Jackie Chan - My Story + My Stunts

Filme abseits des Actiongenres mit Actionhelden (irgendwie so in der Art).
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Jackie Chan - My Story + My Stunts

Beitrag von Sir Jay » 24.11.2007, 23:06

Jackie Chan - My Story
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Review folgt, someday...

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Sir Jay
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Beitrag von Sir Jay » 24.11.2007, 23:06

Jackie Chan - My Stunts
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Originaltitel: Jackie Chan: My Stunts
Herstellungsland: Hongkong
Erscheinungsjahr: 1999
Regie: Jackie Chan
Darsteller: Jackie Chan , Ken Lo, Bradley James Allan, Anthony Carpio, Mars, Chung Chi Li, Rocky Cheung, Andy Cheng

Bereits „My Story“ gewährte einen kleinen Blick hinter die Kulissen von Jackie Chan’s Filmen, beschäftige sich aber hauptsächlich mit dem Werdegang Chan’s Filmlaufbahn.
Doch wir Fans wollen natürlich alles wissen, und da kommt „My Stunts“ wie gerufen, ein 93min langes Making of, welches vieler seiner Filme umfasst, und detailliert die Tricks dahinter erklärt.
Tricks, die man beim Bestaunen der fertigen Filmszenen gar nicht als solche vermuten würde.
Es sieht eben alles verdammt echt und realistisch aus, ohne dass irgendwelche Fragen aufkommen würden.
Jackie will uns in diesem Film zeigen, dass auch hinter den einfachsten Actionszenen einiges an Arbeit steckt, wie er die Szenen so gestaltet wie er es sich vorstellt, und warum!

Hierbei führt uns Jackie Chan mit seinem persönlichen Stunt Team durch verschiedene Kulissen, wo sich jede Menge darstellen lässt.
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Links sehen wir Jackie beim rumspielen mit Plastikschwertern und rechts Jackie's Leute, beim Vorbereiten zum Bescheißen in einer Actionszene.

Bevor es losgeht bekommt der Zuschauer noch wesentliche Hintergrundinformationen zum Hong Kong Film der 60 und 70er Jahre geliefert, ehe Jackie in einer künstlich wirkenden chinesischen Innenstadt vor vermeintlichen Gegner davonrennt und schließlich im Einzelnen die Bewegungsabläufe beim Schwert- Stock und sogar Hocker-Kampf erklärt.

Hier am Anfang möchte er ganz besonders auf die Unterschiede zum klassischen Schwertkampf Film und seinem persönlichen Kung Fu Film hinweisen, und demonstriert realistische, aber trotzdem unterhaltsame Alternativen zu Albernheiten, wie Meter hohen Sprüngen um sich in Sicherheit zu bringen.
Er scheucht auch nicht davor den Kameramann mit künstlichem Blut voll zu spritzen, ein filmisches Element worauf Jackie selbstverständlich nie selber zurückgreifen würde.

Weiter geht es zum Zertrümmern simpler Hocker.
Als Jackie Chan am Ende von Drunken Master 2 einen Hocker mit zwei Fußtritten eindrucksvoll zertrümmerte, habe ich das einfach so geschluckt, ohne die Echtheit dieser hübschen Szene anzuzweifeln, doch Jackie bringt mich auf den Boden der Tatsachen zurück, und zeigt, dass der Stuhl selbstverständlich vorpräpariert war.

Though!! *sich an die Birne klatsch*

Nun denn, weiter geht’s zu den nächsten Stunt Erläuterungen, jedoch nicht irgendwelchen, sondern zu den härtesten seiner Filmkarriere, und da führt uns Jackie an die Originalschauplätze von Police Story.
Hier zeigt Jackie allerdings weniger Sportlichkeit, aber gleichzeitig einen Haufen an Vernunft, wenn er darauf verzichtet unter anderem den Kronleuchter Stunt im Finale des Filmes zu wiederholen.
Auch vor dem erneuten Herunterrennen des steilen Abhangs am Anfang des Filmes hütet sich Jackie, und demonstriert möglich auftretende Fehler lediglich mit einem Ball.

Sehr weise.

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Und hier erklärt Jackie gerade die plumpe Einfachheit seines Regenschirmstunts am Anfang von Police Story...Der Bus ist selbstverständlich gearde in Fahrt!

