Filmtagebuch: Fäb

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Fäb
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Beitrag von Fäb » 09.10.2007, 17:55

Von Angesicht zu Angesicht

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Großartiger Italo-Western mit gestandenen Genre-Recken (Milian/Berger/Volontè), der beinahe epische Ausmaße annimmt und hinlänglich ausgetrampelte Genre-Pfade oftmals zu Gunsten gar reflektierender Passagen verlässt und dennoch nicht komplett seine harten Wurzeln vergisst. Ein Muss für den Genre-Fan und sicherlich in der weiteren Auswahl für Gelegenheitsgucker! Der lapidare Grundsatz "guck erstmal alles von Sergio Leone, Sergio Sollima, Sergio Corbucci und Enzo G. Castellari, da biste auf der sicheren Seite" stimmt im Subgenre des Italo-Western eben wirklich. Dieser Beitrag von zweitgenannten Sergio festigt dies.
:liquid8:


Requiem

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Drama um eine junge Frau, die aus einem verstockten erzkonservativen Elternhaus kommt und deren Epillepsie-Erkrankung scheinbar nie richtig behandelt werden konnte, was letztlich dazu führte, dass ihre Mutter ihr den Nimbus "Pflegefall" einimpfte, wovon sie sich nur schwer lösen kann. Die straffe kirchliche (wenn ich das so sagen darf: verkorkste) Erziehung und ihr daraus resultierender tiefer Glaube impfen ihr Gedanken an Dämonen und Prüfungen Gottes ein, statt ihre Krankheit als solche hinzunehmen, was zu einem schlimmen Ende führt...

Anstatt aus dem gegebenen Stoff ein übernatürlich-gräuslichen Reißer zu machen, entschieden sich die deutschen Macher um Regisseur Hans-Christian Schmid ("Crazy", "23") für die wesentlich realistischer wirkendere Gangart und schufen ein handfestes Drama, das oftmals zum Kopfschütteln anregt - und zwar nicht über den sehr guten Film, sondern über die Zustände in dem kleinen Dorf und mehr noch: Über die junge Frau selbst, denn sie schießt irdische Erklärungen irgendwann in den Wind und so schlägt sie die Hilfe des bodenständigen Vaters (sehr gut: Burghart Klaußner), Ärzten und des anfangs verblüffend realitäsnahen alten Pfarrer aus und da sie schließlich selbst fest daran glaubt, befürwortet sie die Austreibung und wird somit Opfer ihrer selbst wird. (oder: Opfer ihrer Krankheit in Verbindung mit einem verzerrten Weltbild...)
:liquid8:

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Beitrag von Fäb » 10.10.2007, 12:07

The Roost - Angriff der Fledermäuse

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Flattermann-Horrorfilmchen um vier Freunde die auf dem Weg zu einer Hochzeit mit dem Auto auf einer Landstraße (natürlich wollte man eine Abkürzung nehmen und ist von der Hauptstraße runter *schnarch*) liegen bleiben und fortan das zehn-kleine-negerlein-Spielchen mit Fledermäusen und Zombies spielen müssen... Nichts gegen low-Budget-Produktionen und lange Zeit versucht der Film in den einschlägigen Szenen auch zu kaschieren, dass dem so ist, doch dann brechen sich zunehmen billig wirkende Effekte bahn und leider ist auch in punkto Atmosphäre eher Langeweile angesagt. Verpackt ist dieser kurze Film in einer Art einleitenden Horrorshow, offensichtlich angelehnt an den allseits bekannten Cryptkeeper von Geschichten aus der Gruft, kann aber auch durch diese Rahmengeschichte mit dem ach so tollen Ende nur bedingt punkten. Insgesamt einfach zu fade und einfallslos. Und das liegt sicher nicht nur am fehlenden Geld.
:liquid3:

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Beitrag von Fäb » 11.10.2007, 17:30

Nachdem gestern dämlicherweise der angedachte pokerabend kurzfristig doch nicht stattfand, "musste" ich in der Abendgestaltung doch wieder mit Sofa und Glotze Vorlieb nehmen ;)


King of New York

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siehe hier.


El Topo

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Lag elend lang hier herum und ich hab mich irgendwie immer geziert, den mal einzulegen. Gestern war es dann endlich so weit - und jetzt fehlen mir so ein bisschen die Worte. Irgendwo zwischen surrealem Kopfkino und politischem Western bahnen sich ständig irgendwelchen offensichtlichen und sicherlich noch viel mehr verschlüsselte Anspielungen an und entfalten ein aberwitzg skurriles Werk, dass seinesgleichen sucht (vergeblich). Deutliche Anleihen beim Italo-Western, anprangernde politische wie gesellschaftskritische Botschaften, gar Parallelen zu Fellinis "La Strada" sind zu erkennen - eine Wunderkiste sondersgleichen, die ich sicherlich nicht zum letzten mal gesehen habe. Auch um mir da ein fundierteres Urteil bilden zu können... ;)

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Beitrag von daemonicus » 11.10.2007, 17:46

Ging mir bei El Topo ähnlich. Irgendwie merkte ich, dass es ein grosser Film ist, aber mein Wissen ist da zu rudimentär um eine fundierte Wertung abzugeben.

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Beitrag von Fäb » 12.10.2007, 17:12

The Breed

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Sicherlich sehr sehr formelhafter Hundehorror, aber trotz einiger Klischees wird nie die Schwelle zum Ärgerlichen überschritten und ab Mitte des Films ziehen Tempo und Bedrohlichkeit gut an, so dass ich letztlich trotz altbekannter Zutaten Überdurchschnittlichkeit attestiere. Ein Wort zu den Hunden: Grandios, was Tiertrainer alles hinbiegen können mit ihren Vierbeinern, das sah ja mal alles sehr dufte aus! Und: Muss da irgendeinem Hansel zustimmen, der meinte, dass normale Hunde wesentlich bedrohlicher wirken im gegensatz zu irgendwelchen mutierten und andersaussehenden Viechern. Gerade ich als Katzenfreund und Hunden ohnehin eher skeptisch gegenüber stehender Mensch kann dem nur beipflichten... ;)
:liquid6:


Following

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So endlich auch dieses Werk von Christopher Nolan gesichtet. Ein junger Mann schleicht gerne fremden Leuten hinterher um seine Neugierde zu befriedigen, als er eines Tages jemandem hinterläuft der gewissermaßen ähnlich gestrickt ist wie er, nur dass dieser Jemand in Wohnungen einbricht. Nicht in erster Linie um etwas zu klauen, sondern auch und vor allem um an deren Leben teilzuhaben bzw. das Leben der anderen zu verwirren. Die beiden gehen fortan auch zusammen auf Tour, wobei sich alsbald ein Spiel mit doppelten Böden eröffnet...
Superbe kleine Fingerübung von Nolan, die er wie auch spätere Filme wie nicht chronologisch erzählt um die Spannung länger zu erhalten bzw. schon am Anfang Bilder vorweg zu nehmen die den Betrachter schon fragen lassen, wie es dazu kommen mag. Dem ganzen liegt ein Drehbuch zugrunde, welches eines Hitchcock würdig wäre und worüber man nicht zu viele Worte verlieren sollte, will man nichts verraten. Schade nur, dass mein DVD-Player so "toll" ist, dass er mir den ganzen Film über ein fettes nervendes Symbol in der rechten oberen Ecke platziert, das darauf hinweist dass ich mit der "angle"-Taste auf meiner Fernbedienung jeweils zur Drehbuchseite switchen kann. Wollte ich aber nicht und so hats nur genervt, weil ichs irgendwie nicht ausstellen konnte. :motzen: ;)
:liquid8: ,5

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Beitrag von Fäb » 16.10.2007, 14:55

Das Dschungelbuch

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Letzte Sichtung (noch auf VHS) lag schon wieder bestimmt 4-5 Jahre zurück, da kam die neue DVD gerade recht. Tja was soll man da noch großartig sagen? Ein in der Grundstory und Figurenkonstellation oft kopiertes, aber nie erreichtes Meisterwerk des Zeichentrickfilms. Walt Disney trieb seine Macher, allen voran seine Animatoren und seinen Regisseur zu Höchstleistungen an und trieb (weitestgehend; dass das Nashorn nicht drin ist und die Geier keine "Beatles-Imitation" spielen, wäre noch die absolute Krönung gewesen ;) - siehe Bonusmaterial) die richtigen Entscheidungen im Entiwcklungsprozess. Zwar verstarb er leider noch vor der Fertigstellung des Films, aber gefallen hätte ihm sein Baby hundertpro. Dschungelbuch setzt in Sachen Charakterzeichnung und sowohl für Kinder als auch Erwachsene gekonnt erdachte und zeichnerisch toll umgesetzte Knallbonbons in jeder Hinsicht Maßstäbe und auch wenn etwas Kitsch um das Ende weht, überwiegt absolut das unbekümmerte flair mit dem Schuss Ernsthaftigkeit. Übrigens hab ich immer mal wieder zwischen deutsch und englisch hin und her geswitcht und muss sagen: Das Original ist zwar ohne Frage toll, aber erstens kenn ich den Film natürlich seit früher Kindheit an auf deutsch und auch heute noch muss ich sagen: Die deutsche Synchro kann locker mithalten, und da ich den Film seit (ääh, ungefähr) 15 Jahren nunmal so und nicht anders kenne bleibt er auch und gerade auf deutsch absolut Kult.
Ein Wort noch zur neuen DVD: Interessante Dokumenationen/Making Ofs und das veränderte Bildformat, bei dem oben und unten weniger Bildinformation und rechts/links ganz leicht mehr zu sehen ist, stört eigentlich nicht. Jedenfalls fallen während der Sichtung angeschnittene Gesichter oder dergleichen eigentlich nicht auf. Das krampfhafte trimmen auf 16:9-Maßstäbe ist zwar dennoch ärgerlich, aber immerhin zu verkraften.
Probier's mal mit Gemütlichkeit... :rock:
15/10 points ;) hm nagut: :liquid10:

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Beitrag von John Woo » 16.10.2007, 15:13

Also das Dschungelbuch mag ich ja mal gar nicht.

Meine Lieblinge von Disney sind 101 Dalmatiner und Bernhard & Bianca.

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Beitrag von Fäb » 16.10.2007, 16:34

... welche zwar sicherlich nicht schlecht, aber natürlich in keinerlei Hinsicht mit einem Meisterwerk und Meilenstein wie Dschungelbuch vergleichbar sind und bei denen zudem Walt Disney himself nicht mehr mitwirken konnte :roll: Also wirklich, manchmal... aber lassen wir das, bist ja zart besaitet bei sowas :twisted:

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Beitrag von John Woo » 16.10.2007, 16:37

Warum ist Dschungelbuch denn ein Meisterwerk, Meilenstein und meine 2 Beispiele nicht? Also 101 Dalmatiner kennt ja wohl jeder. Ausserdem gefallen mir die 2 angeführten Beispiele oder auch so was wie König der Löwen einfach besser. Der einzige der hier zartbesaitet ist, bist wohl du. Kannst nicht mal ein bisschen Kritik (obwohl es gar keine war) an deinem Lieblinsgfilm vertragen.

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Beitrag von Vince » 16.10.2007, 16:51

Wo ist das Problem? Argumentiert es doch aus. In der Beziehung gehe ich mit dem John konform - man kann sicher so argumentieren, dass Bernard & Bianca besser ist als das Dschungelbuch - es besteht ja kein Zwang, dass man das Dschungelbuch besser zu finden hat, nur weil es den höheren Status genießt.

