWR-Moderator versucht, dass Metal-Publikum auf die schwedische Prog-Metal-Institution warm zu machen.

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Opeth on stage...

Und dann kommen sie und steigen gleich mit einem massiven Growl in ihr Set ein. Der Auftritt zeigt die Band sicherlich nicht in Bestform, vor allem ist der Slot am hellichten Tag in einem massiven Genre-Mix zwischen überwiegend Punk und Metalcore nicht wirklich ideal für diese Band. Und im Gegensatz zum wesentlich alternativeren Pinkpop-Festival müssen sich dem Massenpublikum eher unbekannte Prog-Bands am Ring mächtigst anstrengen, um überhaupt was zu reißen. Hier stehen die Leute eigentlich nur vor der Bühne und unterhalten sich, während „Opeth“ routiniert, aber auch nicht wirklich motiviert ihr Programm runterdudeln, welches übrigens nur aus 4 Liedern (die aber alle die 10 Minuten-Marke deutlich überschreiten) besteht. Frontmann Mikael Akerfeldt kommuniziert hier und da mit einem herrlich trockenen Humor („This is a song about summer, beach and party“ oder „We're from Sweden.....Sweden is famous because of Abba, Roxette......and Opeth“) mit dem Publikum, was bei der sehr jungen Crowd größtenteils nicht mal ansatzweise ankommt. Die Emo-Kids mit „Bullet for my valentine“-T-Shirts in der ersten Reihe sehen teilweise so aus, als würden sie noch nicht mal Englisch verstehen. Nach 3 Songs wirft Mikael einen Blick zur Bühnenseite, von wo ihm mitgeteilt wird, dass nur noch Zeit für einen weiteren Song ist....sichtlich angepisst stimmt er schließlich „The Drapery Falls“ an, welches klar den Höhepunkt des Sets markiert und wirklich einwandfrei dargeboten wird, insbesondere die cleanen Gesangspassagen sind über jeden Zweifel erhaben...stoßen aber dennoch auf Ignoranz und Desinteresse beim Publikum......schade, schade....aber der Ring ist halt ein komplettes Mainstream-Festival, an dem man sich als Musik-Randgruppe schon massiv anstrengen muss, um das Publikum auf seine Seite zu bringen. Das schaffen „Opeth“ nicht mal ansatzweise...wohl das alte Prog-Problem...;-)

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Tragisch: Friseur gestorben...

Als schönen Kontrast gibt’s als nächstes „Bad Religion“, bei denen sich der Wellenbrecher-Bereich zu füllen beginnt. Die älteren Herren schaffen es mit ihren eingängigen Punk-Nummern mühelos, dass anfangs so träge Publikum in Fahrt zu bringen und schon wenige Minuten später ist die ganze Meute am herumspringen und feiern. Eine himmelweiter Unterschied zu der Langeweile, die während „Opeth“ über der Menschenmenge schwebte. Auch wenn „Bad Religion“ nicht wirklich meine Musik sind, muss man sich doch vor der energiegeladenen Show verbeugen, die rückblickend der mit Abstand stärkste Punk-Auftritt dieses Jahr werden soll. Die lahme „Offspring“-Performance am nächsten Tag überbieten die gealterten Punk-Helden jedenfalls mühelos.

Nach dem kontrastreichen Eröffnungsprogramm gönnen wir uns erstmal eine Portion Nudeln und lassen uns damit an der einzigen geöffneten Rennstrecken-Tribüne nieder und genießen die Sicht auf die Grand Prix-Strecke und die dahinterliegende Waldlandschaft. Im Hintergrund hören wir, wie „Incubus“ die Center Stage entern...schon wieder muss ich mir den Mist anhören, zum vierten Mal mittlerweile und immer war's unfreiwillig. Diese Softies verfolgen mich wie ein Fluch irgendwie ;-)

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Rockpause auf der Formel 1-Tribüne...

Nach einer ausgedehnten Pause machen wir uns etwa eine Stunde später auf. Unsere vierköpfige Gruppe beschließt sich zu trennen, weil die beiden jüngeren zu „Bullet for my valentine“ wollen, während wir uns den Headliner „Rage against the machine“ geben werden. Unsere positiven Erfahrungen im Festivalausland werden auf dem Ring in Sekundenbruchteilen zerschlagen. Nach vorne kommt hier niemand mehr. Vor der Center Stage sammelt sich ein Menschenmeer, durch das es scheinbar kein Durchkommen gibt. Wir versuchen's trotzdem und kommen eingequetscht vor dem 2. Wellenbrecher zu stehen, an dem die Securitys durch Megaphone mitteilen, dass der Wellenbrecher-Eingang auf der anderen Seite sei. Von hinten drücken trotzdem ein paar tausend Verrückte weiter. Nach ein paar Minuten sind wir aus dem verantwortungslosen Gewühl raus und machen uns auf zur anderen Seite, wo der 2. Wellenbrecher natürlich lang zu ist, als wir ankommen. Hier die gleiche Situation, alles drückt nach vorne, obwohl es nicht mehr weitergeht. Die Securitys schauen sich besorgt das Gedränge an und scheinen genauso ratlos zu sein, wie die zahlreichen verzweifelten Leute in der drückenden Menschenmasse. Dieses rücksichtslose Publikumsverhalten scheint in der Form mal wieder typisch Deutsch zu sein, weder in Belgien, noch in Holland haben wir derart negative Erfahrungen gemacht.
Mit Ach und Krach quetschen wir uns wieder aus der Menge heraus und finden einen halbwegs brauchbaren Platz an einem Bierstand, geschätzte 80 Meter von der Bühne entfernt. Immerhin steht direkt neben uns, eine der zahlreichen Leinwände, so dass wir die Crossover-Götter zumindest dort in Nahaufnahme sehen können....das das Quartett einen derartigen Gott-Status hat, habe ich übrigens schon bei der Headliner-Ankündigung nicht verstanden. Re-Union schön und gut, nette Musik ok....aber das „Rage against the machine“ die absolute Überband ist, scheint irgendwie an mir vorbeigegangen zu sein. Sie stellen den mit Abstand teuersten Ring-Headliner dar, kosten fast das doppelte von „Metallica“ und die Menge ist so euphorisch, wie ich das eigentlich noch nie am Ring erlebt hab. Als Frontmann Zack de la Rocha dann schließlich die Bühne betritt, flippt alles aus und alles beginnt wie auf Knopfdruck zu springen und zu poggen. Und mit „Alles“ mein ich in dem Fall wirklich „Alles“...es ist kein Ende der Menschenmenge in Sicht und schlichtweg alles ist in Bewegung. Ein derartiger Ausnahmezustand ist selbst für Ring-Verhältnisse ungewöhnlich, zehntausende Menschen rappen mit, klatschen, feiern.....ein absolut gigantisches Bild. Die Band selbst ist gut, legt viele Meter auf der Bühne zurück und spielt ihr Programm fehlerfrei runter. Die Interaktion mit dem Publikum hält sich dabei dennoch stark in Grenzen. Die einzige längere Auseinandersetzung mit den über 80.000 ausrastenden Leuten, die da vor der Bühne stehen, ist eine relativ abgedroschene Anti-Bush-Rede während der „Wake up“-Bridge. Ansonsten regiert eher vornehme Zurückhaltung, auch wenn man dem Quartett den Spaß an der Re-Union durchaus ansieht. Alles wirkt einen Tick zu professionell und einstudiert, was das Publikum allerdings zu keinem Zeitpunkt stört. In unglaublicher Lautstärke wird 90 Minuten lang durchgefeiert und alles in Grund und Boden gerockt. Eine gigantische Peformance der Crowd, die bei „Killing in the name“ eindeutig ihren Höhepunkt findet. Alles singt mit, alles springt, alles poggt.....ein umwerfendes Inferno. Wenn die Menge morgen so bei „Metallica“ abgeht, bin ich zufrieden ;-)

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Rage against the machine: Die (neuen und/oder alten) Herren des Rings?

In unserer Position reagieren währenddessen entnervte Securities äußerst brutal auf Leute, die auf der Bierstand-Theke Platz nehmen. Auch Leute, die im Gedränge Kreislaufprobleme haben und dies den Thekenkräften in ruhigem Ton mitteilen, werden mit roher Gewalt von der Theke runtergeschoben, koste es was es wolle. Hier eskaliert die Situation mehrmals, weil aufgebrachte Zuschauer die unfreundliche Reaktionen der Security nicht verstehen. Alles ist brechend eng, man kann sich keinen Meter bewegen und den Ordnungskräften fällt nichts besseres ein, als teilweise mit reiner Faustgewalt zu antworten - ein schwaches Bild!

Bei dem gewaltigen Menschenauflauf, den „Rage against the machine“ verursacht hat, dauert es schließlich eine ganze Weile, bis wir uns von unserer eingekesselten Position befreit haben. Die Band hat sich nach dem letzten Lied mit einem flüchtigen Gruppenbild enttäuschend schnell von der Bühne verabschiedet. Für uns steht nun noch „Motörhead“ auf dem Programm, die in wenigen Minuten auf der „Alterna Stage“ den Late Night-Act geben....

Die zweitgrößte Bühne des Festivals zeigt, wie es geht. Die Wellenbrecher sind an beiden Seiten offen und alles reguliert sich selbst. Wer will kommt ohne Probleme nach vorne, wer raus will schafft dies auch locker. Hier geht alles wesentlich friedlicher zu, als vor der Center Stage und sowohl Securities als auch Publikum hegen einen freundlichen Umgangston. Obwohl es von hinten recht voll aussieht, kommen wir ohne Probleme zu unseren beiden anderen Gruppenmitgliedern wieder in die geschätzt 10. Reihe. „Bullet for my Valentine“ seien super gewesen.....naja...die beiden sind ja noch jung ;-)

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Undeutliches Bild zu undeutlicher Musik: Motörhead...

Während ein leichter Regen einsetzt, betritt Lemmy & Anhang die Bühne und grunzt schwer verständlich „We're Motörhead and we play Rock 'n Roll!“ ins Mikro und ab geht die Post. Der ungefähr einstündige Gig klingt wie ein einziger Song......typisch „Motörhead“ klingt hier so gut wie alles gleich. Ein einziger Soundbrei, kaum hörbare Gitarrensoli und ein Lemmy Kilmister, der Publikumsansagen raushaut, die wahrscheinlich nicht mal Englisch-Muttersprachler verstehen können. Gegen diese Aussprache spricht jeder Texaner perfekt verständliches Englisch! So richtig überzeugt im Set eigentlich nur „Overkill“, dass mit seinem irren Double-Bass-Gewitter alles überrollt und von der Band auch noch publikumsfreundlich mehrmals verlängert wird. Dennoch, die monotone Show, die die Band seit fast 40 Jahren mit der immer gleichen Pose und den gleichen, unverständlichen Ansagen runterrockt hat einen unvergleichlichen Kult-Faktor. Darf man ruhig mal gesehen haben, auch wenn nicht viel hängen bleibt.

Wir sind mittlerweile völlig durchnässt und machen uns auf Richtung Campingplatz, wo wir eine knappe Stunde später als halbe Wassersäcke ankommen. Notdürftig versuchen wir die Klamotten im Auto zum Trocknen aufzuhängen, was aufgrund des akuten Platzmangels natürlich kaum funktioniert. Die Fenster werden mit Iso-Matten abgedeckt, damit keine besoffenen Halbaffen in der Nacht gegen die Scheibe klopfen, die Ohrenstöpsel werden in die strapazierten Lauscher gesteckt, um den Lärm der zahlreichen Disco-Anlagen, die auf den Zeltplätzen von alteingesessenen Ringrockern betrieben werden, abzumildern und es dauert nicht lange und wir sind im Reich der Träume angelangt, während sich im ganzen Auto ein undefinierbarer Geruch aus Schweiß und Regen ausbreitet, der uns am nächsten Morgen mit wilder Entschlossenheit begrüßen wird...

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Beitrag von Hannibal » 21.06.2008, 21:19

Rock am Ring
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Der Samstag
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Brennende Menschen, zarte Romanzen und Callipo...

Da brennt jemand!
Nach einer unruhigen Nacht auf dem Beifahrersitz unseres Familienvans werde ich von meinen zwei geschockten Mit-Ringrockern geweckt. 10 Meter von uns entfernt hat ein besoffener Camping-Experte mit einer Spiritus-Flasche ins offene Feuer gespritzt und rennt nun mit dem Oberkörper in Flammen hinter seinen Wohnwagen. Seine Freunde folgen ihm aufgeregt.
Hm, nichts außergewöhnliches in dem Chaos, die Sanitäter kommen sofort, also nochmal umdrehen , ein bisschen weiter dösen und Kraft sammeln, für das, was uns heute bevorsteht...Metallica...schon 8 Tage ist es her, dass ich James Hetfield & Co das letzte mal live erlebt habe. Eine lange Zeit! Heute ist es endlich wieder soweit! Der Schlaf ist allerdings von Unruhe geprägt, schließlich haben die Feuerteufel eine Gasflasche direkt neben ihrem Grillfeuer liegen...aber es passiert zum Glück nix.

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Noch nicht ganz wach...

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Frühstück...

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Erst mal Lüften...

Ein paar Stunden später bereiten wir uns auf das Abrücken Richtung Festival-Gelände vor. Wir ernähren uns vorsichtig von Corny-Müsliriegeln (Schoko-Banane ;-)). Der Worst Case wäre, hier kacken zu müssen...also lieber ein bisschen hungern, anstatt im Dixiklo umgeworfen zu werden oder sich in den Wald zu hocken, der übersäht ist, mit kleinen Klopapier-Häufchen.
Bevor es endgültig losgeht, ein fachmännischer Blick in den Himmel....meine Jacke ist immer noch nass von dem gestrigen Abend, auch die Hose ist noch nicht wirklich trocken....aber es nützt nix, ich hab nur die eine dabei. Statt der triefenden Jacke, stopfe ich mir einen Plastik-Regenüberwurf in die Hosentasche und mache mich mit vollgepackter Gürteltasche und hohen Erwartungen auf in Richtung Festivalgelände. Nachdem wir gestern so kläglich noch hinter dem 2. Wellenbrecher gescheitert sind, muss es heute weiter nach vorne gehen. Die erste Reihe wird’s wohl nicht werden, aber irgendwas unweit dahinter...das hoffen wir zumindest.

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Camping-Impressionen...

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Der Haupteingang...

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“In Flames“ bei der Autogrammstunde...

Eine halbe Stunde später laufen wir wieder über die berühmte Rennstrecke. Am Metal-Hammer-Stand haben gerade „In Flames“ Autogrammstunde und eine riesige Menschenschlange kreuzt die Laufbahn zahlreicher „Metallica“-Fans, die schon jetzt zur Center Stage hetzen. Wir entschließen uns denen zu folgen und machen wenigstens ein paar Fotos von den Melodic Death Metallern, die ja mittlerweile gar keine mehr sind, glaubt man dem grummeligen, kritischen Ton der true'en Metal-Gemeinde. “Von der Alterna Stage dringt unbekannte Alternativ-Mucke an unsere Ohren und wir entschließen uns, uns vor der langen Stehetappe nochmal zu stärken. Bevor wir das in Angriff nehmen, gehen wir aber noch die Situation an der Center Stage abchecken, an der gerade „Alter Bridge“ ihre Arbeit aufnehmen. Wir kommen ohne große Probleme bis ganz nach vorne, stehen schließlich in der 4. Reihe.....prima...ging ja einfacher als erwartet. Also nochmal Richtung Ausgang und dann noch schnell was essen....
Schon von weitem zappelt ein kopfschüttelnder Security mit seinen Armen...
„Wenn ihr jetzt rausgeht, kommt ihr nicht mehr rein!“
Es braucht nur wenige, bange Sekunden, bis klar ist, dass wir bleiben werden. Am Wellenbrecher-Eingang herrschen derweil chaotische Zustände. Eine gigantische Masse drückt mittlerweile von hinten, während die Security die Schotten entschlossen dicht macht. Schmerzverzerrte Gesichter von Teenies, die mit Brachialgewalt gegen die Absperrung gedrückt werden. Alle paar Minuten rücken Sanitäter-Teams aus, um halb zerdrückte Kids aus der drückenden Menge rauszuziehen. Die Leute, die im ersten Wellenbrecher-Bereich stehen, schauen interessiert zu und machen zahlreiche Fotos. Spektakuläre Bilder, solche vor Schmerzen schreiende Emos. Definitiv absolut unverantwortlich und gefährlich gelöst, die undisziplinierten Ringrocker, die auch noch zu tausenden noch vorne drücken, obwohl die Security über Lautsprecher mitteilt, dass die Wellenbrecher-Schotten dicht sind, müssten die Organisatoren ja mittlerweile kennen...

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So wird man der Plage Herr: Emos zerquetschen ;-)

Wir haben währenddessen verstärkt mit aufkommendem Hunger zu kämpfen und krallen uns schließlich einen der herumwuselnden Eisverkäufer. Mit Wassereis der Marke Calippo (Geschmacksrichtung Cola) werden wir uns für den Rest des Tages über Wasser halten. Besser wie nix...
Nach dem unspektakulären Auftritt von „Alter Bridge“ entern „Disturbed“ die Bühne und wecken die Meute als erster Main-Act des Tages so richtig auf. Frontmann David Draiman ist permanent in Action und bringt das Ring-Publikum spielend auf Hochtouren. Im Handumdrehen sind „ten thousand fists in the air“ und der Ring begleitet die überaus kräftige und druckvolle Performance mit tausenden springenden und singenden Zuschauern. Sehr überzeugend und eines der bisherigen Highlights, obwohl mir „Disturbed“ auf ihren Studio-Alben nie so wirklich zusagten.
Nun ist der Zeitpunkt gekommen, von unserer Randposition, zu welcher wir uns zwischenzeitlich zurückgezogen hatten, wieder in die vorderen Reihen vorzustoßen. Spielend leicht schaffen wir es in die 3. Reihe am linken Bühnenrand.

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“In Flames“ on stage...

Next on stage: In Flames! Nach ihrer leicht lustlosen Performance als Support der letztjährigen „Iron Maiden“-Tour bin ich auf den heutigen Gig umso mehr gespannt. Der ihnen zugeteilte Center-Slot am Spätnachmittag bei strahlendem Sonnenschein stimmt mich skeptisch. Wenig später ist es dann so weit und Anders Fridén + Anhang entern die Bühne und starten mit einem matschigen, aber alles umdrückenden „Cloud Connected“ in ihr Set. Entgegen aller bösen Vorahnungen steht der Slot auf der größten Bühne des Mainstream-Festivals der Band überraschend gut. Nach Ausflügen durch die aktuelle Scheibe „A Sense of Purpose“ gibt es spätestens bei „Only for the Weak“ kein Halten mehr und das gesamte Center-Publikum dreht durch. Egal ob „Disturbed“-, „Nightwish“-, „Offspring“- oder „Metallica“-Fan, Tausende Menschen sind am Springen und in permanenter Bewegung, was die Band und auch ich in diesen Dimensionen nicht mal ansatzweise erwartet haben. Absolut stark! Mit zahlreichen Ansagen wird das Publikum weiter angeheizt und Frontmann Anders Fridén widmet sogar den „old people“ auf der VIP-Tribüne einige Sätze. Unvermeidlich werden im direkten Anschluss wieder zahlreiche „Scheiß-Tribüne“-Chöre angestimmt, während denen sich die Jungs von „In Flames“ ein Grinsen nicht verkneifen können. Schlichtend geht Fridén dazwischen, schmiert den Fußball-begeisterten Zuschauern noch im Bezug auf die EM ein wenig Honig ums Maul und lobt die deutsche Mannschaft, die besser als die Schwedische sei und beendet den sympathischen, Energie-geladenen Auftritt mit „My Sweet Shadow“. Wie schon beim Support für „Iron Maiden“ war der Sound ziemlicher Mist, sämtliche Melodien kamen so gut wie gar nicht an, während die Double-Bass-Teppiche in einer alles übertönenden Druckwelle das Publikum durchföhnte. Schade, aber dennoch ein absolut gelungener Auftritt.
Als nächstes wird es düsteren Mainstream-Gothic-Metal am hellichten Tage geben.....“Nightwish“ machen sich startklar, während wir uns den vorbeikommenden Eisverkäufer krallen und ihn erneut um einige Calippo-Wassereis erleichtern. Nun fällt auch die Entscheidung, dass wir diese Position nicht mehr verlassen wollen, solange uns noch ein wenig Raum bleibt, hocken wir uns auf den warmen, zugemüllten Asphalt, um noch ein wenig Energie zu sparen.

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Stoßen auf massives Desinteresse: „Nightwish“

Wenig später tritt aber „Nightwish“ auf den Plan. Fehlplatzierter kann eine Band gar nicht sein! Unzählige Stinkefinger schnellen auf Anhieb in die Höhe, während die Band sich alle Mühe gibt, zumindest einen Teil des Publikums zum Mitmachen zu animieren. Schon beim ersten Song fliegt die halbe Bühne in Form von vollkommen überzogenen Pyroeffekten in die Luft. Überall sprühen die Funken, knallen kleine Feuerwerkskörper und Flammenwände schießen in die Höhe......und keinen interessiert's. Ein vollkommen desinteressiertes Ring-Publikum steht regungslos vor der Center Stage, während „Nightwish“ eine handwerklich ordentliche Show abliefern, bei der trotz unzähligen Funken der eigentliche Funke leider nicht überspringt. 2 komplette Stromausfälle während des Auftritts tun ihr übriges. Die Band verlässt die Bühne, 10 Minuten lang rennen aufgeregte Techniker hin und her, die Band kommt wieder, beginnt zu spielen.....plötzlich wieder alles still.....sehr lustig! Das Publikum überbrückt die Pausen wie immer mit schallenden „Scheiß-Tribüne“-Chören, die teilweise noch weiter zu hören sind, als „Nightwish“ schon wieder zu spielen angefangen haben. Ein eingeschobenes Instrumentalstück inklusive Gastmusiker an seltsamen mittelalterlichen Instrumenten sorgt auch nicht für bessere Stimmung. 2 Songs später ist der Spuk vorrüber und allen ist klar, dass diese Band auf der „Alterna Stage“ als Late Night Special wesentlich besser aufgehoben gewesen wäre. Aber nachher ist man immer schlauer, selbst der Marek (Lieberberg, Veranstalter von Rock am Ring)....schließlich hat er auch aus dem 2006er Fehler gelernt und „In Flames“ nicht gegen „Metallica“ auf zwei verschiedenen Bühnen antreten lassen.

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Da soll noch einer sagen, Rocker hätten keine langen Rohre...

Nun stehen nur noch die US-Punkrocker „The Offspring“ zwischen uns und „Metallica“. Mittlerweile ist es recht eng geworden. Hinsetzen ist nicht mehr. Während den Umbaupausen versucht eine SWR3-Moderatorin das Publikum wieder aufzuwecken. Auf die schrecklich aufgesetzte Frage „Wie findet ihr das geilste Festival des Planeten?“ erntet sie in erster Linie „Ausziehen!“-Rufe, die unter den vereinzelten weiblichen Zuschauern zahlreiches Kopfschütteln hervorrufen.
Kurz darauf folgen „The Offspring“, die den schlechtesten Auftritt des ganzen Wochenendes auf's Parkett legen. Ein Großteil des Publikums feiert die Amerikaner zwar frenetisch ab und kann jeden Song mitsingen, was aber nicht darüber hinwegtäuscht, dass das Quartett unmotiviert einen Song nach dem anderen runterzockt, ohne auch nur einmal eine Ansage ans Publikum zu richten oder sich mal auf der Bühne zu bewegen. Wortlos verlässt man mit einem flüchtigen Winken eine knappe Stunde später die Bühne. Unglaublich schwach, einfallslos, gelangweilt!

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Da rockt ja selbst der Timo mehr: „The Offspring“ on stage...

Aber die Punk-Enttäuschung ist schnell vergessen. Zahlreiche dennoch zufriedene „Offspring“-Fans verlassen die Meute und wir kämpfen uns noch ein paar Meter weiter zur Bühnenmitte vor. An Hinsetzen ist mittlerweile nicht mehr zu denken, die Sonne geht unter, die Anspannung steigt und wird kurz darauf gekonnt von der SWR3-Moderatorin wieder auf den Boden der Tatsache zurückgeholt....“Wen wollt ihr sehen?“ - „METALLICA!“ - „Wen?“ - „METALLICA!!“ - „Was ist das geilste Festival des Planeten?“ - „AUSZIEHEN!“...oder so ähnlich...unglaublich nervig und vollkommen Fehl am Platz. Die Aufforderung eine Laola am späten Abend zu machen, wird mit zahlreichen Stinkefingern unsanft beantwortet. Wenig später hat sie's dann endlich begriffen und räumt die Bühne. Die Metallica-Crew installiert derweil fleißig Pyros und wir beratschlagen uns bezüglich der Playlist.....werden wir etwas Neues zu hören bekommen (also etwas, was wir noch nicht live gehört/gesehen haben ;-)), wird es vielleicht sogar einen neuen Song geben, wie wird das Publikum abgehen? Fragen über Fragen, die kurz darauf vom „It's a long way to the top“-AC/DC-Intro einer Adrenalinwand Platz machen. Wir wissen mittlerweile, was zu tun ist....Arme hoch, mitklatschen! Von der (Scheiß-)Tribüne aus blendet ein Scheinwerfer mitten ins Publikum, dort steht gerade Markus Kafka und stimmt die MTV-Zuschauer mit irgendeinem Scheißgeschwafel auf das bevorstehende Konzert ein. Die später gesichtete TV-Aufzeichnung bestätigt das Vorurteil natürlich. Der ehemalige Redakteur des Metal Hammers (!) schafft es sogar, ins „The Ecstacy of Gold“-Intro reinzuplappern. Live vor Ort bekommen wir davon zum Glück nichts mit...alle Hände sind oben, die Bühne ist majestätisch beleuchtet, das Publikum wird von allen Seiten mit tausenden Watt angestrahlt und schließlich weicht die Gänsehaut der Anspannung, denn gleich wird es einmal mehr mit „Creeping Death“ losgehen. Ich hake mich bei meinen Kumpels ein, damit wir uns im folgenden Moshpit-Tummult nicht verlieren. Wir sehen den O-Saft-Becher von der Bühne fliegen und wir befürchten das schlimmste......“Creep“ startet und es passiert........ gar nicht's. Der erste Moshpit formiert sich erst gute 10 Meter hinter uns, wir stehen zu viert eingehakt wie ein altes Ehepärchen und werden von ringsherum skeptisch beäugt. Niemand scheint zu verstehen, was unser gegenseitiges Einklammern soll. Whatever...die Gefahr ist vorüber, bzw. war in unserer Position nie vorhanden, folglich lösen wir uns aus unserer leicht nach hinten losgegangenen Verankerung und beginnen mit dem, was wir am besten können...Mitgehen, Lieder raten und Ansagen raten....und es soll eines der besten „Metallica“-Konzerte unserer bisherigen Fan-Laufbahn werden.
Das „Ride the Lightning“-Trio bestehend aus „Creeping Death“, „For whom the bell tolls“ und dem gleichnamigen Titeltrack des Albums bleibt, wird aber mit einer Kraft und Spielfreude rausgehauen, die den ganzen Ring aus den Latschen haut. Das Publikum ist unglaublich laut, aktiv und überraschenderweise äußerst textsicher.

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Immer ein Gesichtsausdruck irgendwo zwischen Darmverschluss und multiplem Orgasmus: „Metallica“-Basser Robert Trujillo

Als nächstes folgt „Harvester of Sorrow“, in dessen bedrohlich aufbauenden Intro der Ring so laut wird, wie selten zuvor. Die Bass-Drum-Schläge werden mit ohrenbetäubend lauten „Hoi“'s begleitet, was sich hartnäckig bis in die erste Strophe reinzieht. Mit einem breiten Grinsen wirken die 4 Horsemen selbst überrascht, angesichts der Mitsing-Chöre, die ihnen heute entgegen rollen. Nach dem Solo baut die Band eine kleine Pause ins Stück ein, Hetfield hält die Augen geschlossen, die Lichtanlage strahlt das Publikum mit voller Kraft an...ein Moment für die Ewigkeit, Anspannung, Adrenalin, auf den Leinwänden sieht man Hetfield's Gesicht in Großaufnahme...Zoom auf die geschlossenen Augen....plötzlich öffnet der Rhythmus-Gott sie, blickt dämonisch in Kamera und bricht ein perfekt einsetzendes „Harvester“-Ende von der Stange. Gigantisch!
Anschließend ein kurzer Gitarrenwechsel und es geht weiter mit der Load-Halbballade „Bleeding Me“, welche im Gegensatz zum Pinkpop-Festival hier nicht auf Unkenntnis stößt. Mit ausdauerndem Klatschen wird das cleane Intro begleitet und die schätzungsweise 80.000 Zuschauer kleben Hetfield bei jedem Wort regelrecht am Mund. Alles und jeder singt mit und „Metallica“ haben sichtlich Freude an der überragenden Performance des Festival-Publikums. „Bleeding Me“ selbst kommt dank der Publikums-Unterstützung noch 2 Klassen kraftvoller daher, als noch auf dem Pinkpop. Wuchtig, perfekt vorgetragen, die Spielfreude der Band wirkt regelrecht greifbar.

„Do you want some stuff from „Kill 'em all“?“....die obligatorische Frage beantwortet das Publikum mit einem schallenden „Yeah“...Hetfield antwortet: „No!“....es donnert zurück „YEAH!“...“No!“....“YEAH!!“...“No!“....“YEEAAH!!“...“No Remorse......“....und der Hanni ist glücklich. Mein Wunschsong wird gespielt und von jetzt an kann nicht's mehr schief gehen. Netterweise kommt nun auch Hetfield auf unsere Bühnenseite und steht geschätzte 6-7m von uns entfernt und er genießt die auflodernde Euphorie, die ihm entgegen brandet sichtlich. Die einschüchternde und gleichzeitig sympathische Authorität, die er austrahlt, wenn er so nah vor einem steht, ist jedes mal auf's Neue beeindruckend. Das Publikum folgt jeder Bewegung, jeder Forderung ehrfürchtig und als in der Bridge der Befehl kommt „Say hello to my friend Lars!“ wird der Jubel in ohrenbetäubender Lautstärke an den oft kritisierten Drummer weitergegeben, der sich im selben Moment bei dem übelst schnellen Snarewirbel abmüht, der leider nicht mehr ganz so einwandfrei gelingt, wie noch vor ein paar Jahren. Der folgende Thrash-Teil gelingt dafür tadellos, die Gitarren rattern so präzise, wie schon lange nicht mehr, Basser Robert Trujillo sorgt für ein gewaltig drückendes Fundament und auch Lars Ulrich ist wieder im Takt.
Im direkten Anschluss folgt der „Reload“-Groover „Devil's Dance“, der genauso frenetisch abgefeiert wird, wie die Old-School-Klassiker der Band. Erneut fällt das erstaunlich textsichere Publikum auf. Vor uns hat sich ein Mädel platziert, welches jedes Wort perfekt mitsingt...dagegen bleiben wir mit einigen, wenigen Lyrics-Lücken fast blass. Die Gute sah übrigens nicht mal schlecht aus, es scheint doch noch einen Gott zu geben ;-)
Dann „...And Justice For All“, dessen per Band eingespieltes Gitarren-Intro in bester „Fear of the Dark“-Manier mitgesummt wird. 10 Minuten und einen gerade so geretteten dicken Fehler von Ulrich später, ist die Stimmung noch immer am Anschlag. Wenn man dieses Publikum sieht, ist es beinahe unverständlich, wieso die Band den Song nach der „Justice“-Tour wegen schwacher Publikums-Reaktionen für immer aus ihren Setlists verbannen wollte. Das der Ring hier derart positiv abschneidet, hätte ich zu keinem Zeitpunkt erwartet, beantwortete er doch 2006 beim komplett chronologisch korrekt nachgespielten „Master of Puppets“-Album noch Hetfield's Frage „What song is next?“ mit einem betretenen Schweigen.
Anyway, „Fade to Black“ und „Master of Puppets“ sind für uns keine große Überraschungen, wir brüllen die Songnamen schon knapp eine Minute, bevor die Band die Songs anstimmt, wofür wir erstaunte Blicke und vereinzeltes Kopfschütteln rundherum ernten. Das Mädel vor uns dreht sich um und meint lächelnd „Nicht schlecht!“ ....1:0 für uns ;-)

„Do you want something really fast?“, unterbricht Hetfield die aufkeimende zarte Romanze. Ein donnerndes „Yeah“ schallt ihm entgegen, wir kündigen routiniert „Whiplash“ an und keine 5 Sekunden später tritt Lars Ulrich überraschend regelmäßig in die Double Bass und startet.....“Whiplash“....was sonst? ;-) Sehr witzig ist hier zu beobachten, wie sich Kreise in der Menge bilden, in denen kleine Emo-Kids einfach so im Kreis laufen. Sieht von unten wahnsinnig bescheuert aus, in der MTV-Übertragung erschließt sich dann aber doch der Reiz des ganzen. Aus der Totalen rockt der Blödsinn dann doch ziemlich. Hier kommt die Crowd auch nochmal verstärkt in Bewegung und wir werden kurz ein wenig hin und her geworfen, was sich aber recht schnell wieder legt.
Und plötzlich ist sie weg...vom Moshpit in die Ferne getragen und wie gerufen startet die Band ins traurig-melancholische „Nothing Else Matters“....während tausende Feuerzeuge in die Höhe schießen, wische ich mir eine Träne aus dem Auge...es hat nicht sollen sein, vielleicht gibt’s ja noch irgendwo da draußen mehr Frauen, die alle Metallica-Lieder auswendig mitsingen können...;-)