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"Don't concentrate on the finger" sagte mal Bruce Lee...Jackie deutet auf die Problematik bei längst durchgeführten Stunts hin...

Der nächste große Abschnitt sind die Dreharbeiten zu „Who am I“, auch hier ist es interessant zu sehen, worauf Jackie so alles im Einzelnen Wert legt.
Der Kicker, der eigentlich über eine hervorragende Beinarbeit verfügt, kommt nicht so Recht mit Jackie mit, und treibt diesen auch schon mal an seine Geduldsgrenzen.
Wer mal einen leicht entnervten Jackie hinter den Kulissen sehen will, sollte sich My Stunts nicht entgehen lassen!

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Enthüllt!! So spart Jackie an gut gedehnten Kämpfern...

Am interessantesten aber sind Jackie’s Einblicke in dessen privates Stuntlabor.
Hier zeigt er, wie er mit seinen Stuntmen trainiert, was er von ihnen abverlangt, und welche Utensilien er benutzt.
Er benutzt mehr Seile bzw dünne Drähte als es uns lieb ist, und selbst banale Gegenstände wie Schuhe, Regenschirme oder Vasen, sind nicht das was sie vorgeben zu sein.
Eben ganz zum Nutzen Jackie’s.
Eine aus weichem Stoff bestehende „Kissen-Vase“ nutzt Jackie zum ausgiebigen Kopfkicken.
Hier bekommt der Zuschauer unzählige Takes im Schnellablauf geboten, bis Jackies Vasentritt endlich einmal sitzt.
Ähnlich oft wird er es in etlichen Actionszenen probiert haben.

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Links Jackie beim Erklären von effektiven Alternativen zur Selbstverteidigung und rechts Bradley Allen beim Schauspielern...

Es bleibt natürlich nicht beim Körperlichen, auch größere Crash Boom Bang Szenen werden mal aus einer anderen Perspektive beleuchtet, ganz besonders gewisse Autostunts aus „Who am I“.
Interessant ist es auch zu erfahren, wie sich Jackie vor dem Take eine Pistole abzufeuern, vorbereitet.

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Jackie erklärt den Waffengebrauch und gibt offenkundig zu sie nicht zu mögen...

Am Ende hat sich Jackie noch mal etwas ganz besonderes für seine Fans ausgedacht.
Nachdem er in seinem Stuntlab eine längere JC-patentierte Fightszene mit ausführlichen Erklärungen demonstriert, lässt er seine Stuntman selbst in einem furios choreographierten Kampf gegeneinander antreten, verzieht sich hinter der Kamera, und erklärt Fehler bei Einstellungen, die dem Otto-Normal Zuschauer nicht aufgefallen wären.
Er ist eben Perfektionist, und sorgt dafür, dass alles genauestens auf einander abgestimmt ist.
Protagonist dieser Fightszenen ist übrigens Jackie’s Wunderkind „Brad Allen“, der eindrucksvoll unter Beweis stellt, dass auch er eine vielversprechende Solokarriere starten könnte...

Am Ende ist der Jackie Chan Fan um einiges schlauer und dürfte mit dem Filmmaterial ordentlich zufrieden gestellt worden sein. Ein gewisser Resthunger bleibt dennoch bestehen. Gerne hätte ich noch einige Stunts aus Drunken Master 2 erklärt bekommen; Filmausschnitte aus diesem Highlight aus Jackies Filmographie fehlen leider völlig, und wie der äußerst schmerzvoll aussehende Sturz eines Stuntmans mit dem Rücken auf einen hohen Bordstein (in Dragons Forever) durchgeführt wird, ist mir auch noch ein Rätsel.
Und wie hat Jackie die Windtricks in Mission Adler so gut hinbekommen hinbekommen?
Das sind alles Fragen die ich gerne beantwortet bekommen hätte, deren Erläuterung wäre sicher auch witzig gewesen, doch bei all den Stunts die Jackie Chan durchführte, sei es verziehen, wenn er mal das ein oder andere mal vergisst.
Der Einblick, der hinter die Kulissen gewährt wird, ist in jedem Fall sein Geld wert, und auch Leute, die sonst nichts mit dem Kung Fu Clown anfangen können, sollten mal reinsehen, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass Actionfans diese Dokumentation langweilig finden würden.
:liquid8:
Ich würde ja gerne 9 geben, doch wir haben es hier immernoch mit einer Doku zu tun ;)
da ist 8 das höchste was ich vergeben würde!