Mein Lieblingsdisney ist übrigens mit "Dumbo" auch einer, der eher als kleineres Nebenprojekt gedacht war.

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Beitrag von John Woo » 16.10.2007, 16:56

Vince hat geschrieben:Wo ist das Problem? Argumentiert es doch aus. In der Beziehung gehe ich mit dem John konform - man kann sicher so argumentieren, dass Bernard & Bianca besser ist als das Dschungelbuch - es besteht ja kein Zwang, dass man das Dschungelbuch besser zu finden hat, nur weil es den höheren Status genießt.
Na also, schön dass wenigstens jemand durchblickt. :wink: War jetzt schon überrascht, dass der Fäb aufgrund meines Kommentares, welches meine Lieblingsdisneys sind und dass mir das Dschungelbuch nicht so gefällt, gleich austickt. Ist doch alles Geschmackssache. Das gilt auch für Meisterwerke. Oder nicht? Ausserdem heisst es doch bei jedem Film "Walt Disneys Meisterwerk..." :wink:
Und 101 Dalmatiner und Bernhard und Bianca kann sehr wohl mit dem Dschungelbuch mithalten. Zumindest in meinen Augen. Von König der Löwen will ich ja gar nicht mal sprechen.

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Beitrag von Hannibal » 16.10.2007, 17:02

Finde aber auch, das "Das Dschungelbuch" einer der allerbesten Disney-Filme aller Zeiten ist. Der passt einfach von vorne bis hinten, perfekte Dramaturgie, top gezeichnet und vor allem musikalisch eins ja. Während bpsw. beim "König der Löwen" (der auch ein absolutes grandioses Zeichentrickriff ist ;-)) immer wieder so Lückenfüller-Musicalnummern reingerutscht sein, genießt beim "Dschungelbuch" jeder Song Kult-Status. Ob berechtigt oder nicht, darüber kann man sich natürlich streiten, im Endeffekt stört hier aber keine Nummer....bekommt von mir auch die volle Ladung, wie man 101 Dalmatiner besser finden kann, entzieht sich auch meiner Vorstellungskraft.....aber naja, wir können ja unseren Johnny ;-)

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Beitrag von John Woo » 16.10.2007, 17:08

Naja Dschungelbuch finde ich einfach langweilig von der Story her, zu gemütlich, und das Dschungelsetting gefiel mir auch nicht so toll.

Bernhard & Bianca haben ne super Atmosphäre (in diesen Sümpfen etc.) und eine richtig böse Gegenspielerin, nur schon dass die beiden Hauptdarsteller zwei Mäuse sind, die gegen einen Menschen antreten, macht die Sache so reizvoll und interessant. Und ich fand es einfach spannender als das Dschungelbuch.
Daselbe bei den Dalmatiner, nur dass es da Hunde sind. Auch den Film mag ich von der Story her - einfach klasse.
Und der König der Löwen gefiel mir vor allem von den Figuren und der Geschichte her.

So das waren mal grob meine Argumente. Ich will hier niemanden von irgendwas überzeugen, ich sage nur warum ich das Dschungelbuch net soo mag und welches meine Lieblinge sind. Wenn andere meinen das Dschungelbuch ist ihr Klassiker, in Ordnung. Stört mich nicht. Wo ist also das Problem?

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Beitrag von Fäb » 16.10.2007, 22:50

es gibt nirgens ein Problem, ich bin die Sache halt nur was zurückhaltend angegangen, weil du, lieber John, dich bei mir, als ich anderer Meinung bezüglich "Die Verurteilten" war und einen zugegebenermaßen geringschätzigen Kommentar diesbezüglich abgelassen hab, gar per PN beklagt hast. Und da ich keinen Bock auf übermäßige Tipperei hatte dachte ich mir: Ok, jede jeck is anders, aber ganz so kann man das nu auch nicht stehen lassen. ;)

Nun denn (das solls dann aber auch von mir gewesen sein dazu :)):
Der Vorsatz bei Dschungelbuch lautete ja auch, in erster Linie gelungene Figuren zu kreieren und die Geschichte absichtlich nicht zu überladen. Das Ergebnis sind die wohl legendärsten Disney-Figuren aller Zeiten, die dem straighten Grundkonzept absolut ausreichen und keine weitere ausufernde Bühne brauchen als ihren Dschungel. Sie müssen einfach nur präsent sein, das ist ja das Verblüffende. Des Weiteren sind die Musiknummern im Gegensatz zu vielen anderen Disney-Produktionen nicht nervig und nicht aus der eigentlichen Geschichte ausgeklinkt. Zudem sind die Nummern (bis auf die vorletzte vom Mädel) allesamt angenehm kitschfrei und nicht enervierend oder zum davonlaufen wie bei vielen anderen Zeichentrickfilmen (auch wenn man die Filme ansich sogar evtl. mag). Man nehme einfach nur mal die legendäre Nummer in der Affenstadt: Parallel zur groovy Musiknummer läuft die zum schreien geile Maskerade von Baloo und beginnt das affenartig irre Zerren um Mogli. 8-) Für Mitte der 60er ist die Musik schon ziemlich progressiv.

Ich geh mal nur noch auf die von dir genannten Lieblingsdisneys als Gegenbeispiele ein, ungeachtet der Tatsache, dass ich z.B. "Bambi" nichts abgewinnen kann, und ansonsten zwar "Peter Pan", "Dumbo", "Robin Hood" oder "Aristocats" zu meinen Favoriten zähle, aber dennoch keiner auch nur annähernd an meinen absoluten persönlichen Tronfolger herankäme ;)

Die von dir genannten Filme sind ebenfalls toll, keine Frage, aber im Gegensatz zu Dschungelbuch sind sie meiner Meinung eher "routiniert", ihnen haftet irgendwie nicht das "Einzigartige" an. "101 Dalmatiner" hab ich als Kind auch gesehen, aber keinerlei sonderlichen Erinnerungen mehr daran, als dass ich was dazu sagen könnte. Möglicherweise wurde auch im Nachhinein der Eindruck durch den mäßigen Realfilm noch geschmälert, aber dennoch ist bezeichnenderweise nicht viel hängen geblieben. Anders bei "Bernard und Bianca", der ist auch ein Sonderfall und irgendwie kein typischer Disneyfilm. Es ist lange her, dass ich die Filme gesehen habe, den zweiten Film ("im Känguruhland") beispielsweise hab ich nur im Kino gesehen, es könnte sogar mein erster Kinofilm ever gewesen sein, so genau weiß ich das nicht mehr (ich war 5 oder so...) und den ersten Teil hab ich dann später mal gesehen, und die haben mir auch gut gefallen weil sie vollkommen anders funktionieren: Es sind eher spannende Abenteuergeschichten und keine Lach- und Sing-Nummern. Das macht sie zu guten Zeichentrickfilmen, aber -und auch wenn man hier gewissermaßen Äpfel mit Birnen vergleicht- Dschungelbuch dagegen ist absolut zeitlos und vor allem durch seine Musiknummern für mich auf ewig Kult, was ich ansonsten von keinem anderen Disney-Film (oder überhaupt Zeichentrickfilm, aber bei Disney gehört es meist zum festen Repertoir) nur aufgrund seiner Songs sagen kann. Im Gegenteil: Bei anderen Filmen hab ich mich schon als Kind während der Musiknummern eher genervt gefühlt, bei Dschungelbuch nicht, da hab ich ordentlich abgefeiert, das war und ist cool. Zeitlos eben. ;)

edit: Nahezu mein Zweitlieblings-Disney (aber wiederum im Grunde nur schwer zu vergleichen) ist übrigens ein ziemlich neuer: Ein Königreich für ein Lama! - "Hütet euch vor dem königlichen Groove!" :rock:

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Beitrag von freeman » 17.10.2007, 00:54

Das Königreich mit dem Lama halte ich für ziemlich überhyped ... Lilo und Stitch ist mein Liebling .. von allen Disneys ... das ist Anarchie pur und damit herrlich gegen den Disneykamm geschoren ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von John Woo » 17.10.2007, 01:55

Fäb hat geschrieben:Es sind eher spannende Abenteuergeschichten
Ja genau, das ist wahrscheinlich auch das, was mich an Bernhard und Bianca immer besonders fasziniert hat. Wie du sagst, ist das Dschungelbuch mit dem kaum vergleichbar, ist halt einfach viel gemütlicher, durchaus auch ein Feel-Good-Film, dagegen ist auch gar nichts auszusetzen, aber schon als Kind fand ich offensichtlich solche Abenteuergeschichten, verpackt in einer tollen Atmosphäre, grossen und bösen Bösewichten - und vergleichsweise kleine Gegenspieler als Titelhelden, was das ganze schön spannend macht.
Vielleicht kannst du jetzt meine Begeisterung für diese Filme ein bisschen besser nachvollziehen. :wink:

Übrigens hab ich mich nicht "beschwert" in der PM, ich wollte das nur vernünftig und auf normale Weise ausdiskutieren. :wink:

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Beitrag von daemonicus » 17.10.2007, 07:40

Da ich kein Herz hab mag ich auch keine Disney-Filme. 8-) Ne, ganz so ist es nicht, aber mich nervt die Singerei tierisch. Gerade deshalb seh ich z.B. Das Dschungelbuch schon fast ausser Konkurrenz, da gerade die Musik imho noch mehr dem persönlichen Geschmacksdiktat unterworfen ist. Deshalb kann ich John verstehen, dass er die anderen Filme mehr mag, aber ich werde die nie als gut empfinden können, da mich diese Schnulzteile so dermassen abschrecken, dass ich die Filme eh nicht durchhalte. Andererseits kann ich aber dem Fäb da sein progressives Musikargument fast nicht zugestehen, da einer mit Schnulzenblut die Musik bei "Die Schöne und das Biest" besser finder als beim "Dschungelbuch" und deshalb den Film auch mehr mögen mag. :wink:

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Beitrag von Vince » 17.10.2007, 12:00

Leute, ich bin stolz auf euch. Ihr macht dem ersten Rang, den man hier als Liquid-User zugesprochen bekommt, alle Ehre! :wink:

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Beitrag von freeman » 18.10.2007, 01:11

:lol: :lol: :lol:

Du bist echt fies Vince ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von SFI » 18.10.2007, 05:35

Ich fand eigentlich nur den König der Löwen so richtig genial, dazu gibts auch einen Hammer Score. Der Rest ist nicht so meine Welt, ok viel gesehen habe ich noch nicht, aber an das Dschungelbuch traue ich mich auch irgendwie nicht ran. :lol:
DAS UNMASKIERTE SYSTEM

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Beitrag von Fäb » 18.10.2007, 13:13

pff!
und @ Vince: Ich bin ja hier sowieso völlig fachfremd und muss aufpassen, dass ich geduldet werde ;)


Der Frosch mit der Maske

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Ein Verbrecher-Syndikat um ihren Chef, den geheimnisvollen Unbekannten im Froschähnlichen Gewandt, bringt die Londoner Gesetzeshüter zur Verzweiflung... Der erste Edgar Wallace-Film, Jahrgang '59, ist zwar oftmals absurd naiv und mnachmal ungewollt komisch, aber genauso häufig gewollt witzig und besticht insgesamt durch ein unnachahmliches flair.
:liquid6:


Der Vampir von Notre-Dame

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Mit diesem Kriminal/Horror-flick emanzipierte sich Mario Bava, der hier den Film, der von Riccardo Freda auf dem Regiestuhl begonnen wurde, übernahm und fertigstellte sich von seinen T'tigkeiten als Kameramann und Kulissenmaler (oder was auch immer das nochmal war) hin zum Regisseur und schuf ein zwar storytechnisch recht schmalspuriges, aber dafuer umso toller inszeniertes und effektmaessig fuer seine zeit absolut verblueffendes Schauermaerchen, das sich zwar am Ende unnoetig zu Tode erklaert, damit auch wirklich ein jeder Zuschauer genau weiss wie sich alles zugetragen hat (gleichwohl es natuerlich alles andere als kompliziert ist), aber dennoch unwahrscheinlich viel spass macht wenn man dem italienischen Horrorkino bzw. den auch schon manchmal im Ansatz erkennbaren Giallo nicht abgeneigt ist.
:liquid6: ,5



mfg
Fäb, Action-Prolet :lol:

PS: wieso zum teufel nochmal ist meine tastatur mitten im posting aufs amerikanische system umgesprungen?!?!? Die Fragezeichen, Z und Y udn Klammern sind nicht mehr da wo sie sein sollten und wenn ich nicht eine dunkle Vergangenheit ;) als Counter-Strike-Zocker hinter mir haette, wuerd ich mich gar nimmer zurecht finden... :motzen:

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Beitrag von SFI » 18.10.2007, 18:08

Naja ich finde dein Tagebuch trotzdem interessant auch wenn du aus der Reihe tanzt. Habe mir fest vorgenommen mal komplett durchzublättern und bisserl was von deinen Filmen mit hohen Wertungen zu leihen! :wink:
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Beitrag von Vince » 18.10.2007, 18:26

Yip, nu bleib uns bloß erhalten mit deinen Filmkommentaren. Du bist doch neben LD einer meiner letzten wenigen Rettungsanker aus der Äkschnhölle heraus. ;)

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Beitrag von Fäb » 18.10.2007, 18:38

keine sorge jungs, das sollte weder Mitleid heischend klingen noch läge mir etwas ferner als hier den Hut zu nehmen! Gerade auch das Filmtagebuch gehört bei mir schon zur Routine und ich würds mittlerweile auch nur für mich selbst machen, einfach so zur kurzen Reflexion was ich so die woche über schaue. Trotzdem danke ;) :P

@SFI, ohja mach das, und scroll nicht über die ganzen Italo-Sachen einfach drüber, auf die 7/10+ Bewertungen dürfen selbst Genre-Fremdlinge gern mal einen Blick werfen und vielleicht packt es einen dann ja auch dabei ;) Von der breiten trash-Masse sollte man vielleicht jedoch vorerst ganz die Finger lassen, sonst packt man womöglich sobald keinen weiteren mehr von der sorte an :lol:

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Beitrag von Fäb » 19.10.2007, 12:06

Der dritte Mann

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Unter Zeitdruck entstandener aber auch nach 58 (!) Jahren noch fantastisch aussehender Noir-Krimi mit recht ausgeklügelter Geschichte, die aber ebenso Drama-Facetten zu bieten hat, bevor sie mit einem großartig inszenierten Finale abtritt und im unversöhnlichen Ende einen stimmigen Schlusspunkt findet. Das Wort "Action" ist wohl etwas viel gesagt, aber die Verfolgungsszenerie am Ende in der Kanalisation mit flackerndem Licht aus Fackeln und Taschenlampen sowie hallendem und in Echo ausartenden Geräuschen ist wunderbar anzusehen. Überhaupt spielt der Film im zerbombten Wien wahnsinnig gekonnt mit Licht und Schatten und längst gehört diese Geschichte um einen angeblichen Verkehrsunfall eines Schmugglers und Freundes der Hauptfigur mit anschließender Aufklärung der Ungereimtheiten zurecht zu den Klassikern der Nachkriegsfilme.
:liquid8: ,5

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