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„I'm your dream, make you real, I'm your eyes......“
Ungewohnt ganz ohne Instrumente singt Hetfield die erste „Sad but true“-Strophe und verlässt dann langsam das Mikrofon, um dem Publikum die Show zu überlassen, welches das Angebot textsicher wie es ist, gerne annimmt. Sehr coole Einlage und das anschließend dann auch verstärkt gespielte „Sad but true“ drückt wie immer wie Sau, langweilt mich aber beim mittlerweile vierten Mal.
Der einzige Kritikpunkt am heutigen Konzert ist eigentlich nur der immer gleiche Zugabenblock bestehend aus „Nothing Else Matters“, „Sad but true“, „One“ und „Enter Sandman“.
Bei „One“ kündigen wir jeden Pyroeffekt treffsicher an, das verpulverte Feuerwerk ist dennoch jedes Mal auf's Neue beeindruckend. Es folgt wie angekündigt „Enter Sandman“, vor welchem Hetfield auf ganz lustige Weise über die Großleinwände mit dem Publikum spielt. Beim Chart-Hit selbst lässt sich die Menschenmenge nicht zweimal bitten und springt die ganzen 7 Minuten ausdauernd mit, während der Refrain mit einer einmal mehr beeindruckenden Stimmgewalt mitgegröhlt wird.....dann kurze Pause....Hetfield fragt „Oh yeah?“......und das Publikum antwortet zielsicher mit „Yeah!“, worauf die Band unterstützt von einer weiteren Feuerwerks-Salve das Ring-Publikum langsam dem Sandman überlässt.

Doch wir wissen ja, dass da noch was kommt. Die ganze Tour über bestand das große Finale aus „So what“, „Last Caress“ und dem Must-Have „Seek & Destroy“, das wird dann heute leider nicht anders sein.
Minuten vergehen (so kommt's einem zumindest vor), die Bühne erstrahlt in einem traumhaften Blau-Ton......dann gehen die Scheinwerfer wieder an und die Band entert die Bühne wieder mit einem Lied, das wir nicht kennen.....Skandal!....das kann nur ein neuer Song sein. Begeistert grinsen wir uns an und saugen jede Sekunde andächtig auf....Wow, klingt das cool Old-School-ig.....kein Wunder, im Refrain bricht das provisorische Riffing zusammen und Hetfield klärt die verdutzte Menge auf, dass es sich um ein kleines „Saxon“-Tribute handelte, die parallel zu „Metallica“ auf der Zeltbühne vor einem verschwindend geringen Metal-Publikum spielen dürfen...oder müssen. Wenn etwas Old School ist, dann „Saxon“...übrigens die Band, für die „Metallica“ ihr zweites Konzert überhaupt als Support spielten. Eine nette Geste jedenfalls, die einmal mehr mit frenetischem Jubel belohnt wird und den blöd positionierten „Saxon“ sicher den ein oder anderen neuen Fan bescheren wird.

Also doch kein neuer Song......und jetzt „So What“.....Lars Ulrich schlägt die Hihat an....1 mal...2mal...3mal...4mal....5mal....für „So What“ hätten 4 Schläge genügt......6mal...7mal...8mal...“Die, Die, Die My Darling“...was für ein Fest. Wir überschlagen uns regelrecht vor Begeisterung und zum zweiten mal nach „Creeping Death“ am Anfang bildet der Ring wieder ohrenbetäubend laute „Die!“-Chöre und singt das ganze Misfits-Cover über begeistert mit.

Dann Spannung....was als nächstes? Noch was Neues? Lars Ulrich kündigt mit einem passablen Trommelwirbel die letzte große Überraschung des Abends an.....kein „Last Caress“, sondern nichts Geringeres als „Motorbreath“ bricht über das begeisterte Publikum herein.

Die Ansage „I wanna see some action out there!“ bricht die nächsten überdimensionalen Moshpits vom Zaun, glücklicherweise mit einigen Reihen Sicherheitspuffer zu uns. Mit einem breiten Grinsen bedienen die Herren Hetfield & Hammett ihre Gitarren und beglücken das ausdauernde Publikum mit einer immens schnell gespielten Version des „Kill 'em all“-Klassikers. Präzise rattern die rechten Hände, Hammett's Finger fliegen tighter denn je über's Griffbrett, Hetfield's Stimme hat eine ähnliche Power wie in den ganz alten Tagen, Ulrich bleibt im Takt und das Publikum glänzt einmal mehr mit Textsicherheit und ausgeprägten „Hoi, Hoi, Hoi“-Chören. Ein Träumchen!

Und es wird wieder einmal mit dem Über-Klassiker „Seek & Destroy“ vollendet.....kurz davor einmal mehr das „Thank you, Good Night!“-Spielchen, auf das Hetfield jedes Mal auf's Neue ein donnerndes „Noooo!“ erntet....er schlussfolgert „One more?“ und es schallmeit „Yeah!“ zurück....er schaut prüfend in die Runde und meint verschmitzt grinsend ganz kleinlaut „Okay..........it's simple.....SEEK..“ ...und das Publikum vervollständigt einmal mehr in ohrenbetäubender Lautstärke „AND DESTROY!“.

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Das Stimmungs-Barometer, oder Zerometer, wie wir's scherzhaft in unserer kleinen Festival-Clique nennen (weil wir von guter Stimmung bei Rock-Konzerten unter Umständen ein ganzes Jahr lang zehren müssen ;-)), erreicht seinen Höhepunkt und die Menge explodiert regelrecht in einem gigantischen Showdown voller Mitsingen, Mitspringen, Mitmachen....80.000 Menschen sind wie in einer anderen Welt und einmal mehr steht er vor uns und ruft lachend in die Menge „Sing it loud“ und „Seek & Destroy“ donnert es zurück. Hetfield grinst zufrieden und bleibt auch noch die zweite Strophe über bei uns und wir alle tun unsere verdammte Pflicht. Bei den letzten Riffs schießen erneut Flammensäulen in den schwarzen Ringrocker-Himmel, Hetfield bedankt sich und startet ins letzte Riff des Abends, welches erneut von arschlauten „Hoi Hoi Hoi“-Chören begleitet wird.

