London Has Fallen
London has Fallen ist sicher ein dämlicher Film, der ähnlich wie
Taken das
Es bedient, den Lumpen ihre Taten doppelt und dreifach zurückzahlt und damit durchaus mehr nach übertriebenem Rachedurst als nach Selbstverteidigung anmutet.
Taken ist moralisch freilich besser aufgestellt, denn es sind Kinderschänder und keine (islamistischen) Terroristen, da ist kein Platz für Rassismus oder Pauschalisierungen. ;-) Nun gut, wie sprach einst Admiral Marcus Ramirez bei Star Trek - Axanar sinngemäß: Ein Feind der bekämpft werden muss und bekämpft werden wird. Die größte Herausforderung liegt jedoch nicht in der Übermacht der klingonischen Flotte, sondern in der Herausforderung zu kämpfen ohne dabei die eigenen Werte, den Traum hinter der Föderation zu verraten. Von diesem Verrat macht
London has Fallen ordentlich Gebrauch und dennoch kann man gut darüber hinwegsehen, wenn man bedenkt, dass unsere Lieblingsfilme aus den 80ern ähnlich agierten und wie in Rambo II eben nachträglich Vietnam gewannen. Mehr als ein dümmlicher 80er Streifen im modernem visuellen Gewand (inklusive unverwundbarem Held) ist das Sequel eben nicht, warum also ausgerechnet hier mit der Moralkeule schwingen? Weil das inflationäre Rassismus-Thema mittlerweile allgegenwärtig ist und neuerdings all das rassistisch ist, was früher als lockerer Spruch, Meinung, kritische Anmerkung durchging? Ich weigere mich in solche banale Unterhaltungsware mehr hinein zu interpretieren, als diese Unterhaltungsware zu leisten vermag, da ärgern mich eher solche peinlichen Figuren wie die deutsche Kanzlerin, WTF! Entsprechend unterhielt mich der Streifen prächtig. Er ist druckvoll, besitzt ein rasantes Tempo, eine brachiale Härte samt hohem Bodycount und macht mit den Lumpen in einem furiosen Actionfeuerwerk kurzen Prozess. Der Score geht ins die Ohr und auch einige unglücklichen VFX Sequenzen sind als Running Gag wieder mit dabei. Mindestens:
