Style over Substance: In diesem Fall im Grunde sogar noch eine „grobe Untertreibung“ – schlichtweg da so etwas wie eine Story nahezu überhaupt nicht auszumachen ist. Einige aus den vergangenen Streifen vertraute Gesichter (wie etwa Michelle Rodriguez) tauchen ab und an mal innerhalb des Geschehens auf – wurden jedoch derart plump und uninspiriert eingebunden, dass jegliche „Freunde über ein Wiedersehen“ auf Anhieb erlischt. Charakterzeichnungen, Dialoge: Alles für die Tonne. Die Action ist an sich „okay“ – krankt allerdings an zuviel Zeitlupe, dümmlichen Sequenzen (u.a. setzten sich die „Baddies“ offenbar aus den miesesten Schützen aller Zeiten zusammen) sowie einer weitestgehend „unaufregenden“ Inszenierung. Viele Elemente wurden aus den Vorgängern übernommen, dieses Mal allerdings in einer schwächeren Form präsentiert – wie die „Red Queen“ oder spezielle Zombies mit einem sich auf eine bestimmte Weise öffnenden Kiefer – worüber hinaus mich die Gegebenheit, dass geradezu „ohne Atempause“ ständig etwas passiert, unweigerlich an „R.E.: Apocalypse“ erinnert hat: Nur ohne den „inszenatorischen Drive“ bzw. die „transportierte Energie“ jenes Teils. Spannung kommt indes zu keiner Sekunde auf – stattdessen muss man sich ständig über irgendwelche Dinge ärgern (á la massive Logik-Löcher, die ganze Beschaffenheit der Klon-Tochter-Rolle oder punktuell gar echt schwache CGI-F/X). That just sucks. Auf der „positiven Seite“ kann man dagegen u.a. den coolen Einstieg, die stets verlässliche Milla, das umwerfende Aussehen Sienna Guillorys sowie den ansehnlichen Schluss-Fight in der „Eiswüste“ verbuchen. Wie der Cliffhanger einzuschätzen ist, kann ich (ehrlich gesagt) nicht einmal wirklich beurteilen – mal sehen, was die Verantwortlichen im nächsten Film so draus machen. Viel schlechter kann eine weitere Fortsetzung ja immerhin kaum mehr ausfallen…
Fazit: Trotz meiner Sympathien für Anderson, seine „bessere Hälfte“ sowie die bisherige Franchise an sich – welche zumindest stets noch in einem ansprechenden Maße Laune zu bereiten wusste – hat sich „Resident Evil: Retribution“ nun aber leider als nichts weiter als ein Sci-Fi-Action-Horror-Flick der dummen, unbefriedigenden, einfallslosen und nur sehr bedingt unterhaltsamen Art entpuppt…





(arrgh) während ich bodenständiger eine
vergebe...er hat einige ganz grobe schnitzer, aber auch ein recht nette action, die einen nicht völlig teilnahmslos zurücklassen...