Und dann ist es wieder vorbei.....bis zur angekündigten Indoor-Tour im Frühjahr 2009! Die Bandmitglieder läufen noch knappe 10 Minuten über die Bühne, werfen Plektren und Drumsticks ins Publikum und nutzen die gesamte 50m-Bühne, um sich zu allen Seiten hin mehrfach zu bedanken. Zeit, die sich nicht mehr viele Bands nehmen. „Rage against the machine“ verließen die Bühne am Vorabend schon nach einer knappen Minute. Die Fan-Nähe wird hier noch, so gut es eben bei einer Band dieser Größe geht, äußerst sympathisch und ehrlich zelebriert und die Spielfreude und Dankbarkeit, die die Jungs bei jedem Konzert auf's Neue an den Tag legen ist und bleibt zu jeder Sekunde spürbar und greifbar. Diese Stimmung ist auch nach dem vierten Metallica-Konzert noch allgegenwärtig und wir sind angesichts der überragenden Setlist und des unglaublich gut gelaunten Publikums schlichtweg sprachlos.
„Metallica 2008“ im Doppelpack hat sich definitiv gelohnt und die nächste Tour wird definitiv wieder mit der selben Strategie besucht...dann werde ich wohl auch die Drohung an meine Eltern wahr machen und sie zu einem Metallica-Konzert auf die Tribüne einladen. Versprochen ist Versprochen, vielleicht gibt’s ja dann nächstes Jahr einen Metallica-Konzertbericht von meiner ganzen Familie...so viele haben wir ja hier noch nicht ;-)
Aber zurück zum Ring....80.000 Menschen strömen Richtung Ausgang, ein paar wuschelige Studentenköpfe zweigen zur Alterna-Stage ab, von wo aus irgendwelche alternativen Klänge rüberschwappen....ich krieg nix mit, bin immer noch wie in Trance....eine knappe Stunde später sind wir am Auto.......diesmal wird nicht gepennt, sondern heimgefahren, denn einen weiteren Tag ohne ausgedehnte Sitzung auf der Toilette machen unsere verwöhnten Verdauungsapperate nicht mit.

„Hoi Hoi Hoi“ schallt es aus dem Radio und wir fahren durch die stockdunkle Nacht in Richtung Bitburg...zum Kacken...

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Beitrag von Hannibal » 21.06.2008, 21:19

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Beitrag von Ed Hunter » 21.06.2008, 21:49

Sehr geiler, anschaulicher Bericht mal wieder! Jetzt hast du's endgültig geschafft, dass ich mir Metallica bei der nächsten Solo-Tour einfach anschauen muss! ;-)
Schade nur, dass Offspring nix gewesen zu sein scheint angesichts ihres genialen Comeback-Albums...die stehen nämlich auch schon lang auf meiner Live-Wannasee-Liste.
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Beitrag von Hannibal » 22.06.2008, 00:32

Danke für's Feedback!
Ed Hunter hat geschrieben:Sehr geiler, anschaulicher Bericht mal wieder! Jetzt hast du's endgültig geschafft, dass ich mir Metallica bei der nächsten Solo-Tour einfach anschauen muss! ;-)
Jo, also gerade du als recht regelmäßiger Konzertgänger kannst da eigentlich gar nicht enttäuscht werden. Die bis auf das bisschen Pyro-Gekrache komplett auf die Band ausgerichtet Show ohne irgendwelchen Bühnenaufbau oder Kostüm-Schnickschnack ist einfach jedes Mal auf's neue ein Kracher. Da kann man gar nichts falsch machen eigentlich...
Schade nur, dass Offspring nix gewesen zu sein scheint angesichts ihres genialen Comeback-Albums...die stehen nämlich auch schon lang auf meiner Live-Wannasee-Liste.
Jo, war auch enttäuscht, weil ich mich eigentlich auf nen lockerleichten Punk-Hüpf-Gig beim SOnnenuntergang gefreut hab....und dann sowas...die Performance war echt unglaublich schlecht und gelangweilt...sehr, sehr schade...

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Beitrag von EatenAlive » 22.06.2008, 15:46

Schöner Bericht und du bestätigst indirekt einige meiner Vorurteile gegen das Ring Festival. Ich war 2004 da und ich hab irgendwie nicht so richtig wohl dort gefühlt. Was Metallica angeht, ich hab mir mal die Youtube Videos angesehen und ich hab das Gefühl sie sind Live wieder besser geworden. Gerade James Hetfields Stimme hört sich viel besser an. Kann aber auch Einbildung sein. :lol: :wink:
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Beitrag von Vince » 22.06.2008, 16:13

Sauber, Kollege! Astreine In-Depth-Kritik, bei der man wieder mal das Gefühl hat, man wäre dabeigewesen. Ich kann noch den Schoko-Banane-Corny-Geschmack auf der Zunge schmecken. ;)

Schön, dass du die Disturbed-Performance zu schätzen weißt, auch wenn dir die Alben nicht zusagen, schade, dass The Offspring anscheinend so ultralahm waren (von denen würde man ja eigentlich echt ne richtige Powershow erwarten) und der Metallica-Abschnitt ist natürlich mal wieder dein Meisterwerk. Deswegen hast du wahrscheinlich den Tag auch zunächst mal vorgezogen, so dass der Albenbericht jetzt ein bisschen so anmutet wie ein Tarantino-Film: Einstieg in der Mitte der Handlung mit einem brennenden Menschen. :shock:

Echt fettes Teil.

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Beitrag von The rejected » 23.06.2008, 19:32

Oh Mann Hanni!!!
Da hast du die Messlatte aber ziemlich hoch gelegt, mein Freund!
Leider haben The Offspring bei uns das gleiche abgezogen: mehr oder weniger gelangweilt das Set runtergezockt.

Mir kommt grad ne Idee:
Wir machen ein LL Treffen bei ner Hallenshow von Metallica!
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Beitrag von freeman » 24.06.2008, 09:11

Ganz ehrlich, wenn du immer mit dem Metallica Part anfängst, stelle ich mir immer vor, wie du wedelnd im Mosh Pit stehst ... das hat schon immer fast was orgiastisches wie du die Setlisten runterrasselst und zu jedem Song noch nen Kommentar hinspritzt ;-).

Saugeil!!!

In diesem Sinne:
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Beitrag von The rejected » 25.06.2008, 19:12

freeman hat geschrieben:Ganz ehrlich, wenn du immer mit dem Metallica Part anfängst, stelle ich mir immer vor, wie du wedelnd im Mosh Pit stehst ... das hat schon immer fast was orgiastisches wie du die Setlisten runterrasselst und zu jedem Song noch nen Kommentar hinspritzt ;-).

Saugeil!!!

