Thrash

Horrorfilme, die Monster, Tiere oder Mutationen thematisieren.
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Vince
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Thrash

Beitrag von Vince » 12.04.2026, 15:00

Thrash

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Originaltitel: Thrash
Herstellungsland: Australien / USA
Erscheinungsjahr: 2026
Regie: Tommy Wirkola
Darsteller: Phoebe Dynevor, Djimon Hounsou, Costa D'Angelo, Matt Nable, Whitney Peak, Alyla Browne, Stacy Clausen, Elijah Ungvary, Andrew Lees, Amy Mathews, Gemma Dart, Dante Ubaldi, Jon Prasida, Sian Luxford, Sami Afuni, Akosia Sabet, Chai Hansen u.a.

Man beachte das doppelte "H" in "Thrash": Tommy Wirkolas Hurrikan-Hai-Thriller versteht sich als erstzunehmende Mischung aus Tierhorror- und Katastrophenfilm im Mittelklassesegment. Nicht nur Production Values, auch die Prämisse ähnelt dabei Xavier Gens' "Im Wasser der Seine" frappierend. Eine australische Küstenstadt als Setpiece sorgt aber schon im Alleingang für ein anderes Sehgefühl.

Zur Kritik von "Thrash"

:liquid5:

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freeman
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Re: Thrash

Beitrag von freeman » 14.04.2026, 18:48

Endlich wieder Haie!

In diesem Sinne:
freeman

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McClane
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Re: Thrash

Beitrag von McClane » 12.05.2026, 11:43

Irgendwie klang die Prämisse ("Crawl" meets "Hard Rain" meets Hai-Horror) besser als der Film am Ende geworden ist. Das Szenario ist schon ein Pfund, mit dem "Thrash" wuchern kann, die Überraschung ist erfreulich wertig, gerade in Sachen Mid-Budget-CGI. Dummerweise muss kann man sich anhand der Charakterschablonen (junge Frau mit Agoraphobie, Hochschwangere, geknechtete Pflegekinder, arschige Pflegeeltern, namenlose Zwei-Szenen-Dudes) schon die Überlebenschancen aller Beteiligten direkt ausrechnen, denn da beachtet "Thrash" jedes Genreklischee und fräst die meisten Opfer eh vor der Halbzeitmarke weg. Noch dazu scheint der Film zwischen zwei Extremen gefangen zu sein. Einerseits versucht er dem Genre mehr Realismus einzuimpfen, gerade wenn er Djimon Hounsou als Meeresbiologen immer wieder Fakten aufsagen lässt, die Filmklischees widersprechen (z.B. dass Bullenhaie für Menschen viel gefährlicher sind als weiße Hai). An anderer Stelle werden die Unglaubwürdigkeitsregler auf 11 gedreht: Die Unterwassergeburt toppt nicht nur "Apocalypto", sondern die körperlichen Fähigkeiten der frisch gebackenen Mutti direkt nach der Entbindung sind auch erstaunlich. Wobei das noch nicht mal der größte Käse ist.
Spoiler
Show
Da wird der böse Pflegepapi erst von den Haien vermeintlich verknurpst und zumindest angeknabbert, taucht aber gegen Ende mitten in der Küche auf und muss wohl verletzt und blutend durch das haiverseuchte Wasser gekraucht sein, ohne dass ihm was passiert, während die Haie sonst alles andere in Rekordzeit ausfindig machen und wegschnabulieren.
Hinzu kommt, dass - Vince sagt es ja schon - der eine Schauplatz (Pflegefamilie) null mit dem Rest der Handlung zusammenhängt, dass "Thrash" weder tighte Survivalstory noch Panoptikum eines Überlebenskampfes ist. Wirkola gelingen immer wieder spannende Einzelszenen, gerade wenn die Umstände einzelne Figuren zum Spießrutenlauf bzw. Spießrutenschwimmen zwingen, aber einen richtigen Flow bekommt "Trash" nicht hin, weshalb das Finale etwas abrupt wirkt, trotz eines coolen (wenn auch nicht gerade realistischen) Deus-Ex-Machina-Moments. Immerhin: Den doofen "Im Wasser der Seine" steckt er klar in die Tasche.

:liquid5:
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Re: Thrash

Beitrag von StS » 13.05.2026, 08:12

Tommy Wirkola´s „Thrash“ ist zwar nicht wirklich gut – wohl aber besser als rund 80% der anderen Haifisch-Filme da draußen. Zudem überzeugt die „Crawl“- Schrägstrich „Burning Bright“-artige Genre-Kombi aus Tier-Horror und Unwetter-Disaster-Streifen – und das nicht nur, weil das notwendige Budget für ein solches Vorhaben vorhanden war (die CGIs können sich sehen lassen). Handwerklich kommt das Ganze anständig umgesetzt daher, zu gefallen wissende Ideen (á la der „Blut-Laster“) sind zu verzeichnen und die kompetente Darsteller-Riege (allen voran Phoebe Dynevor, Whitney Peak, Djimon Hounsou sowie das junge Aussie-Talent Alyla Browne) meistern ihre underwrittenen, mitunter ziemlich klischeehaften Rollen so gut es geht…

Dass Wirkola „ein Mann fürs Grobe“ ist, markiert seit jeher ja kein Geheimnis – und so meistert er den „Spagat“ zwischen „seriösem Spannungskino“ und „big dumb Fun“ im Vorliegenden nicht voll zufrieden stellend: Von beiden Sorten gibt es hier jeweils eine Handvoll Szenen – allerdings fügt sich das insgesamt nicht optimal zusammen. Eine schnelle Entbindung ist bspw. unfreiwillig LOLig – dass die Geburt eigentlich zum Klang von Vanessa Carlton´s „A Thousand Miles“ eingeleitet wird, dagegen bewusst Schmunzeln-erzeugend nett. Auch schade, dass sich bloß zwei der drei zentralen Plotstränge kreuzen – und selbst das erst zum Schluss hin. Aber hey: Mit 80 Minuten ist der Film durchaus kurzweilig geraten…

:liquid5:

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