Die DVD von splendit bietet noch ein wenig bonus material, wie Bio-Filmographien oder Trailer zu anderen Filmen, die aber auch auf anderen Splendid DVDs enthalten sind, zusätzlich gibt es noch ein 2minütiges Jackie Interview; alles natürlich sowhol in Deutsch als auch im O-Ton (Englisch) jeweils in 2.0
Bild passt!!

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Beitrag von Vince » 25.11.2007, 15:47

Hey, coole Sache! Danke. Von den ganzen Dokus hab ich mich bislang noch ferngehalten, aber das hört sich ja wirklich recht interessant an. Ich kann nie so recht abschätzen, ob es sich da um irgendeinen unautorisierten Mist handelt, aber hier scheint Jackie ja selbst durch die Kulissen zu führen und das offenbar sehr spannend. Zu nem guten Kurs sollte ich da vielleicht mal zuschlagen...

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Beitrag von Sir Jay » 25.11.2007, 15:56

also ich habe damals für diese DVD 25 Euro bei amazon bezahlt :lol:

Nie wieder schwor ich mir so einen preis zu zahlen, auch wenn es sich hierbei gelohnt hat; My story ist selbstverständlich genauso zu empfehlen, da bekommt man unter anderem auch einen einblick auf die Unterschiede zwischen der US und der jackie version von The protector ôô

hab übrigens noch vergessen zu erwähnen, dass es in my stunts auch etliche filmausschnitte gibt, die beispielhaft für jackies erläuterungen stehen sollen.
Äußerst witzige Sache.

Kleines problem wäre nur, dass der film mittlerweile 8 Jahre alt ist, daher sind eingie von jackies aussagen nicht mehr ganz up to date, und dass jackie in wirklich keit NICHT alle stunts selber machte wird hier natürlich auch verschwiegen :?

Übrigens die DVD "Jackie presents hong kong" ist sicherlich auch ganz interessant xD

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Beitrag von Ed Hunter » 25.11.2007, 17:02

Oh, merci beaucoup für die Kritik. Ich hab mich wie Vince an die ganzen Jackie-Dokus noch nie rangetraut, weil da ja auch ne Menge Müll rumfliegt (die ganzen dubiosen Jackie-DVDs in Saturn & co. sind in ihrer Anzahl stets beeindruckend :lol: ), aber die hier scheint ja tatsächlich was zu taugen.
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Beitrag von kami » 26.11.2007, 12:20

MY STUNTS ist tatsächlich ganz interessant, auch wenn die Entzauberung so mancher Kampfszene durchaus deren Magie zerstören kann. MY STORY dagegen ist ähnlich wie die sogenannte Autobiographie von Jackie Chan ein zwar nicht uninteressantes, aber elend selbstbeweihräucherndes Verherrlichungswerk, welches, da vom Meister selbst produziert, die Leistungen anderer (vor allem die Sammo Hungs und Yuen Woo Pings) marginalisiert, falsche Fakten auftischt und inhaltlich ziemlich löchrig ist. Auf alle Fälle mit Vorsicht zu genießen.

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Beitrag von Sir Jay » 26.11.2007, 15:51

mir ist aufgefallen, dass zwischen my story und seiner autobiograhie einige kleine Widersprüche auftreten X.x

z.b erwähnt er in My stories, dass us-stuntman die besten der welt sind, und mit denen wolle er sich gar nicht messen

in der autobiographie lies er sich während der dreharbeiten zu the protector darüber aus, wie furchtbar lahm amerikanische Stuntmen wären...

ein weiteres problem war, das liegt aber wahrscheinlich eher an der deutschen übersetzung, dass Jackie in "Tiger der Todesarena" als "Dorfbewohner" bezeichnet wurde.

das kommt wohl davon, dass der übersetzer dachte ein "Villian" ist dasselbe wie ein "Villager" :lol:
Manchmal werden auch Stunts falsch beschrieben, z.b wird im falle von police story 2 der "Bus Stunt" mit einem Fahrrad beschrieben X.x
ich habe mir das (bevor ich den film sah) so vorgestellt, dass jackie mit einem fahrrad über die busdächer fährt :lol:

die autobiographie ist aber viel detaillierter, da wird viel mehr aufgeworfen, als in "my story".
sehr spannendes Buch, und wer chan mag findet es sowieso interessant.

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