In diesem Sinne:
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Wart mal ab, was bei mir kommt...
Kurz und knapp:
Metallica waren geil, ab ins Zelt und wedeln. ;)
















Nee, Spaß! Werds auch so ausführlich schreiben wie Hannibal!
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Beitrag von Hannibal » 25.06.2008, 20:36

Danke für's Feedback, Männer ;-)
The rejected hat geschrieben: Mir kommt grad ne Idee:
Wir machen ein LL Treffen bei ner Hallenshow von Metallica!
Ja, wäre definitiv geil, nur bezweifle ich, dass wir da besonders viele zusammenkriegen würden. Den Ed vielleicht, du, ich...wer weiß, vielleicht ist ja auch bei Eaten, Carcass und Vince (nochmal) was drin, aber ich bin da eher skeptisch. Auf der anderen Seite....zu dritt wäre sicher auch schon cool ;-)

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Beitrag von Vince » 25.06.2008, 23:46

Lieber mal was anderes, Dream Theater oder so. Da bin ich dann dabei. ;)

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Beitrag von Hannibal » 25.06.2008, 23:55

Vince hat geschrieben:Lieber mal was anderes, Dream Theater oder so. Da bin ich dann dabei. ;)
Dream Theater geht klar, die muss ich auf der nächsten Tour unbedingt sehen. Nächstes Jahr scheint wieder ziemlich teuer zu werden...dammit ;-)

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Beitrag von The rejected » 26.06.2008, 07:46

Hannibal hat geschrieben:
Vince hat geschrieben:Lieber mal was anderes, Dream Theater oder so. Da bin ich dann dabei. ;)
Dream Theater geht klar, die muss ich auf der nächsten Tour unbedingt sehen. Nächstes Jahr scheint wieder ziemlich teuer zu werden...dammit ;-)
Hmm, wär ne Überlegung Wert....
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Beitrag von EatenAlive » 26.06.2008, 10:30

Grundsätzlich wäre ich auch nicht abgeneigt, was für ein Konzert ihr wählt, wäre mir fast egal. Solange uns der Hanni nicht zu Rihanna schleppt. :lol: :wink:
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Beitrag von Hannibal » 06.07.2008, 14:59

Der RaR-Freitag ist online...

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Beitrag von The rejected » 07.07.2008, 19:30

Jepp, der Freitag spiegelt in etwa das, was am Samstag im Park abging. Allerdings war bei uns das Wetter noch beschissener...
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Beitrag von Hannibal » 07.07.2008, 19:59

The rejected hat geschrieben:Jepp, der Freitag spiegelt in etwa das, was am Samstag im Park abging. Allerdings war bei uns das Wetter noch beschissener...
Wann geht's denn bei dir weiter? ;-)
Und wie war eigentlich KISS? Dazu wäre ein Bericht auch der Hammer, aber hast wahrscheinlich viel zu tun, nehm ich an....

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Beitrag von Vince » 07.07.2008, 23:09

Im Hintergrund hören wir, wie „Incubus“ die Center Stage entern...schon wieder muss ich mir den Mist anhören, zum vierten Mal mittlerweile und immer war's unfreiwillig. Diese Softies verfolgen mich wie ein Fluch irgendwie


:lol:

Wieder ein sehr feines Teil zu einem Tag anscheinend wie ein Wechselbad. Geile Band - keine Sau interessierts. Die Band, bei der Hanni den Gottstatus nicht kapiert, da tobt die Menge und Motörhead klingt zwar immer gleich, aber es ist Kult. Sehr schräger Tag. Schade, das mit Opeth. Banausen alles. :motzen:

Wird das eigentlich ein Feuer-Erde-Wasser-Luft-Zyklus? Erst beginnst du mit einem brennenden Menschen und jetzt kommt die Sintflut? Was ist am dritten Tag passiert? Hat es euch davongeweht?

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Beitrag von Ed Hunter » 07.07.2008, 23:31

Schöner Bericht, auch wenn mich außer Bad Religion da keine der Bands wirklich reizen würde...Motörhead konnte ich noch nie soviel abgewinnen und von den anderen kenne ich kaum Songs.
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Beitrag von Hannibal » 08.07.2008, 19:08

Vince hat geschrieben:
Im Hintergrund hören wir, wie „Incubus“ die Center Stage entern...schon wieder muss ich mir den Mist anhören, zum vierten Mal mittlerweile und immer war's unfreiwillig. Diese Softies verfolgen mich wie ein Fluch irgendwie


:lol:
Du lachst, mir bluten immer noch die Ohren ;-)
Wieder ein sehr feines Teil zu einem Tag anscheinend wie ein Wechselbad. Geile Band - keine Sau interessierts. Die Band, bei der Hanni den Gottstatus nicht kapiert,
Ja, kann mir das hier jemand erklären? Klar waren die ziemliche Crossover-Größen, aber das die plötzlich nur wegen Re-Union in der selben Liga spielen wie Kiss, Metallica, Iron Maiden, ja sogar Elton John (preislich) versteh ich einfach nicht....wieso auf einmal??
Wird das eigentlich ein Feuer-Erde-Wasser-Luft-Zyklus? Erst beginnst du mit einem brennenden Menschen und jetzt kommt die Sintflut? Was ist am dritten Tag passiert? Hat es euch davongeweht?
Ne, nicht zu viel darein interpretieren.....der Zyklus wird wohl eher Wasser-Feuer-Langeweile sein, aber ich will nicht zu viel verraten ;-)...

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Beitrag von EatenAlive » 08.07.2008, 19:11

So jetzt auch gelesen. Also Opeth und RAR kann eigentlich nur schief gehen. Ich hab sie zweimal auf dem Wacken gesehen und da wurden sie gefeiert wie Götter. Eigentlich müsste man dem Management auf die Finger hauen. Bei Rage Against the Machine stimme ich dir sogar zu, die Reunion ist mir nicht ganz geheuer. Aber was hast du eigentlich gegen Incubus , muss immer wieder lachen. :lol:
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Beitrag von The rejected » 08.07.2008, 22:54

Hannibal hat geschrieben:Wann geht's denn bei dir weiter? ;-)
Und wie war eigentlich KISS? Dazu wäre ein Bericht auch der Hammer, aber hast wahrscheinlich viel zu tun, nehm ich an....
Hast leider recht! :(
Muss meistens bis 18 Uhr Arbeiten, und dann kann ich mich Abends net wirklich dazu aufraffen, große Texte zu schreiben. Mal gucken, evtl. wirds Morgen was.
KISS kommt auch noch. Hab auch schon den näxten Brecher vor Augen: Deep Purple. Der Bruder meiner Freundin wurde heute 13 und hat ne Karte für Deep Purple im November bekommen. Dazu noch ne Live DVD. Als wir vorhin reingeguckt haben, hats mich gepackt und ich muss mir wohl ne Karte kaufen. Wird ein heißer Herbst: Deep Purple, Motörhead und die Unholy Alliance....
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Beitrag von Ed Hunter » 08.07.2008, 23:08

Hatte mir auch überlegt zu Deep Purple zu gehen, mich aber dagegen entschlossen, da ich sie erst vor zwei Jahren gesehen habe und einige Alternativen anstehen...
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Beitrag von The rejected » 09.07.2008, 21:52

Ed Hunter hat geschrieben:Hatte mir auch überlegt zu Deep Purple zu gehen, mich aber dagegen entschlossen, da ich sie erst vor zwei Jahren gesehen habe und einige Alternativen anstehen...
Hab sie halt noch nie gesehen. Das wird ein Wochenende in der Schleyerhalle.. Samstag DP, Sonntag Slayer, Amon Amarth, Mastodon, Trivium... :rockon:

Edit: Wird heut nix mitm Bericht von mir, hab erst seit grade eben wieder Internet. Hab den ganzen Abend damit verbracht, es wieder zum laufen zu bringen..,
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